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velo.fm Bikepacking Podcast

Folge 58: Andreas' erster Alpen Cross – 596 Kilometer vom Gardasee nach Freiburg

Season 2, Ep. 58

Drei Tage. Drei Länder. 596 Kilometer. 5.318 Höhenmeter. Und ein Pass, der diese Reise geprägt hat: der Splügenpass auf 2.114 Metern Höhe.


In dieser Solo-Folge nimmt euch Andreas mit auf seine erste Alpenüberquerung mit dem Gravelbike. Direkt nach dem Bike Festival in Riva del Garda startet er auf seine Bikepacking Tour über die Alpen nach Freiburg. Von den Uferstraßen am Gardasee über die Ebenen Norditaliens, entlang des Comer Sees, hinauf zum Splügenpass und durch die Schweiz bis in den Schwarzwald erzählt Andreas die Geschichte einer Reise, die ihn durch drei Länder und über einen der eindrucksvollsten Alpenpässe seiner bisherigen Bikepacking-Abenteuer führt.


Dabei geht es nicht nur um die beeindruckenden Zahlen der Tour, sondern vor allem um die Erfahrungen unterwegs: lange Tage im Sattel, einsame Stunden in den Bergen, wechselhaftes Wetter, Regen und Nebel am Pass, die Suche nach Energie auf Etappen mit bis zu 235 Kilometern Länge und die Frage, warum man sich freiwillig auf eine solche Herausforderung einlässt.


Andreas spricht offen über die Planung der Route, sein Setup mit dem Propain Terrel CF, die Entscheidung für die Route über den Splügenpass und die Frage, wie gut sich eine 42-46 Übersetzung an einem Alpenpass tatsächlich fährt. Außerdem geht es um die Vorbereitung einer solchen Tour, die Navigation unterwegs, die richtige Ausrüstung und die besonderen Herausforderungen einer Alpenüberquerung im Mai.


Natürlich läuft auf einer dreitägigen Solo-Tour nicht alles nach Plan. Andreas berichtet von stundenlangen Anstiegen im Regen, einer kalten und nebligen Passüberquerung, einer defekten Beleuchtung auf den letzten Kilometern durch den Schwarzwald und einem ungeplanten Ausflug auf die italienische Autostrada am Comer See, der für reichlich Adrenalin sorgte. Gleichzeitig sind es genau diese Momente, die eine solche Reise unvergesslich machen. Neben den Herausforderungen stehen vor allem die besonderen Eindrücke dieser Tour im Mittelpunkt: die Morgenstunden am Gardasee, die Stimmung am Comer See, die Einsamkeit am Splügenpass, kilometerlange Abfahrten durch die Schweiz und die letzten Höhenmeter im Schwarzwald, bevor nach drei Tagen schließlich Freiburg erreicht ist.


Diese Folge richtet sich an alle, die von einer eigenen Alpenüberquerung träumen, sich für Bikepacking und Langstreckentouren begeistern oder wissen möchten, wie sich knapp 600 Kilometer und mehr als 5.000 Höhenmeter in nur drei Tagen anfühlen. Gleichzeitig liefert Andreas viele praktische Tipps für die Planung eines Alpen Cross und zeigt, warum solche Abenteuer nicht perfekt sein müssen, um lange in Erinnerung zu bleiben.


Die Tour in Zahlen:


  • 596,67 Kilometer
  • 5.318 Höhenmeter
  • 30 Stunden 25 Minuten Fahrzeit
  • 3 Tage
  • 3 Länder
  • Höchster Punkt: Splügenpass (2.114 m)


Eine Folge über Ausdauer, Wetter, Planung, Fehlentscheidungen, großartige Landschaften und die Faszination, die Alpen aus eigener Kraft zu überqueren. Wer selbst von einem Alpen Cross träumt oder Inspiration für das nächste Bikepacking-Abenteuer sucht, findet in dieser Folge jede Menge Stoff für die eigene Planung.


