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Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

Christen wählen

Season 4, Ep. 206

250206PC: Wahlprüfsteine meiner Baptisten-Kirche

Mensch Mahler am 06.02.2025


Ich tue mich schwer damit, als Pastor Wahlempfehlungen auszusprechen. Zumindest keine parteipolitischen. Mir helfen aber Handreichungen. Welche Menschenbilder und Weltanschauungen sind für wählbar? Geholfen hat mir die Resolution „Demokratie und Menschenwürde“, die der Bundesrat meiner Baptistenkirche letztes Jahr verabschiedet hat. 

In ihr heißt es unter anderem: 


Als BEFG stehen wir in einer langen demokratischen Tradition, der wir uns verpflichtet wissen. Themen wie Gerechtigkeit, Menschenrechte und Religionsfreiheit sind schon seit unserer Gründungszeit leitend. Nach der „Rechenschaft vom Glauben“ sind „Gleichgültigkeit und Trägheit, Angst und Selbstbehauptung Ausdruck der Trennung von Gott“. „Weil wir von der Versöhnung mit Gott herkommen, sind wir berufen, der Versöhnung auch zwischen den Menschen zu dienen. In diesem Geiste leisten Christen ihren Beitrag zur Verständigung. Sie setzen sich ein für den Abbau jeglicher Diskriminierung von Menschen durch Menschen und wirken für den Frieden in der Welt“. Deshalb fordern wir alle Gemeinden in unserem Bund und alle Mitglieder und Mitarbeitenden auf, sich in allen Arbeitsfeldern weiterhin und engagiert für die Stärkung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und für die Achtung der Würde aller Menschen einzusetzen.

Dies kann in Gottesdiensten und Predigten, in Gruppenstunden und anderen Aktivitäten geschehen. Vor allem aber geschieht es in der persönlichen Haltung, die wir in Gesprächen in unserem Umfeld, in unserem öffentlichen Engagement vor Ort, im interreligiösen und interkulturellen Dialog und in unseren Social-Media-Aktivitäten an den Tag legen. Und es geschieht durch unsere Teilnahme an Wahlen. Im Blick auf die 2025 anstehenden Wahlen zum Bundestag halten wir fest: Rechtsextreme Parteien können für Christinnen und Christen kein Ort politischer Betätigung sein und sind nicht wählbar.

Die ganze Resolution können sie nachlesen unter ww.befg.de aktuelles. www.befg.de aktuelles.




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  • 225. Alles auf Zucker

    01:36||Season 5, Ep. 225
    260225PC Alles auf ZuckerMensch Mahler am 25.02.2026Der CDU-Parteitag hat eine von Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsident geforderte Zuckersteuer mehrheitlich abgelehnt. Doch Daniel Günther gibt nicht auf und will die Steuer über den Bundesrat durchsetzen.„Das Thema Zuckersteuer hat sich natürlich nicht erledigt“, sagte der CDU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Sein Landesverband habe einen klaren Parteitagsbeschluss sowie „manche Unterstützung“ auf dem Bundesparteitag bekommen, ferner hätten andere Bundesländer Sympathien dafür. So werde Schleswig-Holstein die Wege, „die uns jetzt offenbleiben – im Bundesrat –, entsprechend nutzen, um erfolgreich zu sein.“Günther zeigte sich verärgert über die Debatte auf dem Parteitag. „Die ganzen Argumente, die da eine Rolle gespielt haben, hatten nichts mit Jugendschutz zu tun.“ Vielmehr habe es sich um eine Abwehrdebatte gehandelt, „weil man glaubte, dass das Thema Zuckersteuer etwas ist, das die Wirtschaft belastet“. Das Gegenteil sei der Fall, wie man in vielen anderen Ländern, etwa Großbritannien, sehen könne. „Und deswegen werden wir weiter Überzeugungsarbeit leisten.“Mahler meint, dass diese Debatte eine Farce ist. Zucker schadet nachweislich der Gesundheit. Vor allem der Gesundheit von Kindern. Wenn die Wirtschaft meint, auf Kosten der Gesundheit der Menschen Geschäfte machen zu können, muss der Gesetzgeber hier entschlossen handeln. Das Beispiel Großbritannien hat gezeigt, dass das geht.  
  • 224. Hauptsache Protz und Kohle

