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The Pioneer World Briefing von Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel


Latest episode

  • „Keine antisemitische Partei in Berlins Rathaus“

    28:04|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Diese Ausgabe des World Briefing wurde live vor Publikum beim MyWay-Strategiegipfel 2026 in Berlin aufgezeichnet.Neue Weltordnung: Welche Chance hat Europa? Die USA ziehen sich zunehmend aus ihrer traditionellen Rolle als Weltordnungsmacht zurück und konzentrieren sich auf den strategischen Wettbewerb mit China. Für Sigmar Gabriel ist das nicht nur ein Risiko: Viele Länder wollten sich weder von den USA noch von China oder Russland führen lassen, sagt er im Talk mit Chelsea Spieker. Ein geeintes und wirtschaftlich starkes Europa könne für sie zu einem attraktiven Partner werden.USA, China und Iran: Wie verschieben sich die globalen Kräfteverhältnisse? Gabriel hält eine schnelle Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für unwahrscheinlich. Zugleich blickt er auf das Verhältnis zwischen Donald Trump und Xi Jinping: Die USA seien militärisch und technologisch weiterhin stärker, China hole jedoch auf. Europas Einfluss hänge deshalb nicht allein von seiner Verteidigungsfähigkeit ab – entscheidend seien wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft.Deutschland im „perfekten Sturm“: Was muss sich ändern? Günstige Energie, offene Märkte, sichere Handelswege und China als großer Absatzmarkt: Viele Voraussetzungen für Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg hätten sich ins Gegenteil verkehrt. Gabriel fordert mehr Tempo bei Investitionen, weniger Bürokratie und mehr Mut zum Risiko. Mit Blick auf die jüngsten Wahlen kritisiert er zudem die Vergesellschaftungspläne der Berliner Linken und äußert sich deutlich zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der SPD.Produktion: Lorenz LanigRedaktion: Marc Saha ID:{2rlbpgmuIVaLLtdueFkdkF}

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  • „USA und China zeigen sich gerade als geopolitische Schwächlinge”

    21:09|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw World Briefing live bei der MyWay: Am 24. September treffen Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel beim MyWay-Strategiegipfel im Kongresszentrum Westhafen in Berlin aufeinander. Dort zeichnen sie eine neue Folge des World Briefing live vor Publikum auf. Alle Informationen und Tickets gibt es auf der MyWay-Website. Der Iran sitzt am längeren Hebel: Sechs Monate Krieg gegen den Iran – und trotz der militärischen und wirtschaftlichen Übermacht der USA ist kein Ende in Sicht. Im Gespräch mit Chelsea Spieker zieht Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel eine ernüchternde Bilanz: Washington sei ohne klare Strategie in den Konflikt geraten, während auch Peking kaum Einfluss auf Teheran ausüben könne. Ausgerechnet der Iran sitze derzeit gegenüber beiden Großmächten „am längeren Hebel“.Europas Chance: Die Schwäche der Großmächte verändert nach Gabriels Einschätzung die internationale Ordnung – und könnte Europa neue Spielräume eröffnen. Er plädiert für engere politische Bündnisse mit Staaten, die sich weder von Washington noch von Peking führen lassen wollen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder Kanada könnten dabei vorangehen. „Das ist eigentlich Europas Chance“, sagt Gabriel – vorausgesetzt, die Europäer schaffen es, gemeinsam zu handeln.Putin testet den Westen: Mit Blick auf Russland warnt Gabriel davor, die zunehmenden Provokationen an der NATO-Ostflanke zu unterschätzen. Drohnen und russische Kampfjets seien Tests, mit denen Wladimir Putin auslote, wie weit er gehen könne. Steuert die Welt damit auf eine noch größere Katastrophe zu? Gabriel sieht keinen unmittelbar bevorstehenden Weltkrieg, wohl aber eine ernsthafte Gefahr: „Die beste Möglichkeit, ihn davon abzuhalten, ist, Stärke zu zeigen.“Produktion: Till ZobelRedaktion: Marc Saha ID:{1C6bz92oOxWA9zAKi7jFhF}
  • „Trump reagiert nicht auf Liebe, sondern auf Stärke“

