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DER WILDE STOIKER – Stoizismus, Gelassenheit und Selbstkontrolle
Stoische Philosophie für Alltag, Beruf, Beziehung und Konflikt
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224. Hör auf, an Utopien zu glauben
25:08||Ep. 224Menschen lieben Heilsversprechen, je irrationaler und emotionaler sie sind, desto mehr. Daher kann man ihnen eine angeblich mögliche perfekte Welt prima als Droge verkaufen.Das Schlimme: Jede Generation glaubt, sie wisse es aber besser, mache es diesmal richtig. Sie ignoriert die Leichenberge der Geschichte und streichelt sich öffentlich selbst, weil sie doch zu gute Absichten hat. Natürlich sind gute Absichten – und über die könnte man streiten – historisch völlig irrelevant.Fest steht: Idealträume enden IMMER im Blutvergießen und Totalitarismus.Utopie braucht Kontrolle, Kontrolle ist Zwang, Zwang erzeugt Gewalt. Idealisten werden sehr schnell zu Mördern.Vielleicht helfen uns Stozismus und Karl Popper weiter.Wie siehst du das?
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223. Du HASST deinen Job? Selbst schuld.
21:00||Ep. 223In dieser Folge lernst du drei Dinge:Erstens: Warum nicht dein Job dich unglücklich macht – sondern du selbst. Zweitens: Warum die Meinung deiner Kollegen völlig irrelevant ist. Drittens: Warum stoische Gelassenheit nichts mit Erdulden zu tun hat.Die meisten Umfragen zeigen (im Westen) in die gleiche Richtung: Fast die Hälfte aller Befragten „hasst“ (von „mag nicht“ bis „hasse“) ihren Job – und bleiben trotzdem dabei.Erstaunlich, oder?Wir schauen auf die Gründe und ordnen stoisch ein.Aus stoischer Sicht gibt es genau drei Lösungen für das Problem, die stelle ich euch vor.In der Fortsetzung dieses Podcasts auf https://www.patreon.com/bellberg gehen wir genauer auf die Gründe, die die Menschen für ihre Unzufriedenheit angegeben haben, ein. Meine stoische Interpretation wird nicht jedem gefallen. So ist das eben mit Stoizismus.
222. Ist die Suche nach einer Exit-Stratgie stoisch?
26:08||Ep. 222Ist die Suche nach einer Exit-Stratgie stoisch?Obwohl euer Lieblingsmoderator seit Jahren nicht müde wird, von seiner persönlichen Exit-Stratgie zu sprechen, ist die Suche nach so einem „Ausweg“ nicht stoisch im klassischen Sinn.Viele Menschen sprechen von Exit-Stratgien, kein Wunder, wenn man alleine die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa, der Schweiz und besonders Deutschland betrachtet.Ist die Suche nach einer Exit Strategie wirklich stoisch? Kurzfassung: Nein – zumindest nicht im klassischen stoischen Sinn. Aber: Es gibt eine stoische Grenzversion, die oft missverstanden wird.Bitte bedenken: Stoizismus ist gegenwatszentriert und gelassenheitsbasiert. Mehr im Podcast. Wie immer werbefrei für alle Supporter auf patreon.com/c/bellberg. Komm doch einfach rüber zu https://www.patreon.com/c/bellberg, genieße hunderte exklusive Bonusinhalte und supporte mich ganz nebenbei. Lässig.
221. Was ich 2025 gelernt habe
33:56||Ep. 221Was ich 2025 gelernt habe, was die Hörer? (#221)Kinders, wieder ein Jahr rum und ein neues am Start. Habe ich etwas gelernt? Ich hoffe doch sehr. Aber zu Beginn erst einmal, was ihr gelernt habt, das heißt, einige von euch.Wir schauen nach Bremen, Potsdam und andere Orte, wo Hörer Erfreuliches zu berichten haben. Dann an die Küste, wo ich sitze und sinniere, ob mein Gelerntes zu negativ für den ersten Podcast im Jahr ist und zu dem Ergebnis komme, ist Wurst, meine Hörer und Hörerinnen sind knallhart, die halten alles aus, erst Recht meine Gedanken.Denn ich habe einiges Neues gelernt, vor allem aber, dass viele meiner Idee, Theorien und auch Erkenntnisse in der (neuen?) Realität viel stärker vertreten sind, als ich es selbst geglaubt hatte.Themen dieses Podcast u. a.:- Determinismus- Groll auf andere Menschen- Plan- vs. Marktwirtschaft- Stoische Filmkritik- Advocatus Diaboli- Stoisches Tagebuch- Selbstcoaching- NPCs/Narzissten/Idioten- Medien/Fake News- Lernschwierigkeiten bei alten Säcken wie mir- Finanzielles Kleinkindgehabe- Authentizidingsbums- …Nur das Beste für die Besten der Besten.