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  • 60. Folge 60: Bright Midnight Ultra Race 2026 mit Dennis durch Norwegen - 1.140 km & 20.000 HM

    01:05:27||Season 2, Ep. 60
    Dennis kommt aus Berlin und gehört seit mehreren Jahren zur deutschen Ultracycling-Szene. Neben einem Vollzeitjob investiert er nahezu seine gesamte Freizeit in das Fahrrad. Rund 1.000 Stunden pro Jahr sitzt er im Sattel. Zu seinen bisherigen Abenteuern gehören unter anderem das Atlas Mountain Race, das Hellenic Mountain Race und das Silk Road Mountain Race. Das Bright Midnight Ultra Race in Norwegen war 2026 sein großes Saisonziel. Worum geht es in dieser Folge?Das Bright Midnight Ultra Race zählt zu den anspruchsvollsten Bikepacking-Rennen Europas. Rund 1.140 Kilometer, etwa 20.000 Höhenmeter, Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und das norwegische Wetter machen das Rennen jedes Jahr zu einer echten Herausforderung.Dennis erzählt, wie er sich auf das Rennen vorbereitet hat, warum seine Materialwahl bewusst bereits als Test für das Silk Road Mountain Race diente und weshalb ein schnelles Gravelbike nicht immer die beste Lösung ist.Wir sprechen über Schlafstrategien, Ernährung während eines viertägigen Rennens, den Umgang mit Regen und Kälte sowie die mentale Seite des Ultracyclings. Wie geht man mit Momenten um, in denen man sich fragt, warum man sich das überhaupt antut? Warum gehören Zweifel einfach dazu? Und weshalb steht am Ende nicht die Platzierung im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erlebnis mit der Ultracycling-Community?Außerdem gibt Dennis viele praktische Tipps für alle, die selbst einmal in die Welt der Bikepacking-Rennen einsteigen möchten – von der richtigen Ausrüstung über Reifenwahl und Bekleidung bis hin zur Vorbereitung auf lange Tage und kurze Nächte im Sattel.Für wen ist die Folge interessant?Diese Episode richtet sich an alle, die sich für Bikepacking, Ultracycling und Langstreckenrennen begeistern. Ebenso an Fahrerinnen und Fahrer, die selbst mit dem Gedanken spielen, einmal ein Ultra zu fahren, oder einfach verstehen möchten, warum Menschen freiwillig mehrere Tage durch Regen, Kälte und Berge fahren – und dabei trotzdem mit einem Lächeln ins Ziel kommen.-------------------------------------------------------Links:Dennis YouTube Kanal: http://www.youtube.com/@uwaga.cyclingDennis Instagram: https://www.instagram.com/uwaga.cycling/
  • 59. Folge 59: Unbound Gravel 2026 – Stephan Tulls Abenteuer beim legendärsten Gravelrennen der Welt

