Share

Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
Old friends never let you down?
260121PC Old Friends never let you down
Mensch Mahler am 21.01.2026
Wir dachten, diese transatlantische Freundschaft dauert ewig. Die NATO ist unangreifbar. Jetzt haben wir den Salat. Wir stehen schutzlos im Regen. Wir? Die Europäer. Alles ist in Frage gestellt. Ohne US-Technologie wäre Europa russischen Raketen ausgeliefert. Ohne US-Geheimdienste wären die Sicherheitsdienste weitgehend blind. Ohne US-Finanzdienstleister bräche die Wirtschaft zusammen. Bis runter in den Alltag jeder und jedes Einzelnen reicht die Abhängigkeit. Wenn wir miteinander chatten: USA. Wenn wir irgendwo digital bezahlen: USA. Wenn wir uns von der KI helfen lassen: USA.
Machen wir uns nichts vor: Wenn Trump den Daumen runtermacht, sind wir verloren. Dreiviertel aller börsennotierten Unternehmen in Europa nutzen Software von Microsoft und Google, um E-Mails, Kalender und Teams zu organisieren. Ohne die Produkte der sieben US-Digitalgiganten, die zusammen achtmal soviel wert sind wie die 40 Dax-Unternehmen, stünde Deutschland still. Kaum eine Lokalzeitung könnte erscheinen, keine Polizeiwache Anzeigen aufnehmen, keine Schule Stundenpläne erstellen, keine Kita-Eltern-Chatgruppen unterhalten. Gerichte und Stadtwerke hängen mit ihrer Dokumentenverwaltung von ihnen ab, ebenso Mittelständler, Weltkonzerne, Privatanwender.
Die Debatte um die Digitalisierung wird hierzulande seit Jahrzehnten geführt. Jede Regierung, jede Partei und jede Koalition hatte sie auf der Agenda. Passiert ist so gut wie nichts. Jetzt, wo der Wind sich gedreht hat, hat uns ein Diktator in der Hand. Wir sind schutzlos, weil wir immer geglaubt haben, dass die USA immer ihre schützende Hand über uns halten würden. Jetzt ist die Hand zur Faust geworden. Wir haben es verpennt, uns zu wehren und uns unabhängiger zu machen. Es ist zu spät.
More episodes
View all episodes

218. Unsere Kinder paddeln sich um den Verstand
01:57||Season 5, Ep. 218260218PC Sorge um die Kinder und JugendlichenMensch Mahler am 18.02.2026Stimmt. Jede Zeit hatte ihre Herausforderungen. Vor allem für die Heranwachsenden. Aber die Kinder und Jugendlichen trifft es heute besonders hart und mit voller Wucht. Der Einzug der digitalen Medien in die Kinderzimmer. Die soziale Isolierung während Corona. Das Handy als ständiger Begleiter. Die nachlassende Face-to Face-Kommunikation. Die überforderten Eltern. Die Zukunftsängste wegen Klima, Krieg und schwächelnder Wirtschaft. Das ist schon ein Paket, das kaum zu tragen ist.Die Folgen: Essstörungen nehmen massiv zu. Social-Media wird zum Ratgeber in allen Lebenslagen. Das endlose Scrollen führt zu Schlafmangel, Selbstzweifeln, Cybermobbing, Verrohung und Realitätsverlust. Ratlos stehe ich vor dieser Landschaft. Ein wahres Horrorszenario. Was wird aus meinen vielen Enkeln und meinem Urenkel? Was rast da wie eine ungebremste Welle auf sie zu?Flüchten oder standhalten ist mal wieder gefragt. Flüchten möchte ich nicht – ich weiß auch gar nicht, wie das geht. Ich habe schließlich die Kinder nicht vom Klapperstorch entgegengenommen, sondern habe mich mit meiner Frau willentlich für Nachwuchs entschieden. Und damit eine Verantwortung auf meine Schultern geladen.Jetzt wird heiß ein Social Media Verbot nach australischem Vorbild diskutiert. Wo das Kind eigentlich schon in den Brunnen gefallen ist. Also tun wir alles dafür, dass wir das Kind aus dem Brunnen befreien. Zum Beispiel durch massive Aufstockung durch Hilfsangebote. Psychologisch, lebensbegleitend. Medienerziehung ist das weitere Gebot der Stunde. Wir haben es verbockt – also ist es unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, alles zu mobilisieren was wir können um Schadensbegrenzung zu betreiben.
