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The Pioneer World Briefing von Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel

„Europas Einstimmigkeit ist ein Schutzschild für die Kleinen“

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Kontrollverlust. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel analysiert die Machtverschiebungen zwischen Iran, Saudi-Arabien, China und den Vereinigten Staaten – und erklärt, warum Donald Trump vor seinem Treffen mit Xi Jinping unter Druck steht. Für Gabriel ist klar: Nicht militärische Stärke entscheidet heute über geopolitischen Einfluss, sondern wirtschaftliche Abhängigkeiten und strategische Rohstoffe.

Europa versucht derweil, sicherheitspolitisch erwachsen zu werden. Gabriel spricht über die „Coalition of the Willing“, die neue Rolle Kanadas und die Frage, ob die EU ihr Einstimmigkeitsprinzip in der Außenpolitik aufgeben sollte. Im Gespräch mit World Briefing-Host Chelsea Spieker warnt er vor Illusionen über Europas Handlungsfähigkeit – sieht aber gleichzeitig Bewegung bei Verteidigung, Industriepolitik und strategischer Zusammenarbeit.

Auch die deutsche Innenpolitik steht im Fokus. Gabriel kritisiert das öffentliche Erscheinungsbild der Koalition, verteidigt zugleich aber die neuen Schuldenprogramme für Infrastruktur und Verteidigung. Er erklärt, warum wirtschaftliche Stärke wichtiger ist als symbolische Politik, weshalb Deutschland ein Integrationsproblem hat – und warum die Regierung jetzt dringend zeigen müsse, dass sie noch handlungsfähig ist.

Produktion: Till Robert Schmidt

Redaktion: Marc Saha


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  • „Trump reagiert nicht auf Liebe, sondern auf Stärke“

    22:04|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Nato: Donald Trump droht mit einem Rückzug der USA aus Europa, spricht gleichzeitig von „Love in the Air“ – während Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf demonstrative Nähe setzt. Ist diese Strategie gescheitert? Chelsea Spieker konfrontiert Sigmar Gabriel mit der Frage, ob Liebedienerei gegenüber Trump überhaupt Erfolg haben kann – oder ob Europa nur mit einer selbstbewussten Haltung bestehen wird. „Am Ende geht es um Interessen und nicht darum, ob man sich lieb hat oder sich schmeichelt.“Nahost: Chelsea Spieker fragt, welche Rolle Europa im Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran künftig spielen sollte. Sigmar Gabriel wirbt für Diplomatie statt militärischer Eskalation und erklärt, warum Europa Stärke zeigen muss, ohne selbst Kriegspartei zu werden. „Trump reagiert nicht auf Schwäche. Trump reagiert nicht auf Liebedienerei. Er reagiert auf Stärke.“Europa: Gemeinsam diskutieren Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel, wie Europa sicherheitspolitisch eigenständiger werden kann, ohne das transatlantische Bündnis aufzugeben. Warum mehr europäische Souveränität im Interesse beider Seiten liegt – und weshalb sich Europa auf alle Szenarien vorbereiten sollte: „Hoping for the best, preparing for the worst.“ Produktion: Till ZobelRedaktion: Marc Saha ID:{2fxD0bsfjExBx0h5YNwIzC}
  • „Der einzige Gewinner ist Netanjahu“

    29:35|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Andauernder Krieg im Nahen Osten. Im Gespräch mit Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel tastet sich Chelsea Spieker an eine unbequeme Wahrheit heran: Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hält – aber sie trägt nicht. Beide Seiten verhandeln, weil sie müssen, nicht weil sie wollen. Dass „der Krieg gekommen ist, weil die Diplomatie nicht wirken durfte“, wie Gabriel analysiert, ist dabei weniger Analyse als Diagnose einer Weltlage, in der Eskalation Verhandlungen ersetzt hat.Die Kräfte verschieben sich. Der Iran nutzt die Straße von Hormus als Hebel gegen die Weltwirtschaft, Israel festigt seine Position. Gabriel formuliert es so: „Der einzige Gewinner ist Netanjahu – er hat die Landschaft im Nahen Osten neu gestaltet.“ Eine neue Ordnung entstehe – nicht am Verhandlungstisch, sondern im Schatten militärischer Stärke.Einfluss auf den deutschen Alltag. Die Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn schafft europäische Spielräume, doch steigende Energiepreise und politische Unsicherheit bleiben. Und Außenpolitik wirke nach innen, sofern „der Staat sich zurücknehmen muss, damit die Bürgerinnen und Bürger Luft zum Atmen kriegen“. So gehe es längst nicht mehr nur um Geopolitik, sondern um Lebensrealität.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{BSGK8vtG2sGnXfA7kAGyT}
  • „Trumps Iran-Strategie ist eine Wette mit vielen Unbekannten“

