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The Pioneer Hauptstadt Briefing

„Man verdient einen Euro brutto mehr und hat netto 100 Euro weniger“

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Der deutsche Sozialstaat wächst – doch wie lange ist dieses System noch finanzierbar?

Im Gespräch mit Karina Mößbauer zeichnet der Ökonom und ifo-Forscher Prof. Andreas Peichl die Entwicklung der Sozialausgaben nach und erklärt, warum Deutschland bei unverändertem Kurs auf eine Sozialstaatsquote von 40 Prozent und mehr zusteuert.

Es geht um über 500 verschiedene Sozialleistungen, fehlende Transparenz, Bürokratie und ein System, das Arbeit in manchen Fällen kaum noch belohnt. Peichl erläutert, weshalb die Sozialstaatsreform aus seiner Sicht dringend beschleunigt werden muss, warum sich Wohngeld, Grundsicherung und Steuerrecht besser verzahnen sollten – und welche tiefgreifenden Reformen nötig wären, um den Sozialstaat langfristig finanzierbar zu machen. Ein Gespräch über die Zukunft des deutschen Sozialstaats, Reformmut und die Frage, wie soziale Absicherung einfacher, gerechter und nachhaltiger organisiert werden kann.

Redaktion: Stefan Rupp

Produktion: Till Robert Zobel


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  • „Politik ist kein Zuschauersport, wir müssen selber mit anpacken“

    34:23|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Wenn es nach ihr geht, soll der Liberalismus in Deutschland wieder zur Erfolgsgeschichte werden: Susanne Seehofer sitzt im Präsidium der FDP und will ihrer Partei zu neuer Stärke verhelfen. Im Gespräch mit Jörg Thadeusz spricht sie über die Zukunft der Liberalen. Sie erklärt, warum die FDP aus ihrer Sicht wieder stärker auf Freiheit, Wettbewerb und wirtschaftliche Eigenverantwortung setzen müssen. Seehofer kennt Politik dabei nicht nur aus der eigenen Arbeit: Als Tochter des früheren CSU-Vorsitzenden und Bundesinnenministers Horst Seehofer ist sie in einem politischen Elternhaus aufgewachsen. Sie erzählt, wie sie diese Prägung erlebt hat und warum sie sich dennoch für einen eigenen politischen Weg bei der FDP entschieden hat.Susanne Seehofer spricht von der aktuellen Reformunfähigkeit in der Bundesrepublik und davon, welche Ratschläge sie Markus Söder geben würde. Redaktion: Stefan Rupp und Miriam AugschellerProduktion: Till Robert Zobel ID:{7jKPRWRzIhH5yndOiu71PO}
  • „Die Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit – nicht der Richtigen und Guten“

    39:47|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Satiriker, Autor, Podcaster und scharfer Beobachter des deutschen Alltags: Im Gespräch mit Jörg Thadeusz nimmt Dietmar Wischmeyer Politik, Gesellschaft und den Zeitgeist auseinander – mit der ihm eigenen Mischung aus Provokation, Humor und analytischer Schärfe. Es geht um die Rolle der Satire in polarisierten Zeiten, die Verengung öffentlicher Debatten, den Zustand der Demokratie und darum, warum sich unsere Gesellschaft immer stärker in voneinander abgeschottete Milieus aufspaltet. Wischmeyer spricht über Stammtische, soziale Medien, das Leben auf dem Land, den Umgang mit der AfD und darüber, weshalb er politisches Engagement vieler Künstler kritisch sieht. Ein Sommergespräch unseres Hauptstadt-Podcasts über Meinungsfreiheit, Gelassenheit – und die Kunst, den Ernst der Lage mit Humor zu betrachten.Redaktion: Stefan Rupp Produktion: Till Robert Zobel ID:{o3yzgwWUK72yq2Y46hsXV}
  • „Die Demokratie von Weimar hatte eine Mehrheit der Deutschen gegen sich“

