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Berlin Booth

Berliner Clubsterben, Demoraves und die Entstehung von Berlin Booth

Season 1, Ep. 20

Sind Berlin und seine Clubkultur ewige Sorgenkinder? Aktuell scheint das so zu sein. In der Stadt häufen sich seit Corona die Schließungen von Clubs. Die Wilde Renate wird wohl zu Ende 2025 schließen müssen, denn der Eigentümer hat den Mietvertrag nicht verlängert. Aufgeben wollen die Betreiber allerdings nicht. Das ://about blank kämpft seit Jahren gegen den Ausbau der A100 an.


Schlimmer steht es aber um das Watergate.Der Club mit seinem legendären Blick auf die Spree und dem farbenprächtig illuminierten Dancefloor schließt 2024, weil Grundsätzliches – etwa Mieten, Energiekosten und Personalkosten - in der Stadt teurer geworden ist und dem Club auch immer stärker die Gäste wegbleiben.


Was ist also dran am Clubsterben und warum haben Max und Martin sich diesmal gemeinsam auf die Couch gesetzt? Das und einiges mehr zu den Themen Clubsterben, Ravekultur und Demoraves erfahrt ihr in dieser Folge Berlin Booth.


Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger

Moderation: Max Finger, Martin Daßinnies

Kamera / Ton: Floris Morlok, Marcus Kempe

Postproduktion: Leo Prüfer

Grafik: Cleo Beater, Florian Springfeldt


Berlin Booth ist eine Produktion von KiVVON.

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  • 75. GHOST DE über Lost Places, Bunker-Raves und Eigeninitiative im Techno

    39:03||Season 1, Ep. 75
    Wie feiern, wenn es weder erlaubt ist noch einen geeigneten Ort gibt? Diese Frage erscheint heute paradox. Während der Corona-Pandemie war sie bittere Realität. GHOST DE hat in dieser Zeit das Kollektiv Kinder der Nacht mitbegründet, um Raum für sich, seine Musik und Gleichgesinnte zu schaffen. Heute pendelt GHOST DE zwischen Berlin und Brandenburg und hat sich von semi-illegalen Partys in Lost Places und verfallenen Industrieruinen in den regulären Berliner Clubbetrieb gespielt. Berlin Booth sprach mit ihm über Eigeninitiative im Underground, die Partyszene Brandenburgs und den Charme des Verfallenen. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 74. DJ und Experience Creator Isis Lutz über authentische Partys, Dosenstechen und Techno-Zähne

    46:13||Season 1, Ep. 74
    Festival- und Floor-Hosting, Event-Management, diverse Mottopartys in der Renate, im Kater, im Ritter Butzke, Jobs auf Festivals wie dem Garbicz, Feel, dem Melt und zahlreiche selbst organisierte Festivals: Diese Liste lässt sich ganz entspannt erweitern, denn Isis Lutz ist seit langem in Berlin keine Unbekannte in der Partyszene der Stadt. Mit ihrer Partyreihe, den Berliner Techno-Zähnen, hat sie eine Projekt gegründet, das gleichermaßen Partykultur feiert und Spenden für Zahnärzte ohne Grenzen e.V. sammelt und damit ziemlich typisch für die DIY-Attitüde Berlins ist. Die Idee für diese Party entststand aus einem kleineren Unfall auf der Tanzfläche. #zahnausschlagen Berlin Booth hat sich mit Isis Lutz darum über Scheitern und Aufstehen, die Gestaltung von Mottopartys, Konfetti auf der Tanzfläche, Authentizität in der Clubwelt und übers Dosenstechen unterhalten. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 73. Mischa Fanghaenel über seine Arbeit als Bouncer, verschwommene Bildwelten und die Freiheit der Nacht

    47:45||Season 1, Ep. 73
    Selten ist ein Gesicht hinter der Kamera so sichtbar wie Mischa Fanghaenels. Er ist seit über zwei Jahrzehnten Fotograf und vielen Clubgänger*innen zugleich als Bouncer bekannt. Fanghaenel ist eine der Personen, die an der Tür Ja oder Nein sagen. Aber auch eine derer, die die Partys im Club zu dem machen, was sie sind: nicht vergleichbar.Fotografie und Nachtleben – das ist für Fanghaenel ein Match. Denn wo findet sich so viel Diversität wie in der Clubwelt? Berlin Booth hat sich deshalb mit ihm über seine Arbeit als Türsteher und Fotograf, die Schönheit des Berliner Clublebens und die Freiheit der Nacht unterhalten.Moderation : Martin DaßinniesRedaktion: Martin DaßinniesKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 72. Pauli Pocket über ihr Aufwachsen in der Clubszene, Role Models und das sich wandelnde Berlin

    01:02:19||Season 1, Ep. 72
    Man wird nur einmal volljährig im Leben. Pauli Pocket hat diese Realität mit ihrer Karriere als DJ erfolgreich widerlegt. Anfang Januar feierte sie ihr 18-jähriges Jubiläum als DJ und Musikerin. Als Kind der 90er Jahre ist das eine außergewöhnliche Leistung. Denn Pauli Pocket hat früh angefangen. Mit 14 das erste Mal im Club, danach ging es ziemlich schnell mit dem Auflegen los. Mit 17 zog sie nach Berlin, um mit Anfang 20 bereits Resident im Kater zu sein. Entsprechend viel kann die Musikerin über die hiesige Szene erzählen.Berlin Booth hat sich mit ihr über darum ihren Start in die Clubwelt, die Relevanz von Role Models und die Diversität der Szene, ihr Aufwachsen in Rostock, Berlin und ihren Umzug nach Hamburg unterhalten.Moderation: Max FingerRedaktion: Martin Daßinnies / Max FingerKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 71. Line über Wahlfamilien, Gäste mit Attitüde und den Abschied vom Schwuz