217. Der freieste aller Freidenker
02:00||Season 5, Ep. 217260217PC Die Gedanken sind freiMensch Mahler am 17.02.2026Er war der »freieste aller Freidenker«, schreibt der Historiker Volker Reinhardt in seiner 2024 erschienenen Bruno-Biografie, ein »intellektueller Anarchist und Albtraum aller Orthodoxiewächter«. Heute vor 425 Jahren, am 17. Februar 1600, wurde Giordano Bruno, der das Universum für »unendlich« und religiöse Dogmen für »Eseleien« hielt, als »halsstarriger Ketzer« auf dem Scheiterhaufen verbrannt.»Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme!«: Mit diesen Worten soll Giordano Bruno auf das für ihn verhängnisvolle Urteil der »Heiligen Inquisition« am 8. Februar 1600 geantwortet haben. Neun Tage später wurde der vielgereiste, vielgerühmte, aber noch mehr gehasste Gelehrte, der durch seine fast achtjähriger Haft in den Kerken der katholischen Kirche körperlich gebrochen war, zum Campo de’ Fiori in Rom geführt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Bild des Gekreuzigten, das ihm kurz vor dem Tod hingehalten wurde, wies er mit Verachtung zurück.Was die römischen Inquisitoren damals nur erahnen konnten, hat Volker Reinhard in seiner detektivischen Arbeit zu Brunos Leben und Werk klar herausgestellt. Dabei wird deutlich, dass Brunos »kühne Parcours durch unbekannte Gedanken-Galaxien« immer mit konkreten Schlussfolgerungen verbunden waren, die darauf hinausliefen, »dass jede Art der Herrschaft gleichbedeutend ist mit der Ausbeutung des Volkes und dass die Kirche diesen Machtmissbrauch durch ihre pervertierte Lehre tatkräftig unterstützt.« Reinhards Fazit: »So tritt hinter dem kosmischen Visionär der politische Denker Giordano Bruno hervor, der sich mit den Missständen seiner Zeit kritisch auseinandersetzt und zu revolutionären Schlussfolgerungen für eine humanere Gesellschaft und einen gerechteren Staat gelangt.«
216. Was darf der Karneval?
01:40||Season 5, Ep. 216260216PC Intoleranz auch im Karneval nicht tolerieren Mensch Mahler am 16.02.2026Rosenmontag. Helau und Alaf! De Zuch kütt! Für den Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly ist Karneval mehr als Feiern, Tanzen und Saufen. «Der Karneval hat auch einen politischen Aspekt, der im Rheinland ganz besonders stark ist», sagte Tilly. «Narrenfreiheit heißt, dass man einmal im Jahr all denen, die es in unseren Augen verdienen, ungestraft die Meinung sagen darf.»In Deutschland sei es der Aufstieg der AfD, die versuche, den Staat lächerlich zu machen und zu delegitimieren. Dagegen müsse sich der Staat stärker wehren und seine liberalen Grundwerte verteidigen. Tilly fordert: «Wir müssen totalitär-autoritären Anwandlungen offensivbegegnen und dürfen diese nicht widerspruchslos dulden.»Tilly gestaltet seit 1984 die oft bissig-entlarvenden Mottowagen im Düsseldorfer Karneval, die häufig auch den russischen Präsidenten Putin zeigten. Für den diesjährigen Rosenmontagszug in Düsseldorf hat er auch wieder einen Toleranzwagen der Religionen gebaut. Ein Motiv: Der Patriarch der russisch orthodoxen Kirche und ehemalige KGB Agent Kyril I kniet vor dem Unterleib Putins in eindeutiger Szene. Aktuell läuft in Moskau ein Prozess gegen Tilly wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane. Einschüchtern lasse er sich davon nicht, sagte der Künstler. Die Anklage sei auch motivierend. «Sie zeigt: Satire wirkt und tut weh. Auch Despoten und Diktatoren.»
