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Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

Früher war alles besser

Season 3, Ep. 285

240528PC Not lehrt beten

Mensch Mahler am 28.5.2024

 

Früher war alles besser. Da hat man sich noch umeinander gekümmert. In der Familie, in der Nachbarschaft in der Kommune, im Verein in der Kirche. Heute wächst die Zahl der Ein-Personen-Haushalte kontinuierlich weiter. Jeder für sich. Jede ist sich selbst die Nächste. Ich krieg das ganz allein hin. Hedonismus, Narzissmus, Selbstoptimierung. 

Ich sag ja nicht, dass das alles falsch ist. Und auch nicht, dass das früher alles funktioniert hat. 

Ein Beispiel mag verdeutlichen, was ich meine, wenn ich sage: Not lehrt beten. Not lehrt, füreinander da zu sein.

Ich hatte schon lange vor der Wende in den östlichen Bundesländern zu tun. In der Opposition war man sich einig. Der gemeinsame „Feind“ war klar ausgemacht. Ich habe das im Bereich Kirche erlebt. Theologische Unterschiede spielten so gut wie keine Rolle. Man war sich darin einig, dass man die Kirche insgesamt vor den Anfeindungen durch den Staat schützen müsse.

Auch in Sachen Nachbarschaftshilfe hat die Solidargemeinschaft so lange funktioniert, als es die Notwendigkeit dafür gab. Der Genossenschaftliche Gedanke wurde hochgehalten. Wozu in einem Straßenzug 15 Rasenmäher? 

Wir leben heute im Überfluss. Und meinen, die anderen nicht zu brauchen. Ein fataler Irrtum, wie es sich spätestens im Krankheitsfall oder im pflegebedürftigen Alter herausstellt.

Die entscheidende Frage ist: schaffen wir es, umzudenken, solange es noch nicht zu spät ist? Daran wird sich die Überlebensfähigkeit der solidarischen Gesellschaft entscheiden. 

Nein, früher war nicht alles besser. Aber manches hielt mehr zusammen als heute in einer auseinanderstrebenden Kultur. Wir brauchen eine Wende – hin zu dem oder der anderen. 

 

 


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  • 119. Bidirektional und autonom

    01:59||Season 5, Ep. 119
     260119PC Energie maximal ausreizen Mensch Mahler am 19.01.2026Heute kommt unsere neue PV-Anlage. Und ich freue mich riesig darauf. Vor 3 Jahren haben wir ein tolles Haus gebaut. Photovoltaik auf dem Dach, ein großer Speicher und eine Wallbox in der Garage. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe heizt und kühlt das Haus. Ganz ohne Wasser und ohne Heizkörper. Besser geht nicht, dachte ich. Bis ich gemerkt habe, dass noch etwas fehlt. Die Autonomie und das Automobil. Heute wird unsere Anlage umgebaut. Ein neuer Wechselrichter, ein kleinerer Speicher und eine bidirektionale Wallbox. Autonom: Die Anlage schaltet selbstständig auf internen Betrieb, wenn die Stromzufuhr von außen – aus welchen Gründen auch immer – nicht klappt. Ganz ohne Einschaltimpuls von außen. Lange haben die Stromerzeuger dagegen gekämpft, dass man sie nicht mehr zwingend braucht. Jetzt haben sie verloren. Wir dürfen unseren eigenen Strom machen. Und da kommt das Auto ins Spiel: 50 KW stehen in der Garage. Die bidirektionale Wallbox sorgt dafür, dass das Auto unser Speicher ist. Und: Das Auto darf sogar Strom ins Netz einspeichern. Es verdient quasi Geld. Und wenn ich fahren will und die Kiste ist leer? hat meine Frau gefragt. Kann nicht passieren. Du sagst deiner Handy-App, dass due morgen früh um 6 losfahren willst und deine 410 Kilometer Reichweite brauchst. Das Management sorgt dafür, dass das Auto als Speicher fungiert, solange es nötig ist und dass der Ladevorgang rechtzeitig beginnt, damit das Auto voll ist, wenn Du es brauchst. Ich frage mich ernsthaft: Warum sollte man diese neue Technik nicht nutzen, wenn sie zur Verfügung steht? Wir sollten alles tun, was möglich ist, um die Dekarbonisierung voranzubringen. Und wie man sieht: es ist gar nicht so schwer und mit keinerlei Komfort-Einbußen verbunden. 
  • 116. Christina Brudereck Trotzkraft

