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Never Mind – Psychologie in 15 Minuten
"Sei schlau, stell' dich dumm": Das steckt hinter strategischer Inkompetenz
„Kannst du das nicht machen? Ich bin so ein Anfänger, wenn es um Excel geht!“ oder „Ich habe Angst, da etwas falsch zu machen bei der Steuererklärung, du kannst das viel besser.“ Strategische Inkompetenz ist, wenn Menschen schon könnten, aber nicht wollen. Vor allem im Job und im Haushalt scheinen sich einige ganz gern auf ihrer vermeintlichen Unfähigkeit auszuruhen.
Aber steckt da wirklich immer eine Absicht dahinter? Aus welchen Gründen stellt man sich selbst als unfähig hin – und wie verhindert man strategische Inkompetenz? Darüber sprechen wir in dieser Folge.
Shownotes
- Erster Artikel dazu im „Wall Street Journal“ von Jared Sandberg. „The Art of Showing Pure Incompetence At an Unwanted Task“
- Neben Absicht und Gewohnheit kann hinter strategischer Inkompetenz auch ein Phänomen nennen, das Psychologen "Erlernte Hilflosigkeit" nennen
- Zum Weiterlesen: Welche Probleme strategische Inkompetenz im Job verursachen kann – und was man tun kann, wenn man ein Gegenüber hat, das dem Leitsatz "Sei schlau, stell' dich dumm" folgt
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176. Liebe, Geld und Börse: Warum wir oft falsch investieren
01:24:20||Ep. 176Wenn ihr euch für die Psychologie des Investierens interessiert, dann ist diese Episode genau das Richtige für euch.In einer gemeinsamen Folge von „Never Mind – Psychologie in 15 Minuten“ und dem Börsen-Podcast „Alles auf Aktien“ geht es um die Psychologie der Börse. Neben AAA-Moderatorin Lea Oetjen ist Psychologieprofessorin Johanna Peetz von der Carleton University in Ottawa dabei. Sie erforscht, wie Menschen finanzielle Ziele verfolgen und wie Paare über Geld sprechen, streiten und gemeinsam planen. Die Psychologin erklärt, warum gute Sparvorsätze noch keine guten Finanzpläne ergeben, worüber Paare bei Geldkonflikten wirklich streiten und welche Regeln helfen, bevor Angst, Euphorie oder Beziehungsmacht das Depot übernehmen. Fanny spricht darüber wie Verlustaversion, FOMO, Selbstüberschätzung und die Sunk-Cost-Falle unsere Anlageentscheidungen beeinflussen.Außerdem geht es um die Fragen wie: Warum verkaufen wir Aktien, die gut laufen, häufig zu früh – und halten ausgerechnet an den Verlierern besonders lange fest?Weshalb fühlt sich ein Investment immer sicherer an, je mehr Menschen davon überzeugt sind?Was passiert, wenn in einer Beziehung einer Sicherheit sucht und der andere Rendite?Schützen Börsenwissen und Selbstkenntnis vor irrationalen Entscheidungen?Sind gemeinsame Depots besser für die Beziehung?Löst ein Sparplan tatsächlich unsere wichtigsten psychologischen Anlageprobleme?Und wenn ihr euch für Money Psychology grundsätzlich interessiert, hört auch auch in diese Never Mind-Folgen rein:Money Psychology: Woher deine Beziehung zu Geld kommtMoney Psychology: 3 typische Mindsets und wie ihr sie ändertMoney Psychology: Warum Geld in Beziehungen oft zum Problem wirdMoney Psychology: als Paar eine Finanzkultur aufbauenHinweis: Die Folgen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar.