    22:04|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Nato: Donald Trump droht mit einem Rückzug der USA aus Europa, spricht gleichzeitig von „Love in the Air“ – während Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf demonstrative Nähe setzt. Ist diese Strategie gescheitert? Chelsea Spieker konfrontiert Sigmar Gabriel mit der Frage, ob Liebedienerei gegenüber Trump überhaupt Erfolg haben kann – oder ob Europa nur mit einer selbstbewussten Haltung bestehen wird. „Am Ende geht es um Interessen und nicht darum, ob man sich lieb hat oder sich schmeichelt.“Nahost: Chelsea Spieker fragt, welche Rolle Europa im Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran künftig spielen sollte. Sigmar Gabriel wirbt für Diplomatie statt militärischer Eskalation und erklärt, warum Europa Stärke zeigen muss, ohne selbst Kriegspartei zu werden. „Trump reagiert nicht auf Schwäche. Trump reagiert nicht auf Liebedienerei. Er reagiert auf Stärke.“Europa: Gemeinsam diskutieren Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel, wie Europa sicherheitspolitisch eigenständiger werden kann, ohne das transatlantische Bündnis aufzugeben. Warum mehr europäische Souveränität im Interesse beider Seiten liegt – und weshalb sich Europa auf alle Szenarien vorbereiten sollte: „Hoping for the best, preparing for the worst.“ Produktion: Till ZobelRedaktion: Marc Saha ID:{2fxD0bsfjExBx0h5YNwIzC}
  • „Europas Einstimmigkeit ist ein Schutzschild für die Kleinen“

    29:56|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Kontrollverlust. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel analysiert die Machtverschiebungen zwischen Iran, Saudi-Arabien, China und den Vereinigten Staaten – und erklärt, warum Donald Trump vor seinem Treffen mit Xi Jinping unter Druck steht. Für Gabriel ist klar: Nicht militärische Stärke entscheidet heute über geopolitischen Einfluss, sondern wirtschaftliche Abhängigkeiten und strategische Rohstoffe.Europa versucht derweil, sicherheitspolitisch erwachsen zu werden. Gabriel spricht über die „Coalition of the Willing“, die neue Rolle Kanadas und die Frage, ob die EU ihr Einstimmigkeitsprinzip in der Außenpolitik aufgeben sollte. Im Gespräch mit World Briefing-Host Chelsea Spieker warnt er vor Illusionen über Europas Handlungsfähigkeit – sieht aber gleichzeitig Bewegung bei Verteidigung, Industriepolitik und strategischer Zusammenarbeit.Auch die deutsche Innenpolitik steht im Fokus. Gabriel kritisiert das öffentliche Erscheinungsbild der Koalition, verteidigt zugleich aber die neuen Schuldenprogramme für Infrastruktur und Verteidigung. Er erklärt, warum wirtschaftliche Stärke wichtiger ist als symbolische Politik, weshalb Deutschland ein Integrationsproblem hat – und warum die Regierung jetzt dringend zeigen müsse, dass sie noch handlungsfähig ist.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{4ZPGSbPEuvGBEJiF2TJNl6}
  • „Der einzige Gewinner ist Netanjahu“

    29:35|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Andauernder Krieg im Nahen Osten. Im Gespräch mit Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel tastet sich Chelsea Spieker an eine unbequeme Wahrheit heran: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hält – aber sie trägt nicht. Beide Seiten verhandeln, weil sie müssen, nicht weil sie wollen. Dass „der Krieg gekommen ist, weil die Diplomatie nicht wirken durfte“, wie Gabriel analysiert, ist dabei weniger Analyse als Diagnose einer Weltlage, in der Eskalation Verhandlungen ersetzt hat.Die Kräfte verschieben sich. Der Iran nutzt die Straße von Hormus als Hebel gegen die Weltwirtschaft, Israel festigt seine Position. Gabriel formuliert es so: „Der einzige Gewinner ist Netanjahu – er hat die Landschaft im Nahen Osten neu gestaltet.“ Eine neue Ordnung entstehe – nicht am Verhandlungstisch, sondern im Schatten militärischer Stärke.Einfluss auf den deutschen Alltag. Die Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn schafft europäische Spielräume, doch steigende Energiepreise und politische Unsicherheit bleiben. Und Außenpolitik wirke nach innen, sofern „der Staat sich zurücknehmen muss, damit die Bürgerinnen und Bürger Luft zum Atmen kriegen“. So gehe es längst nicht mehr nur um Geopolitik, sondern um Lebensrealität.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{BSGK8vtG2sGnXfA7kAGyT}
  • „Trumps Iran-Strategie ist eine Wette mit vielen Unbekannten“

