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cover art for Emotionale Intelligenz: Gute Führung oder geschickte Manipulation?

Never Mind – Psychologie in 15 Minuten

Emotionale Intelligenz: Gute Führung oder geschickte Manipulation?

Ep. 179
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Eine gute Führungskraft merkt, wenn jemand unsicher, überfordert oder frustriert ist, und kann darauf eingehen. Dieselbe Fähigkeit lässt sich theoretisch allerdings auch anders nutzen: Wer sehr gut versteht, was andere fühlen, weiß möglicherweise auch ziemlich genau, wie er sie beeinflussen kann.


In dieser Folge geht es um die Frage, ob emotionale Intelligenz automatisch gute Führung bedeutet. Oder ob sie erstmal nur eine Fähigkeit ist, die unterschiedlichen Zielen dienen kann. Wann wird Menschenkenntnis zur Manipulation? Und woran merkt man, ob eine Führungskraft Emotionen nutzt, um Menschen besser zu verstehen – oder um ihren Widerstand geschickter zu umgehen?


Studien:

Miao, Humphrey & Qian (2018): A cross-cultural meta-analysis of how leader emotional intelligence influences subordinate task performance and organizational citizenship behavior

Côté et al. (2011): The Jekyll and Hyde of Emotional Intelligence

Kilduff, Chiaburu & Menges (2010): Strategic use of emotional intelligence in organizational settings: Exploring the dark side

Miao et al. (2019): The relationship between emotional intelligence and the dark triad personality traits: A meta-analytic review

Türkoğlu (2026): Emotional manipulation and selective competencies: the predictive role of emotional intelligence and Machiavellianism subdimensions among higher education administrators

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  • 185. Hätte ich bloß...! Was wir am meisten bereuen

    15:24||Ep. 185
    Reue hört sich meist so an: Hätte ich damals bloß den Job angenommen. Hätte ich mich bloß früher getrennt. Hätte ich mich mehr um diese Freundschaft gekümmert. Oder: Hätte ich bloß diesen einen Satz einfach nie gesagt. Warum lassen uns manche verpassten Chancen und falschen Entscheidungen noch Jahre später nicht los? In dieser Folge geht es darum, warum wir kurzfristig häufig eher unsere Fehler bereuen, langfristig aber besonders das, was wir nicht getan haben. In welchen Lebensbereichen bereuen Menschen etwas am meisten? Warum kann Reue tatsächlich nützlich sein? Und woran erkennt man den Punkt, an dem man nichts mehr aus der Vergangenheit lernt, sondern nur noch versucht, sie im Kopf umzuschreiben?Außerdem gebe ich euch Fragen an die Hand, mit denen ihr prüfen könnt, ob eure Reue noch etwas verändern kann – oder ob es Zeit ist, die Lektion mitzunehmen und die Vergangenheit dort zu lassen, wo sie ist.Studien:Gilovich & Medvec (1994): The temporal pattern to the experience of regret.Gilovich & Medvec (1995): The experience of regret: What, when, and why.Roese & Summerville (2005): What We Regret Most … and Why.Epstude & Roese (2008): The Functional Theory of Counterfactual Thinking.Wrosch, Bauer & Scheier (2005): Regret and quality of life across the adult life span.Zhang & Chen (2016): Self-Compassion Promotes Personal Improvement From Regret Experiences via Acceptance.
  • 184. Wie du zum Anti-Prokrastinierer wirst

    44:58||Ep. 184
    Du weißt genau, was du tun müsstest – und machst trotzdem erstmal etwas anderes. Prokrastinieren nennt man das: etwas aufschieben, von dem man weiß, dass es sowieso erledigt werden muss und es eher Nachteile hat, es zu schieben. Fanny tendiert ein bisschen dazu, steuert aber gegen. Berni dagegen macht eher das Gegenteil Er erledigt Dinge am liebsten sofort. Und tatsächlich hat auch das einen Namen: Präkrastination.In dieser Folge von "Gefühlslage" geht es nicht darum, wie man möglichst alles sofort erledigt. Berni und Fanny sprechen darüber, wie man zum richtigen Zeitpunkt ins Handeln kommt, und wann der überhaupt ist. Warum schieben wir unangenehme Aufgaben auf, obwohl wir wissen, dass der Stress dadurch nur größer wird? Wann ist Aufschieben absolut sinnvoll? Warum kann auch vorschnelles Erledigen ineffizient sein? Und welche Strategien helfen tatsächlich dabei, den entscheidenden Schritt von „Ich müsste“ zu „Ich fange jetzt an“ zu schaffen?Studien:Steel (2007): The nature of procrastination: A meta-analytic and theoretical review of quintessential self-regulatory failure, Psychological Bulletin, 133(1), 65–94. Sirois & Pychyl (2013): Procrastination and the Priority of Short-Term Mood Regulation: Consequences for Future Self, Social and Personality Psychology Compass, 7(2), 115–127. Rosenbaum, Gong & Potts (2014): Pre-Crastination: Hastening Subgoal Completion at the Expense of Extra Physical Effort, Psychological Science, 25(7), 1487–1496. Fournier et al. (2019): Which task will we choose first? Precrastination and cognitive load in task ordering, Attention, Perception, & Psychophysics, 81, 489–503. Gollwitzer & Sheeran (2006): Implementation Intentions and Goal Achievement: A Meta-analysis of Effects and Processes, Advances in Experimental Social Psychology, 38, 69–119. Wohl, Pychyl & Bennett (2010): I forgive myself, now I can study: How self-forgiveness for procrastinating can reduce future procrastination, Personality and Individual Differences, 48(7), 803–808. Zhou et al. (2026): Beyond positive thinking: A randomized trial of mental contrasting with implementation intentions to curb academic procrastination, Acta Psychologica, 262, 106168.
  • 183. Passt mein Job nicht mehr zu mir?