    01:43||Season 5, Ep. 224
    260224PC Der Sportförderung fehlt Geld – das steckt in Eröffnungs- und SchlussfeiernMensch Mahler am 24.02.2026Hauptsache pompös. Die Eröffnungs- und Schlussfeiern der olympischen Spiele werden immer teurer. Paris war schon komplett überdimensioniert. Verona hat die Sache gleich in die weltberühmte Arena gepackt und 2.900 Euro für ein Ticket verlangt. Was der Spaß gekostet hat, weiß niemand. Fakt ist nur, dass das ganze nichts, aber auch gar nichts mit dem Grundgedanken von Olympia zu tun hat. „Die Jugend der Welt trifft sich zu friedlichen Wettkämpfen, die der Völkerverständigung dienen sollen.“ Die Jugend der Welt war von den olympischen Winterspielen enttäuscht, sofern überhaupt Jugendliche dabei waren. Gestandene Profisportler dominieren schon lange die Spiele. Der Amateurstatus ist futsch. Und die Begegnung der verschiedenen Nationen fand gar nicht statt. Es gab nicht einmal ein olympisches Dorf. 7 Wettkampfstätten von Mailand über Cortina nach Antholz und Livignio – gesehen hat sich die Jugend der Welt eher zufällig. Wenn überhaupt.Kohle für Amateursportförderung fließt – wenn überhaupt – spärlich. Man braucht die Kohle für nationalen Größenwahn in Sportstätten und Eröffnungs- und Abschlussfeiern. Das wusste schon Hitler 1936 in Berlin. Und wir haben nichts dazugelernt – wir haben die Schraube immer weitergedreht in Richtung Protz und Kommerz. Es ist an der Zeit, die Gegenolympiade zu stärken. Bescheiden. Amatuere. Zeltlager. Willkommen, Jugend der Welt. Lass die Kommerzfuzzis machen, was sie wollen. Ihr habt Spaß und begegnet euch wirklich. 
  • 223. Das Gruselkabinett

    02:13||Season 5, Ep. 223
     260223PC Stalking – Gaslightning - GhostingMensch Mahler meint am 23.02.2026Ich musste in den zurückliegenden Jahren viel lernen. Vor allen Dingen in der Psychologie. Alles hatte mit meiner Depression, der posttraumatischen Belastungsstörung, dem Tod unserer Tochter, meinem Krebs und der Fürsorge für die Jungs meiner verstorbenen Tochter zu tun.Einen Begriff kannte ich schon. Stalking. Dazu braucht man nichts zu erläutern. Der abgeblitzte Partner verfolgt und bedroht die Person, die ihn verlassen hat. Verflucht werden – das kannte ich nicht. Das ist massiv geschehen, dass ich verflucht wurde. Gott sei Dank habe ich einen starken Glauben und ein großes Selbstbewusstsein, so dass der Fluch an mir abgeprallt ist, bevor er seine zerstörerische Wirkung entfalten konnte. Neu war der Begriff Gaslighting. Gaslighting ist eine subtile Form der psychischen Manipulation und Gewalt, bei der Täter die Realitätswahrnehmung ihrer Opfer gezielt verzerren, um Unsicherheit zu säen, das Selbstvertrauen zu zerstören und Kontrolle auszuüben. Betroffene zweifeln zunehmend an ihrem eigenen Verstand, ihrer Erinnerung und ihren Gefühlen. Gaslighting war der Grund, dass meine Tochter im Wahnsinn endete.Einen anderen Begriff kenne ich erst seit ein paar Tagen. Ghosting. Ghosting bezeichnet den plötzlichen Kontaktabbruch einer Person, meist beim Dating oder in Beziehungen, ohne Vorwarnung oder Erklärung. Nachrichten werden ignoriert, Anrufe blockiert und die Person wird sprichwörtlich zum "Geist". Dies verursacht oft große emotionale Verletzungen, da ein klärender Abschluss fehlt. Es ist oft ein Zeichen mangelnder Reife oder Konfliktscheu des Verursachers. Und man selbst wird zum Opfer und kann sich nicht wehren. In drei Konfliktsituationen ist mir das in jüngster Zeit passiert. Um aus der Opferrolle herauszukommen, hilft nur eines: Trennung. Seit ich diese in allen drei Fällen zunächst innerlich vollzogen habe, fühle ich mich befreit. Man muss unbedingt das Heft das Handelns in der Hand behalten, sonst geht man kaputt. 
  • 220. Der größenwahnsinnige Rassist und der Weltfrieden