    01:10:27||Season 2, Ep. 59
    Wer ist der Gast?Einmal beim Unbound Gravel an den Start gehen - für viele Gravelfahrer ist das ein Lebenstraum. Doch zwischen diesem Traum und der Ziellinie in Emporia liegen eine begehrte Startplatz-Lotterie, eine aufwendige Reise in die USA und eines der anspruchsvollsten Gravelrennen der Welt.Genau diesen Traum hat sich Stephan Tull 2026 erfüllt. Nach Jahren auf dem Rennrad, einer Alpenüberquerung mit dem Gravelbike und ersten Erfahrungen bei Gravelrennen wurde das legendäre Unbound Gravel in Kansas zu seinem persönlichen Ziel. Als die Zusage aus der Lotterie kam, machte er sich allein auf den Weg in die USA mit Fahrrad, Radkoffer und jeder Menge Vorfreude. In dieser Folge geht es um die Geschichte eines leidenschaftlichen Radfahrers, der sich den Wunsch erfüllt hat, eines der bekanntesten Gravelrennen der Welt selbst zu erleben.Was ist das Thema?Unbound Gravel gilt für viele als das bekannteste Gravelrennen der Welt. Jedes Jahr reisen mehrere tausend Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt nach Emporia in Kansas, um sich den legendären Schotterstraßen der Flint Hills zu stellen.Gemeinsam mit Andreas erzählt Stephan von der gesamten Reise: von der Vorbereitung, der Anreise mit dem Fahrrad in die USA und den ersten Eindrücken in Emporia bis hin zum eigentlichen Rennen über 100 Meilen.Im Mittelpunkt stehen die Bedingungen, die Unbound 2026 geprägt haben. Stundenlanger Regen verwandelte die Strecke in tiefen Schlamm, der das Fahren zeitweise unmöglich machte. Fahrräder mussten geschoben oder getragen werden, Material und Fahrer wurden gleichermaßen an ihre Grenzen gebracht. Als der Regen schließlich nachließ, warteten Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und die endlosen Schotterstraßen Kansans auf die Teilnehmer.Stephan berichtet offen von den körperlichen und mentalen Herausforderungen, von der besonderen Atmosphäre rund um das Rennen und davon, warum die Menschen in Emporia dieses Event jedes Jahr wie ein großes Volksfest feiern. Gleichzeitig sprechen Andreas und Stephan über die Faszination amerikanischer Gravelrennen, den besonderen Spirit der Veranstaltung und darüber, weshalb Unbound für viele ein einmaliges Ziel auf der persönlichen Bucket List ist.Für wen ist die Folge interessant?Diese Episode richtet sich an alle, die selbst einmal ein internationales Gravelrennen fahren möchten oder einfach verstehen wollen, warum Unbound Gravel seit Jahren als eine der wichtigsten Veranstaltungen der Szene gilt.Wenn ihr euch für Gravelbike Rennen interessiert, bekommt ihr in dieser Folge einen authentischen Einblick in Organisation, Vorbereitung und Rennalltag. Gleichzeitig zeigt Stephans Geschichte, dass solche Abenteuer nicht Profis vorbehalten sind, sondern mit guter Vorbereitung, Mut und einer Portion Neugier für viele erreichbar werden können.---------------------------------------------------Links: Unbound: https://www.unboundgravel.com/
  • 57. Folge 57: Transcontinental Race Teilnehmer Malte im Gespräch

    01:06:55||Season 2, Ep. 57
    velo.fm Bikepacking Folge 57: Malte über zwei Transcontinental Race (TCR) ErfahrungenIn Folge 57 des velo.fm Bikepacking Podcast sprechen Andreas und Christoph mit Malte Hager über ein Rennen, das in der Ultra Cycling Szene fast mythischen Status hat: das Transcontinental Race. Das TCR wurde 2013 von Mike Hall gegründet und führt als selbstversorgtes Langstreckenrennen quer durch Europa. Es gibt keine feste Route, sondern Kontrollpunkte und Parcours, die erreicht werden müssen. Dazwischen planen die Fahrerinnen und Fahrer ihren eigenen Weg. Rund 4.000 Kilometer sind typisch, gefahren wird in einem Stück, die Uhr läuft weiter.Malte ist das TCR bereits zweimal gefahren, 2018 und 2022. Im Gespräch erzählt er, wie aus Bikepacking Touren erst längere Radreisen und später Ultra Rennen wurden. Sein Einstieg kam nicht aus dem klassischen Leistungssport, sondern aus der Neugier auf Strecke, Landschaft, Selbstorganisation und das eigene Durchhalten. Genau daraus entsteht der Kern dieser Folge: Was passiert, wenn aus einer Reise ein Rennen wird, wenn Schlaf, Essen, Schmerzen, Wetter und Routenplanung Teil derselben Aufgabe werden?Es geht um freie Streckenwahl, bemannte Checkpoints, Nächte auf der Matte, Schmerzen im Knie, den berühmten Zombie Modus und die Frage, warum man so etwas mehr als einmal macht. Malte beschreibt das TCR als Mischung aus Abenteuer, Strategie, Community und Selbstwirksamkeit. Ein Rennen, bei dem man überwiegend alleine fährt und trotzdem Teil einer eng verbundenen Szene wird. Besonders spannend ist der Blick nach vorn. 2026 startet das TCR No.12 am 19. Juli in Trondheim und führt südwärts bis nach Kalamata in Griechenland. Damit verändert sich die gewohnte West Ost Logik deutlich. Für Malte ist genau das der Reiz, noch einmal an den Start zu gehen.Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, was Unsupported Ultra Cycling ausmacht. Für Bikepacker, die mit längeren Distanzen liebäugeln. Für Dotwatcher, die wissen möchten, was hinter den Punkten auf der Karte passiert. Und für alle, die sich fragen, warum Menschen freiwillig 4.000 Kilometer durch Europa fahren und danach trotzdem sagen: vielleicht noch einmal.--------------------------------------------------Links:Trans Continantal Race: https://www.lostdot.cc/tcrMaltes Webseite: https://cyclingtourist.com/
  • 56. Folge 56: Solocast mit Andreas & sein Bikepacking Ausblick für Mai 2026

