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Wunderwesen - feministische Fragen in Kunst, Kultur und Wissenschaft


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  • 19. Lebenssorge

    57:29
    In dieser Episode begeben wir uns auf eine faszinierende philosophische Reise in die Tiefen der Lebenssorge - jenen unsichtbaren Bereich zwischen Arbeit und Liebe. Wir erforschen, wie soziale Ungleichheit historisch mit der Sorgearbeit verwoben war und warum ihre Last und ihr Nutzen zwischen verschiedenen Gruppen - Mann und Frau, Herr und Knecht, eigenen und fremden Leuten - so ungleich verteilt waren und immer noch sind.Gemeinsam mit Cornelia Klinger tauchen wir in die philosophische Betrachtung dieses wichtigen Themas ein. Doch bevor wir das Schatzkästchen voller Erkenntnisse öffnen, lasst uns zusammen eine Tasse Tee genießen und es uns auf dem Sofa gemütlich machen. In dieser "philosophie dans le boudoir" ist Platz für einen kritischen Blick auf de Sade, genauso wie für Dagobert Duck und Daniel Düsentrieb. Seid also bereit für eine unterhaltsame und vielleicht auch ein wenig eigenwillige Reise!Gastinfo:Cornelia Klinger ist eine international anerkannte Philosophin und außerplanmäßige Professorin für Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Politische Philosophie, Gesellschaftstheorie und Kulturphilosophie. Sie hat die feministische Philosophie in Deutschland entscheidend mit geprägt. Momentan arbeitet sie an zwei Büchern, die sich beide mit dem Thema Care befassen: „Die andere Seite der Liebe. Das Prinzip Lebenssorge in der Moderne“ und „Geld oder Leben – Sorge und Sorgearbeit im Kapitalismus“ mit Brigitte Aulenbacher und Tine Haubner.Lesetipps und Quellenangaben:Die andere Seite der Liebe. Das Prinzip Lebenssorge in der Moderne. Frankfurt: Campus (im Erscheinen)mit Brigitte Aulenbacher und Tine Haubner: Geld oder Leben – Sorge und Sorgearbeit im Kapitalismus. Weinheim / Basel: BeltzJuventa (im Erscheinen).http://portal-intersektionalitaet.de/theoriebildung/ueberblickstexte/klinger/https://www.deutschlandfunkkultur.de/philosophin-cornelia-klinger-100.htmlTimestamps: 04:14 Das Prinzip der Lebenssorge12:51 Care als philosophisches Problem sichtbar machen15:18 Der Hausvater23:26 Care Krise war immer!30:05 Feministische Philosophie42:13 Ist das Patriarchat am Ende?40:23 Dualismenbildung im abendländischen DenkenAbonniert Wunderwesen in euren Podcatchern und lasst eine Bewertung da. Auch über Feedback und Vorschläge freuen ich mich.Folgt den wunder.wesen auf Instagram

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  • 18. caring masculinities - Vater sein und Männlichkeit

    32:52
    Wie kann Care in Konzepte von Männlichkeit integriert werden? Im zweiten Teil geht es unter anderem um aktive Vaterschaft, hegemoniale, komplizenhafte und marginalisiert Männlichkeit und caring masculinites. Gastinfo:Dr. Anna Buschmeyer ist seit 2014 wissenschaftliche Referentin in der Arbeitsstelle Gender des Deutschen Jugendinstituts e. V. Dort berät, koordiniert und initiiert sie Forschungsprojekte mit Genderbezügen.Außerdem forscht sie seit Jahren zu Männern und Männlichkeit, zu Vaterschaft, Care-Arbeit und auch zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Also alle möglichen Themenfelder, wo Familie und Genderforschung zusammenkommen.Lesetipps und Quellenangaben:Website Deutsches JugendinstitutCare Macht MehrRaewyn Connell Der gemachte Mann Hegemoniale MännlichkeitTimestamps: 01:59 Aktive Vaterschaft03:06 Rollenbilder und Männlichkeit03:26 Hegemoniale Männlichkeit05:26 caring masculinities07:09 Männer im Erzieherberuf11:42 Zwischen Vorbild und Verdacht14:05 Wenn Väter alleine verantwortlich sind hat das einen langfristigen Effekt16:59 Haushalt und Familie ist erlernbar und nicht vom Geschlecht abhängig19:46 Werdet aktiv!22:17 Hat die Pandemie uns zurückgeworfen?24:48 Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auch für die Väter ein Thema25:36 Vision27:43 Paare befähigen über diese Themen zu sprechenAbonniert Wunderwesen in euren Podcatchern und lasst eine Bewertung da. Auch über Feedback und Vorschläge freuen ich mich.Folgt den wunder.wesen auf Instagram
  • 17. Paaapaaa - Vatersein und Männlichkeit

