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71. Line über Wahlfamilien, Gäste mit Attitüde und den Abschied vom Schwuz
42:31||Season 1, Ep. 71Die Clubwelt verspricht vieles: Eskapismus, Exzess, ein kurzes Abtauchen aus dem Alltag. Doch bevor die Nacht beginnt, wartet oft der kritischste Moment – Einlass und Kasse, jener Flaschenhals, der gerade in Berlin Ehrfurcht auslöst. Für Line ist dieses Ritual jedoch nur Randnotiz.Was Clubnächte wirklich trägt, sagt sie, ist die Community selbst: Freundinnen, Weggefährtinnen, Wahlfamilien. Menschen, die sich im Kosmos der Clubs immer wieder begegnen und für viele weit mehr bedeuten als bloße Bekanntschaften.Line kennt man – zumindest, wenn man im Schwuz oder im Sisyphos schon einmal in der Schlange stand. Als freundliches Gesicht an der Kasse, aber auch hinter den Kulissen, wo sie in der Künstlerbetreuung arbeitet. Berlin Booth hat mit ihr darum über Gäste mit Attitüde, den sozialen Kern der Clubszene und das Ende des Schwuz gesprochen.Moderation: Martin DaßinniesKamera / Ton: FlorisMorlok Postproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
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70. Steven Shade über Kommerz, Underground und Politik in der Techno-Szene
54:24||Season 1, Ep. 70Steven Shade setzt in seiner Kunst auf Groove und Soul. In seiner Arbeit als Labelchef von Live from Moon begleitet er Künstler*innen unnachgiebig in ihrer Schaffenskraft. Diese Kombination und vor allem seine Langlebigkeit in der deutschen Elektro-Szene machen ihn zu einem nahezu perfekten Gesprächspartner. Hinzu kommt, dass das Herz des Musikers und Produzenten sowohl für den Underground – er hat mit illegalen Raves angefangen – als auch für die kommerzielle Clubkultur schlägt. Berlin Booth hat sich mit ihm über die schwierige Abgrenzung zwischen Underground und Kommerz, politische Haltung, Meilensteine für junge Künstler*innen und DJs sowie die Komplexität des israelisch-palästinensischen Konflikts unterhalten, der die Szene in Deutschland auf besondere Weise belastet. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
69. Armin Mostoffi über die Liebe zum Rave, 90er Techno und die Silvesterdemo in Berlin
54:18||Season 1, Ep. 69Wenn es in den 1990er-Jahren irgendwo in der Bundesrepublik um Techno ging, dann war Armin Mostoffi als Event-Manager (u. a. Loveparade, Frontpage-Clubtouren) garantiert dabei. Mostoffi ist ein Kind des Techno und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Techno zur Jugendkultur entwickelt hat. Mit welcher Leidenschaft er seine Arbeit bis heute betreibt, zeigt er aktuell beim Projekt „We are Berlin“, das für 2025/26 eine große Silvesterdemo am Brandenburger Tor plant und die obligatorische Party ersetzen soll. Berlin Booth sprach mit Armin Mostoffi über seine Liebe zum Rave, Techno als Jugendkultur, Berliner Kulturpolitik und selbstverständlich über die geplante Silvesterparty. Moderation: Martin Daßinnies Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
68. John von Das Techno Team über Techno Basics, Cringe-Momente und die religiöse Aura des Berghains
49:11||Season 1, Ep. 68Clubkultur ist Tanzkultur. Ravekultur ist Körperbewegung. Die einen finden sich in der Gleichförmigkeit der Feiernden wieder; für andere ist die Bewegung zur Musik ein Ausdruck von Individualität. Für John Fick von Das Techno Team hat der Tanz etwas Existentialistisches. Er selbst hat lange als Profitänzer an Wettkämpfen teilgenommen und in Berlin anderen als Tanzlehrer Choreographien und Bewegungsabläufe beigebracht. Dann – um es kurz zu fassen – traten Techno und das Berghain in sein Leben. Die Frage, was das Tanzen in einer Clubumgebung mit Körper und Geist machen kann, verändert den Blick. Das Ergebnis ist das sehr erfolgreiche Projekt "Das Techno Team" mit seinem Partner Maki Solomon. Berlin Booth hat sich mit John Fick darum über TikTok-Tänze, Cringe-Momente, Tanz als Form des freien Ausdrucks und über die religiöse Aura des Berghains unterhalten. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
67. C4RLOTTA über sportliche Disziplin, Vinyl Digging und Identität im Nachtleben
49:28||Season 1, Ep. 67Für C4RLOTTA waren die vergangenen Jahre ein Spiel aus Spannung und Kontrasten. In der Berliner Szene macht sie sich derzeit als Künstlerin und Vinyl-DJ einen Namen. Zuvor jedoch schrieb sie ein völlig anderes Kapitel: als Leistungssportlerin im deutschen Ruderteam, das sie bis zu den Olympischen Spielen in Tokio führte.An Willenskraft mangelt es ihr also nicht – ebenso wenig an der Lust aufs Record Digging. Doch was bringt jemanden dazu, eine etablierte Sportkarriere hinter sich zu lassen, um sich in ein neues kreatives Leben zu stürzen? Und welche Spuren der Spitzensportlerin prägen bis heute die House-DJ?Berlin Booth hat mit C4RLOTTA darum über Clubs als identitätsstiftende Räume gesprochen – über die Magie des Record Diggens, Vinyl-DJing und die Frage, wie man sich im Nachtleben selbst finden kann.Redaktion: Martin Daßinnies, Max FingerModeration: Martin DaßinniesKamera / Ton: Marcus KempePostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
66. Frederic. über die Anfänge von selected, den besonderen Vibe des R.SO und Boiler Room-Kritik
42:10||Season 1, Ep. 66Angefangen hatte alles 2015 mit der Organisation einer Geburtstagsparty. 10 Jahre später ist der DJ, Producer und Veranstalter Frederic. mit seiner [selected]-Crew eine feste Instanz in der Berliner Clubwelt. Frederic. kuratiert Veranstaltungen, legt national und international auf und ist zudem im Berliner R.SO und der Grellen Forelle in Wien Resident. Zwei seiner absoluten Lieblingsclubs. Im Interview mit Berlin Booth erzählt Frederic. was gerade diese beiden Clubs aus seiner Sicht ausmacht, was er sich in Berlin für frischen Wind in Bezug auf die Berliner Clublandschaft wünschen würde und wie er mit Kritik an seinem Boiler Room-Debüt umgegangen ist. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Max Finger Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer
65. Biesmans über erste Gigs, reparierte Synthesizer und Clubkultur in Zeiten des Krieges
43:57||Season 1, Ep. 65DJ, Produzent, Sounddesigner und Techniker – Joris Biesmans vereint viele Rollen in einer Person. Diese Vielseitigkeit prägt den Belgier seit Jahren und macht ihn zu einem der spannendsten Akteure der elektronischen Musikszene in Berlin. Biesmanns Karriere ist eng mit dem legendären Berliner Club Watergate verknüpft, wo er als Soundtechniker begann und sich bald zu einem der prägenden Residents und Gesichter des 2024 geschlossenen Clubs entwickelte. Mit der Schließung des Watergate endete für Biesmans ein wichtiges Kapitel. Im Gespräch mit Berlin Booth erzählt er von seinen ersten Auftritten in belgischen Clubs, von Berlin als sich wandelnder Heimat, über Reisen nach Mexiko, den Balanceakt zwischen Karriere und Familie – und darüber, warum Clubs und Nachtleben gerade in kriegsgeprägten Städten wie Kiew so wichtig sind. Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Marcus Kempe Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