    17:28||Ep. 183
    Du bist gut in deinem Job. Vielleicht war er lange sogar genau richtig für dich. Und trotzdem merkst du irgendwann: Etwas stimmt nicht mehr. Liegt es am Job? Am Unternehmen? Oder daran, dass du dich selbst verändert hast?In dieser Folge geht es darum, warum wir uns Arbeit teilweise passend zu unserer Persönlichkeit aussuchen – und warum diese Passung trotzdem nicht automatisch zufrieden macht. Was passiert, wenn der Job zwar zu unseren Stärken passt, aber nicht mehr zu unseren Werten oder Bedürfnissen? Und kann Arbeit uns über die Jahre sogar selbst verändern?Außerdem: Drei Fragen, mit denen ihr herausfinden könnt, was genau eigentlich nicht mehr passt: die Tätigkeit, die Art zu arbeiten oder der Ort, an dem ihr sie macht.Studien:Yu et al. (2026): Reciprocal relationships between personality traits and job satisfaction? A continuous time approach with two investigations, Journal of Applied Psychology. Die Studie zeigt wechselseitige Zusammenhänge zwischen Jobzufriedenheit und bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen über die Zeit.Roberts, Caspi & Moffitt (2003): Work experiences and personality development in young adulthood, Journal of Personality and Social Psychology. Persönlichkeit sagte spätere Arbeitserfahrungen voraus; zugleich hingen Arbeitserfahrungen mit Persönlichkeitsveränderungen zusammen.Ghetta et al. (2020): Birds of a feather flock together: How congruence between worker and occupational personality relates to job satisfaction over time, Journal of Vocational Behavior. Eine stärkere Ähnlichkeit zwischen eigener Persönlichkeit und dem typischen Persönlichkeitsprofil des Berufs bedeutete über die Zeit nicht automatisch mehr Jobzufriedenheit.Verquer, Beehr & Wagner (2003): A meta-analysis of relations between person–organization fit and work attitudes, Journal of Vocational Behavior. Besonders die Passung zwischen eigenen und den Werten der Organisation hing mit Jobzufriedenheit und Commitment zusammen.
  • 182. Mein Ziel ist erreicht, warum bin ich nicht glücklich?

    22:41||Ep. 182
    In dieser BONUS-FOLGE hört ihr, wie Fanny zu Gast im Podcast "FettUcation" im Gespräch mit Serdar folgende Frage auslotet: Mein Ziel ist erreicht, warum bin ich nicht glücklich? In Serdars Beispiel geht es darum, beim Abnehmen ein Ziel zu erreichen, einen Meilenstein oder das Wunschgewicht. Oft glauben wir, dass sich mit einem bestimmten Zielgewicht alles anders anfühlen wird. Die Kleidung passt wieder, die Zahl auf der Waage sinkt, man erreicht einen Meilenstein und trotzdem fühlt es sich manchmal nicht so groß an, wie man es sich vorher vorgestellt hat.Ein Grund dafür ist, dass wir ziemlich schlecht darin sind, unseren zukünftigen emotionalen Zustand vorherzusagen. Affective Forecasting nennen Psychologen das. Wir denken: Wenn ich zehn, zwanzig oder dreißig Kilo abgenommen habe, dann bin ich glücklich. Dabei blenden wir aber aus, dass Job, Stress, Schlaf, Alltag, Familie, Sorgen und Social Media weiterhin mitentscheiden, wie es uns wirklich geht. Außerdem geht es um hedonistische Anpassung: darum, dass sich auch große Veränderungen irgendwann normal anfühlen. Die ersten zehn Kilo können sich riesig anfühlen, die nächsten zehn vielleicht schon weniger, obwohl sie objektiv genauso wichtig sind.Wir sprechen darüber, warum der Weg oft wichtiger ist als der Endpunkt. Nicht nur die Zahl auf der Waage am Ende macht etwas mit uns, sondern vor allem die kleinen Momente von Selbstwirksamkeit: eine Woche drangeblieben, besser gegessen, trainiert, reflektiert, alte Muster erkannt oder einfach nicht aufgegeben. Eine Folge über Abnehmen, Glück, Erwartungsdruck und Selbstwirksamkeit.
  • 181. Bin ich zu empfindlich? Oder werden meine Grenzen verletzt?

