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cover art for Charlotte Lion über gekränkte Männlichkeit, Dresscodes und ihre Arbeit an der Tür des KitKat

Berlin Booth

Charlotte Lion über gekränkte Männlichkeit, Dresscodes und ihre Arbeit an der Tür des KitKat

Season 1, Ep. 26

Charlotte Lion arbeitet seit sieben Jahren bei Symbiotikka als Selekteurin an der Tür des KitKat. Auf ihren Blick, auf ihre Entscheidung kommt es an, wer reinkommt – und wer draußen bleibt! Bei ihren Entscheidungen geht es weniger um persönlichen Geschmack, sondern darum, die Party mit den Menschen zu zelebrieren, die die Vielfalt und Atmosphäre schätzen.


Symbiotikka ist eine Kink- und Sexpositivparty, bei der sich alle Teilnehmenden wohlfühlen sollen. Das gilt sowohl für die, denen es um die sexuell aufgeladene Stimmung im Club geht, als auch für jene, die sich in einem Umfeld bewegen wollen, das ihnen möglichst viel Freiraum für die eigene Expression bietet. Charlotte entscheidet also nicht über Alter, Geschlecht oder Herkunft, sondern über das Miteinander und „die innere Einstellung“, wie sie sagt. Es geht um Respekt, Akzeptanz und die Schönheit des Einzelnen. Dass solche Räume darum auch immer Schutzräume sind, zeigt Symbiottikka mit Specials wie „Goddesses“, das sich um die Facetten von Weiblichkeit dreht.


Wir haben mit der Bouncerin und Selekteurin über Rassismusvorwürfe, gekränkte - meist männliche – Eitelkeiten, Dresscodes und die Unerlässlichkeit von Awarness-Teams im Club gesprochen.


Redaktion: Martin Daßinnies, Max Finger

Moderation: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Leo Prüfer, Marcus Kempe

Postproduktion: Leo Prüfer

Grafik: Cleo Beater, Florian Springfeldt


Berlin Booth ist eine Produktion von KiVVON.

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  • 87. Feel Festival-CEO Kira Taige über Kunst, kollektives Erleben und ihren Weg in die Festivalwelt

    45:57||Season 1, Ep. 87
    Menschen eine Bühne zu geben und Freiräume für Kunst und Kultur zu schaffen – das ist der Antrieb von Kira Taige. Seit zwei Jahren leitet sie als Geschäftsführerin das Feel Festival und zählt längst zu den prägenden Stimmen der hiesigen Festivallandschaft. Mit ihr haben wir über ihren Weg von der Praktikantin zur Geschäftsführerin gesprochen, über nachhaltige Festivalstrukturen, kreative Verantwortung – und über die besondere Magie, wenn über Monate hinweg ein temporäres Dorf aus Kunst, Musik und Gemeinschaft entsteht. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 86. Dave Dinger über seine Anfänge in der Bar 25, Club als Sinnbild für Freiheit und mentale Gesundheit

    49:42||Season 1, Ep. 86
    Dave Dinger gehört zu den prägenden Figuren der Berliner Partykultur. Er war nicht nur maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts der legendären Bar 25 beteiligt, sondern formte als Gründungsmitglied des Bachstelzen-Kollektivs auch dessen Partys und Veranstaltungen zu eigenständigen sozialen, musikalischen und ästhetischen Räumen. Nach einem schweren Burnout richtet sich sein Fokus heute auf die Begleitung von Künstler*innen und Kollektiven. In Coachings und Beratungen gibt er seine langjährigen Erfahrungen aus der Arbeit mit kreativen Gemeinschaften weiter. Mit Berlin Boot sprach er über die Entstehung der Bar 25, die Gestaltung von Clubräumen als soziale Orte, Flowmanagement, die Veränderungen der Club- und Festivalkultur nach Corona und über das Gefühl des Aneinandervorbeilebens in einer Szene, die sich oft für besonders verbunden hält. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 85. Christian Reckmann vom Wurzelfestival über die Krise der Festivalszene und neue Perspektiven

    51:03||Season 1, Ep. 85
    Christian Reckmann ist Mitgründer und Geschäftsführer der Secret Forest GmbH und Veranstalter des Festivals „Zurück zu den Wurzeln“. Seit über drei Jahrzehnten prägt er die Berliner Clubkultur- und Eventbranche. Sein Fokus: nachhaltige Eventstrukturen mit Bestand. Im Gespräch mit Berlin Booth spricht Reckmann über die Krise der hiesigen Musikfestivals, die vor allem subkulturelle Festivals jenseits des Mainstreams trifft, über neue Wege aus der Krise, die Bedeutung von Communityarbeit – und darüber, warum das Wurzelfestival von Beginn an auf Inklusion gesetzt hat. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 84. Lara Hanto von whereto.dance über die elektronische Festivalszene, Zeltplatzleben und Gemeinschaft

    54:39||Season 1, Ep. 84
    Lara Hanto ist das Gesicht hinter whereto.dance. Als Festival-Influencerin nimmt sie ihre Community sowohl mit zu den großen Bühnen als auch zu kleineren Festivals und liefert dabei Einblicke in die Welt des elektronischen Festivallebens. Doch ihr Alltag besteht nicht nur aus Musik und Euphorie. Als Influencerin ist sie ebenso mit den Schattenseiten sozialer Medien konfrontiert – Hasskommentare und Kritik gehören für sie zum digitalen Alltag. Mit Berlin Booth spracht sie über ihren allsommerlichen Festivalalltag, kreative Pausen, die schwierige Situation, in der sich viele Festivals heute wiederfinden, und ihren Umzug von Nordrhein-Westfalen nach Berlin. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 83. Klub Verboten-Gründer Karl über Social Media-Zensur, Fetisch-Kultur und sexpositive Partys