    30:18|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw „Ich habe Zweifel an einem Regime-Change durch Luftbombardements.“ Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hält die militärische Strategie der USA im Iran für ein riskantes Kalkül. Die Hoffnung, durch massive Angriffe das Regime in Teheran ins Wanken zu bringen, sei hochspekulativ – zu viele Faktoren seien unberechenbar, zu wenig spreche für eine geschlossene Opposition im Land.Eskalation mit globaler Sprengkraft. Die Angriffe treffen nicht nur den Iran, sondern die gesamte Weltwirtschaft. Steigende Öl- und Gaspreise, Unsicherheit an den Märkten und wachsender Druck auf Europa zeigen, wie schnell sich ein regionaler Krieg international ausweitet. „Sie merken, die Welt ist total aus den Angeln.“ Gabriel warnt vor einer Dynamik, in der keine Seite die volle Kontrolle über die Eskalation hat.Europa zwischen Abschreckung und Illusionen. Während Frankreich sein nukleares Schutzversprechen ausweitet, mahnt Gabriel zur strategischen Nüchternheit. Deutschland müsse vor allem konventionell abschreckungsfähig werden – nicht über eigene Atomwaffen spekulieren. „Wir tun so, als seien wir hilflos, sind wir gar nicht.“ Entscheidend sei die Kombination aus militärischer Stärke und Verhandlungsbereitschaft.Im Gespräch mit Chelsea Spieker analysiert Sigmar Gabriel die Risiken von Trumps Iran-Strategie, die Rolle Chinas und Russlands – und die Frage, wie Europa in einer zunehmend enthemmten Weltordnung bestehen kann.Das verschriftlichte Interview lesen Sie hier. Produktion: Till Robert Schmidt ID:{1uRohHsnh9CGcDuwu2Jolf}
  • „Europa verliert sich in Nebenkriegsschauplätzen“

    31:17|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw “Under destruction” ist das Motto der 2026er Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Studio des Tagungsortes „Hotel Bayerischer Hof“ analysieren Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel und The Pioneer-Host Chelsea Spieker, was im Jahr 1 nach der „JD Vance-Rede“ passiert ist. Ein Talk über eine transatlantische Beziehung im Umbruch. Die große US-Delegation zeige, sagt Gabriel: „Wir haben ja immer den Eindruck, die Vereinigten Staaten wollen eigentlich nichts mehr von uns – aber das stimmt so nicht.“ Der Kanzler habe den richtigen Ton getroffen: Europa müsse „mehr tun für unsere eigene Sicherheit“, zugleich bleibe ein „starker europäischer Pfeiler in der NATO“ der richtige Weg.Kommunikations-Hot Spot MSC. Sowohl Sigmar Gabriel als auch Chelsea Spieker haben die Konferenz zum Austausch genutzt, haben sich Panels und Speaker angehört, aber auch Hintergrundgespräche geführt. In Gesprächen mit internationalen Unternehmen spürt Gabriel wachsende Unsicherheit – geopolitisch wie wirtschaftlich. Gerade deshalb müsse Europas Leitmotiv lauten: „Economy first.“ Ohne wirtschaftliche Stärke lasse sich weder Verteidigung noch sozialer Zusammenhalt finanzieren. Schwäche, so Gabriel, „imponiert Donald Trump nicht“.Europa abwehrbereit? Deutlich skeptisch ist er gegenüber einer vorschnellen Nuklear-Debatte. „First things first“ – Europa müsse erst seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit glaubwürdig aufbauen. Wer jetzt über eigene Atomwaffen diskutiere, schüre Ängste: „Ich würde nicht unterschätzen, wie viele Menschen Angst vor dieser Diskussion haben.“Lösung für die Ukraine? Zum Ukraine-Krieg mahnt Gabriel zur Geschlossenheit mit den USA. Ein eigener europäischer Verhandlungs-Pfad wäre „lebensmüde“ und würde Putin in die Hände spielen. Sein Fazit aus München: kein Durchbruch – aber „ein Schritt nach vorne und nicht zurück“.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{6ajG641mxlsyqIaqL5MekZ}
  • „Demokratie lässt sich nicht mit Öl-Verträgen erzwingen“

    31:30|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw „Kein Mitleid für den Gangster“. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel bewertet die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ohne jede Sentimentalität. Für ihn ist Maduro kein legitimer Staatschef, sondern ein krimineller Machthaber, der Venezuela systematisch ausgeplündert hat. Entscheidend sei nun, ob ein echter demokratischer Neuanfang möglich wird oder nur ein Austausch der Eliten stattfindet, sagt Gabriel im Talk mit The Pioneer-Host Chelsea Spieker: „Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt, sondern folgt der Logik von Macht.“Trumps Hunger nach Öl. Scharf kritisiert Gabriel die angekündigte amerikanische Kontrolle über venezolanische Ölexporte. Dieses Vorgehen erinnere gefährlich an frühere US-Interventionen in Lateinamerika mit langfristig destabilisierenden Folgen. Demokratie lasse sich nicht militärisch erzwingen, sondern müsse von innen wachsen. „Das Ergebnis solcher Interventionen ist fast immer schlimmer als das, was vorher da war.“Europa, sei mutig! Mit Blick auf Europa fordert Gabriel mehr strategische Klarheit und weniger moralische Selbstgewissheit. Die Welt bewege sich wieder in Richtung Einflusssphären, was auch für Russland und China ein Signal sei. Europa dürfe sich dabei nicht herumschubsen lassen, sondern müsse eigene Interessen vertreten. „Resilienz ist heute vor allem eine Frage unserer inneren Haltung.“ Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{334CSvT7yRJ10MpDPnQR8M}
  • „Weltpolitik wird nicht vom Amtsgericht verhandelt“

