Mittelweg 36

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Aufsteigen

Season 1, Ep. 1

Geschichten von und über Aufsteiger:innen erfreuen sich anhaltender Beliebtheit. Wir lesen und hören gern von gesellschaftlichen Grenzüberschreitungen. Was macht den Reiz dieser Erzählungen aus? Wie prägen sie unser Verständnis von sozialer Ungleichheit? Und wer ist jetzt eigentlich der Klassenverräter? Wir sprechen über Natasha Browns Roman „Assembly“, der die Geschichte einer Schwarzen Frau erzählt, die in Armut aufgewachsen, nun viel Geld bei Ihrem Job in einer großen Londoner Bank verdient, und über Charles Tillys „Durable Inequality“, eine Studie, die der Dauerhaftigkeit sozialer Ungleichheit auf den Grund gehen will. Mit Marie Schmidt, Carlos Spoerhase und Thomas Hoebel.


Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung

Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld

Thomas Hoebel ist Wissenschaftler am Hamburger Institut für Sozialforschung


Literatur:

Natasha Brown: Assembly. Hamish Hamilton 2021.

Natasha Brown: Zusammenkunft. Aus dem Englischen von Jackie Thomae, Suhrkamp 2022.

Charles Tilly: Durable Inequality, University of California Press 1998.

Charles Tilly: Why? Was passiert wenn Leute Gründe angeben … und warum. Aus dem Englischen von Enrico Heinemann. Mit einer Einführung von Thomas Hoebel und Stefan Malthaner, Hamburger Edition 2021.


Kontakt: podcast@his-online.de

More Episodes

9/20/2022

Preisen

Season 1, Ep. 7
Bald ist es wieder so weit: Die schwedische Akademie verkündet, wer in diesem Jahr den Literaturnobelpreis erhält. Die Haltung zu diesem und zu anderen Literaturpreisen ist ambivalent: Die Bekanntgabe der Preisträger*innen wird mit Spannung erwartet und von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt, die getroffene Wahl aber nicht selten skandalisiert. Über Inszenierung und Logik der Preisvergabe, die Folgen für das literarische Leben und den Betrieb sowie die Unterschiede zu Rankings unterhält sich Jens Bisky mit dem Literaturwissenschaftler Carlos Spoerhase und dem Soziologen Tobias Werron. Sie fragen: Wie würde ein Ranking der wichtigsten Literaturpreise aussehen?     Carlos Spoerhase ist Professor für Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenTobias Werron ist Professor für Soziologische Theorie und Allgemeine Soziologie an der Universität BielefeldLiteratur: James F. English: „The Economy of Prestige. Prizes, Awards, and the Circulation of Cultural Value“, Harvarp UP 2008.Lisa McCormick: „Performing Civility. International Competitions in Classical Music“, Cambridge UP 2015.Edward St. Aubyn: „Der beste Roman des Jahres“, Piper 2015, aus dem Englischen von Nikolaus Hansen.Giacomo Negro / Balázs Kovács / Glenn R. Caroll: „Whats Next? Artist’s Music after Grammy Awards“, in: American Sociological Review 202, Vol. 87 (4), S. 644–674.Thomas Bernhard: „Meine Preise“, Suhrkamp 2009.Kontakt: podcast@his-online.de