175. Dein Job ruiniert unsere Beziehung! Wer muss zurückstecken?
26:01||Ep. 175Der Job wird immer wichtiger, die Tage immer länger, die gemeinsame Zeit rarer. Und irgendwann sagt einer: So möchte ich keine Beziehung führen. Aber wer muss sich jetzt bewegen? Derjenige, der viel arbeitet? Oder der Partner, der mehr gemeinsame Zeit und Aufmerksamkeit einfordert? Zum ersten Mal ist in dieser Folge Berni Mayer mit dabei, Coach und ab jetzt immer mal wieder Co-Host bei Never Mind. Gemeinsam schauen wir auf ein Dilemma, bei dem beide Seiten ziemlich gute Argumente haben. Wir sprechen darüber, wann beruflicher Stress wirklich zum Beziehungsproblem wird, warum es einen Unterschied macht, ob die Belastung nur eine Phase oder ein Lebensmodell ist, wie viel Ambition eine Partnerschaft aushalten muss und wer den Preis für dieses Lebensmodell zahlt. Ausgangspunkt ist eine aktuelle ElitePartner-Erhebung: Knapp ein Drittel der Befragten hat in der eigenen Beziehung bereits starke berufliche Überlastung erlebt. Viele empfinden sie als sehr belastend, vergleichsweise wenige Beziehungen stehen aber allein deswegen vor dem Aus. Also: Wie viel darf ich meinem Partner für meine Karriere zumuten? Und wann wird aus meiner persönlichen Entscheidung eine gemeinsame?Quelle: ElitePartner-Studie 2026: Belastungsproben und Krisen in Beziehungen
174. Ein Drittel aller Trennungen nach dem Sommerurlaub: Wie kommt's?
15:56||Ep. 174Der Sommerurlaub soll eigentlich Nähe bringen: endlich Zeit füreinander, weniger Alltag, mehr Leichtigkeit. Doch gerade nach dem Urlaub trennen sich viele unglückliche Paare. Warum passiert das ausgerechnet dann, wenn eigentlich alles schöner werden sollte?In dieser Folge geht es darum, warum Urlaub Beziehungen nicht zerstört, sondern sichtbar macht, was im Alltag oft überdeckt wird. Wenn Routinen, Termine und Ablenkung wegfallen, entsteht mehr Nähe, und damit manchmal auch mehr Reibung. Unterschiedliche Bedürfnisse, alte Konflikte und unausgesprochene Enttäuschungen werden plötzlich spürbarer.Es geht darum, warum Urlaub für Paare wie ein Vergrößerungsglas wirken kann, wieso hohe Erwartungen an diese Zeit schnell problematisch werden und wann Streit im Urlaub eher ein Warnsignal als Zufall ist. Eine Folge über Zwangsnähe, Beziehungsmuster und die Frage, was sichtbar wird, wenn der Alltag wegfällt.Mit dieser Folge verabschieden wir uns in die Sommerpause. Ab Mitte September sind wir mit neuen Folgen wieder da!
173. Beziehungen: Wie viel Narzissmus ist normal?
14:11||Ep. 173Wie viel Narzissmus ist einer Beziehung normal, und wann wird es schwierig? Narzissmus klingt für viele Menschen schnell nach Diagnose, Warnsignal oder toxischer Beziehung. Dabei ist Narzissmus zunächst eine ganz normale Persönlichkeitseigenschaft, die jeder Mensch in unterschiedlicher Ausprägung hat. Wir alle wollen gesehen werden, wichtig sein und Anerkennung bekommen.In dieser Folge geht es darum, wie viel Selbstbewusstsein in Beziehungen gesund ist; und wann eine hohe narzisstische Ausprägung in Beziehungen schwierig werden. Ihr erfahrt, warum Narzissmus am Anfang einer Partnerschaft oft charmant und anziehend wirken kann, später aber jede Kritik als Kränkung erlebt wird und woran man merkt, dass in einer Beziehung wenig echte Gegenseitigkeit entsteht.Außerdem schauen wir auf die Forschung von Mitja Back und seine Kollegen: ihr Modell von Bewunderung und Rivalität, also einer Seite, die glänzen und bewundert werden will, und einer, die abwertet, angreift oder sich zurückzieht, wenn das eigene Selbstbild bedroht ist.Mehr zum Narcisistic Admiration and Rivalry Questionnaire erfahrt ihr hier: https://idw-online.de/de/news?print=1&id=550669Die genauen Fragen aus dem Fragebogen könnt ihr hier auf englisch einsehen: https://www.persoc.net/persoc/uploads/Toolbox/NARQ_English.pdf und hier auf deutsch: https://www.persoc.net/persoc/uploads/Toolbox/NARQ_German.pdfUnd hier noch einmal sechs Warnzeichen, die auf hohen Narzissmus beim Partner/der Partnerin hinweisen, wenn es ein deutliches Muster dabei gibt.Die Gespräche drehen sich oft um ihn/sie.Selbst kleine Kritik führt zu Kränkung und wird beantwortet mit Gegenangriff oder Rückzug.Der/die andere übernimmt nur sehr selten die Verantwrtung für Dinge in der Beziehung, die schieflaufen.Eure Gefühle werden von Partner eher kleingemacht oder gar nicht anerkannt.Es wird viel Zuneigung sprachlich ausgedrückt, es fehlt aber der passende Gegenpart im Handeln.Ihr werdet immer vorsichtiger im Umgang mit dem Partner.