    29:33|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Europa hat 2025 vor allem eines gezeigt: Uneinigkeit. Der Plan von Friedrich Merz, russisches Staatsvermögen zur Finanzierung der Ukraine-Hilfe zu nutzen, ist gescheitert – nicht an Recht, sondern an der Realität europäischer Interessenspolitik.Im Gespräch mit Chelsea Spieker analysiert Ex-Außenminister Sigmar Gabriel, was dieser diplomatische Rückschlag für die geopolitische Glaubwürdigkeit Europas bedeutet – und warum er Friedrich Merz dennoch für seinen Vorstoß lobt.Europa zwischen Anspruch und Abstinenz: Gabriel warnt vor einer Weltordnung, in der Europa nur noch Zuschauer ist – ob im Ukrainekrieg, im Nahostkonflikt oder gegenüber den geopolitischen Ambitionen der USA unter Donald Trump.„Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt“, sagt Gabriel – und fordert eine nüchterne, strategische Neuausrichtung der europäischen Außenpolitik: weniger Naivität, mehr Realismus.Auch über die Schwächen der deutschen Industrie, das Blockieren des Mercosur-Abkommens, Big Tech, den wachsenden Einfluss des globalen Südens – und eine mögliche neue Sicherheitsarchitektur in Europa wird gesprochen.Eine Folge über das, was war – und das, was 2026 dringend besser werden muss. ID:{1O42eSh7Mb2mrcGw7cOwyT}
  • „Die EU sollte jetzt gemeinsame Schulden machen“

    31:38|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier.Donald Trump, Europa und der Ukraine-Krieg. Donald Trump hat erstmals harte Sanktionen gegen russische Ölkonzerne verhängt – für Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel ein Wendepunkt, aber kein Durchbruch. „Putin führt diesen Krieg längst als Wirtschaftskrieg – Sanktionen sind für ihn so etwas wie eine Großmachtssteuer.“ Der frühere Außenminister erklärt im Gespräch mit The Pioneer-Host Chelsea Spieker, warum Russland vom westlichen Druck unbeeindruckt bleibt und weshalb Europa sich nicht auf Washington verlassen darf.Europa zwischen Mut und Stillstand. Gabriel fordert ein neues gemeinsames Handeln der Europäer – politisch, wirtschaftlich und militärisch. „Ohne den Mut von Adenauer und de Gaulle wird Europa in den Mühlsteinen zwischen Amerika, China und Russland zerrieben.“ Er sieht im Draghi-Plan die Chance für einen echten Aufbruch: gemeinsame Investitionen, gemeinsame Verteidigung, gemeinsame Verantwortung.Nahost: Hoffnung mit Fragezeichen. Auch im Nahen Osten sieht Gabriel nur vorsichtige Hoffnung nach dem von Trump vermittelten Waffenstillstand. „Die Geschichte zeigt, dass selbst die stärksten Friedensentwürfe im Nahen Osten oft an den Radikalen beider Seiten scheitern.“ Entscheidend sei nun, ob Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und ob die USA ihr Engagement fortsetzen.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{5GRSZaVjDqFqhvlc3IutCD}
  • „Netanjahu sind die Geiseln egal“

    24:58|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier. „Putin testet uns“: Russische Drohnen über Polen, keine Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Putin und dem Westen, alarmierte Staaten im Baltikum. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel vermutet dahinter einen Plan. Der russische Präsident wolle unsere Verteidigungsfähigkeit und den Zusammenhalt der NATO-Staaten testen. Trotzdem rät Gabriel: „Nicht nur aufrüsten, sondern auch weiter verhandeln.“ „Radikalinski Kirk“. In den USA hat der Mord am Polit-Aktivisten Charlie Kirk die Gräben in der Gesellschaft vertieft. Im Gespräch mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker analysiert Sigmar Gabriel, was der Mord für die USA und Präsident Trump bedeutet. Isoliertes Israel? Die Gaza-Offensive der israelischen Armee, die nach wie vor verschleppten Geiseln, die Attacke auf die Hamas-Führung in Katar und die Lage im wenig beachteten Westjordanland. Sigmar Gabriel kommt in dieser Folge zum Schluss, Israels Gesellschaft sei nach rechts gerückt, die Fundamentalisten beider Seiten (Israel und Palästinenser) brauchen und benutzen sich: „Alle Zeichen im Nahen Osten stehen auf rot“. Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{1BMUxOBT4m81iGkiciwv8s}