    01:23||Season 5, Ep. 116
     260116PC Trotzkraft Mensch Mahler am 16.01.2026Die Idee zu meiner Trotz-Haltung habe ich bei Christina Brudereck gefunden. Sie hat ein Büchlein geschrieben, das sie Trotz-Kraft genannt hat. Am besten lasse ich sie selbst zu Wort kommen:Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich habe ein neues Buch geschrieben. Es heißt Trotzkraft.  Eins meiner großen Lieblingswörter in dieser Zeit. Im Buch finden sich Gedichte, Essays, Geschichten, Gebete – eine bunte Mischung an Texten. Hinter allen steht die Suche nach Resilienz, Ausdauer, nach Lebensmut, der uns in der Krise hält. Wir haben uns die Grafikdesignerin Miriam Gampe-Bohl mit dazugeholt. Sie hat die Trotzkraft aufs Cover gebracht, jede Seite passend gesetzt und so ist ein kleines Kunstwerk entstanden.  Das Buch erscheint im Zwei-Flügel Verlag. Viel Spaß beim weiter-verschenken und selber lesen. Ich freue mich, wenn viel von dieser trotzigen Kraft bei Euch ankommt.    
  • 115. Trotz-dem Öko

    01:55||Season 5, Ep. 115
     260114PC Trotz-dem Öko Mensch Mahler am 14.01.2026Ich habe 2026 ein Trotzdem-Jahr ausgerufen. Trotz allem – Festhalten an dem, was dem Leben dient. Ich versuche schon seit langem, ökoöogisch vernünftig zu leben. Erste Zweifel bekam ich in den 1980iger Jahren, als ich mit einem Golf mit Katalysator am Kraftwerk Buschhaus in Helmstedt vorbeifuhr. Wenige Tage später las ich in der Zeitung, dass die Schwefelfilter in diesem Kraftwerk ausgebaut worden waren, um die Effektivität bei der Stromgewinnung zu erhöhen. Was nützt da mein kleiner Beitrag?Thema Mülltrennung: Immer wieder Berichte, dass der getrennte Müll wieder zusammengeführt wird und auch tonnenweise im Ausland – vorzugsweise in armen afrikanischen Ländern – verklappt wird – unter übelsten Bedingungen. Wieso sollte ich bei dem Scheißspiel noch mitmachen?Im Moment wird die Dekarbonisierung vermeintlich höheren Zielen geopfert. Kriegswirtschaft und Verbrennermotoren. Und die anderen machen es ja auch nicht – allen voran China und die USA.Woher nehme ich also meine Trotz-Kraft? Will ich mein Gewissen beruhigen? Als wäre ich als Verbraucher in der westlichen Welt nicht schon ein Umwelt-Sünder per se.Ich hoffe darauf, dass der naive Kinderspruch aus der Friedensbewegung der 1980iger Jahre wieder Menschen ansteckt, doch mitzumachen. Viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Erde verändern.“ Ich bin naiv, ich weiß. Ich bin blauäugig, ich weiß. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt. Wenn sie tot ist, bin ich es auch. Deshalb Trotz-Kraft.
  • 115. Trotzkraft

    01:55||Season 5, Ep. 115
    Mensch Mahler am 16.12.2025Für alle lebbare Lösungen können nur Kompromisse sein. Das gilt sowohl für die Ukraine als auch privat. Im Ukraine-Konflikt geht es in eine entscheidende Runde. Wenn alle Seiten zu Zugeständnissen bereit sind, kann es gelingen.Privat haben wir auch gerade eine völlig verfahrene Situation. Es geht nicht mehr mit engsten Freunden und Nachbarn. Heute haben wir uns auf eine Mediation geeinigt. Um zu sehen, was noch zu retten ist – und wovon wir uns – schweren oder leichten Herzens verbschieden müssen.Ja, so ist es leider. Wenn alle meinen, sie müssen sich alleine durchsetzen, bleiben die Alternativen Krieg oder friedliche Trennung. Warum sind wir oft so bescheuert, dass wir meinen, auch ohne eine Win-Win-Situation unseren Kopf durchsetzen zu müssen und dann wird alles gut?Ein fataler Trugschluss. Er kostet Nerven, Geld und Lebensjahre. Der Spruch „You go your way, I go mine“ (Du gehst deinen Weg, ich gehe meinen) ist keine formelle psychologische Grundregel, sondern drückt vielmehr die psychologische Haltung der Autonomie, der Selbstbestimmung und der Grenzwahrung aus, besonders in Beziehungen, die zu Ende gehen; es geht darum, dass jeder die Eigenverantwortung für sein Leben übernimmt und sich emotional trennt, was oft mit Gefühlen von Loslösung, aber auch Trotz oder Akzeptanz verbunden ist. Aber ich bin sicher: allen Beteiligten wird es hinterher besser gehen.  
  • 113. Trotz-dem Pazifist