213. Leichtsinn wird teuer
02:02||Season 5, Ep. 213260213PC Leichtsinn wird teuer Mensch Mahler am 13.02.2026Auf den Kanarischen Inseln könnten sowohl Touristen als auch Einheimische künftig zur Kasse gebeten werden, wenn sie durch grob fahrlässiges Verhalten einen Rettungseinsatz auslösen. Die Regionalregierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das Geldstrafen vorsieht, wenn Rettungseinsätze durch Leichtsinn statt durch einen Unglücksfall ausgelöst werden.Fernando Figuereo, Generaldirektor für Notfälle der kanarischen Regierung, bestätigte gegenüber den Medien, dass der Entwurf für ein neues Gesetz zum Zivil- und Katastrophenschutz einen "Sanktionsmechanismus für Rettungseinsätze aufgrund von Unvorsichtigkeit" vorsieht. Ziel sei es, Menschen davon abzuhalten, Warnhinweise zu ignorieren und sich bewusst in Gefahr zu bringen."Wir sind überzeugt, dass jemand, der leichtsinnig handelt, auch dafür zahlen sollte", sagte Figuereo. "Es geht nicht darum, jemanden zu bestrafen, der unglücklich gestürzt ist, sondern um Fälle klarer Fahrlässigkeit. Diese Menschen riskieren nicht nur ihr eigenes Leben, sondern bringen auch die Retter in Gefahr."Als Beispiele nannte Figuereo:Badegäste, die trotz roter Flagge ins Meer gehenPersonen, die gesperrte Strandabschnitte betretenWanderer, die Wege benutzen, die wegen Unwetterwarnungen offiziell geschlossen wurden.Gerade auf den Kanaren kommt es regelmäßig zu Rettungseinsätzen in schwer zugänglichem Gelände oder auf offener See – oft mit erheblichem Aufwand. Dabei geht es auch um hohe Kosten. Allein eine Stunde Hubschraubereinsatz kostet laut Figuereo rund 2.000 Euro – zusätzlich zu den Personal- und Logistikkosten einer Rettung, welche sich schnell auf rund 6.000 Euro summieren. Bei längeren Suchaktionen können sich die Summen vervielfachen, so Figuereo.Nach Angaben der Verantwortlichen sind besonders häufig ausländische Urlauber in solche Vorfälle verwickelt.
212. Mutter muss eigenes Kind adoptieren
01:57||Season 5, Ep. 212260212PC Mutter ohne Rechte Mensch Mahler am 12.02.2026Wenn ein Kind in eine heterosexuelle Ehe hineingeboren wird ist es automatisch das Kind von Vater und Mutter. Auch dann, wenn der Mann nicht der biologische Vater ist. Das sollte nach dem Willen der Ampelkoalition auch für eine homosexuelle Ehe gelten. Im Koalitionsvertrag der Ampelregierung stand: „Wenn ein Kind in die Ehe zweier Frauen geboren wird, sind automatisch beide rechtliche Mütter des Kindes“. Alles in Ordnung, sollte man meinen. Aber im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wird das Thema nicht einmal erwähnt.Das hat zur Folge, dass die zweite Mutter ihr eigenes Kind adoptieren muss. Mit allen Schikanen in einem Prozess, der bis zu 18 Monate dauern kann. Bis dahin hat sie keine Rechte. Sie darf nicht einmal ihr Einverständnis für die Impfung ihres Kindes erteilen. Sie hat kein Sorgerecht für ihr Kind. Die zweite Mutter muss dem Jugendamt nachweisen, dass sie keine Vorstrafen hat und in einem Bericht an das Jugendamt sämtliche Stationen ihres Lebens offenlegen: Wie wird ihre Lebenspartnerschaft von ihrem Umfeld akzeptiert? Diese Fragebögen sind in höchstem Maße übergriffig. Der Witz schlechthin: Hätte die zweite Mutter ihr Geschlecht vor der Geburt des Kindes umwandeln lassen, wäre sie automatisch als Vater anerkannt worden mit Sorgerecht und allem anderen.Fazit: Die schwarz-rote Koalition beamt die Gleichstellung von queeren Personen ins vorige Jahrhundert zurück. Den sogenannten christlichen Parteien traue ich das ja ohne weiteres zu. Dass es aber dem Koalitionspartner SPD nicht aufgefallen ist, halte ich für einen Skandal. War man so geil auf die Regierungsverantwortung, dass man jede schwarze Kröte geschluckt hat? Klingbeil und seine Genossen werden mir immer suspekter.
