Share

cover art for Blufft Putin?

Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

Blufft Putin?

Season 3, Ep. 186

240618PC Blufft Putin? 

Mensch Mahler am 18.6.2024

 

Friedensgipfel in der Schweiz. Vladimir Putin ist nicht eingeladen. Und macht seinerseits einen Vorschlag zur Beendigung der Kampfhandlungen: 20% der Ukraine gehören mir, die Ukraine geht nicht in die EU. Dann ist sofort Schluss.

Wie soll man das deuten? Putin geht die Luft aus, sagen die einen. Er ist kriegsmüde. Putin blufft und will der Weltöffentlichkeit zeiten, dass er mitspielt im Poker um den Frieden. Was er aber nicht beabsichtigt, sagen die Anderen.

Tatsache ist, dass die EU und damit auch die NATO im Fall eines Beitritts der Ukraine in die EU bis auf 200 KM an Moskau herangerückt ist. Das ist beängstigend und man muss zugestehen, dass das das Gleichgewicht zwischen Ost und West ins Wanken bringt. Tatsache ist aber auch, dass die NATO Russland mit dem Faktor 10 überlegen ist, wenn es weiter um Zermürbungskrieg geht. On the long run kann Putin diesen Krieg gegen die freie Welt nicht gewinnen. 

Was also ist jetzt klug? Wenn man Verhandlungsangebote macht, geht es immer zunächst um Maximalforderungen. Und dann versucht man Annäherungen. Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass die Ukraine der NATO und der EU nicht beitritt – noch nicht. Einfach mal vertagen in dieser heiklen Situation. Und dann natürlich nicht die von Putin geforderten 20% abgeben, sondern „nur“ die Krim und den Donbas. Vielleicht könnte so endlich mal eine Verschnaufpause erreicht werden. Die Waffen schweigen und man verhandelt weiter. Es wäre sowohl den Menschen in der Ukraine als auch den russischen Soldaten und ihren Familien zu wünschen. Und Putin könnte vielleicht ohne Gesichtsverlust zunächst aus der Nummer raus, in die er sich hinein manövriert hat. 


More episodes

View all episodes

  • 237. Heimatliebe

    01:42
    240723PC Was ist Heimat – was ist Nationalismus?Mensch Mahler am 23.7.2024Es begann damit, dass mein 85jähriger Onkel Matthias Mahler seine Erinnerungen aufgeschrieben hat. Vertreibung, Flucht aus dem ehemaligen Jugoslawien, über die Balkanroute und Österreich nach Deutschland. So erfuhr ich mehr, als ich von meinem längst verstorbenen Vater und meiner Großmutter und Urgroßmutter über diese Zeit erfahren habe.Es ging damit weiter, dass ich lange mit meiner Schwester, der einzigen Überlebenden meiner Herkunftsfamilie, über vieles aus unserer gemeinsamen Vergangenheit gesprochen habe.Und jetzt schließlich habe ich ein Buch in die Hand bekommen – „Lichtungen“ von Iris Wolff. Sie stammt aus Siebenbürgen in Rumänien, die Geschichte spielt im Banat. Und genau von dort kommt die Familie meiner Mutter. Angesiedelt unter Maria Theresia, mehrmals zwischen Österreich Ungarn, Rumänien und .Ungarn hin und her geschoben. Hadad heißt Kriegsdorf. Immer an der Front. Spielball der Mächte nahe der ukranischen und moldauischen Grenze.Das Ganze wird komplettiert dadurch, dass es in Europa und weltweit einen Rechtsruck gibt.Was ist der Unterschied zwischen tumben Nationalismus und Heimatliebe  - die Besinnung auf die Wurzeln? Warum schwenken wir Deutsche nur beim Sommermärchen unsere Fähnchen= Wir bekommt man ein gesundes Selbstbewusstsein ohne Überheblichkeit? Darüber will ich in dieser Woche mit ihnen nachdenken. Und den Buchtipp eines tollen Romans als Begleitlektüre: Iris Wolff, Lichtungen, erschienen bei Klett-Cotta, 250 Seiten kosten im Hardcover 24 Euro.
  • 227. God bless America