172. Sieht man Menschen ihre Persönlichkeit an?
18:05||Ep. 172Wir alle haben schon erlebt, dass wir einen Menschen innerhalb weniger Sekunden sympathisch, unsympathisch, kompetent oder vertrauenswürdig finden. Aber wie viel Wahrheit steckt eigentlich in diesem ersten Eindruck?In dieser Folge schauen wir auf die spannende Frage, ob man Menschen ihre Persönlichkeit tatsächlich ansehen kann. Ihr erfahrt, was die Forschung darüber herausgefunden hat, warum wir manche Eigenschaften überraschend gut erkennen können und welche Rolle dabei die Big Five der Persönlichkeit spielen.Außerdem geht es darum, nach welchen zwei Eigenschaften unser Gehirn bei einer ersten Begegnung als allererstes sucht, warum manche Urteile erstaunlich treffsicher sind und weshalb wir trotzdem vorsichtig sein sollten, wenn wir glauben, einen Menschen sofort durchschaut zu haben.Eine Folge über Persönlichkeit, Intuition und die Frage, wie viel wir über andere Menschen wissen können, bevor wir sie wirklich kennenlernen.
171. BONUSFOLGE: Wo beginnt und endet gesundes Selbstbewusstsein?
33:31||Ep. 171In dieser Bonus-Episode war Fanny wieder Gast im Podcast "FettUcation" mit Serdar Deniz, der dort seine Abnehmreise dokumentiert.Serdar beschäftigt gerade die Frage: Wo beginnt eigentlich gesundes Selbstbewusstsein und wo kippt es in etwas, das ihn klein macht oder sogar ungesund wird?Auslöser ist ein Satz, den jemand zu ihm gesagt hat und der bei ihm hängen geblieben ist: dass drei Jahre für 21 Kilo Gewichtsabnahme ja ganz schön lang sei. So etwas trifft ihn, sagt Serdar, weil es innerlich auf seine eigene Ungeduld und Unzufriedenheit mit dem eigenen Fortschritt trifft.Wir sprechen darüber, warum Akzeptanz nicht Resignation bedeutet, sondern die Voraussetzung für Veränderung ist. Und die Grenze zum Ungesunden wird da sichtbar, wo das eigene Ziel – hier also das Abnehmen – so groß wird, dass andere darunter leiden: Familie, Freunde, der Alltag. Am Ende geht es um einen Punkt, der Serdar überrascht hat: Vielleicht ist langsames Abnehmen nicht „schlecht“, sondern sogar besser. Weil ein Zeichen dafür, dass er sich eine Routine gebaut hat, die wirklich bleibt. Egal, was sich sonst in seinem Leben so tut.
170. LIVE-PODCAST: Wie der Job unseren Selbstwert formt
39:38||Ep. 170Warum kann ein einziges Meeting unseren ganzen Tag verändern? Weshalb fühlt sich ein Lob manchmal so gut an? Und warum trifft uns Kritik oft viel stärker, als wir zugeben würden?In dieser Live-Podcast-Folge von Never Mind, aufgenommen im Mai 2026 auf dem Business Insider New Work Summit, sprechen wir mit der Persönlichkeitspsychologin Prof. Dr. Anne Reitz über die Frage, wie Arbeit unseren Selbstwert beeinflusst. Auf Basis aktueller Forschung erklärt sie, warum unser Selbstwert viel dynamischer ist, als viele denken, welche Rolle Feedback, Anerkennung und Zugehörigkeit spielen und weshalb berufliche Übergänge wie der erste Job, ein Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit unser Selbstbild nachhaltig prägen können.Außerdem geht es darum, warum kleine Alltagserlebnisse oft mehr Wirkung haben als große Karriereschritte, wie die Geschichten, die wir uns über unsere Arbeit erzählen, unseren Selbstwert formen und weshalb manche Menschen Krisen besser bewältigen als andere.Darüber sprechen wir in dieser Folge:Was Selbstwert eigentlich ist, und warum er gleichzeitig stabil und veränderbar sein kann.Warum unser Selbstwert im Arbeitsalltag ständig auf soziale Signale reagiert.Welche Jobmomente unser Selbstwertgefühl stärken oder schwächen.Weshalb Feedback oft viel tiefer wirkt als reine Leistungsbewertung.Die Bedeutung von Kompetenz, Zugehörigkeit, Autonomie und Anerkennung.Warum Jobwechsel, Berufseinstieg