Feuer & Brot

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2015 - was passiert ist, was verloren ging und was sich nicht wiederholen darf.

Ep. 64

Die Bundestagswahl steht bevor und der Wahlkampf-Sommer ist fast vorbei. Ein Thema, bei dem Parteipositionen noch einmal deutlich wurde, war der Truppenabzug aus Afghanistan und die damit einhergehende Vereinnahmung der Taliban des Landes. Die Antwort von Kanzlerkandidat Armin Laschet und einigen anderen aus der Union auf die Katastrophe war unter anderem der Satz: „2015 darf sich nicht wiederholen“. Das klang wie: Es dürfen nicht noch einmal so viele Geflüchtete kommen. Das hat uns zum Nachdenken gebracht. Warum ist in der Reihe von schrecklichen Jahren der 10er Jahre gerade 2015 das Jahr, das sich laut Union nicht wiederholen darf? Die Bereitschaft, Menschen aufzunehmen und sich zu engagieren war weit höher, als jetzt, so macht es den Anschein. Was ist eigentlich in dem Jahr genau passiert und wie kam es, dass nach viel sozialen Einsatz, Deutschland und die EU ein ganzes Stück weiter nach rechts rückte? Und wie beeinflusst dieses Jahr, die politische Stimmung bis heute?




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More Episodes

2/23/2022

Heterofatalismus - are straights okay?

Season 6, Ep. 69
https://linktr.ee/feuerundbrotIn dieser Folge sitzen wir uns seit Langem zum ersten Mal nicht gegenüber. Alice hatte in der zweiten Runde Corona und so haben wir getrennt voneinander aufgezeichnet. Die Frage, die wir uns diesen Monat gestellt haben, ist eine, die wir uns schon öfter gestellt haben, wenn wir uns das hetero Dating Life im allgemeinen und insbesondere straight cis Menschen mal genauer angeschaut haben: What is up with hetero couples? Are straights okay? Kann man das Patriarchat bekämpfen und trotzdem Männer lieben? Und, immer wieder die Frage: Kann man als Frau in einer hetero Beziehung wirklich emanzipiert leben? Wer diese Fragen mit "nein" beantwortet, denkt heterofatalistisch. Ja, es gibt ein Wort für dieses Gefühl, das viele hetero Frauen empfinden und in Memes Hashtags oder Essays betonen. "Men are trash", "Männer lol" - sind Sprüche mit unter besonders großen Anklang bei Frauen finden, die auf Männer stehen. Diese sind einerseits gut nachvollziehbar, schaut man allein auf die zahlreichen und nicht enden wollenden Femizide, die von (Ex)Partnern begangen werden. Heterofatalismus kann also etwas Emanzpatorisches und Radikales haben. Auf der anderen Seite bleibt er oft performativ. Die wenigsten schwören dem Heterosein wirklich ab (geht das überhaupt?). Was ist also die Lösung? Vielleicht sollten sich hetero und bisexuelle Frauen erst einmal fragen: Warum stehe ich überhaupt auf Männer?Shownotes:Tara Moknee - Heterofatalism. WHY straight women are not okayhttps://www.youtube.com/watch?v=S4xCbmCG2Rc&t=197sAsa Seresin: Heteropessismusmhttps://thenewinquiry.com/on-heteropessimism/Yuhe Faye Wang: Heterosexuality and its discontent:https://theoutline.com/post/8607/heteropessimism-why-women-date-menMegan Wallace: Straight people are not okayhttps://www.dazeddigital.com/life-culture/article/48240/1/straight-people-are-not-ok-heteropessimism-love-is-blind-netflixHanne Blank: Straight. The surprisingly short history of heterosexualityhttps://www.goodreads.com/book/show/12053371-straightPauline Harmange: Ich hasse Männerhttps://www.rowohlt.de/buch/pauline-harmange-ich-hasse-maenner-9783499006753Podcast: Why do I like men?https://soundcloud.com/user-191226348/ep-1-ft-larissa-phamSophie Lewis: Collective Turnoffhttps://maljournal.com/5/sex-negative/sophie-lewis/collective-turn-off/
1/22/2022

Sex and The City und die 2000er: Kommt der Postfeminismus zurück?

Ep. 68
Sponsored by BLINKISThttp://www.blinkist.de/feuerundbrotCode: feuerundbrotDie 2000er sind wieder da! Zumindest wenn es um Trends geht. Begleitet mit viel Nostalgie und einer wiederauflebenden Verehrung von damaligen Pop Icons wie Paris Hilton, Lindsay Lohan, Jennifer Lopez, Britney Spears etc..Es war eine Popkultur-Ära, in der vermittelt wurde: Feminismus hat seine Mission erfüllt. Es hieß nicht mehr „Emanzipation“ sondern nur noch „Girl Power“. Viele Frauen damals distanzierten sich vom Feminismus, hielten ihn für spalterisch und männerhassend.Die postfeministische Zeit war auch die Geburtsstunde vieler weiblicher Hauptcharaktere, die neue Heldinnenzeigte: im Leben stehend, beruflich erfüllt, ein tolles soziales Leben, aber: Single und auf der Suche nach Liebe. Und was ist eigentlich mit Kindern? Unter Charakteren wie die Frauen in Sex and the City, Ally McBeal und Bridget Jones lag die Frage: Can (white cis hetero middle class) women have it all?Mit dem 2000er Trend kehrt auch Sex and The Cityin neuer Form zurück mit „Just like that“ und möchte die damaligen Icons Carrie Bradshaw, Miranda Hobbes undCharlotte York in der heutigen Zeit erzählen, die damit kämpfen nicht den Anschluss zu verlieren.Aber: Kommt der Postfeminismus vielleicht wieder zurück? Auch wenn Gen Z auf der einen Seite wahnsinnig politisch ist, gibt es auch eine andere Seite: Der große Erfolg der FDP gerade unter jungen Leuten lässt vermuten, dass viele junge Menschen gar nicht so kapitalismuskritisch sind, wie angenommen. Schönheitsideale werden nicht mehr dekonstruiert, sondern einfach käuflich erwerbbar gemacht, durch OPs und Filler und Filter. Und langsam haben dann Leute auch keinen Bock mehr zu gendern….Shownotes:The Take: The Myth of Postfeminism - Why the 00’s were so sexist https://www.youtube.com/watch?v=oBxgEIcMB6o&t=1sThe Take: Toxic Takeaways - What Sex and the City Got Wrong https://www.youtube.com/watch?v=wyac0t4avCcBohrer Deschanel: Sex and the City: Love at the End of History https://www.youtube.com/watch?v=mIbIcJHKnXMThe Take: And Just Like That - How Sex and the City Changed https://www.youtube.com/watch?v=9XDYHrFRpugMedia&Identity 2016: Postfeminist Media Culturehttps://www.youtube.com/watch?v=d8daSINpQR4Angela McRobbie: Top Girls: Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes, Springer Verlag 2010Rosalind Gill: Postfeminist media culturehttps://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/1367549407075898