Stimme der Natur - der Podcast der Tiroler Umweltanwaltschaft

  • Windkraftanlagen in Tirol ?

    35:53|
    In unserer ersten Folge sprechen wir über die Zukunft von Windkraftanlagen in Tirol: Sind Windkraftanlagen in Tirol als alternative Energiegewinnung möglich und sinnvoll? Welche Auswirkungen haben sie auf Tiere wie Vögel oder Fledermäuse? Und sind wir bereit, den Anblick von Windrädern in unser alpines Landschaftsbild zu integrieren?Darüber hat Anna Greissing mit Umweltanwalt Johannes Kostenzer gesprochen. Basis für unser Gespräch ist das „Positionspapier Windkraft“, in dem die Tiroler Umweltanwaltschaft Kriterien zur Beurteilung der Naturverträglichkeit von Windparks erarbeitet hat. Denn auch wenn der Ausbau der Windkraft eine effektive Maßnahme zur Eindämmung der Klimakrise darstellen kann, geht die Errichtung von Windkraftanlagen vor allem in sensiblen Bereichen wie dem Hochgebirge mit beträchtlichen Auswirkungen auf Landschaft, Natur und Umwelt einher. Das Positionspapier soll EntscheidungsträgerInnen und zukünftigen BetreiberInnen als Planungs- und Informationsgrundlage dienen. Das Positionspapier ist hier zum downloaden.
  • 2. Das Nature Restauration Law...

    20:47||Ep. 2
    In unserer zweiten Folge sprechen wir über das Nature Restoration Law, also das EU-Renaturierungsgesetz. Im Vorfeld zu den Wahlen des EU-Parlaments war es ein heftig diskutiertes Thema. Das Nature Restauration Law ist ein Gesetzesvorhaben der Europäischen Kommission, das sich zum Ziel setzt, gute Lebensbedingungen in Europa für die Zukunft sicherzustellen: es soll alle EU-Länder verpflichten, Ökosysteme, die in einem schlechten Zustand sind, zu verbessern. Es ist die erste grosse Richtlinie im Rahmen des European Green Deal, die explizit unsere Lebensgrundlage betrifft, sowohl natürliche Lebensräume als Erholungsräume, landwirtschaftliche Flächen als Ernährungsräume, aber auch Lebensräume für nichtmenschliche Lebensformen.Doch noch ist das Gesetz nicht endgültig beschlossen worden, da es die Zustimmung von zumindest einem zusätzliechen europäischen Land bräuchte. Österreich könnte hier das Zünglein an der Waage sein. Doch va. aus Kreisen der Europäischen Volkspartei geschürt gibt es Widerstand gegen den GesetzesentwurfTirols Umweltanwalt Johannes Kostenzer erklärt im folgenden podcast, woher dieser Gegenwind kommt und warum das Nature Restauration Law tatsächlich weniger ein Naturschutzprojekt als tatsächlich eine Investition in unsere eigene Zukunft als Gesellschaft darstellt.
  • 3. RED III - die überarbeitete Richtlinie der EU für erneuerbare Energien

    27:08||Season 2, Ep. 3
    Die Renewable Energy Directive ist eine Richtlinie innerhalb des umfassenden Klimaschutzpakets "Green Deal", mit dem die EU bis 2050 klimaneutral werden soll. Die seit November 2023 in Kraft getretene RED III ist eine Überarbeitung der bisher beschlossenen Richtlinie RED II und soll noch einmal das Tempo für den Ausbau erneuerbarer Energieversorgungsanlagen in Europa erhöhen. Was klimapolitisch richtig klingt, ist in den Augen der Tiroler Umweltanwalt aber dennoch nicht unkritisch zu sehen: denn die Renewable Energy Directive fördert zwar den Ausbau und damit den Wirtschaftssektor der eneuerbaren Energien,- Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer befürchtet aber gleichzeitig negative Auswirkungen auf den Naturschutz....
  • 4. Der BODEN...

    28:38||Season 2, Ep. 4
    In unserem 4. Podcast beschäftigen wir uns mit dem Thema Boden und sprechen darüber, wie ist der Boden aufgebaut ist und welche Bedeutung er für die Fauna und Flora, aber auch für die Landwirtschaft oder den Klimaschutz hat. Welchen negativen Einflüssen und Veränderungen ist der Boden bei uns in Tirol ausgesetzt? Und wie könnte guter Bodenschutz aussehen? Darüber spricht Umweltanwalt Johannes Kostenzer mit Anna Greissing.
  • 5. Nature Net Zero