    01:55||Season 5, Ep. 113
     260113PC Trotz-dem Pazifist Mensch Mahler am 13.01.2026Ich habe 2026 ein Trotzdem-Jahr ausgerufen. Trotz allem – Festhalten an dem, was dem Leben dient. Ich war lange fasziniert von den Predigern der Gewaltlosigkeit – Jesus, Ghandi, Martin Luther King. Bis mein bedingungsloser Pazifismus im Jugoslawien-Krieg bröckelte. Dem Tyrannen in den Arm fallen – mit Joschka Fischer habe ich damals meine Unschuld verloren angesichts des Genozids in Srebrenica. Im Moment wird der Pazifismus auf die Probe gestellt wie nie zuvor. Der russische Angriffskrieg, die feindliche Übernahme von Staaten durch Trump – und eine marode Bundeswehr. Wer soll uns vor den Feinden schützen? Ich möchte aber mein Trotz-dem auspacken. Gewalt kann nur die Ultima Ratio sein, wenn es ein Attentat auf irgendeinen Hitler geben sollte. Und davon gibt’s ja reichlich …. Aber ich möchte es halten wie mein Kollege, der Baptistenpastor Martin Luther King, der Zentralfigur in der US- amerikanischen Bürgerrechtsbewegung: Trotzdem ist die Gewaltfreiheit mein Prinzip, meine Haltung. Der Satz „Gewaltlosigkeit ist nichts für Feiglinge“ stammt von Martin Luther King Jr. und betont, dass gewaltfreier Widerstand Mut erfordert, da er aktiven Widerstand gegen Ungerechtigkeit bedeutet und die Bereitschaft, Schmerz und Demütigung zu ertragen, ohne zurückzuschlagen, um den Gegner zu gewinnen, nicht zu vernichten. Es geht darum, die Mächte des Bösen anzugreifen, nicht die Menschen, und auf Liebe und Gerechtigkeit zu setzen. Ich bin trotzdem Pazifist. Gerade jetzt. Liebe ist stärker als Gewalt. Und es braucht Mut, den Kreislauf der Gewalt zu unterbrechen.  
  • 112. Mein Trotz-Jahr 1

    01:12||Season 5, Ep. 112
     260112PC Es ist, was es istMensch Mahler am 12.01.2026Ich habe 2026 ein Trotzdem-Jahr ausgerufen. Trotz allem – Festhalten an dem, was dem Leben dient. Die trotzigste Widerstandskraft ist die Liebe. Darum heute zum Wochenbeginn mein absolutes Lieblingsgedicht von Erich Fried.Was es istEs ist Unsinn sagt die VernunftEs ist was es ist, sagt die LiebeEs ist Unglück sagt die BerechnungEs ist nichts als Schmerz sagt die AngstEs ist aussichtslos sagt die EinsichtEs ist was es ist, sagt die LiebeEs ist lächerlich sagt der StolzEs ist leichtsinnig sagt die VorsichtEs ist unmöglich sagt die ErfahrungEs ist was es ist, sagt die LiebeErich Fried, 1983
  • 109. Die Türkei - zu teuer zum Leben und zum Sterben

    02:08||Season 5, Ep. 109
     260109PC Türkei – zu teuer zum Leben und zum Sterben  Mensch Mahler am 09.01.2026Wo wir gerade dabei sind, uns um die Diktatoren dieser Welt zu kümmern, die gerade im Begriff sind, alle noch einigermaßen funktionierenden Demokratien zu zerstören, müssen wir einen Blick in die Türkei werfen. Das fällt mir besonders leicht, weil ich in der Stadt lebe, in der Cem Özdemir geboren wurde. Der anatolische Schwabe ist in Bad Urach geboren. Er ist als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg aufgestellt und würde sich von den Sympathiewerten bestens eignen, den Grünen Winfried Kretschmann zu beerben. Ich bin bei den Grünen und mache eifrig Wahlkampf für Cem Özdemir, der von 41% der Baden-Württemberger in einer Direktwahl zum MP gewählt werden würde. Der blasse CDU-Gegenkandidat Manuel Hagel, ein unerfahrener 37jähriger Jungspund bringt es gerade mal auf 17%, Markus Frohnmaier von der AfD dümpelt bei 7%. Im Zeit-Podcast „Alles gesagt“ spricht Cem Özdemir natürlich auch über die Situation in der Heimat seiner Vorfahren. Und erklärt mit großem Fachwissen, wie Erdogan dabei ist, die letzten Reste des einst demokratischen Staates Türkei endgültig zu zerstören. Ich möchte denen, die sich für dieses sympathische Land interessieren den Zeit-Podcast „Alles gesagt“ wärmstens empfehlen.Erdogan hat es geschafft, die Meinungsfreiheit abzuschaffen, die Opposition einzusperren und das Land in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben. Ein EU-Beitritt ist in weite Ferne gerückt. Istanbul ist inzwischen zu teuer zum Leben und zum Sterben. Die Inflation liegt bei 40% - viele Bürgerinnen und Bürger leben auf Pump. Die Bestattungskosten explodieren – viele können sich nicht einmal mehr das Sterben leisten. Ähnlich wie im Iran fragt man sich erstaunt, wie sich diese Regime noch im Sattel halten können. Sie können doch nicht ein ganzes Volk einsperren und mundtot machen! Für die Türkei kann man nur hoffen, dass sich dieses Land von seinem Tyrannen befreit. Der Weg dorthin ist blutig und steinig. Aber einen anderen gibt es offensichtlich nicht.  . 
  • 108. Alle reden vom Wetter