    01:55
    240722PC God bless AmericaMensch Mahler am 22.7.2024Zurück aus dem Frankreich-Urlaub. Danke Julia, du hast mich toll vertreten – und jetzt geht’s für Dich und Deine Familie nach Österreich. In Frankreich war Wahlkampf. Wir haben wenig davon mitbekommen. Nicht in Paris, in der Bretagne, in Bordeaux. Umso mehr hat uns das Beharren an der Macht des alten Mannes Joe Biden beschäftigt. Und das Attentat auf Donald Trump. In seinem Buch „Der neunte Arm des Oktopus“ fantasiert Dirk Rossmann von einer Welt-Regierung Xi Ping, Vladimir Putin und Kamela Harris. Nachdem Joe Biden inzwischen bedenklich schwächelt, deutet vieles darauf hin, dass Harris tatsächlich Donald Trump herausfordern wird. Dem hat das Attentat auf ihn nur genützt. Jetzt ist er für die weißen Evangelikalen endgültig zur Erlösergestalt aufgestiegen. Jetzt ist das Land endgültig gespalten in solche, die Trump für den unverwundbaren Gesandten Gottes für die Rettung Amerikas verehren und in den Rest, der sich eine liberale, offene und basisdemokratische Politik wünscht.Was mich geradezu schockiert ist der schamlose Missbrauch des Namens Gottes. Donald Trump: „Überall floss Blut, und doch fühlte ich mich in gewisser Weise sehr sicher, denn ich hatte Gott auf meiner Seite.“ Gott mit uns auf den Koppelschlössern. Gottes Vorsehung hat den Führer beim Attentat am 20. Juli 1944 bewahrt. Die Kirchen haben mehrheitlich gratuliert. Der Missbrauch des Namens Gottes erlebt in den USA neue Höhenflüge. Wir, die Erwählten, der Rest die Verdammten. Aber: Gott ist nicht käuflich. Nicht weiß und kein Mann. Er ist Gerechtigkeit. Für alle Menschen. Der Rest ist pure Blasphemie. Das 2. Der 10 Gebote: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.“ Amen dazu. 
  • 1907. Erben und Vererben gehen steil

    02:17
    Es wird reichlich geerbt und vererbt in Deutschland. Der Wert der bei den Finanzämtern angemeldeten Erbschaften und Schenkungen hat sich im letzten Jahr deutlich erhöht, das wurde jüngst vom Statistischen Bundesamt gemeldet. Das steuerlich berücksichtigte geerbte und geschenkte Vermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um fast 20 % auf den Höchstwert von 121,5 Milliarden Euro. Eine unfassbar hohe Zahl. Und man muss bedenken, dass all die nicht-versteuerten Erbschaften da nicht mitgezählt sind, deren wahrscheinlich immense Zahl kann man nur schätzen. Die meisten Erbschaften, Vermächtnisse und Schenkungen liegen nämlich innerhalb der Freibeträge, sodass in der Regel keine Steuer festgesetzt wird. Diese Beträge finde ich viel zu hoch: Jedes Elternteil hat für jedes Kind einen Freibetrag von aktuell 400.000 Euro. Ein Elternpaar kann also zusammen an jedes seiner Kinder 800.000 Euro steuerfrei weitergeben. Erst dann greift die Erbschaftsteuer, die wiederum aus meiner Sicht viel zu niedrig ist. Je nach Steuerklasse und dem Wert des Erbes liegt sie bei 7-30 %, für das, was noch über dem Freibetrag liegt. Eines ist doch klar: Geld vermehrt sich irgendwann von selbst, die vererbten Vermögen sind nicht immer nur selbst erarbeitet und damit schonmal versteuert, sondern zum Teil ja selbst schon geerbt. Oder man hat sich Wohneigentum leisten können, ein Haus, eine Eigentumswohnung, die ja in den meisten Fällen und je nach Lage enorm im Wert steigen. Unberücksichtigt bleibt bei den trockenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auch der Ost-West-Unterschied. Hier gibt es ihn nämlich aus historischen Gründen wirklich. Im Westen wird wesentlich mehr vermacht, und die, die erben, haben eine große Chance, später selbst wieder zu vererben. Esist ungerecht und die berühmte Schere zwischen arm und reich klafft weiter auseinander!
  • 1807. ‚Mars macht mobil bei Arbeit Sport und Spiel‘