    33:12||Season 2, Ep. 56
    Wer ist der Host?In Folge 56 sitzt Andreas alleine im Studio. Ein Solocast mit klarem Fokus auf die kommenden Wochen und die anstehenden Bikepacking Projekte im Mai 2026.Worum geht es?Der Einstieg markiert das Bike Festival in Riva del Garda. Von dort aus startet direkt die erste eigene Tour, eine Alpenüberquerung Richtung Freiburg. Die Route ist nur grob definiert, entscheidend ist der Ansatz. Keine festen Etappen, keine vorab gebuchten Unterkünfte. Tagesziele entstehen unterwegs, abhängig von Wetter, Schneelage und Belastung. Parallel dazu steht das Setup im Fokus. Neues Bike und erstmals ein Aero Aufsatz. Erste Tests zeigen ein stabiles Fahrverhalten, die längeren Distanzen in den Alpen werden zur echten Bewährungsprobe.Nach der Ankunft in Freiburg folgt ohne Pause die Gravel Rally im Kaiserstuhl. Geplant ist ein Overnighter ins Elsass mit Übernachtung und Rückfahrt am nächsten Tag. Im Anschluss verschiebt sich der Rahmen nach Nordamerika. Start ist in Québec, die Route führt über Montreal und Ottawa bis nach Toronto. Rund 1000 Kilometer, verteilt auf mehrere Etappen mit unterschiedlichem Untergrund. Die Entscheidung für Kanada ist pragmatisch, einfache Einreise, gute Infrastruktur und planbare Bedingungen. Der Mai wird damit zu einer zusammenhängenden Abfolge aus Event, Solotour und Reise. Der Solocast ordnet diese Projekte ein und zeigt, wie Planung, Material und Umsetzung ineinandergreifen.Für wen ist die Folge geeignet?Für alle, die wissen wollen, was die kommenden Wochen im velo.fm Podcast Netzwerk passiert und sich von den Plänen von Andreas inspirieren lassen wollen oder sich einfach auf kommende Geschichten freuen. Gleichzeitig gibt die Folge ein Insight, wie sich vier große Abenteuer unter einen Hut bringen lassen, Bike Festival Riva, Alpen Cross, Gravel Rallye und Kanada Bikepacking. Hört sich ambitioniert an, ist es auch. 🙂
  • 55. Folge 55: Bike Touren richtig planen mit Bikerouter.de

