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Besser lesen mit dem FALTER
#162 - Christoph Peters
Wann weiß man, dass sein Alkoholkonsum besorgniserregend ist? Diese Frage hat sich Christoph Peters schon lange nicht mehr gestellt. Bei ihm ging es nur noch darum, die Suchterkrankung vor seinen Angehörigen zu verbergen und vor sich selbst schönzureden. Irgendwann wusste er, so geht es nicht weiter und er begab sich in einen Entzug. Das war vor zwanzig Jahren und nun hat er über diese Erfahrung einen Roman geschrieben, der schonungslos mit seiner eigenen Geschichte abrechnet und uns mitten hineinführt, in das komplexe System des Alkoholismus.
Das Gespräch dreht sich um autofiktionales Erzählen, warum manche Geschichten viele Jahre brauchen, um geschrieben werden zu können und darüber, wie sehr man sich in seine Figuren hineinversetzt, ganz egal, ob sie real existieren oder ausgedacht sind.
Zu den Büchern in dieser Folge:
„Entzug“ von Christoph Peters
„Hauptsache kein Zeitgeist“ von Hayat Erdoğan
„Lebensversicherung“ von Kathrin Bach
„Mehr Leben als geplant“ von Veronika Peters
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163. #163 - Felicitas Prokopetz
34:50||Ep. 163Viktoria ist an einem Punkt im Leben, der sich richtig gut anfühlt. Die Tochter, die sie sehr jung bekommen hat, geht ihre eigenen Wege und sie hat endlich den Mut, ihren beruflichen Traum zu leben: Der Erforschung des Verhaltens von Rabenvögeln. Immer an ihrer Seite, ihre beste Freundin Helene, ohne diese hätte Viktoria weder ihre schwierige Kindheit noch die Jahre als Alleinerzieherin geschafft. Da verliebt sich Viktoria Hals über Kopf in einen Studenten, der ihr Sohn sein könnte und schon schwankt die Welt. Und als dann noch auch noch der Rabe, den sie vor einiger Zeit Hand aufgezogen hat, wieder zurückkehrt und seltsame Signale sendet, wird die Freundschaft von Helene und Viktoria auf eine harte Probe gestellt. Zu den Büchern in dieser Folge:„Schon schwankte die Welt“ von Felicitas Prokopetz„sterben üben“ von Katharina Feist-Merhaut
161. #161 - Nicole List
37:41||Ep. 161„Ich habe Angst vor Männern.“ Als Nicole List diesen Satz bewusst aussprach, war sie selbst überrascht, wie drastisch diese Aussage klingt. Sie beginnt dieser Angst nachzuspüren, sie zu hinterfragen und das Ergebnis ist ein beeindruckender Essay. Ausgehend von persönlichen Erlebnissen, führt sie uns vor Augen, was es heißt, in einer Welt aufzuwachsen und zu leben, die von und für Männer gemacht ist. Im Podcast phantasieren wir über ein angstfreies Leben für alle und überlegen, was es dafür brauchen würde.Zu den Büchern dieser Folge:„Angst vor Männern“ von Nicole List„Co“ von Rina Schmeller„Yesteryear“ von Caro Claire Burke
160. #160 - Lukas Matzinger
37:34||Ep. 160In dieser Folge ist Falter-Redakteur und Autor Lukas Matzinger zu Gast. Im Gepäck hat er nicht nur sein neues Buch „Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht“, sondern auch allerlei Erzählungen von einer abenteuerlichen Reise.Der Falter-Redakteur beantragte unbezahlten Urlaub, aus der geplanten kleinen Auszeit wurde ein ganzes Jahr. Gemeinsam mit der Journalistin und Fotografin Olivia Wimmer, die die Fotos für das Buch geknipst hat, ist er mit einem 40 Jahre alten VW-Bus 35.000 Kilometer durch elf Länder bis nach China gefahren – und das, obwohl er sich selbst nicht gerade als als Abenteuerreisenden bezeichnen würde.Im Podcast spricht er mit Host Petra Hartlieb über die größten Überraschungen, Momente der Angst und Verzweiflung und darüber, warum die beiden Österreich nun noch mehr lieben.
