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Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
The Russians love their Children top
230222PC The Russians love their Children too
Mensch Mahler am 22.02.2023
In der Berichterstattung, in den Friedensgebeten in der Kirche vermisse ich eine ganze Menge Menschen. Wir beten für die Ukraine und ihre Bevölkerung. Wir beten selten bis nie für Russland. Aber auch dort sterben junge Männer, verlieren Kinder ihre Väter, Eltern ihre Kinder, Frauen ihren Mann. Und das Leben ist auch dort extrem hart geworden. Wir bestrafen eine ganze Nation dafür, dass sie einem Despoten nicht widersprechen dürfen, weil sie sonst im Knast landen. Wir schließen sie unterschiedslos von internationalem Sport und großen Teilen der Kultur aus. Das nannte man mal Sippenhaft.
Ja, vermutlich mehr als 50% der Russinnen und Russen halten diesen Krieg für gerecht. Inclusive der orthodoxen Staatskirche. Russland muss das Recht haben, sich gegen den US-amerikanischen Imperialismus, der immer näher an Moskau heranrückt, zu verteidigen. Ich weiß, das ist Kreml-Speach und doch steckt ja auch eine reale Befürchtung dahinter. Aber die, die gegen den Krieg sind, vor der Mobilmachung ins Ausland fliehen, inzwischen 84 Brandanschläge auf Mobilmachungsbehörden verübt haben, massenhaft im Arbeitslager sind, weil sie das Wort „Krieg“ in den Mund genommen haben – die gibt es eben auch. Helfen wir Russland, sich von ihrem Tyrannen zu befreien. Und vergessen wir nie, was Sting uns begebracht hat: The Russians love their Children too.
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912. Pisa 2026
03:58||Season 5, Ep. 912260912PC Der schiefe Turm von PisaMensch Mahler am 12.09.2026Bildung – eines der großen Thema bei der Wahl in Sachsen-Anhalt. Futter für die Rechtsextremen. Sie wollen es besser machen – allerdings genau andersherum als es vernunftbegabte Menschen machen würden. Die AfD würde Kinder mit Migrationshintergrund noch stärker diskriminieren als bisher. Das Deutsche Kinderhilfswerk hingegen fordert angesichts der jüngst veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2026 Bund, Länder, Kommunen und Schulen auf, einen wesentlich stärkeren Fokus auf die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu legen. "In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab. Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird. Diese Benachteiligung von Kindern aus Familien, die von Armut betroffen sind, widerspricht dem Recht jedes Kindes auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und auf bestmögliche Entwicklung. Kein Bildungssystem kann langfristig erfolgreich sein, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung. Deshalb braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln von Bund, Ländern und Kommunen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes."Dafür müssen sowohl finanzielle Ressourcen mobilisiert, der Lehrkräftemangel effektiv angegangen als auch Schule und Schulunterricht selbst verändert werden. Dazu zählt beispielsweise die Vermittlung von Kinderrechten, die in Schulen zu einem Leitgedanken gemacht werden sollten, und die ins Leitbild jeder Schule gehören. Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern ist hier eine wesentliche Komponente, die leider in zu vielen Schulen nicht in den Blick genommen wird. Denn die gelingende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und die damit verbundene Erfahrung von Selbstwirksamkeit bilden die Grundlage dafür, herausfordernde Situationen zu bewältigen und ein schulisches Miteinander zu gestalten, das die Lernmotivation stärkt", so Hofmann weiter."Erfolgreiche PISA-Länder stellen nicht nur hohe Erwartungen an Schülerinnen und Schüler und konzentrieren sich auf guten Unterricht, sondern investieren ihre Ressourcen im Rahmen langfristiger und kohärenter Strategien vor allem in Kinder und Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen. Davon können und müssen wir lernen. Dazu sollte aber auch mehr Wert auf die Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern gelegt werden, beispielsweise mittels Politik- oder Ethikunterricht. Gut gemacht, kann der dazu beitragen, Benachteiligungen zu kompensieren", sagt Holger Hofmann."Ein chancengerechtes Bildungssystem ist auch die Grundlage für die Verwirklichung der Kinderrechte und für eine demokratische und soziale Gesellschaft. Das beginnt nicht erst in der Schule, sondern bereits bei der frühkindlichen Bildung. Zukunftschancen können nur entstehen, wenn alle Kinder gefördert werden, statt soziale Ungleichheiten zu verstärken. Dafür braucht es auch im Zuge des Ganztagsausbaus massive Investitionen in Gebäude, Ausstattung und multiprofessionelle Teams. Zudem sind außerschulische Bildung und Offene Kinder- und Jugendarbeit unverzichtbar, um Teilhabe zu ermöglichen, soziale Benachteiligung auszugleichen und demokratische Kompetenzen zu stärken. Auch diese brauchen gute Rahmenbedingungen, eine Beteiligung in den kommunalen Bildungslandschaften auf Augenhöhe und gezielt und mehr finanzielle Mittel", so Hofmann abschließend. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Außer dem einen: Bundeskanzler Friedrich Merz hat versprochen, große Anstrengungen zu unternehmen, dass es in der Bildungspolitik vorangeht. Man darf gespannt sein.