    01:06:58||Season 2, Ep. 55
    In Folge 55 des velo.fm Bikepacking Podcast hat Andreas die Gäste Marcus von bikerouter.de und Pascal von GravelTu.be am Mikrofon. Im Zentrum steht diesmal klar das Planungstool bikerouter.de.Wer ist der GastMarcus ist der Kopf hinter bikerouter.de, einem Open Source basierten Routing Tool, das sich in der Bikepacking Szene zunehmend etabliert hat. Mit Pascal sitzt jemand am Mikrofon, der das Tool nicht nur kennt, sondern seit Jahren aktiv nutzt und weiterempfiehlt. Zusammen entsteht eine Mischung aus Entwicklerperspektive und praktischer Anwendung. Andreas bringt dabei seine eigenen Erfahrungen aus zahlreichen Touren ein und schafft den Rahmen für ein Gespräch, das nah an der Realität unterwegs bleibt.Was ist das ThemaInhaltlich dreht sich alles um die Frage, wie Routenplanung im Bikepacking wirklich funktioniert. bikerouter.de unterscheidet sich bewusst von klassischen Plattformen. Statt auf Komfort und vorgefertigte Vorschläge zu setzen, bietet das Tool eine hohe Anpassbarkeit über verschiedene Profile und detaillierte Daten aus OpenStreetMap. Im Gespräch geht es um Routing Logik, Datengrundlagen und die Möglichkeiten, eigene Vorlieben in die Planung einfließen zu lassen. Gleichzeitig wird deutlich, dass gute Planung immer auch eigenes Verständnis voraussetzt und nicht komplett automatisiert werden kann.Für wen ist die Folge interessantDie Folge richtet sich an Fahrer, die tiefer in das Thema Navigation einsteigen wollen. An Gravelfahrer und Bikepacker, die ihre Touren nicht dem Zufall überlassen möchten. Und an alle, die bereit sind, sich mit einem komplexeren Werkzeug auseinanderzusetzen, um am Ende bessere Routen zu fahren. Besonders interessant ist die Episode für alle, die längere Distanzen planen oder in unbekannten Regionen unterwegs sind und dabei Wert auf verlässliche Planung legen.-----------------------------------------Links: Pascals Webseite: https://graveltu.be/Bikerouter: https://bikerouter.de/Webinar: https://www.youtube.com/watch?v=M-c1NIWyhLI
  • 54. Folge 54: Basti Trimborn - Rennbericht Atlas Mountain Race 2026

    01:18:38||Season 2, Ep. 54
    Wer ist der Gast?Basti Trimborn ist zum dritten Mal im velo.fm Bikepacking Podcast zu Gast. In Folge 54 nimmt er Andreas und Christoph mit an einen Ort, der selbst für erfahrene Ultra Fahrer alles abverlangt. Das Atlas Mountain Race gilt als eines der härtesten Unsupported Bikepackingrennen überhaupt. Die Strecke führt quer durch den marokkanischen Atlas, über alte Kolonialpisten, grobe Tracks, Flussquerungen und lange Abschnitte ohne Versorgung. Offiziell lag das Rennen in diesem Jahr bei rund 1350 Kilometern und 25000 Höhenmetern. Kurz vor dem Start wurde die Route wegen extremer Wetterbedingungen angepasst und auf rund 1430 bis 1450 Kilometer mit knapp 26000 Höhenmetern geändert.Was ist das Thema?Diese Folge erzählt von einem Rennen, das in diesem Jahr noch einmal härter wurde. Schon vor dem Start war klar, dass 2026 kein normaler Jahrgang wird. Schnee in den Hochlagen, Regen, Eis, heftiger Wind und eine Strecke, die kurzfristig verändert werden musste, sorgten für außergewöhnlich harte Bedingungen. Im Gespräch erzählt Basti von der ersten Nacht mit vereisten Straßen, Minusgraden und einem Sturz ins Wasser. Er berichtet von festgefrorenen Handschuhen, einer eingefrorenen Schaltung und von einer Rennsituation, in der er trotzdem ganz vorne mitfährt.Die Folge bleibt aber nicht bei den äußeren Bedingungen stehen. Sie zeigt auch, was in einem solchen Rennen innerlich passiert. Basti spricht über seine intensive Vorbereitung, über Schlaf als Rennstrategie, über das Fahren im Grenzbereich und über den Moment, in dem seine Lunge nicht mehr mitmacht. Aus einem Rennen um die Spitze wird ein Kampf ums Ankommen. Gerade dieser Bruch macht das Gespräch so eindrücklich. Denn aus Attacke wird Improvisation, aus Leistungskontrolle wird Schadensbegrenzung und aus dem Blick nach vorn wird die Entscheidung, das Rennen trotz allem zu Ende zu fahren.Für wen ist die Folge interessant?Diese Folge ist für alle spannend, die sich für die harte Seite des Bikepackings interessieren. Für Menschen, die Ultra Rennen nicht nur als Ergebnisliste sehen, sondern verstehen wollen, was unterwegs wirklich passiert. Für Fahrerinnen und Fahrer, die sich mit Themen wie Schlaf, Versorgung, Material, Belastung und mentaler Stabilität beschäftigen. Und für alle, die sich für außergewöhnliche Geschichten auf dem Fahrrad begeistern, auch wenn sie selbst nie an einem solchen Rennen teilnehmen würden.Folge 54 ist ein intensives Gespräch über Grenzerfahrungen, Rennentscheidungen und die Frage, was passiert, wenn ein perfekter Plan unterwegs auseinanderfällt. Genau darin steckt der Reiz dieser Episode. Sie zeigt nicht nur die Härte des Atlas Mountain Race, sondern auch, warum solche Erlebnisse lange nach dem Zieleinlauf noch nachwirken.----------------------------------Links:Basti Webseite: https://www.sebastian-trimborn.de/Basti YouTube Channel: https://www.youtube.com/@sebastian_trimbornvelo.fm Bikepacking Folge 43 mit Basti: https://sptfy.com/QaZI~s
  • 53. Folge 53: Langdistanz trifft Langstrecke vom Triathlon zum Bikepacking mit Phil Weinmann