    22:32||Season 2, Ep. 5
    Heute spreche ich mit dem Tiroler Umweltanwalt Johannes Kostenzer über "Nature Net Zero".Das Ziel von Nature Net Zero ist es, keine weitere Zerstörung von Lebensräumen, Artenvielfalt und attraktiven Landschaften (in Tirol) zuzulassen, ohne effektive Ausgleichsprojekte umzusetzen. Das heißt, dass Eingriffe in unsere Umwelt künftig nur dann oder in einer Art und Weise erfolgen sollten, wenn andernorts ein adäquater Ausgleich erfolgt, sodass eine fiktive Bilanz der Naturschätze, der Naturnähe und der Qualität der Landschaft als Lebens- und Aufenthaltsraum (für menschliche und nichtmenschliche Wesen) ausgeglichen wird.Nature Net Zero ist die Übersetzung des European Green Deal und Vorwegnahme des Renaturierungs-Gesetzes für Tirol.Wie die Umsetzung gelingen könnte, welche Rahmenbedingungen wir dazu brauchen und weshalb Tirol hier eine besondere Verantwortung innerhalb Europas trägt, dazu habe ich mit Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer gesprochen.
  • 6. Bürger:innen-Biotope Tirol

    07:45||Season 2, Ep. 6
    Blumenwiesen sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Etwa ein Drittel der Blütenpflanzen sind auf Wiesen zu finden. Im Durchschnitt profitieren etwa 10 Tierarten von jeder Pflanzenart. Somit zählen Blumenwiesen zu den Hotspots der Biodiversität!Zur Bewahrung und Förderung kostbarer Wiesenschätze in Tirol hat die Tiroler Umweltanwaltschaft ein Projekt hervorgerufen, das die lokale Bevölkerung zum Mitmachen einlädt: „Bürger:innenbiotope – Trittsteine für gefährdete Arten“ setzt sich zum Ziel, bis Ende 2025 insgesamt 30 neue Biotope in Tirol zu schaffen. Dafür wurden 6 Regionen in Tirols ausgewählt, in denen mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union mehrere Gruppen engagierter Bürger:innen zusammen mit Vertretern aus Wissenschaft und (Gemeinde-)Verwaltung neue Biotope schaffen. Dabei sorgen sie für die Wiederansiedlung und Verbreitung seltener Pflanzenarten, pflegen bestehende, natürliche Lebensräume und setzten Maßnahmen, um degradierte Lebensräume gefährdeter Pflanzenarten wiederherzustellen.
  • 7. Bäume in der Stadt

    13:59||Season 2, Ep. 7
    Bäume tragen maßgeblich zum Charakter einer Stadt bei. Im Rahmen der klimatischen Veränderungen haben Bäume und andere Bepflanzungen in der Stadt aber eine neue Bedeutung erlangt: sie übernehmen wichtige klimaökologische Ausgleichsfunktionen wie zB die Retention von Wasser über die Wurzeln oder die Verdunstung von Wasser über die Blätter und damit die Abkühlung des Stadtklimas va. an heissen Sommertagen. Somit spielen Bäume eine wesentliche Rolle für das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen im städtischen Raum. Doch nicht alle Arten von Bäumen sind für den urbanen Raum gleichermassen geeignet, denn sie sind - anders als im Wald - vielen Belastungen ausgesetzt, wie zB starke Hitze, Wassernot, oder Schadstoffbelastung. Die Tiroler Umweltanwaltschaft erarbeitet derzeit ein Papier mit Empfehlungen für die Baumpflanzung im urbanen Raum.Im folgenden podcast spricht Umweltanwalt Johannes Kostenzer über die Funktionen von Bäumen im urbanen Raum und wie man den Baumbestand in unseren Städten erfolgreich vorantreiben könnte.
  • 8. Gewerbegebiete in Tirol

    20:56||Season 2, Ep. 8
    In der letzten Folge dieses Jahres unseres LUA-casts spricht Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer über die fortschreitende Versiegelung und die Inanspruchnahme unverbauter Flächen zur Errichtung von Gewerbegebieten, wie ein aktuelles Beispiel in Unterbürg in St.Johann in Tirol zeigt. Die Verbauung immer neuer Flächen auch ausserhalb von Ortschaften führt aber zum Verlust wertvoller Grün-und Naturflächen. Im Gespräch sieht Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer die Notwendigkeit, dass die Flächenbilanz in Tirol gegen Null gebracht werden müsse: zum einen sollten bei der Notwendigkeit neuer Versiegelungen zukünftig Entsiegelungen in gleichem Umfang erfolgen. Das könnte über Ausgleichsflächen aus einem Flächenpool gelingen. Bei Gewerbegebieten ist es wichtig, dass naturräumliche und ökologische Kriterien aufgestellt werden, die genau definieren, wo, unter welchen Umständen und mit welchen Auflagen neue Gewerbegebiete entstehen dürfen.
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