Mittelweg 36

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Season 1, Ep. 3

„Es wird für den Druck geforscht“, sagt Luhmann, aber was bedeutet dieser Umstand in Zeiten von Peer Review und Online-Repositorien? Wir sprechen mit Carlos Spoerhase über die wechselseitige Beeinflussung von Sozialwissenschaften und Publikationswesen und fragen nach Autorschaft und Genrekonjunkturen, Büchern und anderen Selektionsmechanismen und dem Zusammenhang von Veröffentlichung und Öffentlichkeit – stets unter der Prämisse, dass, wie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Mittelweg 36 argumentiert, „Publikationsregime“ einen privilegierten Beobachtungsposten für Veränderungen nicht nur im Publikationssystem, sondern auch in Wissenschaft und Gesellschaft darstellen.


Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.


Literatur:

Carlos Spoerhase (Hg.): Publikationsregime, in: Mittelweg 36 , Heft 2, April/Mai 2022. Bestellbar via https://www.hamburger-edition.de/zeitschrift-mittelweg-36/alle-zeitschriften-archiv/artikel-detail/d/2751/Publikationsregime/

Anke te Heesen, Valentin Groebner, Michael Wildt (Hg.): Sonderdruck. Wissenschaftliche Texte mit Widmungsqualität, 2016ff.

Clayton Childress: Under the Cover. The Creation, Production, and Reception of a Novel, Princeton University Press 2019.

Michael Hagner: Zur Sache des Buches, Wallstein 2015.

Wolfgang Hottner: Theorieübersetzungsgeschichte. Deutsch-französischer und transatlantischer Theorietransfer im 20. Jahrhundert, J.B. Metzler 2021.

Brief von Peter Szondi an Hans Magnus Enzensberger, in: Steffen Martus, Carlos Spoerhase: Geistesarbeit. Eine Praxeologie der Geisteswissenschaften, Suhrkamp 2022, im Erscheinen.


Kontakt: podcast@his-online.de

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9/20/2022

Preisen

Season 1, Ep. 7
Bald ist es wieder so weit: Die schwedische Akademie verkündet, wer in diesem Jahr den Literaturnobelpreis erhält. Die Haltung zu diesem und zu anderen Literaturpreisen ist ambivalent: Die Bekanntgabe der Preisträger*innen wird mit Spannung erwartet und von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt, die getroffene Wahl aber nicht selten skandalisiert. Über Inszenierung und Logik der Preisvergabe, die Folgen für das literarische Leben und den Betrieb sowie die Unterschiede zu Rankings unterhält sich Jens Bisky mit dem Literaturwissenschaftler Carlos Spoerhase und dem Soziologen Tobias Werron. Sie fragen: Wie würde ein Ranking der wichtigsten Literaturpreise aussehen?     Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenTobias Werron ist Professor für Soziologische Theorie und Allgemeine Soziologie an der Universität BielefeldLiteratur: James F. English: „The Economy of Prestige. Prizes, Awards, and the Circulation of Cultural Value“, Harvarp UP 2008.Lisa McCormick: „Performing Civility. International Competitions in Classical Music“, Cambridge UP 2015.Edward St. Aubyn: „Der beste Roman des Jahres“, Piper 2015, aus dem Englischen von Nikolaus Hansen.Giacomo Negro / Balázs Kovács / Glenn R. Caroll: „Whats Next? Artist’s Music after Grammy Awards“, in: American Sociological Review 202, Vol. 87 (4), S. 644–674.Thomas Bernhard: „Meine Preise“, Suhrkamp 2009.Kontakt: podcast@his-online.de