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Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
Ein Sieg des Anstands
260309PC Ein Sieg des Anstands
Mensch Mahler am 9.3.2026
Im Grünen-Büro in Reutlingen herrschte gute Stimmung. Es gab Applaus, es wurde gefeiert. Es ist nicht lange her, da lag der Grüne Cem Özdemir 14% Punkte hinter Manuel Hagel von der CDU. Es begann eine grandiose Aufholjagd – bis zum letzten Tag. Ich war dabei. Warum hat es wohl für Özdemir gereicht? Ich breche nicht in Triumphgeschrei aus und ich disse auch nicht den politischen Gegner. Die CDU hat mangels Alternativen einen unerfahrenen jungen Mann aufgestellt. Wobei ich mich schon gefragt habe, warum der Chef des Kanzleramts, Thorsten Frei, Baden-Württemberger durch und durch den Job nicht gemacht hat. Vermutlich weil sein Chef Friedrich Merz ihn dringender braucht als Schwarz – Grün statt Grün – Schwarz in Baden-Württemberg. Die Christdemokraten dürfen mitregieren – wie seit 15 Jahren unter Kretschmann auch, dem man ohnehin nachsagt, er sei im Herzen mehr Christdemokrat als Grüner. A
Wie dem auch sei: gesiegt hat der Respekt und die politische Kultur. Und die Wirtschafts-Grünen im Wirtschafts-Musterländle Baden-Württemberg. Die Bundesgrünen, die zuletzt das Wirtschaftsabkommen Mercosur in der EU mit versemmelt hatten, tauchten auf den Wahlplakaten erst gar nicht auf. Man wollte deutlich machen, dass Kretschmann und Özdemir anders ticken. Weniger ideologisch und mehr pragmatisch. Und dafür stehe, dass Ökologie und Wirtschaft eben doch keine Gegensätze sind. Das Zünglein an der Waage aber war politische Kultur. Cem Özdemir, Bad Uracher wie ich auch, Migrantenkind aus einer türkischen Änderungsschneiderei im Ort hat bewiesen, dass es jede und jeder zu etwas bringen kann. Und: er sagte, dass es nicht wichtig sein, wer einen Vorschlag macht sondern ob er gut sei. Dem politischen Mitkonkurrenten sagte er, dass er sich freue, konstruktiv mit einer satten Mehrheit nicht der Partei zu dienen, sondern dem Land. Gemeinsam wie in den zurückliegenden 15 Jahren. Diese Wahl hat vor allem eines geliefert: Die Hoffnung, dass Ehrlichkeit und Bodenständigkeit doch noch eine Chance haben vor Hetze und Spaltung. Dafür danke ich meiner Partei und ihrem Spitzenkandidaten herzlich.
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310. Morgenwonne
01:22||Season 5, Ep. 310260310PC Morgenwonne Mensch Mahler am 10.3.2026Am Wahlsonntag in Baden Württemberg bin ich früh am Morgen mit dem Rad in meine Kirchgemeinde gefahren. 23 Kilometer, es war kalt, die Morgensonne war herzerwärmend. Ich hatte tolle Musik in den Ohren, die Vögel haben gut dagegengehalten. Und wie so oft kam mir Ringelnatz in den Sinn. Morgenwonne. Ich bin so knallvergnügt erwacht. Ich klatsche meine Hüften. Das Wasser lockt. Die Seife lacht. Es dürstet mich nach Lüften. Ein schmuckes Laken macht einen Knicks Und gratuliert mir zum Baden. Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs Betiteln mich »Euer Gnaden«. Aus meiner tiefsten Seele zieht Mit Nasenflügelbeben Ein ungeheurer Appetit Nach Frühstück und nach Leben. Doch, die erwachende Natur ist ein Segen. Trotz Heuschnupfen. Ich stehe lieber auf und genieße die frühen Morgenstunden. Der Rest des Sonntags war auch klasse. Ich habe gepredigt – Wahlsonntag und Weltfrauentag, dann Selbsterfahrungsgruppe und Wahlparty. Ich hoffe, dass ich noch oft knallvergnügt erwache. Und das wünsche Ich Ihnen auch!