    01:48||Season 5, Ep. 220
    260220PC Der Friedensnobelpreis fehlt ihm nochMensch Mahler am 20.02.2026In Washington kam gestern Donald Trumps »Friedensrat« zum ersten Mal zusammen. Im Januar hatte US-Präsident Donald Trump das neue Gremium beim Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell gegründet. Er behauptet, er wolle damit zu friedlichen Lösungen von Konflikten weltweit beitragen. Kritiker sehen Trumps Gremium als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Trump hatte angekündigt, er wolle mit dem von ihm initiierten Friedensrat ein Milliardenpaket an humanitärer und Wiederaufbauhilfe für den Gazastreifen vorstellen.Zur ersten Sitzung kamen Vertreter aus mindestens 20 Ländern zusammen. Sie soll im Friedensinstitut in Washington stattfinden, das jüngst in Donald J. Trump Friedensinstitut umbenannt wurde.Deutschland und viele weitere europäische Staaten lehnen eine Beteiligung daran ab. Mit dabei sind als Mitglieder aktuell etwa zwei Dutzend Länder, unter anderem Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.Trumps Absichten sind durchsichtig. Er will anerkannte internationale Gremien wie die UN, den Internationalen Währungsfonds, die Weltgesundheitsorganisation und die weltweiten Hilfsorganisationen aushungern und die Kontrolle über all diese internationalen Organisationen unter seine Kontrolle bringen. Ihm geht es dabei um dreierlei: 1. Bodenschätze, 2. Aufträge für die US-Wirtschaft und 3. persönlichen Ruhm und Anerkennung. Er will mit aller Gewalt den Friedensnobelpreis. Aber die Nobel-Stiftung konnte Trump noch nicht kaufen. Und die freie Welt muss diesen ganzen Bestrebungen des größenwahnsinnigen Rassisten Trump mit aller Entschlossenheit entgegentreten. 
  • 219. Kings Schattenmann Jesse Jackson gestorben

    02:01||Season 5, Ep. 219
    260219PC Der Schattenmann Jessy JacksonMensch Mahler am 19.02.2026Immer, wenn man über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung spricht, fällt ein Name: Dr. Martin Luther King jr., schwarzer Baptistenpastor und Märtyrer, der für die Bürgerrechtsbewegung lebte und 1968 starb. In den 60iger Jahren waren aber viele mehr engagiert, um die Rassentrennung zu überwinden. Da gab es Malcom X, der im Gegensatz zu King Gewalt befürwortete. Und nicht nur schwarze Menschen waren aktiv. Aus der Künstlerszene sind zum Beispiel Joan Baez und Bob Dylan zu nennen. Und, immer im Schatten von King, Jesse Jackson, ebenso wir King farbiger Pastor der Baptistenkirche in den USA. Als King erschossen wurde, führte vor allem Jesse Jackson sein Lebenswerk weiter. Er war das, was man einen Aktivisten nannte. Die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition schreibt: „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen.“ Die Familie von Jackson sagt: „Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für die Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt“.1984 und 1988 bewarb sich Jackson um die Präsidentschaft in den USA. 1988 schloss er die Kampagne als Zweitplatzierter ab. Es sollte 20 weitere Jahre dauern, bis sich Jesse Jacksons Traum für die farbige Bevölkerung der Staaten erfüllte und Barak Obama ins weiße Haus einzog.Jesse Jackson ist Alter von 84 Jahren friedlich im Kreis seiner Familie in Chicago gestorben. Bitter, dass er in den letzten Jahren sein Lebenswerk wieder zerstört sehen musste, weil ein weißer Rassist die Herrschaft in den USA an sich gerissen hat. 
  • 218. Unsere Kinder paddeln sich um den Verstand

