Starke Frauen

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Carolin Kebekus – die wohl lustigste Feministin Deutschlands

Season 1, Ep. 117

Mit Superlativen kennt sich Carolin Kebekus aus – schließlich wurde sie in ihrer einige Jahre währenden Karriere mit diversen versehen. Denn das macht die Medienwelt gern in vermeintlicher Ermangelung weiterer Beispiele der Spezies „lustige Frau“. Da wird frau schnell mal zur lustigSTen Frau (EVER!) Deutschlands. Dass das absurd ist, findet sie selbst vermutlich am allermeisten (Zack! wieder ein Superlativ!).


In ihrem just veröffentlichten Buch „Es kann nur eine geben“ (unbedingt lesen!) serviert sie uns allen ein mannigfaltiges Menü an Ungerechtigkeiten und Ungeheuerlichkeiten in der Benachteiligung von Frauen. Und das im Jahr 2021! Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Aber am Veröffentlichungstag dieser Episode – dem 11.11., wenn in Carolins Fast-Geburtsstadt die Karnevalssaison eröffnet wird – entschieden Kim und Cathrin sich für ersteres. Schließlich ist die Komik das, was einem zuerst einfällt bei „Carolin Kebekus“. Neben „Feminismus“, „#koelnliebe“, "Katholische Kirche", „Pussy" (im Allgemeinen und Besonderen), „Bierbitches“, ach, hört doch einfach selbst rein in diese sehr sehr lustige Folge über eine echt starke Frau. Carolin, nicht nur heute erheben wir das innere Kölschglas nur für dich. Alaaf!


#comedy #standup #feministin #autorin #lustigstefrau

More Episodes

5/11/2022

Rigoberta Menchú - jüngste & erste indigene Friedensnobelpreisträgerin

Season 1, Ep. 140
Rigoberta Menchú Tum wurde am 9. Januar 1959 in einer ländlichen Gegend im Norden Guatemalas als sechstes von zehn Kindern einer armen indigenen Familie der K'iche' Maya geboren. Die Familie litt nicht nur unter Armut, sondern vor allem unter der Ausbeutung, Unterdrückung, Verfolgung und schließlich Vertreibung durch die Militärjuntas der guatemaltekischen Regierung. Rigoberta verlor einen Großteil ihrer Familie im gewaltsamen Kampf gegen die Diskriminierung ihres Volkes. Dennoch gab sie nicht auf und erhob ihre Stimme, ohne je eine richtige Bildung erhalten zu haben und ohne eine Chance gehört zu werden. Zunächst. Sie lernte im Alter von 19 Jahren Spanisch, ging erst ins Exil, kehrte dann zurück und kämpfte weiter – bis sie schließlich 1992 als jüngster Mensch und erste indigene Frau überhaupt den Friedensnobelpreis – für ihren Kampf für eine Strafverfolgung der Verbrechen an der indigenen Bevölkerung Guatemalas.Ihren Weg dahin und was sonst noch geschah, das erzählen euchKim und Cathrin in dieser Folge von STARKE FRAUEN.Wir erwähnen hier u.a. die Biografie von Rigoberta:I, Rigoberta Menchúhttps://www.versobooks.com/books/445-i-rigoberta-menchuUnd das Buch "Goodnight Stories for Rebel Girls" Teil 2:https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls-2/978-3-446-26106-8/Außerdem erwähnen wir den aktuellen Korruptionsindex von Transparency international:https://www.transparency.de/cpi/cpi-2021/cpi-2021-tabellarische-rangliste/?L=0Hier findet ihr alle Folgen und auch Kontaktdaten zu uns:linktr.ee/starkefrauenFoto: CorteIDH is marked with CC BY-SA 2.0.#Friedensnobelpreis #Guatemala #Shero #Menschenrechte #Indigene #Maya #Feministin
5/4/2022