911. Only Time
06:30||Season 5, Ep. 911260911PC Only TimeMensch Mahler am 11.09.2026Es gibt Momente, die vergisst man nicht. Es gibt Songs, die bleiben für immer im Ohr und sie sind untrennbar mit diesem Moment verknüpft. Hook Only Time 9. September 2001. 15:00 Uhr. Ich bin auf einer Gremiensitzung in Hannover. Ein Kollege hat sein Wohnmobil auf dem Parkplatz stehen. Sein 12jähriger Sohn schaut Fernsehen, bis die Sitzung vorbei ist. Er kommt ins Sitzungszimmer gestürmt, ohne anzuklopfen. Er schreit: „Schnell, schnell, macht den Fernseher an“ – ein wahnsinnig guter Science Ficton! Flugzeuge krachen in Wolkenkratzer!“ Wir schalten ein. Und glauben wirklich, Hollywood hat ein Meisterwerk abgeliefert. Das zweite Flugzeug nähert sich den Twin Towers in Lower Manhattan. Und explodiert in einem Feuerball in einem der Türme. Hool Only Time Wir brechen die Sitzung ab. Ich steige in ein Taxi, das mich zum Hauptbahnhof bringt. Der Fahrer, ein Palästinenser, weint. „Wenn sie wüssten, was das für mein Volk und die ganze Welt bedeutet, was eben passiert ist. Die Welt wird nie mehr so sein, wie wir sie gekannt haben. Auf dem Bahnsteig zwei Ingenieure im blauen Anzug. Unverkennbar und unüberhörbar schwäbische Bosch-Mitarbeiter. „Ha des muscht erscht emol bringe! So es Präzision! Die Denger zom treffa – ond glei zweimol!“ Eine Art Übersprungshandlung, denke ich mir und beteilige mich auf der Heimfahrt nach Stuttgart an keinem einzigen der aufgeregten Gespräche im ICE Hook Only Time Die Welt hat sich verändert. Kein Stein blieb auf dem anderen. Der Krieg gegen den Terror begann. En Krieg der westlichen Welt inclusive Israel gegen die arabischen Staaten. Ein Krieg der Christen gegen die Muslime. Heute, 25 Jahre später, eskaliert er immer noch und immer weiter. Heute ist ein Tag der Trauer. Nicht nur für die Opfer von Nine-Eleven, sondern für die ganze Welt. Enya: Only Time
911. Die Welt ist nicht mehr die selbe
06:30||Season 5, Ep. 911260911PC Only TimeMensch Mahler am 11.09.2026Es gibt Momente, die vergisst man nicht. Es gibt Songs, die bleiben für immer im Ohr und sie sind untrennbar mit diesem Moment verknüpft. Hook Only Time 9. September 2001. 15:00 Uhr. Ich bin auf einer Gremiensitzung in Hannover. Ein Kollege hat sein Wohnmobil auf dem Parkplatz stehen. Sein 12jähriger Sohn schaut Fernsehen, bis die Sitzung vorbei ist. Er kommt ins Sitzungszimmer gestürmt, ohne anzuklopfen. Er schreit: „Schnell, schnell, macht den Fernseher an“ – ein wahnsinnig guter Science Ficton! Flugzeuge krachen in Wolkenkratzer!“ Wir schalten ein. Und glauben wirklich, Hollywood hat ein Meisterwerk abgeliefert. Das zweite Flugzeug nähert sich den Twin Towers in Lower Manhattan. Und kracht mit einem Feuerball hinein. Hool Only Time Wir brechen die Sitzung ab. Ich steige in ein Taxi, das mich zum Hauptbahnhof bringt. Der Fahrer, ein Palästinenser, weint. „Wenn sie wüssten, was das für mein Volk und die ganze Welt bedeutet, was eben passiert ist. Die Welt wird nie mehr so sein, wie wir sie gekannt haben. Auf dem Bahnsteig zwei Ingenieure im blauen Anzug. Unverkennbar und unüberhörbar schwäbische Bosch-Mitarbeiter. „Ha des muscht erscht emol bringe! So es Präzision! Die Denger zom treffa – ond glei zweimol!“ Eine Art Übersprungshandlung, denke ich mir und beteilige mich auf der Heimfahrt nach Stuttgart an keinem einzigen der aufgeregten Gespräche im ICE Hook Only Time Die Welt hat sich verändert. Kein Stein blieb auf dem anderen. Der Krieg gegen den Terror begann. En Krieg der westlichen Welt inclusive Israel gegen die arabischen Staaten. Ein Krieg der Christen gegen die Muslime. Heute, 25 Jahre später, eskaliert er immer noch und immer weiter. Heute ist ein Tag der Trauer. Nicht nur für die Opfer von Nine-Eleven, sondern für die ganze Welt Enya: Only Time
No Muslims please!