    30:18|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw „Ich habe Zweifel an einem Regime-Change durch Luftbombardements.“ Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hält die militärische Strategie der USA im Iran für ein riskantes Kalkül. Die Hoffnung, durch massive Angriffe das Regime in Teheran ins Wanken zu bringen, sei hochspekulativ – zu viele Faktoren seien unberechenbar, zu wenig spreche für eine geschlossene Opposition im Land.Eskalation mit globaler Sprengkraft. Die Angriffe treffen nicht nur den Iran, sondern die gesamte Weltwirtschaft. Steigende Öl- und Gaspreise, Unsicherheit an den Märkten und wachsender Druck auf Europa zeigen, wie schnell sich ein regionaler Krieg international ausweitet. „Sie merken, die Welt ist total aus den Angeln.“ Gabriel warnt vor einer Dynamik, in der keine Seite die volle Kontrolle über die Eskalation hat.Europa zwischen Abschreckung und Illusionen. Während Frankreich sein nukleares Schutzversprechen ausweitet, mahnt Gabriel zur strategischen Nüchternheit. Deutschland müsse vor allem konventionell abschreckungsfähig werden – nicht über eigene Atomwaffen spekulieren. „Wir tun so, als seien wir hilflos, sind wir gar nicht.“ Entscheidend sei die Kombination aus militärischer Stärke und Verhandlungsbereitschaft.Im Gespräch mit Chelsea Spieker analysiert Sigmar Gabriel die Risiken von Trumps Iran-Strategie, die Rolle Chinas und Russlands – und die Frage, wie Europa in einer zunehmend enthemmten Weltordnung bestehen kann.Das verschriftlichte Interview lesen Sie hier. Produktion: Till Robert Schmidt ID:{1uRohHsnh9CGcDuwu2Jolf}
  • „Europa verliert sich in Nebenkriegsschauplätzen“

    31:17|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw “Under destruction” ist das Motto der 2026er Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Studio des Tagungsortes „Hotel Bayerischer Hof“ analysieren Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel und The Pioneer-Host Chelsea Spieker, was im Jahr 1 nach der „JD Vance-Rede“ passiert ist. Ein Talk über eine transatlantische Beziehung im Umbruch. Die große US-Delegation zeige, sagt Gabriel: „Wir haben ja immer den Eindruck, die Vereinigten Staaten wollen eigentlich nichts mehr von uns – aber das stimmt so nicht.“ Der Kanzler habe den richtigen Ton getroffen: Europa müsse „mehr tun für unsere eigene Sicherheit“, zugleich bleibe ein „starker europäischer Pfeiler in der NATO“ der richtige Weg.Kommunikations-Hot Spot MSC. Sowohl Sigmar Gabriel als auch Chelsea Spieker haben die Konferenz zum Austausch genutzt, haben sich Panels und Speaker angehört, aber auch Hintergrundgespräche geführt. In Gesprächen mit internationalen Unternehmen spürt Gabriel wachsende Unsicherheit – geopolitisch wie wirtschaftlich. Gerade deshalb müsse Europas Leitmotiv lauten: „Economy first.“ Ohne wirtschaftliche Stärke lasse sich weder Verteidigung noch sozialer Zusammenhalt finanzieren. Schwäche, so Gabriel, „imponiert Donald Trump nicht“.Europa abwehrbereit? Deutlich skeptisch ist er gegenüber einer vorschnellen Nuklear-Debatte. „First things first“ – Europa müsse erst seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit glaubwürdig aufbauen. Wer jetzt über eigene Atomwaffen diskutiere, schüre Ängste: „Ich würde nicht unterschätzen, wie viele Menschen Angst vor dieser Diskussion haben.“Lösung für die Ukraine? Zum Ukraine-Krieg mahnt Gabriel zur Geschlossenheit mit den USA. Ein eigener europäischer Verhandlungs-Pfad wäre „lebensmüde“ und würde Putin in die Hände spielen. Sein Fazit aus München: kein Durchbruch – aber „ein Schritt nach vorne und nicht zurück“.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{6ajG641mxlsyqIaqL5MekZ}