Weltwach – Abenteuer. Reisen. Leben.

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WW224: Euphoria and Terror – Crossing Antarctica with Felicity Aston MBE

"Ich denke an das erste Mal zurück, als ich einen richtigen Blick auf die Antarktis werfen konnte: Die Einfachheit, die Schönheit und die Vollkommenheit des Ganzen hatten etwas an sich, das mich dazu brachte, alles einsammeln und irgendwie in mich aufnehmen zu wollen." 

Das ist ein Zitat des Gastes dieser Episode, der Polarforscherin, Antarktisforscherin, Autorin, Rednerin und Expeditionsleiterin Felicity Aston MBE. Und genau das hat sie getan: Sie hat die Antarktis (und die Polarregionen insgesamt) in sich selbst aufgenommen. 


Sie verbrachte durchgehend zweieinhalb Jahre (einschließlich zweier aufeinander folgender Winter) in einer Forschungsstation auf der Antarktischen Halbinsel. Diese ersten Erfahrungen in der Antarktis führten zu zahlreichen Expeditionen an entlegene Orte in der ganzen Welt (vor allem aber in die Polarregionen): Sie führte internationale Teams zum Nord- und Südpol, arbeitete auf einem nuklearbetriebenen Eisbrecher am Nordpol, leitete die erste britische Frauendurchquerung Grönlands, fuhr auf Skiern einen gefrorenen Fluss in Sibirien entlang, überquerte das Wintereis des Baikalsees, nahm an Rennen in der kanadischen Arktis Teil, fuhr 35.000 km quer durch Eurasien zum kältesten bewohnten Ort der Welt ... und 2012 war sie die erste Frau, die die Antarktis allein auf Skiern durchquerte: Das war eine Reise von 1.744 Kilometern, für die sie 59 Tage benötigte. Damit war sie nicht nur die erste Frau, die diese Tour gemeistert hat, sondern auch der erste Mensch – ob männlich oder weiblich – der dies allein und aus eigener Muskelkraft geschafft hat. 


Felicity berichtet in Büchern über ihre Erfahrungen und verfasst regelmäßig Artikel für verschiedene Publikationen im In- und Ausland. Sie wurde zum Fellow der Royal Geographical Society in London und des Explorers Club in New York gewählt und hat viele weitere Auszeichnungen erhalten.

In dieser Folge spricht sie über die Herausforderungen, denen sie sich während ihrer Antarktisüberquerung stellen musste – und über die Schönheit dieses Erdteils!


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1/8/2022

WW233 – Glück ist kein Ort – mit Juan Moreno (2/2)

Ep. 233
Stellt euch einmal Folgendes vor: Ihr kommt von einer Auslandsreise zurück, seht nervös die Drogenspürhunde am Zoll – und seid euch sicher, nach Kokain geradezu zu stinken. Denn: Ihr habt kurz zuvor bei kolumbianischen Rebellen im Dschungel auf Kokainplatten geschlafen! Anders ging es nicht – ihr seid nun einmal Reporter. Nur, wie erklärt man das einem deutschen Zollbeamten?Mit Fragen wie diesen muss sich Juan Moreno, der Gast dieser Folge, bei seinen Reisen in aller Welt regelmäßig herumschlagen. Dabei hat er nicht nur das eine oder andere Abenteuer erlebt, sondern auch gelernt: „Glück ist kein Ort“. So heißt nun der Titel seines aktuellen Buches (eine Sammlung seiner Reportagen) – Untertitel: „Geschichten von unterwegs“.Einige dieser Geschichten – etwa aus Kolumbien, Kuba und vom Jakobsweg – erzählt er in dieser Doppfelfolge von Weltwach. Viele von ihnen hat er bei seiner Arbeit für den „Spiegel“ erlebt, für den er seit 2007 schreibt, vor allem für das Ressort Ausland. Er ist einer der prominentesten Reporter Deutschlands und einem größeren Publikum spätestens bekannt geworden, als er Ende 2018 gegen starke Widerstände den Betrug seines Spiegelkollegen Claas Relotius aufdeckte – einen der größten Medienskandale der Nachkriegsgeschichte. Sein Buch über den Skandal, „Tausend Zeilen Lüge“, würde zum Nr.-1-Bestseller und Juan als „Journalist des Jahres“ ausgezeichnet.WERBUNGExpressVPN ist Sponsor dieser Folge. Deine Daten gehen nur dich etwas an. Also schütze sie ab sofort mit dem VPN, das von CHIP zur Nummer 1 gekürt wurde. Als Hörer:in meines Podcasts bekommst du auf dein Jahresabo noch 3 Monate kostenlos oben drauf. Gehe dazu einfach aufwww.expressvpn.com/weltwach