    02:10
    Warum nur ist so schwer, auf Zucker und Süßes zu verzichten? Ich nehme mich da nicht aus, gerade nachmittags oder nach einem Essen ist das Verlangen groß. Jaja Dopamin, der Suchtfaktor. Wir alle wissen, dass übermäßiger Verzehr von Zucker für mehrere ernährungsbedingte Krankheiten wie Adipositas, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauferkrankungen, Depressionen, Fettleber oder auch Schlafstörungen verantwortlich gemacht wird. Neuesten Untersuchungen zufolge auch für Demenz und Schlaganfall. Aber gehen wir mal zurück zum Anfang des Lebens. Die vielen Eltern, die versuchen, Zucker solange wie möglich von ihren Kindern fernzuhalten, machen es richtig, auch wenn es manchmal nervt. Gerade bei den Jüngsten steigt das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes erheblich und auch die Gehirnentwicklung kann beeinträchtigt sein, ganz abgesehen von Übergewicht. Nicht nur durch Studien, sondern längst durch die Realität belegt. Das alles will man doch nicht, oder? 70-100 g Zucker, auch in seiner versteckten Form, nehmen wir täglich zu uns, 50 g werden maximal empfohlen. Was wurde eigentlich aus der Zuckersteuer, die Ernährungsminister Cem Özdemir schon vor langer Zeit gefordert hat, so wie ein Verbot von Werbung für Süßes und Junkfood, die sich direkt an Kinder richtet? An der FDP gescheitert. Dabei hat die Zuckersteuer in Großbritannien tatsächlich Wirkung gezeigt. Vor einem Monat haben auch mehrere Bundesländer eine Steuer auf Softdrinks gefordert. Die Deutsche Adipositas Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung warnen ebenfalls gemeinsam. Letztlich wissen wir Bescheid und haben unseren Zuckerkonsum doch selbst in der Hand. Vielleicht eine kleine Challenge draus machen, mit wie wenig Zucker und Süßkram man auskommt. Jeden Tag neu.
  • 1707. 'Hurra, hurra, die Schule brennt!‘

    02:02
    'Hurra, hurra, die Schule brennt' sang man fröhlich mit der Band Extrabreit und tanzte dazu zackig, war eben 1980 - Neue Deutsche Welle. Der Spaß von damals kann einem gründlich vergehen, wenn man an den Brandanschlag auf das Gymnasium Tiergarten denkt. Täter, die sich offenbar gut in der Schule auskannten, hatten einen Putzwagen direkt vor dem Serverraum platziert und angezündet, das Fenster stand auf kipp. So gelangten die Flammen in den Raum und beschädigten Kabel. Löschwasser verhinderte dann wohl Schlimmeres. Doch der Brandgeruch ist schlimm, Technik kaputt, ein hoher Sachschaden entstanden. Und die Schülerinnen und Schüler konnten seit Montag nicht mehr zur Schule kommen, gerade diese letzten, eigentlich netten Tage vor den Ferien. Die Zeugnisse müssen heute wohl auf dem Schulhof überreicht werden. Es ist, gelinde gesagt, ein entsetzlicher Mist! Alles vor dem Hintergrund der schon länger andauernden harten Auseinandersetzung um den Gazakrieg. Schon die geplante Abifeier im Delphi-Kino musste abgesagt werden, weil viele Schüler vorher verkündet hatten, diese für pro-palästinensische Bekundungen zu nutzen und auf jeden Fall das sogenannte Palästinensertuch zu tragen. Ganz ehrlich, das alles gehört nicht in die Schule, nicht zu diesem so bedeutsamen Schritt, das Abi nach all den Jahren bestanden zu haben. Alle, die nicht an vorderster Front bei diesem Konflikt stehen, es anders beurteilen oder einfach eher unpolitisch sind, werden in Mithaftung genommen. Das Gleiche gilt für die Unis, Diskussionen ja, auch Aktionen, aber Niederbrüllen, Sachbeschädigung bis hin zum Lahmlegen einer ganzen Schule, nein! Es gibt übrigens auch andere Möglichkeiten, sich für die leidenden Menschen im Gazastreifen zu engagieren und wirklich zu helfen.
  • 1607. Die starken Frauen in der Politik