211. Überraschungsei Olympia
02:00||Season 5, Ep. 211260211PC Das Überraschungsei Olympia Mensch Mahler am 11.02.2026Das ist es, was ich an Olympia so liebe: Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Spiele sind – ob im Sommer oder im Winter gespickt mit Überraschungen.Die erste war eine hervorsehbare und tragische: Die 41jährige Speed-Queen Lindsey Vonn aus den USA gab vor wenigen Wochen ihr Comeback nach längerer Pause. Sie hatte im Dezember startete im Dezember 25 mit einer Teilprothese im rechten und mit geflicktem Kreuzband im linken Knie. Im Januar stürzte sie bei einer Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana schwer. Das Rennen wurde abgebrochen, Vonn mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen. Vorgestern trat Linsey Vonn mit gerissenem Kreuzband, das vom Sturz in Crans Montana herrührte, dennoch in der Olympia-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo an. Nach 13 Sekunden war es totenstill im Zielraum. Die schnelle und überehrgeizige Amerikanerin legte einen wirklich brutalen Sturz hin. Sie erlitt einen komplexen Schienbeinbruch im linken Bein, das mehrere Operationen erforderte. Aber es gab auch weniger dramatische Überraschungen: Mein Held, der Schweizer Marco Odermatt, der seit zwei Jahren in der Abfahrt alles in Grund und Boden fährt, landete erstmals seit Ewigkeiten nicht einmal auf dem Treppchen. Er wurde in der Abfahrt nur Vierter. Sein junger Landsmann Franjo von Allmen, bisher nicht sonderlich aufgefallen, holte Godl.Und dann eine wunderschöne Story für Deutschland: Philipp Raimund aus Göppingen ist zwar in dieser Saison passabel gesprungen, Favoriten für Gold auf der kleinen Schanze in Predazzo waren andere. Allen voran Prevc Domen, der den Weltcup dominiert. Oder der Japaner Kobashi. Nicht zu vergessen: Die starken Österreicher, die immer eine starke Team-Leistung abliefern. Raimund legte in beiden Durchgängen Bestnoten hin und holte Gold.Olympia ist spannend – weil eigentlich unvorhersehbar.
209. Die Hand Gottes im Fußball
02:53||Season 5, Ep. 209260209PC Der Last-Minute Fußballgott Mensch Mahler am 09.02.2026Am Samstag war er gerade im Off-Modus. Obwohl es von ihm heißt „Er schläft noch schlummert nicht.“ Die Rede ist von Gott. Präziser: Vom Fußball-Gott. Zugespitzt: Vom Last Minute Fußballgott. Den haben die frommen Schwaben in der letzten Zeit gebucht. Wenn sich das Spiel dem Ende zuneigt, ist der Last-Minute Fußballgott dem VfB Stuttgart hold. Ein spätes VfB Tor ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Neulich war es der Traumschuss von Ermendin Demirovic zum 1:0 gegen Freiburg. In der Nachspielzeit. Das war Bundesliga. Wenige Tage davor das 3:2 von Chema Andres gegen die Young Boys aus Bern. Europa-League. In der 90.igsten Minute. Ich war im Stadion, also kann ich sozusagen Zeugnis ablegen von Gottes Eingreifen. Noch ein paar weitere Tage zurück DfB-Pokal gegen Holstein Kiel. Lange ging gar nichts. Die Störche aus dem Norden hatten Jahre zuvor Zu Hause Bayern München geschlagen. Und in dieser Runde auch schon zwei Erstligisten rausgekegelt. Aber die hatten vermutlich keinen Fußballgott an ihrer Seite. Wohl aber die Mannen mit dem Brustring. Kurz vor Schluss klingelte es dreimal im Storchennest. Die Kieler schipperten sozusagen Kiel oben aus dem Pokal. Der Fußball und der Gottesdienst haben eines gemeinsam: Solange gesungen wird, ist die Messe nicht gelesen. Ob es nun die Kantorei ist oder der Fanblock, ist eigentlich wurscht. Jedenfalls werden immer mehr Spiele sogar nach Ablauf der 90 Minuten umgebogen frei nach Lukas 1, Vers 37: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich.“Kenner des Handelns Gottes und des Fußballs gleichermaßen erinnern sich in diesem Zusammenhang freilich an Diego Maradonas Handtreffer 1986 im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen England. Der argentinische Ultra-Katholik behauptete steif und fest, es sei nicht seine, sondern die Hand Gottes gewesen, die den Ball ins Tor der überwiegend gottlosen Briten bugsiert habe.Am letzten Samstag gings gegen eine Heilige Mannschaft, die am Millerntor auf dem Heiligengeistfeld kickt. Der FC St. Pauli hat auswärts keinen göttlichen Beistand. In Dortmund stand es eine Woche zuvor bis zum Schluss 2:2. In der 96. Minute knallte Emre Can einen Elfer rein und Dortmund siegte.Vor zwei Tagen lag der VfB bis zur 90igsten Minute 2:0 hinten. Aber da kam die Zeit der Schwaben erst noch. In der 90igsten schlug Chema Andres zu. 2:1. Und in der Nachspielzeit pflegen die Mannen aus Stuttgart den Gegner so richtig zu filetieren. Aber der Last-Minute -Fußballgott konnte sich offenbar nicht zwischen den Saints aus Hamburg und den pietistischen Schwaben entscheiden. So ließ er nach langer Zeit den VfB am Ende im Hamburger Eisregen stehen.