    14:24||Ep. 181
    „Du bist aber auch empfindlich.“ Vielleicht hat dir das schon einmal jemand gesagt – oder du sagst es dir selbst. War der Kommentar wirklich respektlos? War das Verhalten tatsächlich eine Grenzüberschreitung? Oder reagiert mein inneres Alarmsystem gerade stärker, als die Situation es hergibt?In dieser kurzen Folge geht es darum, warum Menschen unterschiedlich sensibel auf mögliche Zurückweisung reagieren, weshalb ein starkes Gefühl noch kein Beweis für eine Grenzverletzung ist, und warum wir uns echte Grenzüberschreitungen trotzdem nicht wegargumentieren sollten. Entscheidend sind unter anderem drei Fragen: Wie eindeutig war das Verhalten? Ist es Teil eines Musters? Und was passiert, wenn ich meine Grenze klar ausspreche?Quellen:Downey & Feldman (1996), Journal of Personality and Social PsychologyGao et al. (2017), Clinical Psychology ReviewDeci et al. (2006), Personality and Social Psychology Bulletin
  • 180. Zukunftsängste lassen mich nicht schlafen

    54:12||Ep. 180
    Was, wenn eigentlich noch gar nichts passiert ist, dein Kopf aber längst sämtliche Katastrophen der nächsten Jahre durchspielt? Jobverlust, Geld, Krankheit, Krieg, KI, die falsche Entscheidung: Gerade nachts kann aus realer Unsicherheit eine Endlosschleife werden.In dieser längeren Folge sprechen Fanny und Berni darüber, warum manche Menschen ein offenes „Ich weiß es noch nicht“ besonders schwer aushalten, wann vernünftige Vorsorge ins Grübeln kippt und warum sich Sorgen nachts oft so viel bedrohlicher anfühlen. Außerdem: Wie trennt man reale Risiken von Katastrophenketten? Wie viel Vorbereitung ist genug? Und was hilft, wenn um drei Uhr morgens der Kopf einfach nicht aufhören will, Gedankenschleifen zu drehen?Studien:Dugas, Koerner & Freeston (2026): State of the Science: Intolerance of Uncertainty, Behavior Therapy, 57(1), 17–36. Åkerstedt, Kecklund & Axelsson (2007): Impaired sleep after bedtime stress and worries, Biological Psychology, 76(3), 170–173.
  • 178. Will ich das wirklich oder geht's mir um Anerkennung?

    12:12||Ep. 178
    Manche Ziele verfolgen wir jahrelang: die nächste Beförderung, den perfekten Körper, die eigene Firma. Aber wollen wir wirklich das Leben, das dahinterliegt? Oder vor allem das Gefühl, erfolgreich, bewundert oder endlich „gut genug“ zu sein?In dieser Folge geht es darum, warum Anerkennung ein starker Motivator sein kann, wann ein Ziel zum Selbstwertprojekt wird – und warum selbst großer Erfolg manchmal erstaunlich wenig verändert. Wie erkennt man, ob ein Ziel wirklich zu den eigenen Interessen und Werten passt? Und würde man es auch noch wollen, wenn niemand davon erfahren würde?Quellen:Sheldon & Elliot (1999), Journal of Personality and Social PsychologyCrocker et al. (2003), Journal of Personality and Social PsychologyCrocker & Park (2004), Psychological BulletinNiemiec, Ryan & Deci (2009), Journal of Research in Personality
  • 177. Dauerprobleme in der Beziehung: Lösen oder akzeptieren?

    15:01||Ep. 177
    Ihr streitet über Ordnung, Geld, Pünktlichkeit, Nähe oder das Handy – und eigentlich kennt ihr die Diskussion längst auswendig. Denn ihr habt sie schon oft genau so führt. Trotzdem taucht sie immer wieder auf. Bedeutet das, dass ihr das Problem einfach noch nicht richtig gelöst habt? Oder gibt es Konflikte in Beziehungen, die sich gar nicht endgültig lösen lassen?In dieser Folge von „Never Mind – Psychologie in 15 Minuten“ spricht Fanny darüber, warum viele Paarkonflikte auf ziemlich stabilen Unterschieden in Persönlichkeit und Bedürfnissen beruhen, wie man lösbare von dauerhaften Problemen unterscheiden kann – und warum akzeptieren nicht bedeutet, alles einfach hinzunehmen.Quellen und weiterführende Literatur:ElitePartner-Studie 2026: Belastungsproben und Krisen in BeziehungenForschung von John Gottman zu lösbaren und dauerhaften Beziehungskonflikten („solvable“ vs. „perpetual problems“)