    02:15
    „Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen könnte.“ Dieser Satz stammt von Käte Strobel, die in den 60ern u.a. Gesundheitsministerin war. Wiederentdeckt wie viele andere kluge Aussagen von Politikerinnen in dem Film ‚Die Unbeugsamen‘, der vor 3 Jahren in die Kinos kam und sich dort sehr lange gehalten hat. Man muss keine Feministin, kein Feminist sein, um diese Doku einfach grandios zu finden. Regisseur Torsten Körner, porträtiert darin Frauen der Bonner Republik, die um Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen kämpften und dies oft mit Erfolg. Viele Pionierinnen der ersten Jahrzehnte Bundesrepublik, wie etwa Herta Däubler-Gmelin, Christa Nickels und Rita Süssmuth werden abwechselnd zu den historischen Filmaufnahmen interviewt. Man hört ihnen gerne zu und muss oft schmunzeln, nebenbei zieht die jüngere Geschichte nochmal vorüber. Unvergessen z.B. die Grüne Waltraud Schoppe, die 1983 über Sexismus um Bundestag sprach, auch über Sexualität in den noch patriarchalischen Strukturen in der deutschen Gesellschaft und dafür höhnische Kommentare und Gelächter zu hören bekam. Mutig zieht sie aber ihr Thema und ihre Rede u.a. zum Paragraph 218 durch. Oder die Zerrissenheit auch der liberalen Frauen, als die FDP 1982 abrupt die Koalition mit der SPD verließ und mit der CDU den Machtwechsel herbeiführte. Bei mir hat dieser Film zu großem Respekt vor diesen engagierten Frauen geführt, vor Politik allgemein, die in jüngster Zeit ja allzu oft verächtlich gemacht wird und deren Protagonisten oft rundweg abgelehnt werden. Ein erfreulicherweise noch in manchen Kinos und sowieso in verschiedenen Mediatheken gezeigter Film: ‚Die Unbeugsamen‘ – 100 Minuten lang, davon keine einzige langweilig.
  • 1507. Meine Eltern sind nicht im Internet

    01:34
    Meine Eltern sind nicht im Internet. Ich kann sie nicht über Ecosia oder Bing finden und auch nicht einfach googeln. Der Grund ist ganz einfach: sie sind zu früh gestorben: 1979 und 1988 – es gab noch kein Internet, schon gar nicht für den persönlichen, alltäglichen Gebrauch. Sie kannten keine Emails, keine Handys oder Smartphones und keine sozialen Medien. Dass ich sie dort nirgends finden kann, sie im Netz nirgendwo verewigt sind, ist vielleicht ganz gut. Andererseits auch traurig. Fotos haben wir, aber keine Filme, keine Videos, nicht mal mehr die Möglichkeit, ihre Stimme zu hören. Wie ist das aber umgekehrt bei all den Verstorbenen der letzten 3 Jahrzehnte? Das öffentliche World Wide Web gibt es seit 1993 und damit inzwischen eine Flut von Fotos, Texten, Videos, Chats auf Whatsapp und Co. Der eine oder die andere hat noch einen Facebook-Account, von Instagram und weiteren Portalen ganz zu schweigen. Üppige und dauerhafte Präsenz im Netz. Von meiner Mutter und meinem Vater habe ich hingegen nur Fotos, Briefe, Erinnerungen und die Erzählungen von Menschen, die sie kannten. Aber meine Eltern sind nicht im Internet und ich habe nicht vor, dies zu ändern.
  • 1207. Geht in die Büchereien!

