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Lagebericht – der Immobilienpodcast
#100 Building the future: Innovationen der Baubranche
Ep. 100
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Vermeintlich effizientere Bürobauten und festgefahrene Strukturen: der Bausektor hat nicht das innovativste Image. Doch es tut sich was. Ob Häuser aus Beton-Legosteinen oder neue Bauweisen mit Hanf – es kommen immer mehr kreative Ideen auf den Markt, wenn es um klimafreundliche Alternativen geht. Welche Innovationen es noch gibt und was man sich von der Pflegebranche abschauen könnte, besprechen Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach.
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272. #272 Wie Krankenkassen Millionen in Immobilienfonds verlieren
29:39||Ep. 272Kreditfonds statt klassischer Bankfinanzierung: In dieser Folge schauen Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach genauer hin, was passiert, wenn ausgerechnet Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen ihr Geld in hochriskante Immobilienfinanzierungsfonds stecken. Am Beispiel des Verius Immobilienfinanzierungsfonds mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro wird deutlich, wie Nachrangdarlehen, Klumpenrisiken und Illiquidität dazu führen können, dass bis zu 96 % des Fondsvermögens und damit Sozialgelder der Beitragszahler auf dem Spiel stehen.Die beiden analysieren, warum institutionelle Anleger wie Krankenkassen, Pensionskassen und Versicherer überhaupt in solche Kreditfonds einsteigen, wieso Risikoklassen und Ratings trügerische Sicherheit suggerieren können und welche Parallelen es zur Subprime-Krise gibt – inklusive Bewertungsketten, in denen Risiken so lange umverpackt werden, bis keiner mehr genau weiß, was im Paket steckt. Dazu kommen aktuelle Beispiele wie der Fall UniImmo bzw. ZBI-Wohnfonds sowie die Rolle großer ETFs, in denen plötzlich auch Titel wie SpaceX landen und damit ungefragt im Portfolio von Renten- und Pensionskassen auftauchen.Unsere Folge zu Kreditfonds: #265 Kreditfonds: Wer zahlt den Preis
271. #271 BaFin, Systemrisikopuffer und die Wohnungsnot
28:08||Ep. 271Die Bundesregierung kündigt an, den sektoralen Systemrisikopuffer der BaFin für Wohnimmobilienkredite wieder abzuschaffen. Die Finanzbranche feiert, Social Media verspricht „Schnäppchen“ und neue Kreditchancen. Doch was bedeutet das wirklich für Baufinanzierung, Wohnungsbau und junge Haushalte ohne großes Eigenkapital?Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, wie der Systemrisikopuffer von ursprünglich 2 auf 1 Prozent gesenkt wurde, warum Banken hohe Eigenkapitalquoten verlangen, wieso schlechte Energieklassen immer schwerer zu beleihen sind und weshalb Modernisierungskosten das Eigenkapitalproblem zusätzlich verschärfen. Sie zeigen, dass die geplanten Erleichterungen bei den BaFin‑Vorgaben in der Praxis vermutlich nur 2 bis 4 Basispunkte Zinseffekt bringen, während weiterhin bis zu 30 Prozent oder mehr Eigenkapital die eigentliche Hürde beim Immobilienkauf bleiben.Zwischen stabilen Banken, frustrierten Kaufinteressenten, politischem Stückwerk und einem Wohnungsmarkt im Rückwärtsgang bleibt die zentrale Frage: Wird an den richtigen Stellschrauben gedreht oder verwaltet die Politik nur noch lauwarme Kompromisse, während das Eigenkapitalproblem eskaliert?
270. #270 GModG: Heute heizen, morgen Klimaschulden?
37:45||Ep. 270Das Gebäudeenergiegesetz ist Geschichte, das Gebäudemodernisierungsgesetz GModG soll alles besser machen. In der Praxis sorgt der Entwurf allerdings vor allem für Kopfschütteln: Kaum verständliche Paragrafen, nachgeschobene Umbenennungen und ein Referentenentwurf mit 180 Seiten, den selbst der Nationale Normenkontrollrat als handwerklich schwach, praxisfern und kaum nachvollziehbar einstuft.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum das GModG weder Bürokratie abbaut noch Investitionssicherheit schafft. Sie sprechen über neue Nachweispflichten für Eigentümer, zusätzliche Dokumentationslast für Handwerker, unklare Vorgaben beim Energieausweis und einen Primärenergiefaktor für Strom, der Wärmepumpen in der Bilanz schlechter aussehen lässt als Gasheizungen.Dabei geht es auch um die verfassungsrechtlichen Bedenken: Verschiebt das GModG Klimaschutzlasten unzulässig in die Zukunft und unterläuft damit den Schutzauftrag aus Artikel 20a Grundgesetz? Was bedeutet es für kommunale Wärmeplanung, Quartierslösungen, Mieterstrommodelle und die riesigen Redispatch-Kosten, wenn Digitalisierung, Energiemanagement und Künstliche Intelligenz im Gesetz praktisch nicht vorkommen?
