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Shila Behjat: Wer entscheidet, wann wir sterben?
50:52|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterben, Trauer, Verlust, Vorsorge am Lebensende, Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.In dieser Folge von „Klug & Tod” spricht Johanna Klug mit Shila Behjat: Journalistin, Publizistin und eine der prägenden Stimmen für Mutterschaft, Iran und das Leben zwischen zwei Kulturen. Gemeinsam mit Natalie Amiri, Düzen Tekkal und Minu Barati hat sie gerade das Buch „Unsere Väter” veröffentlicht. Shila ist der erste Gast der neuen Staffel – jetzt in Kooperation mit dem GBI, dem gemeinwohlorientierten Bestattungsinstitut.Shila spricht über den Tod als öffentliches Spektakel: über die Todesstrafe im Iran, über Scheinhinrichtungen als Foltermethode und die Frage, ob Folter grausamer ist als der Tod selbst. Es geht um True Crime und Horror als mediale Spiegelung derselben Mechanismen und um einen Moment, der Shilas Blick auf das Leben verändert hat: die Geburt ihres Sohnes, der mit 50 Prozent Überlebenschance zur Welt kam und dreimal wiederbelebt wurde. Ein Gespräch über Spektakel und Stille, über Mutterangst und Selbstbestimmung und darüber, wie fremd uns der Tod geworden ist.„Klug & Tod” ist eine Initiative in Kooperation mit dem GBI, dem gemeinwohlorientierten Bestattungsinstitut sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus.Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.Links zu Shila BehjatInstagram Bücher
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Roswitha Quadflieg: Wann darf ich sagen: Jetzt ist genug?
01:12:58|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.In dieser Folge von „Klug & Tod" spricht Johanna Klug mit Roswitha Quadflieg: Schriftstellerin, Buchkünstlerin und seit 2020 Botschafterin der DGHS. Sie ist die jüngste Tochter des Schauspielers Will Quadflieg und hat als junge Grafikerin Michael Endes „Unendliche Geschichte" illustriert. Seit 40 Jahren schreibt sie über das eine große Thema, das viele wegdrücken: den Tod. Drei Bücher sind so entstanden – über den Unfalltod ihres Bruders, das Sterben ihrer Mutter und, gerade neu, über das Kriegstagebuch ihres Vaters.Mit 77 Jahren spricht Roswitha so klar über den Tod wie kaum jemand sonst. Sie erzählt, warum sie das würdelose Dahinsiechen älterer Menschen in Pflegeheimen und Kliniken zutiefst besorgt und warum sie fordert, die Selbstbestimmung am Lebensende endlich im Grundgesetz zu verankern. Ein Gespräch über Würde, Selbstbestimmung – und einen Satz, der Roswithas Haltung in vier Worten zusammenfasst: „Ich muss nicht immer leben."„Klug & Tod" ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus.Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.Links und weiterführende Informationen Roswitha QuadfliegBücherdghs.deDGHS-Botschafter:innen
Nefeli Kavouras: Was, wenn man will, dass es endlich vorbei ist?