306. Oberfies - the Tscheinis
01:51||Season 5, Ep. 306260306PC Wohlstand um jeden Preis Mensch Mahler am 6.3.2026Die AfD, die Unionsparteien und die FDP wollen die Klimaziele zugunsten des Wohlstands einschränken oder – im Fall der Rechtsradikalen – ganz abschaffen. Damit ginge es einem Musterland in Sachen Klimawandel aufhalten an den Kragen. Die Kleinen fängt man, und die Großen lässt man laufen. China stellt gerade seine Landwirtschaft radikal um – mit gigantischen Steigerungsraten. Milch und Schweinefleisch sind teure Luxusartikel – und dass soll sich jetzt ändern. Milche für 1,4 Milliarden Menschen – Kuhmilch soll es sein. Schweinefleisch nicht nur an hohen Feiertagen, sondern jeden Tag – dafür werden aufwändige Hochhausställe gebaut. Den Kleinbauern wird die Existenz genommen, weil man in Masse natürlich sehr viel günstiger Produzieren kann. Auf Kosten der Umwelt und des Tierwohls. Der CO2 – Ausstoß steigt in noch gigantischere Höhen, die Hochhauskäfighaltung ist pure Tierquälerei und fördert ansteckende Krankheiten. China war einmal ein wichtiges Export-Land für Deutschland. Doch der Wind hat sich gedreht und bläst jetzt scharf aus dem Osten. China ist die Dreckschleuder der Welt – und doch machen sie mit uns gigantische Geschäfte. Muss man mit einem solchen Land Handel treiben? Das unseren Automobilmarkt mit staatlich subventionierten Billschleudern zumüllt, die Klimakatastrophe immer rasanter vorantreibt und unseren Kindern Plastikmüll verkauft, der krank macht? Ich meine es ist Zeit für einen Boykott. Wenn es Politik und Wirtschaft nicht hinbekommen – wir Verbraucher haben es in der Hand. Früher sagte man in Bayern: Unsaahner fahrt kann Japaner. Wie wärs mit obermies – the Tschainis. If you buy – Bolizei.
305. Kein Bashing und kein Verbot
01:59||Season 5, Ep. 305260305PC Bashing und Verbot ist keine Lösung Mensch Mahler am 5.3.2026Die AfD ist keine Alternative, aber ein Problem. Vor allen Dingen ein Problem, das man ernst nehmen muss. Bashing führt in aller Regel dazu, dass die Gebashten gestärkt daraus hervorgehen. Und man kann nicht darüber hinwegsehen, dass die AfD im Bundestrend bei 24% liegt – das heißt dass ein Viertel aller WählerInnen derzeit die AfD bevorzugen würden. Darüber kann man nicht hinwegsehen.Die Proteste gegen die AfD nehmen zu, je mehr die Partei erstarkt. Die Stimmen, die ein Verbot verlangen, auch. Die Hoffnung, dass sich die AfD selbst zerlegt, schwindet. Offensichtlich können die Abgeordneten machen was sie wollen – siehe Vetternwirtschaft – die Basis der WählerInnen beeindruckt das nicht. Eine Partei kann in Deutschland nur durch das Bundesverfassungsgericht verboten werden, wenn sie verfassungswidrig ist. Das bedeutet, sie muss aktiv darauf abzielen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen, zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik zu gefährden. Zudem muss eine realistische Chance bestehen, dass die Partei ihre Ziele erreicht. Alt-Präsident Joachim Gauck hat sich zu Wort gemeldet. Er lehnt ein Verbotsverfahren ab. „Wir sollten die AfD politisch stellen, auch als Bürgergesellschaft, sagte Gauck der rheinischen Post. „Man muss nicht jeden Mist unwidersprochen anhören.“ Es gäbe in Ostdeutschland „eine schwächere Zivilgesellschaft“. Das könne man an der Zahl der Vereine, an der Zahl der aktiven Menschen bemessen. Für den Erfolg der AfD im Westen macht Gauck die Politik mitverantwortlich. „Der Populismus nährt sich auch aus den Misserfolgen der gewählten Politiker.“Mahler meint: Derzeit kein Verbotsverfahren, sondern eine aktive gute Politik der gewählten Politiker dagegensetzen. Das ist das Gebot der Stunde, um die Radikalen nicht versehentlich noch mehr zu stärken.