    30:46
    Vater sein – was heißt das heute? Im ersten Teil des Gesprächs mit Anna Buschmeyer unterhalten wir uns darüber, wie wichtig die Perspektive auch auf die Männer in der Geschlechterforschung ist. Über veränderte Vorstellungen von Vaterschaft, was Equal Care wirklich bedeutet und wie viel sich noch tun muss, damit gleichberechtigte Erziehungs- und Care-Arbeit gesellschaftliche Realität werden kann.Preview: Im zweiten Teil geht es unter anderem um aktive Vaterschaft, komplizenhafte Vaterschaft und Caring-Masculinity.   Gastinfo: Dr. Anna Buschmeyer ist seit 2014 wissenschaftliche Referentin in der Arbeitsstelle Gender des Deutschen Jugendinstituts e. V. Dort berät, koordiniert und initiiert sie Forschungsprojekte mit Genderbezügen.Außerdem forscht sie seit Jahren zu Männern und Männlichkeit, zu Vaterschaft, Care-Arbeit und auch zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Also alle möglichen Themenfelder, wo Familie und Genderforschung zusammenkommen.Lesetipps und Quellenangaben:Website Deutsches JugendinstitutCare Macht Mehr  Timestamps: 02:46 Begrüßung. 03:39 Geschlechterforschung mit der Perspektive auf Männer05:11 Ist Care Arbeit immer noch ungleich verteilt?05:47 Wie hat sich Vaterschaft verändert?11:37 Welchen Vorurteilen begegnen Väter?13:47 Idealisierung von Mutter- und Vaterbildern15:01 Weniger klare Leitbilder für Vaterschaft.17:14 Care Arbeit braucht Anerkennung und Sichtbarkeit und muß gerecht verteilt werden!21:19 Ungleich verteilte Care Arbeit erzeugt Altersarmut bei Frauen26:01 Forschungsprojekt 3 Generationen VäterAbonniert Wunderwesen in euren Podcatchern und lasst eine Bewertung da. Auch über Feedback und Vorschläge freuen ich mich.Folgt den wunder.wesen auf Instagram
  • 16. Family Flux - wie Familie sich verändert

    01:00:47
    Mit Dr. Karin Jurczyk nehme ich den Familienbegriff und die schwierigen Realitäten der Familienpolitik unter die feministische Lupe. Familie ist in den Köpfen der meisten der Inbegriff des Hortes der Glückseeligkeit. Eine überhöhte Idee, die mit vielen Erwartungen aufgeladen ist. Diese Erwartungen engen alle Beteiligten ein und führen zur Überlastung der Kleinfamilie, die auch politisch alleine gelassen wird. Rollenbilder festigen sich, Hierarchien werden geschaffen, die Arbeit ist ungleich verteilt und ungleich bezahlt. Viele Menschen wollen aber Familie nicht hierarchisch, sondern gleichberechtigt leben. Sie wollen sich Erwerbsarbeit und Sorgearbeit gerecht teilen und brauchen dafür auch politische Unterstützung.Wir sprechen in der Folge darüber, was für Ideen von Familie es gibt und wie sich diese Vorstellungen verändert haben. Den enormen Perfektionsdruck auf die Kleinfamile. Über Doing und Un-Doing Family, also die Herstellungsleitung von Familie und die manchmal notwendige Trennung der Familienbande. Und Karin Jurczyk erzählt wie das Optionszeitenmodell unser Arbeits- und Familienleben verändern könnte und durch „atmende Lebensläufe“ unter anderen Aspekten auch die Sorgearbeit zu einer gewürdigten, gerecht geteilten und bezahlten Tätigkeit machen könnte.   Gastinfo: Dr. Karin Jurczyk ist Soziologin, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik und mit Initiatorin der Initiative Care macht mehr. Bis 2019 leitete sie die Abteilung für Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut. Momentan arbeitet sie am Konzept des Optionszeiten-Modells, das atmende Lebensläufe zulässt und damit gleichberechtigte Teilhabe an Care Arbeit ermöglichen soll.Lesetipps und Quellenangaben:Website von Dr. Karin Jurczyk: https://karinjurczyk.de/David H.J. Morgan: Rethinking Family Practices, Palgrave Macmillan, 2011Adenauer: „Kinder kriegen die Leute immer“Finch, Janet. (2007). Displaying Families. Sociology-the Journal of The British Sociological AssociationDeutsche Gesellschaft für ZeitpolitikInitiative Care Macht Mehr: https://care-macht-mehr.com/ Timestamps:02:47 Begrüßung. Illusion der Normalfamilie. Wie hat Familie sich verändert?09:10 Druck und Überlastung der Kleinfamilie13:43 Liebe ist die neue Religion16:10 Hoher Preis des traditionellen Familienbildes20:10 Neue Konzeption von Männlichkeit und Mütterbild22:02 Wir dürfen den Familienbegriff nicht dem rechten Lager überlassen.23:43 Carezentrierter Familienbegriff24:48 Doing Family33:44 Illusion der Familie als Hort der Glückseligkeit34:22 Hierarchische Strukturen bergen Gewalt und Unterdrückung36:50 Widersprüche in der Familienpolitik44:07 Was können wir tun?45:49 Das Präfix-Spiel46:48 Das Optionszeitenmodell für atmende Lebensläufe58:57 Familie ist kein starres Konzept.Abonniert Wunderwesen in euren Podcatchern und lasst eine Bewertung da. Auch über Feedback und Vorschläge freuen ich mich.Folgt den wunder.wesen auf Instagram
  • 15. Life is not a competition, but I’m winning