01:05:03|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.In dieser Folge von „Klug & Tod" spricht Johanna Klug mit Nefeli Kavouras: Schriftstellerin, Tochter griechischer Einwanderer, eine der stärksten jungen Stimmen der deutschen Literatur. 2025 hat sie beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gelesen, im Februar 2026 ist ihr Roman „Gelb, auch ein schöner Gedanke" bei Kiepenheuer & Witsch erschienen – ein Buch über einen Mann namens Georg, der stirbt, und über die Tochter Lea, die es kaum erwarten kann, dass es endlich vorbei ist. Saša Stanišić nennt den Roman einen „zärtlichen Krach".Nefeli spricht über den Roman, aber auch über eine sehr eigene Beobachtung: Wie unterschiedlich wir Menschen und Tiere behandeln, wenn es ans Sterben geht. Bei Tieren sprechen wir vom „vom Leid erlösen". Bei Menschen pochen wir auf Würde und muten ihnen dabei oft Unzumutbares zu. Es geht um Trauerrituale in Griechenland und Deutschland, um „Young Carers" – rund 480.000 junge Menschen in Deutschland, die pflegende Angehörige sind und um die neue Beobachtung der DGHS: Immer mehr sehr junge Menschen wählen den assistierten Suizid, vor allem aufgrund von ME/CFS. Die jüngste je vermittelte Antragsstellerin war 24 Jahre alt. Ein Gespräch über Sterben, Scham, Verwandlung und die Frage, warum wir Tiere erlösen und Menschen nicht.„Klug & Tod" ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.Links und weiterführende Informationen zu Nefeli KavourasRoman „Gelb, auch ein schöner Gedanke" (Kiepenheuer & Witsch, 2026)Literaturpodcast „laxbrunch" mit Anselm Neftmairisch VerlagFür pflegende Angehörige und junge Betroffeneyoung-carers.de – Anlaufstelle für Kinder und junge Erwachsene, die pflegenDGHS – Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben: dghs.de
Birte Viermann: Warum wählen junge ME/CFS-Betroffene den Freitod?
01:12:56|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.Die "typische" Person, der die DGHS eine Freitodbegleitung vermittelt, ist über 80 Jahre alt. 2025 dann hat der DGHS-Präsident Robert Roßbruch etwas Neues und gleichzeitig Wesentliches veröffentlicht: Immer mehr sehr junge Menschen wählen den assistierten Suizid. Und das vor allem, weil sie an ME/CFS erkrankt sind, einer schweren neurologischen Erkrankung, die dreimal häufiger Frauen trifft. Die jüngste je vermittelte Antragsstellerin war 24 Jahre alt.In dieser Folge von „Klug & Tod" spricht Johanna Klug daher mit Birte Viermann: Psychologin, Somatic Coach und die ältere Schwester von Silja. Silja hatte ME/CFS. Am 13. Juni 2022 ist sie – ebenfalls viel zu jung – im Alter von 43 Jahren gestorben. Sie hatte sich für einen assistierten Suizid entschieden, den ihr die DGHS ermöglicht hat.Birte erzählt in dieser Folge, wie Silja durch die Krankheit Schritt für Schritt verschwunden ist: bettlägerig, nur noch per SMS kommunizierend, Berührung war Überreizung, am Ende vertrug sie nur noch zehn Lebensmittel. Außerdem geht es um Medical Gaslighting, um die Angst, im Antragsprozess etwas „falsch zu machen", und um Silja als Mensch – lebensfroh, feministisch, unabhängig. Ein Gespräch über Liebe, Wut, den letzten Tag. Und die Frage, wie ein Tod, der das Leben ehrt, sein kann.„Klug & Tod" ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus.Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.Links und weiterführende InformationenBirte Viermann und ihre ArbeitBirtes Website: birte-viermann.de/liebesiljaBuch „Liebe Silja!": buchshop.bod.de/liebe-silja-birte-viermann-9783756831586Buch „Schreiben" mit Siljas eigenen Texten: buchshop.bod.de/schreiben-silja-viermann-9783695124428Gedenkort für Menschen, die an ME/CFS verstorben sind: stimmenausdemoff.de/stimmen/stumme-stimmenInstagram und Facebook: @liebesiljaME/CFS – Aufklärung und Hilfeme-support.net – Nachbarschaftshilfe-App (Launch Ende August 2026)nichtgenesen.org/medien – Basisbroschürefatigatio.de – Patientenorganisation, Sozialberatungmecfs.de – wissenschaftlich orientiertPodcast-Empfehlung: „Teepause – Unser Leben mit ME/CFS" (podcast.de)
Paulina Krasa: Was fasziniert uns so am Tod anderer?