    42:31||Season 1, Ep. 71
    Die Clubwelt verspricht vieles: Eskapismus, Exzess, ein kurzes Abtauchen aus dem Alltag. Doch bevor die Nacht beginnt, wartet oft der kritischste Moment – Einlass und Kasse, jener Flaschenhals, der gerade in Berlin Ehrfurcht auslöst. Für Line ist dieses Ritual jedoch nur Randnotiz.Was Clubnächte wirklich trägt, sagt sie, ist die Community selbst: Freundinnen, Weggefährtinnen, Wahlfamilien. Menschen, die sich im Kosmos der Clubs immer wieder begegnen und für viele weit mehr bedeuten als bloße Bekanntschaften.Line kennt man – zumindest, wenn man im Schwuz oder im Sisyphos schon einmal in der Schlange stand. Als freundliches Gesicht an der Kasse, aber auch hinter den Kulissen, wo sie in der Künstlerbetreuung arbeitet. Berlin Booth hat mit ihr darum über Gäste mit Attitüde, den sozialen Kern der Clubszene und das Ende des Schwuz gesprochen.Moderation: Martin DaßinniesKamera / Ton: FlorisMorlok Postproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 70. Steven Shade über Kommerz, Underground und Politik in der Techno-Szene

    54:24||Season 1, Ep. 70
    Steven Shade setzt in seiner Kunst auf Groove und Soul. In seiner Arbeit als Labelchef von Live from Moon begleitet er Künstler*innen unnachgiebig in ihrer Schaffenskraft. Diese Kombination und vor allem seine Langlebigkeit in der deutschen Elektro-Szene machen ihn zu einem nahezu perfekten Gesprächspartner. Hinzu kommt, dass das Herz des Musikers und Produzenten sowohl für den Underground – er hat mit illegalen Raves angefangen – als auch für die kommerzielle Clubkultur schlägt. Berlin Booth hat sich mit ihm über die schwierige Abgrenzung zwischen Underground und Kommerz, politische Haltung, Meilensteine für junge Künstler*innen und DJs sowie die Komplexität des israelisch-palästinensischen Konflikts unterhalten, der die Szene in Deutschland auf besondere Weise belastet. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 69. Armin Mostoffi über die Liebe zum Rave, 90er Techno und die Silvesterdemo in Berlin

    54:18||Season 1, Ep. 69
    Wenn es in den 1990er-Jahren irgendwo in der Bundesrepublik um Techno ging, dann war Armin Mostoffi als Event-Manager (u. a. Loveparade, Frontpage-Clubtouren) garantiert dabei. Mostoffi ist ein Kind des Techno und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Techno zur Jugendkultur entwickelt hat. Mit welcher Leidenschaft er seine Arbeit bis heute betreibt, zeigt er aktuell beim Projekt „We are Berlin“, das für 2025/26 eine große Silvesterdemo am Brandenburger Tor plant und die obligatorische Party ersetzen soll. Berlin Booth sprach mit Armin Mostoffi über seine Liebe zum Rave, Techno als Jugendkultur, Berliner Kulturpolitik und selbstverständlich über die geplante Silvesterparty. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 68. John von Das Techno Team über Techno Basics, Cringe-Momente und die religiöse Aura des Berghains

    49:11||Season 1, Ep. 68
    Clubkultur ist Tanzkultur. Ravekultur ist Körperbewegung. Die einen finden sich in der Gleichförmigkeit der Feiernden wieder; für andere ist die Bewegung zur Musik ein Ausdruck von Individualität. Für John Fick von Das Techno Team hat der Tanz etwas Existentialistisches. Er selbst hat lange als Profitänzer an Wettkämpfen teilgenommen und in Berlin anderen als Tanzlehrer Choreographien und Bewegungsabläufe beigebracht. Dann – um es kurz zu fassen – traten Techno und das Berghain in sein Leben. Die Frage, was das Tanzen in einer Clubumgebung mit Körper und Geist machen kann, verändert den Blick. Das Ergebnis ist das sehr erfolgreiche Projekt "Das Techno Team" mit seinem Partner Maki Solomon. Berlin Booth hat sich mit John Fick darum über TikTok-Tänze, Cringe-Momente, Tanz als Form des freien Ausdrucks und über die religiöse Aura des Berghains unterhalten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 67. C4RLOTTA über sportliche Disziplin, Vinyl Digging und Identität im Nachtleben

    49:28||Season 1, Ep. 67
    Für C4RLOTTA waren die vergangenen Jahre ein Spiel aus Spannung und Kontrasten. In der Berliner Szene macht sie sich derzeit als Künstlerin und Vinyl-DJ einen Namen. Zuvor jedoch schrieb sie ein völlig anderes Kapitel: als Leistungssportlerin im deutschen Ruderteam, das sie bis zu den Olympischen Spielen in Tokio führte.An Willenskraft mangelt es ihr also nicht – ebenso wenig an der Lust aufs Record Digging. Doch was bringt jemanden dazu, eine etablierte Sportkarriere hinter sich zu lassen, um sich in ein neues kreatives Leben zu stürzen? Und welche Spuren der Spitzensportlerin prägen bis heute die House-DJ?Berlin Booth hat mit C4RLOTTA darum über Clubs als identitätsstiftende Räume gesprochen – über die Magie des Record Diggens, Vinyl-DJing und die Frage, wie man sich im Nachtleben selbst finden kann.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Marcus KempePostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!