    51:59|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Wie viel Weimar steckt wirklich im Deutschland des Jahres 2026? Der Verweis auf die Weimarer Republik gehört derzeit zum festen Repertoire politischer Debatten. Doch wie belastbar sind diese historischen Parallelen? Im Gespräch mit Karina Mößbauer ordnet der Historiker Heinrich August Winkler ein, welche Vergleiche zur Weimarer Republik tragen – und wo sie in die Irre führen. Ausgangspunkt ist sein neues Buch „Deutsche Diskrepanzen“, in dem Winkler den wiederkehrenden Mustern der deutschen Geschichte nachspürt und zeigt, wie sie bis in die politischen Debatten der Gegenwart hineinwirken. Es geht um die Stärke der AfD, die Lehren aus dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie, den Umgang der politischen Mitte mit Populismus, die unterschiedlichen Prägungen Ost- und Westdeutschlands sowie die Folgen der Migrationspolitik seit 2015. Ein Gespräch darüber, welche Orientierung die Geschichte für die Gegenwart geben kann – und warum vorschnelle historische Vergleiche oft zu kurz greifen.Das Gespräch in Schriftform lesen Sie hier.Redaktion: Stefan Rupp Produktion: Till Robert Zobel ID:{FUsPoMTrE8FcePkSieTas}
  • Sommerbilanz statt Sommermärchen - Was Merz wirklich geliefert hat

    46:04|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Die Bundesregierung zieht vor der Sommerpause Bilanz und Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich in der Bundespressekonferenz zufrieden: Reformen seien auf den Weg gebracht, die Regierung habe ihren Rhythmus gefunden. Doch reicht das aus, um Deutschlands Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen?Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz analysieren die Zwischenbilanz der schwarz-roten Koalition. Wie viel echter Bürokratieabbau steckt hinter dem angekündigten Entlastungspaket? Warum bleiben zentrale Strukturreformen weiter Stückwerk? Und weshalb wird ausgerechnet die Sozialpolitik nach der Sommerpause zur größten Belastungsprobe der Regierung?Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit dem ehemaligen Hamburger Ersten Bürgermeister Ole von Beust über politische Krisenkommunikation, den Fall Kai Wegner und die Frage, warum Vertuschung in der Politik fast immer mehr Schaden anrichtet als der ursprüngliche Fehler.Außerdem geht es um irritierende Szenen aus Sachsen-Anhalt: Warum singen führende AfD-Politiker die DDR-Hymne – und was sagt das über das Geschichtsbild der Partei aus?Das Interview mit Prof. Reinhard Busse über die strukturellen Schwächen des deutschen Gesundheitssystems finden Sie hier. ID:{380cacGxRwlhOrvUvbZcHa}
  • Love in the Air? Hinter den Kulissen des Nato-Gipfels

    49:15|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Nach dem Nato-Gipfel in Ankara ziehen Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz Bilanz: Wie geschlossen tritt das westliche Bündnis wirklich auf? Welche Rolle spielt Donald Trump hinter verschlossenen Türen – und warum spricht Bundeskanzler Friedrich Merz plötzlich vom „Geist von Ankara“? Außerdem geht es um Europas wachsende Verantwortung, neue Rüstungskooperationen und die Frage, ob die NATO sich langfristig unabhängiger von den USA aufstellt.Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, über die geplante Pflegereform. Warum hält er die Vorschläge der Bundesregierung für den falschen Weg? Weshalb fehlen schon heute Pflegekräfte – und warum droht sich die Lage in den kommenden Jahren dramatisch zu verschärfen?Zum Schluss richtet sich der Blick auf die Grünen: Mit einem neuen Papier zur „modernen Männlichkeit“ wollen sie junge Männer zurückgewinnen. Ist das ein kluger Versuch, verlorenes Terrain zurückzuerobern – oder politische Symbolpolitik? Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren über Rollenbilder, gesellschaftlichen Wandel und die Frage, ob Politik überhaupt definieren sollte, was einen „echten Mann" ausmacht. ID:{5ytOu1wJb3a9cJHzRbZKdw}
  • Der große Wurf? Warum Schwarz-Rot plötzlich liefert