01:08:25|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.In dieser Folge von „Klug & Tod" spricht Johanna Klug mit Paulina Krasa: Journalistin und gemeinsam mit Laura Wohlers Host des erfolgreichsten True-Crime-Podcasts Deutschlands, „Mordlust". Paulina kommt direkt aus dem Gerichtssaal zu diesem Gespräch – aus dem Prozess gegen Johannes M., einen Palliativmediziner, dem 15-facher Mord vorgeworfen wird und der laut Paulinas Recherchen bis zu 93 Menschen getötet haben soll. Ausgerechnet ein Mann, dessen Doktorarbeit den Titel „Warum töten Menschen?" trug – bevor er selbst anfing zu töten.Paulina spricht über die eigentümliche Faszination, die True Crime auslöst, während wir gleichzeitig den realen Tod unserer Angehörigen wegschieben. Es geht um „Engel-des-Todes"-Täter in Medizinberufen und um die Grenze zwischen ärztlicher Sterbehilfe und tödlicher Anmaßung. Ein Gespräch über Faszination, Verantwortung, Selbstbestimmung – und die Frage, warum wir Mord ins Detail sezieren und über unseren eigenen Tod schweigen.„Klug & Tod" ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus.Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.
Kat Eryn Rubik: Ist Sterben die schönste Form des Loslassens?
01:11:17|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.In dieser Folge von „Klug & Tod" spricht Johanna Klug mit Kat Eryn Rubik: Schriftstellerin, Fotografin, Musikerin, Komponistin – und eine Frau, die selbst sagt: „Ich spreche sehr gerne über den Tod. Und sehr viel." Aktuell komponiert Kat die Musik für Rosa von Praunheims letzten Film „Sex und Tod" – ein Werk, in dem der Regisseur selbst gestorben ist und seine eigene Beerdigung Teil des Films wurde. Kat spricht außerdem über die interessante Erfahrung, ihre Großmutter beim Sterben zu begleiten, über Sterberituale in Russland, Mexiko und anderen Kulturen – vom Sarg aus Glas bis zu den Toten, die brennend aufs Meer geschickt werden. Es geht um die Schönheit, die im Loslassen liegen kann, um die Frage, ob wir uns irgendwann im Universum auflösen dürfen, und um das, was Erinnerung mit einem Menschen macht, der nicht mehr da ist. Ein Gespräch über Verwandlung, Selbstbestimmung, Trauer – und die Sprache, in der der Tod zu uns spricht, wenn wir nur genau hinhören.„Klug & Tod" ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus.Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.
Bodo Wartke: Kann der Tod eine Erleichterung sein?
01:27:28|Bevor wir starten, eine wichtige Anmerkung: In diesem Podcast sprechen wir offen über Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben und Suizid. Wenn das für dich belastend ist, hör die Folge bitte nicht allein. Hilfe findest du anonym bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie auf suizidprophylaxe.de.In dieser Folge von „Klug & Tod" spricht Johanna Klug mit Bodo Wartke: Klavierkabarettist, Liedermacher und einer der bekanntesten musikalischen Komiker Deutschlands - und ein Mann, der gerade ein Lied über den Tod schreibt. In diesem - vermutlich - persönlichsten und intensivsten Gespräch, das er jemals öffentlich geführt hat, erzählt Bodo u.a. über die vielen Verluste, die er bereits in seinem engsten Umfeld erleben musste und darüber, warum der Tod seiner Eltern für ihn eine Erleichterung war. Gleichzeitig geht es aber auch um seine Rolle als Mensch und Künstler und die damit einhergehenden Herausforderungen, Hoffnungen und Höhen.Vor allem aber spricht er über seine Schwester Christine, die einen Monat und einen Tag alt wurde - und über das gleichnamige Lied, das er für sie geschrieben hat. Ein Lied, das unter Tausenden YouTube-Kommentaren denselben Satz auslöst: „Du hast mich zum ersten Mal in Kontakt mit meiner Trauer gebracht." Ein Gespräch über Trauer, Loslassen, Sterbehilfe und die Frage, was am Ende wirklich trägt.„Klug & Tod" ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie eine Produktion von Studio Trill und öffnet einen Raum für Gespräche über Sterben, Trauer, Selbstbestimmung und Suizidhilfe – ehrlich, nahbar und ohne Tabus.Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.