    01:57||Season 5, Ep. 218
    260218PC Sorge um die Kinder und JugendlichenMensch Mahler am 18.02.2026Stimmt. Jede Zeit hatte ihre Herausforderungen. Vor allem für die Heranwachsenden. Aber die Kinder und Jugendlichen trifft es heute besonders hart und mit voller Wucht. Der Einzug der digitalen Medien in die Kinderzimmer. Die soziale Isolierung während Corona. Das Handy als ständiger Begleiter. Die nachlassende Face-to Face-Kommunikation. Die überforderten Eltern. Die Zukunftsängste wegen Klima, Krieg und schwächelnder Wirtschaft. Das ist schon ein Paket, das kaum zu tragen ist.Die Folgen: Essstörungen nehmen massiv zu. Social-Media wird zum Ratgeber in allen Lebenslagen. Das endlose Scrollen führt zu Schlafmangel, Selbstzweifeln, Cybermobbing, Verrohung und Realitätsverlust. Ratlos stehe ich vor dieser Landschaft. Ein wahres Horrorszenario. Was wird aus meinen vielen Enkeln und meinem Urenkel? Was rast da wie eine ungebremste Welle auf sie zu?Flüchten oder standhalten ist mal wieder gefragt. Flüchten möchte ich nicht – ich weiß auch gar nicht, wie das geht. Ich habe schließlich die Kinder nicht vom Klapperstorch entgegengenommen, sondern habe mich mit meiner Frau willentlich für Nachwuchs entschieden. Und damit eine Verantwortung auf meine Schultern geladen.Jetzt wird heiß ein Social Media Verbot nach australischem Vorbild diskutiert. Wo das Kind eigentlich schon in den Brunnen gefallen ist. Also tun wir alles dafür, dass wir das Kind aus dem Brunnen befreien. Zum Beispiel durch massive Aufstockung durch Hilfsangebote. Psychologisch, lebensbegleitend. Medienerziehung ist das weitere Gebot der Stunde. Wir haben es verbockt – also ist es unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, alles zu mobilisieren was wir können um Schadensbegrenzung zu betreiben. 
  • 217. Der freieste aller Freidenker

    02:00||Season 5, Ep. 217
    260217PC Die Gedanken sind freiMensch Mahler am 17.02.2026Er war der »freieste aller Freidenker«, schreibt der Historiker Volker Reinhardt in seiner 2024 erschienenen Bruno-Biografie, ein »intellektueller Anarchist und Albtraum aller Orthodoxiewächter«. Heute vor 425 Jahren, am 17. Februar 1600, wurde Giordano Bruno, der das Universum für »unendlich« und religiöse Dogmen für »Eseleien« hielt, als »halsstarriger Ketzer« auf dem Scheiterhaufen verbrannt.»Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme!«: Mit diesen Worten soll Giordano Bruno auf das für ihn verhängnisvolle Urteil der »Heiligen Inquisition« am 8. Februar 1600 geantwortet haben. Neun Tage später wurde der vielgereiste, vielgerühmte, aber noch mehr gehasste Gelehrte, der durch seine fast achtjähriger Haft in den Kerken der katholischen Kirche körperlich gebrochen war, zum Campo de’ Fiori in Rom geführt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Bild des Gekreuzigten, das ihm kurz vor dem Tod hingehalten wurde, wies er mit Verachtung zurück.Was die römischen Inquisitoren damals nur erahnen konnten, hat Volker Reinhard in seiner detektivischen Arbeit zu Brunos Leben und Werk klar herausgestellt. Dabei wird deutlich, dass Brunos »kühne Parcours durch unbekannte Gedanken-Galaxien« immer mit konkreten Schlussfolgerungen verbunden waren, die darauf hinausliefen, »dass jede Art der Herrschaft gleichbedeutend ist mit der Ausbeutung des Volkes und dass die Kirche diesen Machtmissbrauch durch ihre pervertierte Lehre tatkräftig unterstützt.« Reinhards Fazit: »So tritt hinter dem kosmischen Visionär der politische Denker Giordano Bruno hervor, der sich mit den Missständen seiner Zeit kritisch auseinandersetzt und zu revolutionären Schlussfolgerungen für eine humanere Gesellschaft und einen gerechteren Staat gelangt.«
  • 216. Was darf der Karneval?