304. Der letzte macht das Licht aus
02:01||Season 5, Ep. 304260304PC In einer Welt roher Macht Mensch Mahler am 4.3.2026Hört überhaupt noch jemand hin, wenn Antonio Guterres spricht? Wenige Stunden vor dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran verurteilte der UN-Generalsekretär die militärische Eskalation im Nahen Osten. Und keiner hörte zu, vor allen Dingen nicht die Kriegsparteien. Der internationale Gerichtshof hat den Israeli Benjamin Netanjahu und den Russen Wladimir Putin in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen verurteilt. Die Folgen: Sie können nicht mehr in jedes Land reisen, weil sie befürchten müssten, festgenommen werden. 23.11.2024: Nach Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs Orbán lädt demonstrativ Netanyahu ein – und will Haftbefehl nicht vollstrecken. Vermutlich halten sich beide vor Lachen ihre Bäuche. So weit ist es gekommen. Wir leben in einer Welt roher Gewalt, die Schurken dürfen sich ungestraft austoben und Genozid betreiben – und die Weltöffentlichkeit ist machtlos. Die Vereinten Nationen, das Völkerrecht – sie spielen für die Machthaber in Washington, in Jerusalem und in Teheran keine Rolle. Dieser Iran-Krieg ist ein weiterer – vielleicht der entscheidende Schritt in eine neue Welt. In eine Welt ohne Regeln und Schutzmechanismen. In eine Welt, in der nur die rohe Macht gilt.Wir heulen nur auf, wenn es uns persönlich betrifft. Wenn unser Kreuzfahrtschiff in Dubai strandet und wir die Bundesregierung auffordern, gefälligst dafür zu sorgen, dass wir schnell und sicher nach Hause kommen. Das nenne ich leichtsinnige Luxusprobleme. Bundeskanzler Friedrich März hat seine Machtlosigkeit und die der Vereinten Nationen und Ihres Regelwerks eingestanden. Und er fügt hinzu: Jetzt sei nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren. Das nennt man Kapitulation vor den Verbrechen gegen Völkerrecht und Menschlichkeit auf ganzer Ebene. Der letzte macht das Licht aus. Ich habe fertig.
303. Das Paradies muss woanders sein
02:04||Season 5, Ep. 303260303PC Das Paradies muss woanders seinMensch Mahler am 3.3.2026Das Paradies. Der Garten Eden. Shangri-La, Jannah, Elysion – alles Begriffe für einen Zustand ewiger Glückseligkeit.Non posse peccare – der Mensch kann nicht sündigen. Theologisch ist das der Zustand vor und nach der vorfindlichen Weltepoche. Jetzt gilt: Non Posse non Peccare. Der Mensch kann nicht nicht sündigen. So sagt es die Theologie, die von einem ursprünglichen und einem zukünftigen Paradies spricht. Jetzt leben wir in der „gefallenen Welt“ nach der Definition aller Religionen. Und aus der wollen wir befreit werden. John Lennon hat in seinem Song Imagine einen Weg dorthin gezeigt: Nothing to kill or die for – and no Religion too. Das wäre der Zustand, in dem die Menschen gerecht, solidarisch und friedlich miteinander leben würden. Das Problem ist also die Religion, die Ideologie, der Rassismus, das Mann und Frau, das oben und unten als Wertung. Sobald jemand oder eine Gruppe von Menschen glaubt, im Besitz einer exklusiven Wahrheit zu sein, setzt sie sich von den Anderen ab. Alleinseligmachend ist das Stichwort. Und diese Exklusivität stürzt die Welt von Anfang an von einem Krieg in den anderen. Sie war verantwortlich für die Unterdrückung eines Volkes durch ein anderes, für Eroberungskriege, Kolonialisierung, Sklaverei, Unterdrückung von Frauen, Rassismus …. Jetzt tobt wieder ein Krieg der weißen christlichen, der jüdischen und der Islamischen Ideologie gegeneinander. Wann hören wir endlich auf, uns überlegen zu fühlen und Krieg gegen andersdenkende und andersgläubige zu führen? Wir werden es nicht erleben. Und alle Versprechungen auf ein Jenseits, wo alles gerichtet ist, fallen in die Kategorie Vertröstung des Menschen, um ihn davon abzuhalten, gegen seine Unterdrückung und sein Elend aufzustehen.