    50:17||Season 1, Ep. 83
    Wie schafft man sichere Räume für Sexualität im Clubkontext – und wer trägt die Verantwortung dafür? Für Klub Verboten beginnt die Antwort beim Dialog: zwischen Gästen, Veranstaltenden, Clubbetreibenden und Behörden. Vor zehn Jahren schlug Klub Verboten einen neuen Weg ein und setzte zunächst in London ein Zeichen, das weit über die Stadt hinaus Wirkung zeigte.Heute prägt Klub Verboten auch in Berlin und international die Standards einer Kink-Community, in der Konsens, Respekt und klare Strukturen im Mittelpunkt stehen. Die Mission ist dabei unverändert: Räume zu schaffen, die Schutz und Verantwortung nicht nur versprechen, sondern aktiv leben – etwas, das in vielen sexpositiven Kontexten noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.Im Gespräch mit Berlin Booth spricht Gründer Karl Verboten über die Grenzen der Freiheit und die Zensur auf Instagram, die Ambivalenzen sexpositiver Partys – und seinen ganz persönlichen Weg zu Klub Verboten.Moderation /Redaktion: Martin DaßinniesKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 82. TBXX vom Gleis 44 in Ulm über Clubkultur im Ländle, Sperrstunden und Durchhaltevermögen

    45:14||Season 1, Ep. 82
    Seit Oktober 2025 wird das Gleis 44 in Ulm – nach langem Hin und Her bis hin zur Schließung – als gemeinnütziger Verein betrieben. Auf mehr als 2.000 Quadratmetern entfaltet sich ein vielschichtiges Programm: Ateliers und Werkstätten treffen auf Clubkultur, Workshops, Vorträge und Konzerte. Ein Ort, der sich nicht festlegen lässt. Der Weg dorthin war steinig. Von bürokratischen Hürden bis zu strukturellen Herausforderungen: Die Betreibenden mussten sich ihr Projekt buchstäblich erkämpfen. Wie sich das konkret angefühlt hat, erzählt Tim alias TBXX – Resident-DJ, Produzent und verantwortlich fürs Booking – im Gespräch mit Berlin Booth. Es geht um Anwohnerbeschwerden und Lärmschutz, um die Realität von Sperrstunden. Aber auch um die größere Frage, welche Rolle Nachtleben in Ulm heute spielt – als kultureller Resonanzraum ebenso wie als wirtschaftlicher Faktor. Und nicht zuletzt um den unbedingten Antrieb, Räume für Musik zu schaffen und zu erhalten. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 81. Günther Krabbenhöft über die Kraft von Techno, das Berghain, Individualismus und Konformität

    50:21||Season 1, Ep. 81
    Günther Krabbenhöft ist eine Berliner Stil-Ikone. Seine einzigartige Erscheinung erregte 2015 durch einen zufälligen Schnappschuss eines Touristen internationale Aufmerksamkeit. Das Bild ging viral und machte ihn über Nacht berühmt. Nicht viel später entschied sich Krabbenhöft, die Nacht zum Tag zu machen und tauchte in die Berliner Techno- und Housewelt ein. Berlin Booth sprach mit Krabbenhöft über die Kraft elektronischer Musik, Individualismus und Konformität, das legendäre Berghain, sowie den feinen Unterschied zwischen Mode und dem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer Wir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!
  • 80. Daniel Stenger über Live-Sets, Heimat und Fernbeziehungen, Queen und Tischtennis

    51:27||Season 1, Ep. 80
    DJ und Produzent Daniel Stenger alias Flashbaxx lebt Musik mit Leib und Seele. Seine DJ-Sets sind fließende Klangreisen: Mühelos verbindet er Downbeat mit House, durchzogen von warmen Disco-Vibes, groovigem Boogie sowie Einflüssen aus Jazz und Funk. Seit 2024 steht er auch als Live-Act auf der Bühne und verwandelt den Dancefloor mit Synthesizern und Samplern in ein pulsierendes Spielfeld seiner eigenen Disco- und House-Mash-ups. Berlin Booth hat mit ihm über seine Wurzeln in Aschaffenburg gesprochen, über seine Fernbeziehung zu Berlin, die nicht nur von Tischtennis geprägt ist, sowie über Queen und die Relevanz von Social Media. Moderation /Redaktion: Martin Daßinnies Kamera / Ton: Floris Morlok Postproduktion: Robert Schulz Grafik: Britta Winzheimer
  • 79. Reese über die Leipziger Clubszene, die Liebe zu House und das Groovers-Kollektiv

    47:21||Season 1, Ep. 79
    Die Clubkultur ist allerorten in Bewegung, vor allem die kritischen Aspekte (Clubsterben, Preissteigerung) sind überall spürbar. In Leipzig haben in den vergangenen Jahren einige Clubs wie das IfZ und das Axxon geschlossen. Die Distillery hat auf dem Leipziger Messegelände 2025 ihre dritte Inkarnation gefeiert. Wie steht es also um die Leipziger Clubkultur und welche Rolle spielt House in der Stadt?Berlin Booth sprach mit DJ Reese über die Arbeit und Gründung des Kollektivs Groovers, Politik auf dem Dancefloor und den Spaß an der Gestaltung einer eigenen Radioshow.Moderation /Redaktion: Martin DaßinniesKamera / Ton: Floris MorlokPostproduktion: Robert SchulzGrafik: Britta WinzheimerWir danken Kivvon Studios für die Unterstützung!