02:33|260910PC Darf ein Muslim an der Gedenkfeier für 9-11 teilnehmen?Mensch Mahler am 10.09.2026Familien von Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 fordern, dass New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani nicht an der zentralen Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag der Anschläge am Ground Zero teilnehmen darf. Sie werfen dem Politiker laut einem Bericht der »New York Post« vor, sich in der Vergangenheit nicht ausreichend von Terrorismus distanziert und Personen unterstützt zu haben, die die Anschläge verharmlost hätten.Giovanni Galante, dessen Ehefrau Grace Catherine Galante im Alter von 29 Jahren bei den Angriffen von al-Qaida getötet wurde, gehört zu den Initiatoren einer Petition gegen eine Teilnahme Mamdanis. Innerhalb kurzer Zeit sammelte die Initiative nach eigenen Angaben mehr als 1100 Unterschriften, darunter von mindestens 300 Angehörigen von 9/11-Opfern.»Dieser Tag ist für uns heilig«, sagte Galante gegenüber der Zeitung. Die Gedenkveranstaltung sei weder politisch noch eine Plattform für Menschen mit bestimmten Ansichten. Mamdanis Anwesenheit wäre »zutiefst verletzend und unangemessen – wie ein unerwünschter Gast bei einer sehr persönlichen Zeremonie«.Die Organisatoren der Petition hoffen, genügend Unterstützung zu erhalten, um die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen des gemeinnützigen »9/11 Memorial & Museum« davon zu überzeugen, Mamdani von der Zeremonie am früheren Standort der Zwillingstürme in Lower Manhattan fernzuhalten.In der Petition werden zahlreiche Vorwürfe gegen den seit Januar amtierenden Bürgermeister aufgeführt. Kritisiert wird unter anderem, dass Mamdani sich geweigert habe, den Slogan »Globalize the Intifada« eindeutig zu verurteilen. Gegner der Parole sehen darin einen Aufruf zu Gewalt gegen Juden.Die Unterzeichner verweisen außerdem auf frühere Kontakte Mamdanis zu Personen, die sie als extremistisch einstufen. Dazu zählen etwa seine Verbindung zu Imam Siraj Wahhaj während des Bürgermeisterwahlkampfs sowie seine Unterstützung bestimmter politischer Kandidaten mit umstrittenen Aussagen zu den Anschlägen vom 11. September.Auch Mamdanis Ernennung von Ramzi Kassem zum Rechtsberater der Stadt wird in der Petition kritisiert. Kassem habe in der Vergangenheit juristische Vertretungen für Personen übernommen, die von den Initiatoren als Unterstützer oder Sympathisanten islamistischer Extremisten bezeichnet werden.