159. #159 - Anna Silber
29:20||Ep. 159Passend zum Gedenkmonat Mai ist die Autorin Anna Silber zu Gast. Ihr neues Buch „Wie die Hasen“ spielt in einem kleinen Dorf im Mühlviertel, in dem Lisas geliebte und verehrte Oma Paula als Jugendliche mitgeholfen hat, einen geflohenen russischen Zwangsarbeiter auf dem elterlichen Hof zu verstecken.Dieses Ereignis hat ihr ganzes Leben geprägt: Als Zeitzeugin in Schulen, als Ehrengast anlässlich jeder Gedenkfeier im KZ Mauthausen erinnert sie an die Gräueltaten der sogenannten „Mühlviertler Hasenjagd“. Doch plötzlich bringt Paula alles ein wenig durcheinander.Im Gespräch versucht Petra Hartlieb mit Anna Silber der Frage nachzugehen: Was wird aus der Erinnerung, wenn die letzten ZeitzeugInnen entgleiten?Hier geht's zu den Bücher dieser Folge:„Wie die Hasen“ von Anna Silber
158. #158 - Shelly Kupferberg
37:57||Ep. 158Die abenteuerliche Geschichte ihres jüdischen Großonkels „Isidor“ wird gerade am Akademietheater aufgeführt, im Podcast ist Shelly Kupferberg mit ihrem neuen Buch „Stunden wie Tage“ zu Gast.Wer war die geheimnisvolle alte Frau, die jahrelang in Hauspantoffeln und abgerissenem Mantel, mit verfilztem Haar durch Berlin Schöneberg gewandert ist? Was hat das mit einem Mietshaus in Berlin, der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ und Zivilcourage zu tun, und warum aus dem unglaublichen Stoffe ein Roman und kein Sachbuch geworden ist, bespricht Shelly Kupferberg im Podcast mit Petra Hartlieb.Hier geht's zu den Bücher dieser Folge: „Stunden wie Tage“ von Shelly Kupferberg„Wien – Berlin. Wo die Moderne erfunden wurde“ von Jens Wietschorke„Die Kunst des Mittagsschlafs“ von Thierry Paquot
157. #157 - Amelie Fried
31:58||Ep. 157In der neuen Folge des FALTER-Buchpodcasts ist die Bestsellerautorin Amelie Fried mit ihrem Buch „Eine von uns“ zu Gast. Der Roman handelt vom tiefen sozialen Absturz von Nelly, einer „Momfluencerin“, die ihr Leben als Mutter und Hausfrau in den Sozialen Medien inszeniert. Nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemanns muss sie sich neu orientieren – und ein Leben abseits von Luxus und Konsum auf die Beine stellen.Amelie Fried schreibt laut ihrer eigenen Definition „Unterhaltung“. Die Unterscheidung zwischen Unterhaltung und Kultur wird besonders im deutschsprachigen Raum wichtig genommen und kocht immer wieder hoch. Wer nach welchen Kriterien entscheidet, was zu welchem Genre gehört und warum sie kein Problem mit dem Label „Unterhaltung“ hat, bespricht Amelie Fried mit Petra Hartlieb„Eine von uns“ ist im faltershop erhältlich
156. #156 - Robert Menasse
45:29||Ep. 156Im Buchpodcast „Besser lesen mit dem FALTER“ ist Robert Menasse mit seinem neuen Buch, „Die Lebensentscheidung“ zu Gast.Die Novelle erzählt von Franz Fiala, der aus Frust über die Bürokratie seinen guten Job bei der Europäischen Kommission knapp vor der Pensionierung hinwirft, nicht ahnend, dass dies nicht die einzige Lebensentscheidung sein wird, die er nun treffen muss. Zu den Büchern dieser Folge:"Die Lebensentscheidung" von Robert Menasse"Goldstrand" von Katerina Poladjan"Zukunftsmusik" von Katerina Poladjan
155. #155 - Vladimir Vertlib
42:07||Ep. 155Zu Gast bei Petra Hartlieb ist der Schriftsteller Vladimir Vertlib. In seinem Roman „Der Jude und die Kaiserin“ erzählt er von einem jüdischen Leibarzt, der seine Herkunft verbergen muss, von einer mutigen Hebamme aus der Judenstadt und von einer Herrscherin zwischen persönlichem Leid und politischer Verantwortung.