    59:14
    Julia Fuhr Mann erzählt über ihren Dokumentarfilm „Life is not a competition, but I’m winning. Der Film beschäftigt sich mit der Auflösung der Rollenbilder im Leistungsport. Wir sprechen über Sportler*innen, die aufgrund ihres „unpassenden“ Geschlechts aus der Geschichte des Sports, trotz ihrer Leistungen verschwinden, oder gar nicht teilnehmen dürfen. Über Queer Cinema und female gaze. Erzählformen abseits der klassischen Heldenreise. Die Vorteile eines Kollektivs im Gegensatz zur „Egoshow“. Außerdem sprechen wir über „Poor Things“ von Yorgos Lanthimos, der sehr widersprüchliche Reaktionen erzeugt. Und Julia empfiehlt „Knochen und Namen“ von Fabian StummGastinfo:Julia Fuhr Mann hat Philosophie, Literatur und Soziologie studiert, anschließend an der Hochschule für Film und Fernsehen in München Dokumentarfilm. Julia hat als Kurator*in für das feministische Filmfestival Bimovie gearbeitet, die Filmgruppe Lust und Krise mitbegründet und ist Teil der Queer Media Society. Außerdem spielt sie in der Band Baby DeluxeIhr Kurzfilm Riot not Diet wurde auf mehr als 60 Filmfestivals weltweit gezeigt und hat zahlreiche Preise gewonnen. Die Dokumentation Life is not a competition, but I’m winning war auf dem Internationalen Filmfest in Venedig 2023 zu sehen und ist in selben Jahr in drei Kategorien beim First Steps Award nominiert.Lesetipps und Quellenangaben:Website von Julia FuhrmannZum den Filmterminen beim Verleih CineglobalLaura Mulvey: Visual Pleasure and Narrative Cinema, Palgrave Macmillan, London 1975 Framing der Filmpodcast: #5 Berlinale is not a competition, but Tricia Tuttle is winning„Knochen und Namen“ von Fabian StummAngelica Jade Bastién: "Is Poor Things the Best We Can Do for Female Sexuality On Screen?“ VultureTimestamps:02:16 Begrüßung06:13 Die Gruppe als Protagonist*in 09:56 Lina Radke, Stella Walsh, braucht Sport andere Kategorien?13:58 Amanda Reiter, Trans Marathonläuferin in Lenggries16:04 Körperbilder im Leistungssport23:18 Queer Cinema, andere Erzählweisen und Umgang mit Archivmaterial30:34 Female Gaze33:42 Poor Things40:11 Hat sich die Ausbildung an der Filmhochschule verändert?41:30 Filmtipp: „Knochen und Namen“42:48 Kollektiv statt Egoshow47:49 Das Präfix-Spiel50.10 Humor und Bildsprache in „Life is not a competition, but I’m winning“56:03 Julias nächstes Projekt58:29 OutroAbonniert Wunderwesen in euren Podcatchern und lasst eine Bewertung da. Auch über Feedback und Vorschläge freue ich mich.Folgt den wunder.wesen auf Instagram
  • 14. Veuve Cliquot