220. Betrand Russells 10 (doppelte) Gebote – stoisch oder sehr stoisch?
30:57||Ep. 220Ich gebe euch heute die 10 Gebote von Bertrand Russell an die Hand und freue mich, was ihr damit in eurem Leben anstellt. Eigentlich sogar 20 Gebote, denn Russell hat einmal in der New York Times und einmal im Everyman jeweils zehn solcher Minivorschriften veröffentlicht. Spannend!Gefällt dir was ich mache, oder gefällt es dir nicht, aber du hast gerade nichts Besseres, und was könnte schon besser sein?, zu tun: Komm rüber zu den coolen Leuten auf www.patreon.com/bellberg
218. Warum Gesellschaften brennen
34:59||Ep. 218Angeregt von einer Hörerzuschrift gehe ich (noch einmal, aber anders) auf die Theorien des antiken Philosophen Polybios (Polybius) ein. Eine seiner Theorien beschäftigt sich mit dem Aufstieg und Fall von Zivilisationen und besagt, dass alle Zivilisationen einen Kreislauf von Regierungssystemen/politischen Systemen durchlaufen, und am Ende wieder an den Anfang zurückkehren.Der Zyklus selbst sieht so aus:Monarchie – Ein einzelner tugendhafter Herrscher führt gerecht.→ Doch Macht korrumpiert; Nachfolger werden selbstherrlich.Tyrannei – Die Menschen stürzen den Tyrannen.→ Sie schaffen ein System, in dem mehrere „Gute“ regieren.Aristokratie – Eine Elite regiert zum Wohl aller.→ Doch mit der Zeit degeneriert sie zur Selbstbereicherung.Oligarchie – Die Reichen herrschen nur für sich selbst.→ Das Volk empört sich, will Freiheit.Demokratie – Das Volk regiert (idealistisch, gerecht).→ Doch Übermaß an Freiheit führt zu Verantwortungslosigkeit.Ochlokratie (Pöbelherrschaft) – Die Masse folgt Demagogen.→ Chaos, Gewalt, Macht des Lautesten.Rückkehr zur Monarchie – Ein starker Mann „ordnet“ wieder alles – und der Zyklus beginnt von Neuem.Polybios nennt diesen Kreislauf anakyklosis (ἀνακύκλωσις = Umwälzung, Wiederkehr).Polybios’ Lösung: Die gemischte VerfassungEr sah in Rom den „Ausweg“ aus diesem ewigen Kreislauf:Rom kombinierte Monarchie (Konsuln), Aristokratie (Senat) und Demokratie (Volksversammlungen) in einem System, das sich gegenseitig ausbalanciert. Das war für Polybios der Grund, warum Rom stabil und erfolgreich war – ein System von Checks and Balances – und das bereits 200 v. Chr. Das erinnert stark an Montesquieu und später die US-Verfassung – Polybios ist in gewisser Weise ihr Urvater.Der Zyklus entsteht also, weil jede Herrschaftsform durch ihre eigenen inneren Fehler (die am Ende natürloch menschliche Fehler sind) zerfällt.Wir schauen auf die Theorie selbst, Polybios’ Menschenbild dahinter und überlegen, wie stoisches Denken dazu passt. Vor allem gehen wir auf den Begriff „natürlich“ und seine stoische Bedeutung ein, die sich von der umgangsprachlichen heutigen unterscheidet.
217. Warum sind nur alle so wütend?
37:54||Ep. 217DER WILDE STOIKER #217 stellt die Frage: „Warum sind nur alle so wütend?“ Der Untertitel könnte lauten: „Wenn zwei Welten zerbrechen“.Viele Menschen glauben, die Gesellschaft werde jedes Jahr aggressiver, feindseliger gegenüber anderen Meinungen, diktatorischer. Sie könnten gut recht haben, aber woran liegt das genau?Wir sprechen über die stoische Sicht auf Wut, Hass und Aggression und über die – meiner Meinung nach – recht simple Erklärung hinter diesem Phänomen. Simpel, aber sehr gefährlich. Social Media, Talkshows, Freundeskreise – jeder scheint wütend zu sein. Frage: Wann genau ist Wut zum Grundrauschen geworden?Aus stoischer Sicht ist Wut ein (abzulehnender) Affekt und vor allem ein Zeichen der Ohnmacht – der wütende Mensch hat seine ratio und damit seine Urteilskraft (temporär) verloren. Aber warum?Die Antwort: Wir erleben gerade, wie zwei komplette Welten zusammenbrechen. Die Folge: kognitive Dissonanz in ungekanntem Ausmaß. Die beiden führenden Weltbilder in westlichen Gesellschaften – nennen wir sie „Welt A“ (Konservative, klassische Liberale) und „Welt B“ (linke und rechte Kollektivisten) – brechen gleichzeitig zusammen. Folge: Wut ersetzt Denken. Diese Situation ist brandgefährlich und sorgte in der Vergangenheit eigentlich immer für großes Leid.Wie muss eine stoische Antwort darauf aussehen?Danke für deinen Support auf Patreon.com/bellberg