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Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
Die tägliche Podcast Kolumne mit Journalist Günter Mahler
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220. Der größenwahnsinnige Rassist und der Weltfrieden
01:48||Season 5, Ep. 220260220PC Der Friedensnobelpreis fehlt ihm nochMensch Mahler am 20.02.2026In Washington kam gestern Donald Trumps »Friedensrat« zum ersten Mal zusammen. Im Januar hatte US-Präsident Donald Trump das neue Gremium beim Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell gegründet. Er behauptet, er wolle damit zu friedlichen Lösungen von Konflikten weltweit beitragen. Kritiker sehen Trumps Gremium als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Trump hatte angekündigt, er wolle mit dem von ihm initiierten Friedensrat ein Milliardenpaket an humanitärer und Wiederaufbauhilfe für den Gazastreifen vorstellen.Zur ersten Sitzung kamen Vertreter aus mindestens 20 Ländern zusammen. Sie soll im Friedensinstitut in Washington stattfinden, das jüngst in Donald J. Trump Friedensinstitut umbenannt wurde.Deutschland und viele weitere europäische Staaten lehnen eine Beteiligung daran ab. Mit dabei sind als Mitglieder aktuell etwa zwei Dutzend Länder, unter anderem Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei.Trumps Absichten sind durchsichtig. Er will anerkannte internationale Gremien wie die UN, den Internationalen Währungsfonds, die Weltgesundheitsorganisation und die weltweiten Hilfsorganisationen aushungern und die Kontrolle über all diese internationalen Organisationen unter seine Kontrolle bringen. Ihm geht es dabei um dreierlei: 1. Bodenschätze, 2. Aufträge für die US-Wirtschaft und 3. persönlichen Ruhm und Anerkennung. Er will mit aller Gewalt den Friedensnobelpreis. Aber die Nobel-Stiftung konnte Trump noch nicht kaufen. Und die freie Welt muss diesen ganzen Bestrebungen des größenwahnsinnigen Rassisten Trump mit aller Entschlossenheit entgegentreten.
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219. Kings Schattenmann Jesse Jackson gestorben
02:01||Season 5, Ep. 219260219PC Der Schattenmann Jessy JacksonMensch Mahler am 19.02.2026Immer, wenn man über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung spricht, fällt ein Name: Dr. Martin Luther King jr., schwarzer Baptistenpastor und Märtyrer, der für die Bürgerrechtsbewegung lebte und 1968 starb. In den 60iger Jahren waren aber viele mehr engagiert, um die Rassentrennung zu überwinden. Da gab es Malcom X, der im Gegensatz zu King Gewalt befürwortete. Und nicht nur schwarze Menschen waren aktiv. Aus der Künstlerszene sind zum Beispiel Joan Baez und Bob Dylan zu nennen. Und, immer im Schatten von King, Jesse Jackson, ebenso wir King farbiger Pastor der Baptistenkirche in den USA. Als King erschossen wurde, führte vor allem Jesse Jackson sein Lebenswerk weiter. Er war das, was man einen Aktivisten nannte. Die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition schreibt: „Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen.“ Die Familie von Jackson sagt: „Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für die Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt“.1984 und 1988 bewarb sich Jackson um die Präsidentschaft in den USA. 1988 schloss er die Kampagne als Zweitplatzierter ab. Es sollte 20 weitere Jahre dauern, bis sich Jesse Jacksons Traum für die farbige Bevölkerung der Staaten erfüllte und Barak Obama ins weiße Haus einzog.Jesse Jackson ist Alter von 84 Jahren friedlich im Kreis seiner Familie in Chicago gestorben. Bitter, dass er in den letzten Jahren sein Lebenswerk wieder zerstört sehen musste, weil ein weißer Rassist die Herrschaft in den USA an sich gerissen hat.