Video killed the Radio Star
05:14|260909PC Video killed the Radio Star Mensch Mahler am 09.09.2026Ich hab dich '52 im Radio gehört habe wachgelegen, weil ich unbedingt deine Sendung hören wollte wenn ich auch jung war, das hat dich nicht davon abgehalten, durchzukommen Hook1952 war ich noch gar nicht auf der Welt. Ich bin 1953 geboren. Aber: Ich habe die ganze Entwicklung durch. Von Magnetbändern bis zu Streaming. Ich bin 16 Jahre im Medienrat der Landesanstalt gesessen. Wir haben uns die Köpfe heiß geredet über DAB und Internetradio. Ich habe gesagt: UKW wird niemals sterben. Das heißt: Handgemachtes Radio. Beim Chinesen muss ich mich unter 300 Gerichten entscheiden. Warum um alles in der Welt sollte ich mir mein eigenes Nachrichten- und Musikprogramm zusammenstellen lassen? Ich freu mich immer noch über gutes, handgemachtes Radio. Und mache es bis heute auch selbst. 46 Jahre bin ich jetzt schon dabei …. Hook Jetzt stehe ich wieder mal vor der Wahl: Meine Tonbandmaschine, meine Compact-Musikcassetten, meine CDs und LPs, meine VHS Bänder, meine DVDs nehmen Unmengen von Platz weg. Das meiste schaue ich heute über Streamingdienste, die meiste Musik höre ich über Apple Music. Und doch: Ich lese richtige Bücher, ich höre UKW und lege Vinyl auf, spule meine Magnetbänder vor und zurück. Vielleicht bin ich ein ewig gestriges Reptil. Aber: so langsam werden LPs und Bänder wieder Kult. Vielleicht bin ich ja auch ein Trendsetter ….
Cem Özdemir und Hendrik Wüst
02:40|
907. Kleine Schritte zur Klimarettung
02:20||Season 5, Ep. 907260907PC Kleine Schritte zur Klimarettung Mensch Mahler am 07.09.2026Überschwemmungen, extreme Hitze und Waldbrände verursachen weltweit immer größere Schäden. Umso wichtiger ist es, Wege zu finden, wie sich Gesellschaften besser vor den Folgen der Erderwärmung schützen können. Das bringt doch alles nichts, sagen viele, solange die globalen Player nicht endlich Ernst machen. Aber entgegen allen Unkenrufen: Wir können alle etwas tun. Und zum Glück gibt es Visionärinnen und Forscher, die Ideen haben, wie sich das praktisch umsetzen lässt.Eine Agraringenieurin aus Rheinland-Pfalz macht aus Küchenabfällen brennbares Gas – für einfache Biogasanlagen, die in Afrika verkauft und ohne Strom betrieben werden. So kochen Frauen etwa im Senegal heute nicht nur ohne gesundheitsschädliche offene Feuerstellen, sondern verdienen mit dem Gas aus organischen Abfällen sogar Geld.Biogas hat auch das bayerische Großbardorf verändert. Einst litt die Gemeinde an Bevölkerungsschwund. Doch durch eine Biogasanlage, Windräder und einen Solarpark produziert die engagierte Dorfgemeinschaft mehr Wärme und Strom, als sie verbraucht. Und die günstige Nahwärme sorgt sogar dafür, dass der Ort wieder attraktiv wird. Eine Genossenschaft in den Niederlanden entwickelt einen Solarpark zum "Energiegarten" weiter: Schafe grasen zwischen den Modulen, gefährdete Pflanzen kriegen eine Chance – und Dorfbewohnerinnen und Touristen bekommen ein neues Ausflugsziel.In Schleswig-Holstein machen Forscherinnen mit Kameras und künstlicher Intelligenz Windräder sicherer für Seeadler – so bringen sie Windenergie voran, ohne bedrohte Vogelarten zu gefährden. Und im indischen Dorf Kotabagh retten solarbetriebene Laternen Leben, indem sie Menschen nachts vor Tigerangriffen schützen – und die Tiger vor Wilderei.Diese Beispiele zeigen, dass es sich auf der ganzen Welt in mehrfacher Hinsicht lohnt, etwas für die Energiewende zu tun. Vielleicht haben Sie ja Lust, mit Gleichgesinnten zu hirnen, wie ihr kleiner Schritt zum großen Ganzen beitragen kann. Es gibt inzwischen jede Menge Startups, die zeigen wie es geht. Warum sollten sie, sollte ich nicht dazugehören?