269. #269 Eigentum in Deutschland: Ohne Erbe chancenlos?
30:20||Ep. 269Neubauziel verfehlt, Eigenkapital außer Reichweite, Modernisierung stockt: Die Lage am deutschen Immobilienmarkt bleibt widersprüchlich. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach rechnen vor, warum das politische Versprechen von 400000 Neubauwohnungen zwar dem Bedarf entspricht, aber an Finanzierungshürden, Bürokratie und Investitionsunlust scheitert. Während technisch alles nach mehr Neubau ruft, bleiben wir real bei rund 200000 Einheiten pro Jahr stehen.Im Fokus steht die deutsche Mittelschicht: Wie haben sich Eigenkapitalanforderungen, Erwerbsnebenkosten und Sparzeiten seit den Babyboomern verändert? Warum brauchen Millennials heute oft doppelt so lange, um das notwendige Eigenkapital zu bilden – und wieso wird das selbstgenutzte Wohneigentum in vielen Städten faktisch zum Erb-Produkt? Anhand konkreter Rechenbeispiele (750.000 Euro Kaufpreis, 20% Eigenkapital plus 10% Erwerbsnebenkosten) wird klar, wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen.Gleichzeitig diskutieren die beiden, ob der ländliche Raum zur echten Alternative werden kann: günstige Bestandsimmobilien, „Muskelhypothek“ statt Luxusausstattung und Gemeinden, die mit Glasfaser, Bahnhaltestelle und Alltagstauglichkeit um Zuzug werben. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob Klimaschutzauflagen, steigende Modernisierungskosten und niedrige Sanierungsquoten am Ende institutionelle Investoren begünstigen – zulasten kleiner Vermieter, die aus dem Markt gedrängt werden.Wenn Modernisierungsquoten unter 1 Prozent liegen, aber 2 bis 3 Prozent nötig wären, Förderprogramme ins Leere laufen und junge Vermieter zur Ausnahme werden: Wird der deutsche Immobilienmarkt zum Spielfeld von Erben und Profis, oder finden wir Wege, Wohneigentum und Bestandserhalt auch ohne dickes Startkapital zu organisieren?
268. #268 KI am Immobilienmarkt: Preis, Wert, Navigation?
35:35||Ep. 268Künstliche Intelligenz stellt die Spielregeln am Immobilienmarkt auf die Probe. Suchagenten und Large Language Models durchforsten Websites, Social Media und Maklerseiten, während klassische Plattformlogik an ihre Grenzen stößt. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach diskutieren, warum Reichweite als teures Gut an Bedeutung verliert, wie offene und gut strukturierte Immobilienangebote im KI Umfeld sichtbarer werden und weshalb Social Media für viele Anbieter zur ernsthaften Alternative wird.Sie trennen bewusst zwischen Mietmarkt und Kaufmarkt: vom extremen Angebotsmangel in den Städten über neue KI gestützte Suchprofile, die echte Bedürfnisse statt nur Postleitzahlen abbilden, bis zu bisher übersehene Standorte im Speckgürtel. Im zweiten Teil geht es um Immobilienbewertung mit Künstlicher Intelligenz, um Immobilienpreise und Beleihungswerte: Wie verlässlich sind automatisch erzeugte Preise, wo endet Statistik, wo beginnt ein belastbarer Wert für Banken und Aufsichtsbehörden und welche Rolle spielen Maklerinnen, Makler und Finanzierer als menschliche Übersetzer zwischen Daten, Risiko und Finanzierung?Am Ende steht die Leitfrage: Wenn KI, Plattformen, Makler und Banken gleichzeitig Preise liefern und Suchergebnisse filtern, wer sorgt dann noch für Orientierung, Vertrauen und einen fairen Deal zwischen Käufer und Verkäufer?
267. #267 Kushners Albanien-Resort: Risiko für Natur und Demokratie
42:39||Ep. 267Ivanka Trump und Jared Kushner planen ein Luxusresort in einem albanischen Naturschutzgebiet: Rund 10.000 Hotelzimmer, exklusive Villen, Projektvolumen um 1,4 Milliarden und bis zu 10 Jahre Steuerbefreiung. Während Bagger bereits anrollen, werden Lebensräume für Flamingos und andere geschützte Arten zerstört. Parallel dazu fließt das Geld über Kushners Investmentfirma Affinity Partners, deren knapp 5 Milliarden Dollar Anlagevolumen zu 99 Prozent aus Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und den Emiraten stammen.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum dieses Projekt weit über Albanien hinaus Fragen nach Transparenz, Interessenkonflikten und demokratischer Kontrolle aufwirft. Sie beleuchten die Gesetzesänderung von Premier Edi Rama, der sich 2024 selbst zum Entscheider für „strategische Infrastrukturprojekte“ in Schutzgebieten machte, und diskutieren, wie abhängig ein Land wird, wenn Golfstaaten-Geld, EU-Beitrittswunsch und schwache Institutionen zusammentreffen. Beispiele von Zuckerberg auf Hawaii, Larry Ellison auf Lanai, Prospera in Honduras oder den Malediven zeigen, wie oft Natur, Bevölkerung und Demokratie den Preis für vermeintliche „Entwicklung“ zahlen.Gleichzeitig geht es um Alternativen: vom Vjosa-Tal in Albanien über Costa Rica bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und Madeira, wo Tourismus, Naturschutz und lokale Wertschöpfung mit klaren Masterplänen zusammengedacht werden. Am Ende steht die Frage: Ist Albaniens Luxusdeal notwendige Investition in die Zukunft oder der Beginn eines systematischen Ausverkaufs von Natur, Demokratie und Souveränität?