218. Unsere Kinder paddeln sich um den Verstand
01:57||Season 5, Ep. 218260218PC Sorge um die Kinder und JugendlichenMensch Mahler am 18.02.2026Stimmt. Jede Zeit hatte ihre Herausforderungen. Vor allem für die Heranwachsenden. Aber die Kinder und Jugendlichen trifft es heute besonders hart und mit voller Wucht. Der Einzug der digitalen Medien in die Kinderzimmer. Die soziale Isolierung während Corona. Das Handy als ständiger Begleiter. Die nachlassende Face-to Face-Kommunikation. Die überforderten Eltern. Die Zukunftsängste wegen Klima, Krieg und schwächelnder Wirtschaft. Das ist schon ein Paket, das kaum zu tragen ist.Die Folgen: Essstörungen nehmen massiv zu. Social-Media wird zum Ratgeber in allen Lebenslagen. Das endlose Scrollen führt zu Schlafmangel, Selbstzweifeln, Cybermobbing, Verrohung und Realitätsverlust. Ratlos stehe ich vor dieser Landschaft. Ein wahres Horrorszenario. Was wird aus meinen vielen Enkeln und meinem Urenkel? Was rast da wie eine ungebremste Welle auf sie zu?Flüchten oder standhalten ist mal wieder gefragt. Flüchten möchte ich nicht – ich weiß auch gar nicht, wie das geht. Ich habe schließlich die Kinder nicht vom Klapperstorch entgegengenommen, sondern habe mich mit meiner Frau willentlich für Nachwuchs entschieden. Und damit eine Verantwortung auf meine Schultern geladen.Jetzt wird heiß ein Social Media Verbot nach australischem Vorbild diskutiert. Wo das Kind eigentlich schon in den Brunnen gefallen ist. Also tun wir alles dafür, dass wir das Kind aus dem Brunnen befreien. Zum Beispiel durch massive Aufstockung durch Hilfsangebote. Psychologisch, lebensbegleitend. Medienerziehung ist das weitere Gebot der Stunde. Wir haben es verbockt – also ist es unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, alles zu mobilisieren was wir können um Schadensbegrenzung zu betreiben.
217. Der freieste aller Freidenker
02:00||Season 5, Ep. 217260217PC Die Gedanken sind freiMensch Mahler am 17.02.2026Er war der »freieste aller Freidenker«, schreibt der Historiker Volker Reinhardt in seiner 2024 erschienenen Bruno-Biografie, ein »intellektueller Anarchist und Albtraum aller Orthodoxiewächter«. Heute vor 425 Jahren, am 17. Februar 1600, wurde Giordano Bruno, der das Universum für »unendlich« und religiöse Dogmen für »Eseleien« hielt, als »halsstarriger Ketzer« auf dem Scheiterhaufen verbrannt.»Mit größerer Furcht verkündet ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme!«: Mit diesen Worten soll Giordano Bruno auf das für ihn verhängnisvolle Urteil der »Heiligen Inquisition« am 8. Februar 1600 geantwortet haben. Neun Tage später wurde der vielgereiste, vielgerühmte, aber noch mehr gehasste Gelehrte, der durch seine fast achtjähriger Haft in den Kerken der katholischen Kirche körperlich gebrochen war, zum Campo de’ Fiori in Rom geführt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Das Bild des Gekreuzigten, das ihm kurz vor dem Tod hingehalten wurde, wies er mit Verachtung zurück.Was die römischen Inquisitoren damals nur erahnen konnten, hat Volker Reinhard in seiner detektivischen Arbeit zu Brunos Leben und Werk klar herausgestellt. Dabei wird deutlich, dass Brunos »kühne Parcours durch unbekannte Gedanken-Galaxien« immer mit konkreten Schlussfolgerungen verbunden waren, die darauf hinausliefen, »dass jede Art der Herrschaft gleichbedeutend ist mit der Ausbeutung des Volkes und dass die Kirche diesen Machtmissbrauch durch ihre pervertierte Lehre tatkräftig unterstützt.« Reinhards Fazit: »So tritt hinter dem kosmischen Visionär der politische Denker Giordano Bruno hervor, der sich mit den Missständen seiner Zeit kritisch auseinandersetzt und zu revolutionären Schlussfolgerungen für eine humanere Gesellschaft und einen gerechteren Staat gelangt.«
216. Was darf der Karneval?
01:40||Season 5, Ep. 216260216PC Intoleranz auch im Karneval nicht tolerieren Mensch Mahler am 16.02.2026Rosenmontag. Helau und Alaf! De Zuch kütt! Für den Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly ist Karneval mehr als Feiern, Tanzen und Saufen. «Der Karneval hat auch einen politischen Aspekt, der im Rheinland ganz besonders stark ist», sagte Tilly. «Narrenfreiheit heißt, dass man einmal im Jahr all denen, die es in unseren Augen verdienen, ungestraft die Meinung sagen darf.»In Deutschland sei es der Aufstieg der AfD, die versuche, den Staat lächerlich zu machen und zu delegitimieren. Dagegen müsse sich der Staat stärker wehren und seine liberalen Grundwerte verteidigen. Tilly fordert: «Wir müssen totalitär-autoritären Anwandlungen offensivbegegnen und dürfen diese nicht widerspruchslos dulden.»Tilly gestaltet seit 1984 die oft bissig-entlarvenden Mottowagen im Düsseldorfer Karneval, die häufig auch den russischen Präsidenten Putin zeigten. Für den diesjährigen Rosenmontagszug in Düsseldorf hat er auch wieder einen Toleranzwagen der Religionen gebaut. Ein Motiv: Der Patriarch der russisch orthodoxen Kirche und ehemalige KGB Agent Kyril I kniet vor dem Unterleib Putins in eindeutiger Szene. Aktuell läuft in Moskau ein Prozess gegen Tilly wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane. Einschüchtern lasse er sich davon nicht, sagte der Künstler. Die Anklage sei auch motivierend. «Sie zeigt: Satire wirkt und tut weh. Auch Despoten und Diktatoren.»