und Arbeitslosigkeit zu den wichtigsten Wendepunkten für den Selbstwert gehören.Wie persönliche Geschichten und innere Narrative unser Selbstbild beeinflussen.Warum manche Menschen trotz Krisen psychisch stabil bleiben.Was Unternehmen tun können, um Mitarbeitende zu stärken.Welche Verantwortung jede und jeder Einzelne für den eigenen Selbstwert trägt.Take-away der FolgeDer Selbstwert entsteht und verändert sich durch unsere Erfahrungen, Beziehungen und Arbeitskontexte. Gerade deshalb können wir ihn aktiv mitgestalten: als Einzelne, als Führungskräfte und als Organisationen.Über den GastProf. Dr. Anne Reitz erforscht an der Universität Greifswald, wie sich Persönlichkeit, Identität und Wohlbefinden im Laufe des Lebens entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Zusammenspiel von Arbeit, Lebensübergängen und Selbstwert. In ihren Studien untersucht sie unter anderem, wie soziale Interaktionen, Feedback, Anerkennung und psychologische Grundbedürfnisse unser Erleben im Alltag beeinflussen und welche Faktoren Menschen dabei helfen, auch in herausfordernden Phasen resilient zu bleiben.
169. Money Psychology: als Paar eine Finanzkultur aufbauen
17:08||Ep. 169Wie entwickelt man als Paar einen Umgang mit Geld, ohne ständig über Ausgaben, Verantwortung oder Fairness zu streiten? In dieser Folge geht es darum, wie Paare eine gemeinsame Finanzkultur aufzubauen, die zu euren Bedürfnissen und Zielen im Leben passt.Wir sprechen darüber, warum es kein perfektes Finanzmodell gibt, wie unterschiedliche Einkommen Machtverhältnisse beeinflussen können und warum Fairness nicht automatisch Gleichheit bedeutet. Außerdem geht es um gemeinsame Werte, finanzielle Rituale und darum, wie man Entscheidungen bewusster zusammen trifft.Themen der Folge:Was eine gemeinsame Finanzkultur istWerte und gemeinsame Ziele definierenKontomodelle und Finanzsysteme für PaareMacht und Ungleichheit durch unterschiedliche EinkommenWie Paare fairere Entscheidungen treffen könnenRituale für entspanntere GeldgesprächeTypische Stolperfallen in BeziehungenStudien/Quellen:ElitePartner Studie „Geld und Liebe“ (2019):https://www.elitepartner.de/studien/geld-und-liebe/ElitePartner Studie „Geld in Beziehungen“ (2023):https://www.elitepartner.de/studien/geld-in-beziehungen/
168. Money Psychology: Warum Geld in Beziehungen oft zum Problem wird
14:16||Ep. 168Welche Rolle spielt Geld in Beziehungen? Selten ist das nur eine organisatorische Frage. Oft geht es um Sicherheit, Freiheit, Kontrolle, Fairness oder Vertrauen. In dieser Episode schauen wir uns an, warum Geld eines der häufigsten Konfliktthemen in Partnerschaften ist und was wirklich hinter typischen Streitmustern steckt.Außerdem geht es um die vier Money Types nach Ramit Sethi und darum, wie unterschiedliche Geldpersönlichkeiten in Beziehungen aufeinanderprallen können. Ihr erfahrt, warum viele Gespräche über Geld in Beziehungen scheitern, wie bessere Kommunikation aussehen kann und welche Rolle Transparenz, Macht und unterschiedliche Einkommen spielen.Themen der Folge:Warum Geld in Beziehungen emotional wirdDie vier Money Types nach Ramit SethiTypische Konflikte rund um GeldWie Geldgespräche besser gelingenUnterschiedliche Einkommen und MachtbalanceVertrauen und Transparenz in PartnerschaftenPraktische Gesprächsfragen für PaareStudien/Quellen:ElitePartner Studie „Geld in Beziehungen“ (2023):https://www.elitepartner.de/studien/geld-in-beziehungen/ElitePartner Studie „Geld und Liebe“ (2019):https://www.elitepartner.de/studien/geld-und-liebe/Ramit Sethi über Money Types:https://moneywise.com/managing-money/budgeting/ramit-sethi-says-this-one-type-of-money-personality-is-the-hardest-one-to-make-it-work-with