302. Das Ende eines Tyrannen
02:03||Season 5, Ep. 302260302PC KontrastprogrammMensch Mahler am 2.3.2026Als Sarah Engels Sieg in der deutschen Vorentscheidung zum ESC 2026 in Wien feststand und sie Moderatorin Barbara Schöneberger in den Armen lag – ich hatte für den nicht-binären Wavvyboi – gewotet – lief eine Bauchbinde über die Millionen Bildschirme der deutschen Wohnzimmer. Ajatollah Ali Chamenei ist tot. Sein Anwesen in Teheran sei mit 30 Bomben dem Erdboden gleichgemacht worden. Auch Angehörige des Mullahs seien unter den Toten.So ist die Welt aufgestellt. Europa bereitet sich auf ein musikalisches Fest der Völkerverständigung vor und viereinhalbtausend Kilometer weiter im Südosten steuert der Nahost-Konflikt auf einen neuen negativen Höhepinkt zu. Nach dem Tod Chomenis 1989 wurde Chamenei zum Staatspräsidenten ernannt. Er fiel vor allen Dingen mit seiner radikalen Haltung zur Unterdrückung der Frauen auf. Zitat: „Ich will sie nicht Prostituierte nennen, denn was eine Prostituierte macht, betrifft nur sie selbst, doch was diese Frauen tun, betrifft die ganze Gesellschaft.“ Wohlgemerkt: hier geht es lediglich um das Ablegen des Kopftuches und des Tschadors.45 Jahre regierte Chamenei mit eiserner Faust. Proteste der Bevölkerung ließ er niederschlagen – 10.000ende tote Zivilisten gehen auf das Konto seiner Revolutionsgarden. Die Nichtbeachtung des Atomabkommens, die Feindschaft gegen Israel, die Finanzierung von Hisbollah und Hamas und auch die tiefe Feindschaft zu den anderen arabischen Staaten – Chamenei hat das iranische Volk auf allen Ebenen ins Elend gestürzt. Jetzt ist er tot. Er wurde 86 Jahre alt. Bleibt zu hoffen, dass aus dem abgeschlagenen. Kopf der Hydra nicht sofort zwei neue nachwachsen. Das iranische Volk hat endlich Freiheit und Demokratie verdient. Aber Donald Trump hat die Ölfelder im Nahen Osten nicht verdient. Leider wird er sie allem Anschein nach doch bekommen.