    01:50
    Da bekam man einen Schreck, als gestern berichtet wurde, dass beim letzten großen Unwetter der Keller der Berliner Stadtbibliothek in Mitte mit Wasser vollgelaufen war - ein Regenwasserrohr war gebrochen. Zehn Zentimeter hoch stand das Wasser - und damit knapp unter den ersten Büchern in den Regalen. Hunderttausende sind dort gelagert. Dutzende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit Hilfe der Feuerwehr das Wasser aus dem Keller geschöpft. Gut so. Bibliotheken sind etwas Wichtiges und haben keinesfalls an Bedeutung verloren, allein 80 öffentliche Büchereien gibt’s hier in Berlin. Für nur 10,- € im Monat können Sie unbegrenzt Bücher, Zeitschriften, DVDs und natürlich längst digitale Angebote nutzen. Für Kinder und Jugendliche wird viel angeboten und auch gerne genutzt. Gerade hat z.B. die Sommer Challenge für 8 bis 12-Jährige begonnen. Bis zum 13. September heißt es fleißig Geschichten lesen, sehen und hören, Rätsel lösen und Stempel sammeln. Und sich über Bücher austauschen. Wenn Sie auf einen aktuellen Bestseller nicht warten wollen, können Sie ihn für nur 1,-€ schneller bekommen, erstmal für 14 Tage und schon mal reinlesen. Die Cafés sind angenehme Treffpunkte und die Bibliotheken an sich auch kühle Orte, die ausdrücklich bei Sommerhitze besucht werden können. Und die Idee, die Zentral- und Landesbibliothek, die gerade noch mit dem Wasserschaden kämpft, in das Kaufhaus Galeries Lafayette in der Friedrichstraße zu verlegen, finde ich ausgesprochen charmant. Mal gucken, was draus wird.
  • 1107. Steter Tropfen höhlt den Stein

    02:09
    Seit Coronazeiten stehen sie immer mal zum Feierabend auf dem Mittelstreifen der belebten Schloßstraße in Steglitz und verderben mir die Laune. Frauen und Männer mit Plakaten und vor allem großen Lautsprecherboxen. Aus diesen tönen dann lautstark unentwegt die alten und teils hanebüchenen Behauptungen und fake news zur Corona-Pandemie, zur damaligen Politik, zum Impfen und den angeblich eigentlich dahinterstehenden Interessen. Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben sie dieses Thema gleich mal dazu genommen und kein Wort des Mitleids oder der Solidarität mit dem überfallenen Land, das weiterhin täglich bombardiert wird, sondern Lügen und dreiste Vereinfachungen. Die Nato, der Westen, die Rüstungsindustrie, unsere Regierung, alle sind schuld und verantwortlich, nur Putin nicht. Es ist unerträglich, aber es gehört zur Demokratie, wird wohl als Demo angemeldet sein. Ganz furchtbar wird es, wenn auch noch ‚Ein bisschen Frieden‘ von Nicole aus dem Lautsprecher plärrt. Wie sehr wünsche ich mir auch Frieden für die Ukraine, bete täglich für ein Wunder. Denn ein solches müsste quasi passieren, um diese verheerende Aggression gegen das Land zu stoppen. Kriegen diese Leute auf der Schloßstraße mit, was da geschieht? Der Angriff auf das wichtigste Kinderkrankenhaus in Kiew am Montag? Die inzwischen unzähligen Toten und Verletzten, die zerstörten Wohnhäuser, die immer wieder bombardierte Infrastruktur, diese grundlose Zerstörungswut seit mehr als 2 ½ Jahren? Erst Covid, dann der Krieg, schlimm genug, aber noch schlimmer die extremen Positionen dazu. Eine Umfrage hat gerade gezeigt, dass sich eine große Mehrheit der Deutschen von fast 70% um den Zustand der Demokratie in unserem Land sorgt. Was für Zeiten, aber hilft ja nix, durchatmen, weitermachen.