    40:09
    In dieser Folge frage ich mich, wir es Barbe-Nicole Cliquot Ponsardin geschafft hat als erste Frau überhaupt ein Champagnerunternehmen zu führen. Neben ihrem bewundernswerten unternehmerischen Elan, haben ihr auch einige Privilegien geholfen. Außerdem wusste sie in einer schwierigen Zeit wie sie gewisse Umstände zu ihrem Vorteil nutzen kann. Zum Beispiel ihren Witwenstatus. Hoch die Tassen! Wir erforschen die Anfänge feministischer Bewegungen in der französischen Revolution, begleiten den Champagnerhandel durch die napoleonischen Kriege. Eine Mischung aus Champagnerwissen und historischen Details erwarten euch, damit ihr zum Jahreswechsel ordentlich wo-mens-plainen könnt.Timecode01:34 Wie wurde Barbe-Nicole Ponsardin zu Veuve Cliquot03:30 Historischer Hintergrund. Rolle der Frau in der Aufklärung und während der französischen Revolution05:06 Olympe de Gouge07:57 Kindheit und Ausbildung von Nicole Ponsardin11:50 Heirat mit François Cliquot und Beginn des Champagnergeschäfts18:00 Napoleon und der Code Civil21:36 François stirbt, Nicole wird Witwe und führt das Geschäft weiter25:26 Probleme durch die napoleonischen Kriege und Kontinentalsperre30:31 Nicole führt das Unternehmen alleine + der Kometenjahrgang 181133:33 Die Entwicklung der "Remuage"34:45 Weitere Neuerungen35:26 Die interessante Beziehung zu ihrer Tochter38:26 Das Präfix-Spiel + AbmoderationShownotesMazzeo, Tilar J. "The Widow Clicquot: The Story of a Champagne Empire and the Woman Who Ruled It." P.S., 2008.Olympe de Gouges ´An das Revolutionstribunal´, 1793Olympe de Gouges, Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne (1791), 1001 nuits, Paris, 2003www.veuveclicquot.comwww.champagner-und-champagner.de/pommerywww.theguardian.com/lifeandstyle/2014/oct/31/madame-clicquot-france-woman-champagne
  • 13. Not okay - Gesellschaftlicher Umgang mit sexualisierter Gewalt

    47:51
    TW: Sexualisierte Gewalt, VergewaltigungFür diese Folge habe ich mich mit Agota Lavoyer getroffen. Sie hat jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Außerdem ist sie die Autorin von: „Ist das okay?“ Ein Kinderfachbuch zur Prävention sexualisierter Gewalt.Wir unterhalten uns über weibliche Wut, Grenzen und Grenzverletzungen, darüber, wo Gewalt beginnt und was wir alle tun können, um unser Bewusstsein zu schärfen und wie wir Sexismus und sexualisierte Gewalt verhindern können.Auf ihrer Website schreibt sie: „Als Beraterin, Referentin, Autorin und Kolumnistin engagiere ich mich für eine bessere Unterstützung von Opfern sexualisierter Gewalt und die Prävention von sexualisierter Gewalt.Ich rede, debattiere und schreibe mit grosser Leidenschaft über die gesellschaftspolitischen Aspekte sexualisierter Gewalt, das Schweizer Sexualstrafrecht, Opferberatung und Opferhilfe.“Lesetipps und Quellenangaben:Lavoyer, Agota. Ist das okay?: Ein Kinderfachbuch zur Prävention von sexualisierter Gewalt. Mabuse, 2023https://agotalavoyer.ch/Schutzbach, Franziska. Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit. Droemer HC, 2021Timestamps:02:55 Was ist der Unterschied zwischen sexueller und sexualisierter Gewalt?06:39 Jede dritte Frau erlebt sexualisierte Gewalt, oder vielleicht jede?09:34 In den Medien wird verharmlosend berichtet.11:21 Ursachen sexualisierter Gewalt und gesellschaftlicher Umgang damit.18:41 „Ist das okay?“ Ein Kinderfachbuch zur Prävention sexualisierter Gewalt.26:23 Mädchen wird oft ihre Wahrnehmung abgesprochen.28:40 Die weibliche Wut ist negativ konnotiert. Wir sollten viel viel wütender sein!33:38 Schweizer Reform des Sexualstrafrechts.37:08 Wo sind Grenzen? Nonpology des Dalai Lama.43:50 Wie sich engagieren?45:23 Präfix-SpielFolgt den Wunderwesenhttps://www.instagram.com/wunder.wesen/