206. Der Sumpf scheint kein Ende zu haben
01:54||Season 5, Ep. 206260206PC Epstein und kein Ende in Sicht Mensch Mahler am 06.02.2026Nach der Veröffentlichung neuer Dokumente in der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat US-Präsident Donald Trump gefordert, das Thema abzuhaken. "Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass sich das Land vielleicht anderen Themen zuwendet, wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder anderen Themen, die den Menschen am Herzen liegen", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten im Oval Office. Das Land denkt überhaupt nicht daran, sich anderen Themen zuzuwenden. Auch die ganze Welt will wissen, welche Ausmaße der Fall Jeffry Epstein in Wahrheit hat. In den Epstein-Akten taucht unter anderem die Aussage einer Frau auf, die sich 2016 unter dem Pseudonym "Tiffany Doe" äußerte. Unter Eid erklärte sie, sie habe "persönlich miterlebt", wie Trump drohte, ein minderjähriges Mädchen "verschwinden zu lassen" und ihre gesamte Familie auszulöschen, so wie er es bereits mit einem anderen 12-jährigen Mädchen getan habe.Trumps Name taucht in den Akten tausendfach auf. Er befindet sich in schlechter Gesellschaft. Bill und Hillary Clinton, der britische Ex-Botschafter Peter Mandelson, der Tech-Milliardär Elon Musk, selbst Angela Merkel und Vladimir Putin tauchen in den mehreren Tausend Seiten der Epstein-Akte auf. Und jede Menge royale Prominenz: Prinz Andrew, der gerade seine Royal Lodge in Windsor verlassen musste, die norwegische Kronprinzessin Mette Marrit, Politiker aus Frankreich, Norwegen und der Slowakei – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Epstein war ein bis in die höchsten Kreise vernetzter Finanzberater und Millionär. Mahler meint, Geld, Macht und Sex ist eine hochexplosive Mischung. Jetzt ist der Schweinestall explodiert und es ist nur zu wünschen, dass einer größten Schurken das nicht überlebt. Vielleicht wird Amerika und die Welt jetzt von Trump erlöst.
205. Gefährliche Arbeitsplätze
01:38||Season 5, Ep. 205260205PC Gefährlicher Arbeitsplatz Mensch Mahler am 05.02.2026Ein Mitarbeiter der Bahn ist gestorben, nachdem er in einem Zug im Kreis Kaiserslautern von einem Fahrgast angegriffen wurde. Gegen den Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Seit Montagabend hatten Ärzte nach einem Angriff um das Leben eines Zugbegleiters gekämpft. Jetzt ist er tot. Wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilt, wurde der 36-jährige Zugbegleiter durch Faustschläge gegen den Kopf schwer verletzt. Er musste im Zug wiederbelebt werden. Nach dem Angriff hatten andere Fahrgäste den Notruf gewählt und Erste Hilfe geleistet, bis der Rettungsdienst da war. Dann wurde der 36-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Der 26jährige Mann, der den Zugbegleiter angegriffen haben soll, wurde nach der Attacke von der Polizei festgenommen. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Am frühen Mittwochmorgen sei er im Krankenhaus gestorben. Die Leiche des Mannes soll jetzt obduziert werden. Was inzwischen bei Rettungskräften und Polizei zum traurigen Alltag gehört, gehört in Bus und Bahn leider auch zum Betriebsablauf. Eine fatale Entwicklung, die zeigt, dass nicht nur Menschen in psychischen Ausnahmesituationen solche Taten begehen, sondern die Gewaltbereitschaft in der ganzen Gesellschaft rapide zunimmt. Eine Altersbeschränkung für soziale Medien ist zwar nicht die Lösung, wäre aber ein Ansatz, um der Verrohung bereits im Kindesalter nicht Tür und Tor zu öffnen.Mahler meint und Mensch Mahler am 04.02.26 Sendedatum einen Tag später