    41:53|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Nach Wochen des Streits liefert die Bundesregierung erstmals ein umfassendes Reformpaket – und überrascht mit ungewohnter Geschlossenheit. Im Koalitionsausschuss einigen sich Union und SPD auf Steuerentlastungen, Bürokratieabbau, Änderungen am Arbeitsmarkt und ein klares Signal für mehr Investitionen. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz analysieren, warum diesmal die Vorbereitung besser lief als nach der Villa Borsig, welche Kompromisse beide Seiten eingehen mussten und ob die Koalition damit tatsächlich den Reformstau in Deutschland aufbrechen kann.Im Interview der Woche erklärt CDU-Haushälterin Franziska Hoppermann, warum der Bundeshaushalt künftig nicht mehr allein nach ausgegebenen Milliarden bewertet werden soll. Stattdessen soll der Staat erstmals systematisch messen, welche Wirkung öffentliche Ausgaben tatsächlich erzielen – ein grundlegender Paradigmenwechsel für die Haushalts- und Finanzpolitik.Außerdem geht es um die angekündigten Proteste gegen den AfD-Parteitag in Erfurt. Sind Sitzblockaden ein wirksames Zeichen demokratischen Widerstands – oder stärken sie am Ende genau das Opfer-Narrativ der AfD? Eine Debatte über Protestkultur, politische Strategie und den richtigen Umgang mit einer Partei, die weiter an Zustimmung gewinnt. ID:{5J0T7OJpFwHdqQkjn46C1m}
  • Der große Reformversuch und die kleinen Aufstände

    43:36|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Kann diese Koalition tatsächlich noch Reformen? Nach Monaten des politischen Klein-Kleins sendet das Rentenpaket erstmals ein Signal der Geschlossenheit. Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas präsentieren gemeinsam ein Maßnahmenbündel, das bewusst nicht auseinandergerissen werden soll. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren, warum ausgerechnet die Rentenkommission Hoffnung auf eine neue Reformkultur macht, weshalb aus den eigenen Reihen dennoch Widerstand kommt und ob die Regierung jetzt beweisen muss, dass sie auch bei Steuern, Gesundheit und Pflege liefern kann.Im Interview der Woche ordnet die Historikerin Prof. Heike Görtemaker die hitzige Debatte um den Begriff „Faschismus“ ein. Ausgelöst durch Äußerungen des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano erklärt sie, warum historische Präzision wichtig ist, welche Unterschiede zwischen italienischem Faschismus und deutschem Nationalsozialismus bestehen – und weshalb leichtfertige Vergleiche eher zur Verharmlosung als zur Aufklärung beitragen können.Zum Schluss richtet sich der Blick nach Großbritannien. Nach dem angekündigten Rücktritt von Premierminister Keir Starmer fragen Jörg und Karina, warum die politische Stabilität auf der Insel weiter schwindet, welche Folgen der Brexit bis heute hat und ob Deutschland aus den britischen Erfahrungen etwas lernen kann. ID:{7fxyrLvyLC76SUjgCqH3Of}
  • Die AfD im Faktencheck

    38:36|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Ein gemeinsames Foto von CDU- und AfD-Politikern in Sachsen-Anhalt hat erneut eine Debatte über die Brandmauer ausgelöst. Doch statt über Symbolbilder sprechen Jörg Thadeusz und Karina Mößbauer über Inhalte: Was steht eigentlich in den Wahlprogrammen der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern? Welche Versprechen macht die Partei bei Familie, Migration, Energie und Sozialpolitik – und wie realistisch wären diese Vorhaben überhaupt? Zwischen Babyprämien, kostenlosen Leistungen, Russlandpolitik und dem Begriff der „Remigration“ zeigt sich ein Spannungsfeld aus berechtigten Problembeschreibungen, weitreichenden Versprechen und grundsätzlichen Fragen zur politischen Glaubwürdigkeit.Im Interview der Woche spricht Karina Mößbauer mit dem SPD-Innenpolitiker und ehemaligen Kriminalhauptkommissar Sebastian Fiedler über die größte Reform der deutschen Sicherheitsarchitektur seit Jahrzehnten. Es geht um neue Befugnisse für Polizei und Nachrichtendienste, den Kampf gegen organisierte Kriminalität, Cyberangriffe, hybride Bedrohungen und die Frage, wie Deutschland auf eine zunehmend unsichere Welt reagieren muss. Fiedler erklärt, warum er die aktuelle Sicherheitslage für ernst hält – und weshalb er die Bundesregierung bei der Inneren Sicherheit für überraschend reformstark hält.Zum Schluss richtet sich der Blick auf die große Bühne der internationalen Politik. Nach dem G7-Gipfel in Versailles diskutieren Jörg und Karina über Donald Trump, Emmanuel Macron, die Zukunft der Ukraine-Unterstützung und die Frage, ob sich tatsächlich ein diplomatisches Fenster für neue Verhandlungen mit Russland öffnet – oder ob die Beschlüsse dieses Gipfels schon bald wieder von der politischen Realität eingeholt werden. ID:{l8KZfoxsljTt7oinfNNxE}