Sonderfolge - Kims 92 Jährige Oma - eine Zeitzeugin berichtet

Diese Episode ist sehr persönlich. Kims Oma ist zwischen beiden Weltkriegen geboren, in einer Zeit der Entbehrung, das 11. Kind, ihre Kindheit geprägt von der Kinderlandverschickung, fern von Daheim, mit der sie gute, wie auch schlechte Erinnerungen verbindet. Ihr geliebtes trautes Heim in Kiel, zerstört. Sie, die sich keiner Arbeit zu schade war, eine Trümmerfrau, saß mit den anderen Frauen im Kreis, lachte und scherzte und klöppelte Steine. Ein Schulabschlusszeugnis bekam sie nicht, aber das störte sie nicht - in einer Zeit, in der es keine Arbeit gab, die Stadt zerstört und Essen rar war. Auf dem Land verdingte sie sich als Magd, etwas, was ihr unfassbar viel Spaß bereitete, obwohl die anderen Flüchtlinge mit dem Kopf schüttelten, was "das arme Mädchen" aushalten musste. Ihre große Liebe war ein Knecht, doch sie sollte ihn nicht heiraten, das wurde auf tragische Weise von der eigenen Mutter verhindert. Allerdings feierte sie erst kürzlich mit meinem Opa den 70. Hochzeitstag. Ein ereignisreiches Leben. Meine Oma hat mir das erste Mal nach so langer Zeit erst jetzt einen Einblick in ihre und die meines Großvaters Vergangenheit gewährt. Cathrin und ich möchten euch gern diesen Zeitzeugenbericht zur Verfügung stellen. Wir haben noch mal mehr über diese Generation und diese Zeit gelernt.Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit euren Großeltern gesammelt?Schreibt uns gern. Wir freuen uns auf euer Feedback.#zeitzeuge #weltkrieg #oma #deutschland #klvAlle Folgen und Kontaktdaten wie immer unter: https://linktr.ee/starkefrauen
4/27/2022

Alice Salomon – Wegbereiterin der "Sozialen Arbeit" als Wissenschaft

Season 1, Ep. 139
Alice Salomon war so vieles: Frauenrechtlerin, Sozialreformerin und Hochschulgründerin – eine Frau, die Konventionen brach, die für ihre Ideale kämpfte und dabei auch Risiken einging. Sie war eine Pionierin und eine echte Visionärin. Das Thema ihrer Doktorarbeit ist heute nach wie vor und das traurigerweise aktuell. Es lautet: "Die Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit". Dabei war der akademische Weg für Alice keinesfalls vorbestimmt, denn im späten 19. Jahrhundert, in dem sie in eine wohlhabende jüdische Kaufmannsfamilie hineingeboren wurde bedeutete Mädchensein "minimale Schulbildung und heiraten". Und für Alice stand fest: Nicht mit mir! Sie engagierte sich früh in Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, kämpfte für die Rechte benachteiligter vor allem Arbeiterfrauen und deren Kinder, und stellte sehr früh fest, dass der Schlüssel zu einem guten Leben nur über Bildung funktionieren könne. Also gründete Alice Salomon eine Schule für Soziale Arbeit und besetzte damit ein Feld für Frauen. Und auch wenn ihr Name weitestgehend in Vergessenheit geriet: Ihr Verdienst um die Soziale Arbeit als Wissenschaft ist nach wie vor unbestritten. Wie das alles kam, warum sie noch an ihrem 60. Geburtstag auf dem Höhepunkt ihrer Karriere stand, vom Preußischen Staatsministerium die Silberne Staatsmedaille und von der Berliner Universität die Ehrendoktorwürde erhielt und wenig später des Landes verwiesen wurde – das erzählen euch Kim und Cathrin in dieser Folge von STARKE FRAUEN. Alle Folgen und Kontaktdaten wie immer unter: https://linktr.ee/starkefrauen#Bildung #AliceSalomon #SozialeArbeit #Sozialreform #Frauenrechtlerin #StarkeFrau #VorbildFoto: "en:Trans-Ocean News Serviceis marked withCC BY 3.0"