266. #266 Silberner Tsunami: Immobilienflut oder Leerstand?
28:40||Ep. 266Der "Silver Tsunami" geistert seit Monaten durch Medien und Kommentarspalten: Wenn die Babyboomer in Rente gehen und aus ihren Häusern ausziehen, soll eine Welle an Immobilien den Markt fluten und die Preise endlich purzeln lassen. Das klingt nach Erlösung für alle, die auf fallende Immobilienpreise in Deutschland hoffen.In dieser Folge zerlegen wir die These: Was passiert wirklich, wenn die geburtenstarken Jahrgänge sterben oder ins Pflegeheim ziehen? Warum bleiben viele Babyboomer-Immobilien im ländlichen Raum trotz Überangebot leer, während Metropolen und Speckgürtel weiter angespannt bleiben? Welche Rolle spielen Erbstreit, fehlende Testamente, emotional gebundene Familienhäuser, Leerstand und Lost Places und warum der demografische Wandel den Immobilienmarkt weniger "aufräumt", als viele glauben?Außerdem geht es um das 90-60-30-Prinzip für kluge Immobiliennachfolge, um vernachlässigte Dorfkerne, steigende Infrastrukturkosten, Mietkauf-Modelle und um die Frage, wie junge Familien und ältere Eigentümer jenseits der klassischen Bankfinanzierung zusammenfinden können.
265. #265 Kreditfonds: Wer zahlt den Preis?
35:21||Ep. 265Banken drehen den Geldhahn zu, Regulierung und Zinswende machen klassische Immobilienfinanzierungen immer schwieriger. Und das passiert mitten in einer Refinanzierungswelle bei Gewerbeimmobilien. In dieser Folge analysieren Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach, warum ausgerechnet Kreditfonds, oft auch als Private Debt oder Private Credit bezeichnet, jetzt als alternative Geldquelle auf den Plan treten.Wie funktionieren diese Debt Fonds konkret, von Senior und Whole Loans über Loan-on-Loan-Konstruktionen bis zu Zinsen von 6,5 bis 12 Prozent? Warum können sie die entstehende Refinanzierungslücke bei Gewerbeimmobilien teilweise schließen, treiben Projekte aber gleichzeitig an die Grenze der Tragfähigkeit? Und was bedeutet es für Eigentümer, wenn Fonds im ersten Rang im Grundbuch stehen und Objekte im Zweifel mit 30 bis 50 Prozent Abschlag verkaufen können?
264. #264 Gewerbe zu Wohnen: Förderwunder oder Symbolpolitik?
36:52||Ep. 264Leerstehende Büros, volle Wartelisten auf dem Wohnungsmarkt: Mit dem neuen Förderprogramm 'Gewerbe zu Wohnen' will die Bundesregierung ab Juli 2026 zwei Probleme auf einmal angehen. Bis zu 30.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit, gedeckelt auf 300.000 Euro pro Unternehmen, sollen den Umbau von beheizten Gewerbeimmobilien in Wohnraum anreizen. Im Fördertopf liegen 300 Millionen Euro, gefördert werden bis zu 30 Prozent der Umbaukosten bis 100.000 Euro je Einheit.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, was dieses Programm für Gewerbeimmobilien, Innenstädte und Wohnraummangel bedeutet. Sie sprechen über strenger gewordene Kreditprüfungen, deutlich höhere Eigenkapitalanforderungen der Banken, Debt Funds als Ersatzfinanzierer und eine Bauwirtschaft, in der 2025 nur rund 206.000 Wohnungen fertiggestellt wurden.Zwischen politischer Symbolik, Bürokratie, restriktiver Finanzierung und echter Chance zum Wohnraum schaffen bleibt die Frage: Wird Gewerbe zu Wohnen zum wirksamen Instrument gegen die Wohnungsnot in Deutschland oder nur zum gut gemeinten Förderprogramm im Schatten einer tiefgreifenden Bau- und Finanzierungskrise?