    01:40||Season 5, Ep. 216
    260216PC Intoleranz auch im Karneval nicht tolerieren                                            Mensch Mahler am 16.02.2026Rosenmontag. Helau und Alaf! De Zuch kütt! Für den Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly ist Karneval mehr als Feiern, Tanzen und Saufen. «Der Karneval hat auch einen politischen Aspekt, der im Rheinland ganz besonders stark ist», sagte Tilly. «Narrenfreiheit heißt, dass man einmal im Jahr all denen, die es in unseren Augen verdienen, ungestraft die Meinung sagen darf.»In Deutschland sei es der Aufstieg der AfD, die versuche, den Staat lächerlich zu machen und zu delegitimieren. Dagegen müsse sich der Staat stärker wehren und seine liberalen Grundwerte verteidigen. Tilly fordert: «Wir müssen totalitär-autoritären Anwandlungen offensivbegegnen und dürfen diese nicht widerspruchslos dulden.»Tilly gestaltet seit 1984 die oft bissig-entlarvenden Mottowagen im Düsseldorfer Karneval, die häufig auch den russischen Präsidenten Putin zeigten. Für den diesjährigen Rosenmontagszug in Düsseldorf hat er auch wieder einen Toleranzwagen der Religionen gebaut. Ein Motiv: Der Patriarch der russisch orthodoxen Kirche und ehemalige KGB Agent Kyril I kniet vor dem Unterleib Putins in eindeutiger Szene. Aktuell läuft in Moskau ein Prozess gegen Tilly wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane. Einschüchtern lasse er sich davon nicht, sagte der Künstler. Die Anklage sei auch motivierend. «Sie zeigt: Satire wirkt und tut weh. Auch Despoten und Diktatoren.»
  • 213. Leichtsinn wird teuer

    02:02||Season 5, Ep. 213
     260213PC Leichtsinn wird teuer  Mensch Mahler am 13.02.2026Auf den Kanarischen Inseln könnten sowohl Touristen als auch Einheimische künftig zur Kasse gebeten werden, wenn sie durch grob fahrlässiges Verhalten einen Rettungseinsatz auslösen. Die Regionalregierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das Geldstrafen vorsieht, wenn Rettungseinsätze durch Leichtsinn statt durch einen Unglücksfall ausgelöst werden.Fernando Figuereo, Generaldirektor für Notfälle der kanarischen Regierung, bestätigte gegenüber den Medien, dass der Entwurf für ein neues Gesetz zum Zivil- und Katastrophenschutz einen "Sanktionsmechanismus für Rettungseinsätze aufgrund von Unvorsichtigkeit" vorsieht. Ziel sei es, Menschen davon abzuhalten, Warnhinweise zu ignorieren und sich bewusst in Gefahr zu bringen."Wir sind überzeugt, dass jemand, der leichtsinnig handelt, auch dafür zahlen sollte", sagte Figuereo. "Es geht nicht darum, jemanden zu bestrafen, der unglücklich gestürzt ist, sondern um Fälle klarer Fahrlässigkeit. Diese Menschen riskieren nicht nur ihr eigenes Leben, sondern bringen auch die Retter in Gefahr."Als Beispiele nannte Figuereo:Badegäste, die trotz roter Flagge ins Meer gehenPersonen, die gesperrte Strandabschnitte betretenWanderer, die Wege benutzen, die wegen Unwetterwarnungen offiziell geschlossen wurden.Gerade auf den Kanaren kommt es regelmäßig zu Rettungseinsätzen in schwer zugänglichem Gelände oder auf offener See – oft mit erheblichem Aufwand. Dabei geht es auch um hohe Kosten. Allein eine Stunde Hubschraubereinsatz kostet laut Figuereo rund 2.000 Euro – zusätzlich zu den Personal- und Logistikkosten einer Rettung, welche sich schnell auf rund 6.000 Euro summieren. Bei längeren Suchaktionen können sich die Summen vervielfachen, so Figuereo.Nach Angaben der Verantwortlichen sind besonders häufig ausländische Urlauber in solche Vorfälle verwickelt.