906. Trennungsschmerz
04:11||Season 5, Ep. 906260906PC TrennungsschmerzenMensch Mahler am 06.09.2026Die Kleiderschränke platzen aus allen Nähten. Wir wissen nicht mehr, wohin mit unseren vielen Büchern. Meine das ganze Leben angesammelten Hi-Fi Komponenten nehmen unsinnig viel Platz weg. Leben mit leichtem Gepäck – das war wohl ein frommer Wunsch. Also: auf der letzten Wegstrecke – wir sind beide über 70 – sollte man sich trennen. Auch von liebgewordenem wie meine tolle komplette Revox-Anlage. Mit Bandmaschine, Mischpult und allem, was dazu gehört. Von Büchern – viele Kisten habe ich schon dem Antiquar gegeben. Theologische Literatur hat ein Doktorand und eine theologische Hochschule bekommen.Der Traum den ich als Jugendlicher einmal hatte, mit Gitarre auf der Schulter und Rucksack auf dem Rücken umherzuziehen, hat sich nicht erfüllt. Jetzt, wo wir unglaublich viel angesammelt hat, heißt es loslassen. Verschenken, den Trennungsschmerz aushalten. Das Hemd ist doch noch gut, das zerreißt einem Schwaben das Herz. Auch wenn es albern klingt. Wozu zwei Fahrräder? Ich kann sie doch nicht gleichzeitig fahren …. Dabei hat mich ein Leben lang ein Song von Hannes Wader begleitet, der meinem unsteten Gemüt Futter gegeben hat. Es ist anders gekommen – aber es ist nie zu spät, etwas zu ändern. Hannes Wader: Heute hier, morgen dort. Song Wader:Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fortHab' mich niemals deswegen beklagtHab' es selbst so gewählt, nie die Jahre gezähltNie nach Gestern und Morgen gefragt[Refrain]Manchmal träume ich schwer und dann denk' ich, es wär'Zeit zu bleiben und nun, was ganz andres zu tunSo vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klarDass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war[Strophe 2]Dass man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisstWenn ich längst wieder anderswo binStört und kümmert mich nicht, vielleicht bleibt mein GesichtDoch dem ein oder andern im Sinn[Refrain]Manchmal träume ich schwer und dann denk' ich, es wär'Zeit zu bleiben und nun, was ganz andres zu tunSo vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klarDass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war
905. KI in der Medizin
02:41||Season 5, Ep. 905260905PC Rettet die KI unser Gesundheitswesen?Mensch Mahler am 05.09.2026In skandinavischen Lokalen ist es an der Tagesordnung: Wählen, bestellen und bezahlen per App, ein freundlicher Roboter fährt das Wägelchen mit den Tabletts an den Tisch, sie nehmen es herunter und aus. Kein Mensch dazwischen.Grundsätzliches zur KI: es nützt nichts, sie zu verteufeln. Das hat man mit jedem technischen Fortschritt zu allen Zeiten getan. Nein, man muss alles prüfen und das Gute behalten. Die zweifellos vorhandenen Gefahren erkennen, eindämmen und regulieren. Medizin und Pflege: Wir wissen es längst: Das ist von Menschen allein nicht mehr zu bewältigen. Wie gut, dass es die Technik gibt. Beispiel: Ein auffälliges Melanom auf der Haut lässt sich heute mit einer App hervorragend und mit großer Präzision diagnostizieren. Anderes Beispiel: In China gibt es in Shoppingmalls sogenannte „Gesundheitskioske“. Dort können sie – ohne irgendeinen Menschen einzuschalten – ihren Schnupfen diagnostizieren lassen, auf Knopfdruck kommt das passende Medikament aus der Wand und bezahlen können sie es auch per App an Ort und Stelle. Drittes Beispiel: Schon pränatal und im Verlauf des weiteren Lebens werden Unmengen von Daten über jeden von uns gesammelt. Wenn wir an CTs und ähnliches denken, sind das riesengroße Datenmengen. Sie müssen nur gesammelt und ausgewertet werden. Und ja: sie gehören ihnen. Die KI kann dann noch Wetterprognosen, Luftqualität und vieles mehr beimengen, eine Untersuchung und Bestimmung des Gen-Materials kommt dazu und sie bekommen beispielsweise eine relativ präzise Vorhersage, wohin die Reise geht und was sie präventiv tun können, um mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu erkranken. Schöne neue Welt? Werden MedizinerInnen überflüssig? Nicht ganz. Denn: Einer KI können sie nicht vertrauen. Sie hat auch kein Bauchgefühl und keine individuellen Erfahrungswerte, die auf sie zugeschnitten werden können.KI ersetzt also die Ärztinnen und Ärzte nicht. Die aber schon, die sich der KI verweigern. Denn sie verzichten auf einen riesigen Fundus an Daten, die über die Patienten existieren. Und seien es die von der Smartwatch oder dem Tracking-Armband. Gibt’s auch schon als Ringfinger. Menschliche Wärme, Zuspruch und Zuwendung – das geht mit Technik nicht. Das kann nur der Mensch als empathisches Beziehungswesen. Wichtig ist nur, dass wir die KI im Griff behalten und es nicht zulassen, dass sie über uns bestimmt. Und das ist schwer genug – aber gehen wir es an. Wir haben ohnedies keine Wahl.