    57:56||Season 2, Ep. 53
    Wer ist der GastPhil Weinmann ist 21, kommt aus dem Triathlon und hat mit der Challenge Roth direkt die ganz große Bühne erlebt: 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, Marathon – ein Jahr Training mit Wecker um 4 Uhr, viel Disziplin, viel Kopf. Nach dem Finish kommt aber kein „mehr Leistung“, sondern eine klare Gegenbewegung: raus aus Zeiten und Druck, rein in Freiheit und Erlebnis.Was ist das ThemaIm Gespräch mit Host Andreas erzählt Phil, warum ihn genau das Bikepacking so gepackt hat. Drei Wochen nach Challenge Roth startet er ohne echte Erfahrung zur ersten großen Tour – am Ende werden daraus rund 7.000 Kilometer durch elf Länder bis nach Portugal, mit Zelt, Taschen und vielen Begegnungen unterwegs. Er spricht offen darüber, was beim Alleinfahren mental passiert, warum Menschen Bikepacker oft erstaunlich selbstverständlich unterstützen – und welche Learnings er aus Pannen, Improvisation und „einfach losfahren“ mitnimmt.Dazu kommt ein zweiter Schwerpunkt: Phil sammelt auf der Tour Spenden für die DKMS. Mit einem einfachen Prinzip (ausgeben nur in Höhe der Spenden des Tages) und Namen auf dem Rahmen kommen am Ende über 17.000 Euro zusammen. Für 2026 plant er die nächste große Reise: etwa 5.000 Kilometer durch Deutschland, über die 16 Landeshauptstädte – diesmal bewusst ohne Termindruck, mit mehr Gesprächen, mehr Zeit, mehr Genuss.Für wen ist die Folge interessant?Für alle, die aus dem Sport kommen und merken, dass „mehr Leistung“ nicht automatisch „mehr Erfüllung“ bedeutet. Für Bikepackerinnen und Bikepacker, die solo unterwegs sind (oder es werden wollen). Und für alle, die Bock haben auf Abenteuer ab Haustür – mit einer echten Geschichte statt Hochglanz.------------------------------------------------Kapitel:0:23 Intro und Wettercheck1:19 Phil Weinmann – vom Triathleten zum Bikepacker7:16 Erste Bikepacking-Tour durch Europa13:35 Leistungssport und Challenge Roth19:34 Mentale Strategien auf der Langdistanz25:43 7.000 km und die DKMS-Spendenaktion38:46 Warum Leistung nicht mehr im Fokus steht42:31 Planung der 5.000-km-Deutschland-Tour54:07 Abenteuer vor der eigenen Haustür57:34 Abschluss und Phils persönliche Weisheit
  • 52. Foge 52: Mit Vegandy 900km durch Thailand