    01:57||Season 5, Ep. 108
     260108PC Die Bahn fährt b ei jedem Wetter Mensch Mahler am 08.01.2026Bahnfahrer im Norden und Osten aufgepasst, ab heute könnten komplizierte Tage bevorstehen: Die Deutsche Bahn reduziert von Donnerstagnachmittag an wegen des Winterwetters vorsorglich den Fernverkehr. Sie erwartet in den nächsten Tagen "spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs", wie es in einer Mitteilung heißt. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für den Norden bei Dauerfrost heftigen Wind mit Schneefällen und Schneeverwehungen. Von den Einschränkungen sind unter anderem die Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. Zudem wird auf den Schnellfahrstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt. Die Fahrtzeit verlängere sich um bis zu 30 Minuten, so die DB.Kunden, die ein Ticket für eine Reise von Donnerstag bis Samstag gekauft haben, können dieses zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, wie die Bahn weiter mitteilte. Die Zugbindung sei aufgehoben. Reisen könnten zudem auf Mittwoch vorverlegt und Sitzplatzreservierungen kostenfrei storniert werden.„Die Bahn fährt bei jedem Wetter“ war mal ein berühmter Werbeslogan für die Schiene. Überraschenderweise kommt Jahr für Jahr der Wintereinbruch ungefähr zur selben Zeit. Und ich schaue mal wieder neidisch auf die Eidgenossen. Ich lese im Internet: „durch ihren integralen Taktfahrplan mit festen Intervallen und klaren Anschlüssen, eine hochgradig elektrifizierte Infrastruktur, konsequente Investitionen, die Organisation in Knotenpunkten für schnelle Umstiege sowie spezielle Lösungen für den Winterbetrieb, ermöglicht eine hohe Pünktlichkeit und eine gute Koordination mit anderen Verkehrsmitteln. Aber von anderen Ländern lernen? Das konnte Deutschland noch nie. Siehe auch unter „Streckenmaut“. . 
  • 107. 19 Jahre Achterbahn

    01:47||Season 5, Ep. 107
     260107PC 19 Jahre Achterbahn Mensch Mahler am 07.01.2026 Zwei Hochzeiten, drei Trennungen, ungezählte Aufs- und Abs: Das ist die aktuelle Bilanz von Bettina Wulff, 52 und Christian Wulff, 66. Ein Drama voller Affären und Skandale, das sich über 19 Jahre zog.Kaum ein Paar der Politik lieferte so zahlreiche Achterbahnfahrten. Kennengelernt hatten sich die PR-Frau und der Ministerpräsident von Niedersachsen 2006 auf einer Dienstreise in Südafrika, er war noch verheiratet, beide bereits Eltern. 2008 dann Hochzeit und ein gemeinsamer Sohn. 2013 die erste Trennung, 2015 wieder ein Paar, eine kirchliche Hochzeit, 5 Jahre später die Scheidung, 2021, bereits ein Jahr später, waren sie wieder liiert, 2023 heirateten sie erneut, im April 2025 nun die Trennung, „endgültig“, wie es hieß.Natürlich kassierten sie dafür mehr Aufmerksamkeit und Häme, als ihnen lieb war. Bettina Wulff, einst jüngste First Lady des Landes, die Schloss Bellevue mit einer Patchworkfamilie zu entstauben schien, wurde zur Symbolfigur für Orientierungslosigkeit. Gemeinsam mit einem Pfarrer schrieb sie ein Buch über die Turbulenzen ihres Lebens. Christian Wulff schien über die Eskapaden seiner Bettina nie richtig hinwegzukommen. Offenbar konnten sie nicht ohne-, aber auch nicht miteinander. Eine klassische Seifenoper also. Ihre Fehler und Affären machten die Wulffs für viele Menschen nicht gerade zum Vorbild – aber vielleicht menschlich greifbar. Letzten August schied das Amtsgericht Burgwedel das Chaospaar nun wohl für immer. Vermutlich.  .