227. Wühlen im Dreck
02:01||Season 5, Ep. 227260227PC Im Dreck wühlenMensch Mahler am 27.02.2026Das könnte dem Manuel jetzt zum Schluss doch noch den Ministerpräsidenten verhageln. Glücklicherweise hat der politische Gegner noch etwas in der Vita des biederen Oberschwaben gefunden, ein Video. Und das jetzt gegen Manuel Hagel, CDU, im Endspurt des Wahlkampfes zu verwenden ist gleichzeitig schädigend und lächerlich.Zu sehen ist, wie der 29 jährige Hagel 2018 in Regio TV ein Interview gibt. Hagel ist auf Wahlkampftour für die CDU an einer Realschule in Seinem Wahlkreis. In der Klasse hätten damals 80 Prozent Mädchen gesessen, berichtet Hagel. O-Ton: „Also da gibt’s für 29jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen.“ Dann geht er noch auf eine Schülerin näher ein die die erste Frage gestellt habe: „ich wird’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Das wars schon. Es kommt wirklich nichts schlimmeres. AfD Spitzenkandidat Frohnmaier sagte im SWR vor drei Tagen: „Als Vater einer Tochter ist mir anders geworden. Ich fand das sehr irritierend, Ich finde sowas nicht normal.“ Danach wendet sich Frohnmaier an den grünen Kontrahenten Cem Özdemir: „Können sie sich weiter eine Zusammenarbeit mit der CDU vorstellen?“ Der Grünen-Spitzenkandidat antwortet: „Ich bin mir sicher, Herr Hagel würde das heute nicht mehr so formulieren. Wir sind uns einig, dass man Frauen so beurteilen soll, wie man Männer beurteilt – nach ihrer Leistung und nach nichts anderem.“ Das war dann wohl ein Eigentor, Herr Frohnmaier.Es ist widerlich, dass der politische Gegner ganze Heerscharen von Investigativ-Journalisten beschäftigt, um in der Vita der PolitikerIn irgendwas zu finden. Privat, Plagiat, ganz egal. Das ist Wühlen im Dreck. Meinen Kolleginnen und Kollegen kann ich nur sagen, dass sie käuflich sind. Davor habe ich keine Achtung. Eher Ver – Achtung.
226. Im Prinzip einig
02:04||Season 5, Ep. 226260226PC In der Sache einigMensch Mahler am 26.02.2026So einig war sich die Parteienlandschaft in Deutschland selten. Auf dem Podium zur Landtagswahl saßen die fünf Spitzenkandidaten. Manuel Hagel, CDU derzeit 28%, Cem Özdemir, Grüne, 22%, Markus Frohnmaier, AfD 20%, Andreas Stoch, SPD, 10% und Hans-Ulrich Rülke, FDP, 6%.Natürlich ist das Thema Migration ganz vorne. Hier will die AfD punkten. Legale Migration super, Kriminelle raus. Wenn Markus Frohnmaier dachte, seine AfD hätte damit ein Alleinstellungsmerkmal – weit gefehlt. Alle anderen Parteien sehen das genauso – in unterschiedlicher Schärfe – aber im Prinzip gleich.Wenn dem so ist, dass wir Integration von Willigen fördern wollen, liest sich die folgende Meldung wie Hohn: Das Bundesinnenministerium schränkt den Zugang zu Integrationskursen ein, um Kosten zu sparen. 130.000 Menschen könnten nach Schätzung des Volkshochschulverbands betroffen sein.Integration von Anfang an - das war das Ziel, als die Ampelregierung 2022 den Zugang zu Integrationskursen öffnete - für praktisch alle Menschen, die neu nach Deutschland kamen. Doch nun hat die Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) die Kurse zu einem großen Teil abgeschafft.Mohammeds Ziel ist es, Kranken- oder Altenpfleger zu werden. Doch dafür reichen seine Deutschkenntnisse noch nicht aus. Er braucht ein Sprachzertifikat: "Ich habe gefragt", sagt der 23-Jährige. "Alle Schulen, alle Ausbildungsstellen verlangen B2 oder C1" Das koste 1.500 oder 2.000 Euro. "Das ist ein Problem, ein großes Problem."Bis vor Kurzem hätte er den Sprachkurs noch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bezahlt bekommen. Jetzt soll er ihn selbst zahlen, doch das stellt sich als schwierig heraus. Monatlich stehe ihm nur wenig Geld zur Verfügung, 450 Euro.