    01:09:58||Season 2, Ep. 52
    BIkepacking Tour von Vegandy: 900 km Bikepacking in Thailand (Bangkok → Chiang Mai)Raus aus dem deutschen Januar, rein in den Januar in Thailand. Andy, vielen bekannt als Vegandy, spricht mit Host Andreas über seine Tour von Bangkok nach Chiang Mai. Aus einer groben Idee – 14 Tage, 700 km – werden am Ende rund 900 Kilometer bei konstanten 30 bis 33 Grad. Eine Strecke, die auf dem Papier machbar wirkt, in der Hitze und mit Gepäck aber eine eigene Dynamik entwickelt.Im Fokus steht weniger die Postkarten-Perspektive, sondern die Realität unterwegs. Gleich am ersten Abend wird klar, dass Planung hier anders funktioniert: Unterkunft gebucht, Hotel überbucht, es wird dunkel, die Kommunikation läuft über Übersetzungs-Apps. Was in Europa Routine ist, braucht plötzlich Geduld und Improvisation. Orte sind größer gedacht, Distanzen fühlen sich anders an, Tageslicht endet gegen 18:30 Uhr abrupt. Entscheidungen müssen schneller getroffen werden.Dazu kommt die Dynamik zu zweit auf Tour. Unterschiedliche Bedürfnisse, Hitze, Tempo, Fotostopps. Während Andy auch mal für Aufnahmen anhält, möchte sein Mitfahrer im Rhythmus bleiben. Die Lösung ist pragmatisch: gemeinsames Ziel definieren, unterwegs auch mal getrennt fahren, abends wieder treffen. Kein Konflikt, sondern Anpassung – ein Lernprozess, wie er auf längeren Reisen fast zwangsläufig entsteht.Ein prägender Moment ist der Gravel-Abstecher in den Dschungel. Aus der geplanten Route wird ein schmaler, ausgewaschener Weg mit tiefen Spurrillen, steilen Rampen und irgendwann ohne GPS-Signal. Noch Kilometer vor sich, wenig Tageslicht übrig. Statt Panik: Tempo rausnehmen, Situation akzeptieren, weiterfahren. Vertrauen darauf, dass jeder Weg irgendwo endet. Genau hier beginnt Bikepacking außerhalb der Komfortzone – nicht spektakulär inszeniert, sondern ehrlich erlebt.Fakten zur TourZeitraum: JanuarDauer: 14 TageDistanz: ca. 900 kmTemperaturen: 30–33 GradStart/Ziel: Bangkok → Chiang MaiUnterwegs: viel Straße, teils Highways mit Standstreifen, mal Offroad im DschungelSetup: M83 VAGABUND Stahl GravelbikeAndy berichtet von rücksichtsvoller Verkehrskultur, offenen Begegnungen und davon, wie anders sich ein Land im Fahrradtempo anfühlt.Für alle, die Bikepacking als Lernkurve verstehen und wissen wollen, wie sich Südostasien per Rad anfühlt.---------------------------------Links:Vegandy's YouTube Channel: www.youtube.com/@vegandyVegandy Instagram: https://www.instagram.com/vegandy30451/---------------------------------Kapitel:0:26 Intro & Begrüßung1:35 Wer ist Vegandy?2:50 Vom Rennrad zum Gravel4:48 Unterschiedliche Reise-Ansätze9:21 Planung: Bangkok → Chiang Mai14:13 Freiheit vs. feste Etappen17:31 Dynamik zu zweit21:17 Solo-Bikepacking & Verantwortung25:59 Begegnungen unterwegs27:43 Start in Thailand32:27 Routenplanung & Infrastruktur38:37 Unterkunftsprobleme41:52 Anpassungen & Hitze47:43 Dschungel-Erlebnis ohne GPS59:38 Fazit & Ausblick