213. Leichtsinn wird teuer
02:02||Season 5, Ep. 213260213PC Leichtsinn wird teuer Mensch Mahler am 13.02.2026Auf den Kanarischen Inseln könnten sowohl Touristen als auch Einheimische künftig zur Kasse gebeten werden, wenn sie durch grob fahrlässiges Verhalten einen Rettungseinsatz auslösen. Die Regionalregierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das Geldstrafen vorsieht, wenn Rettungseinsätze durch Leichtsinn statt durch einen Unglücksfall ausgelöst werden.Fernando Figuereo, Generaldirektor für Notfälle der kanarischen Regierung, bestätigte gegenüber den Medien, dass der Entwurf für ein neues Gesetz zum Zivil- und Katastrophenschutz einen "Sanktionsmechanismus für Rettungseinsätze aufgrund von Unvorsichtigkeit" vorsieht. Ziel sei es, Menschen davon abzuhalten, Warnhinweise zu ignorieren und sich bewusst in Gefahr zu bringen."Wir sind überzeugt, dass jemand, der leichtsinnig handelt, auch dafür zahlen sollte", sagte Figuereo. "Es geht nicht darum, jemanden zu bestrafen, der unglücklich gestürzt ist, sondern um Fälle klarer Fahrlässigkeit. Diese Menschen riskieren nicht nur ihr eigenes Leben, sondern bringen auch die Retter in Gefahr."Als Beispiele nannte Figuereo:Badegäste, die trotz roter Flagge ins Meer gehenPersonen, die gesperrte Strandabschnitte betretenWanderer, die Wege benutzen, die wegen Unwetterwarnungen offiziell geschlossen wurden.Gerade auf den Kanaren kommt es regelmäßig zu Rettungseinsätzen in schwer zugänglichem Gelände oder auf offener See – oft mit erheblichem Aufwand. Dabei geht es auch um hohe Kosten. Allein eine Stunde Hubschraubereinsatz kostet laut Figuereo rund 2.000 Euro – zusätzlich zu den Personal- und Logistikkosten einer Rettung, welche sich schnell auf rund 6.000 Euro summieren. Bei längeren Suchaktionen können sich die Summen vervielfachen, so Figuereo.Nach Angaben der Verantwortlichen sind besonders häufig ausländische Urlauber in solche Vorfälle verwickelt.
212. Mutter muss eigenes Kind adoptieren
01:57||Season 5, Ep. 212260212PC Mutter ohne Rechte Mensch Mahler am 12.02.2026Wenn ein Kind in eine heterosexuelle Ehe hineingeboren wird ist es automatisch das Kind von Vater und Mutter. Auch dann, wenn der Mann nicht der biologische Vater ist. Das sollte nach dem Willen der Ampelkoalition auch für eine homosexuelle Ehe gelten. Im Koalitionsvertrag der Ampelregierung stand: „Wenn ein Kind in die Ehe zweier Frauen geboren wird, sind automatisch beide rechtliche Mütter des Kindes“. Alles in Ordnung, sollte man meinen. Aber im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wird das Thema nicht einmal erwähnt.Das hat zur Folge, dass die zweite Mutter ihr eigenes Kind adoptieren muss. Mit allen Schikanen in einem Prozess, der bis zu 18 Monate dauern kann. Bis dahin hat sie keine Rechte. Sie darf nicht einmal ihr Einverständnis für die Impfung ihres Kindes erteilen. Sie hat kein Sorgerecht für ihr Kind. Die zweite Mutter muss dem Jugendamt nachweisen, dass sie keine Vorstrafen hat und in einem Bericht an das Jugendamt sämtliche Stationen ihres Lebens offenlegen: Wie wird ihre Lebenspartnerschaft von ihrem Umfeld akzeptiert? Diese Fragebögen sind in höchstem Maße übergriffig. Der Witz schlechthin: Hätte die zweite Mutter ihr Geschlecht vor der Geburt des Kindes umwandeln lassen, wäre sie automatisch als Vater anerkannt worden mit Sorgerecht und allem anderen.Fazit: Die schwarz-rote Koalition beamt die Gleichstellung von queeren Personen ins vorige Jahrhundert zurück. Den sogenannten christlichen Parteien traue ich das ja ohne weiteres zu. Dass es aber dem Koalitionspartner SPD nicht aufgefallen ist, halte ich für einen Skandal. War man so geil auf die Regierungsverantwortung, dass man jede schwarze Kröte geschluckt hat? Klingbeil und seine Genossen werden mir immer suspekter.