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#281 »Nüchternheit ist eine Superkraft« – Leistungsdruck, Anerkennung und Beziehungsdynamiken mit Sascha Seelemann
01:09:48|Sascha Seelemann ist ein echter Bühnenmensch: Er ist Komponist, Pianist, Sänger, DJ, und Radiomoderator und er lebt seit drei Jahren abstinent. Wir haben ihn gefragt, wie das zusammengeht, die Bühne und das Nüchternwerden? Dann unterhalten wir uns auch noch über alles andere: Über die Schönheit der Klarheit, über die Droge Aufmerksamkeit, über Leistungsdruck und Anerkennung, über süchtige Beziehungsdynamiken und Trennungen in der Nüchternheit, und darüber, wie man eine Monstera richtig pflegt. Wir freuen uns sehr darauf, Sascha Seelemann beim Recovery Walk am 12. September in Düsseldorf live zu sehen – da wird er nämlich auftreten. Alle Infos zum Recovery Walk 2026 Sascha Seelemann online@seelemannofficial auf instagramHier findest du uns noch:Abonniere den SodaKlub Newsletter oder werde Mitglied im SodaKlubWerde Mitglied, unterstütze oder informiere dich über Recovery DeutschlandAbonniere Mias Newsletter Romanzen und Finanzen
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#279 Bin ich mit meiner Alkoholkritik zu verbissen? Eure Fragen im Juni
01:06:14|Ein paar Leute hatten in letzter Zeit wieder ein paar öffentliche Meinungen zum Trinken und zur Nüchternheit. Harald Welzer sagte bei Radio Eins, Alkohol Prävention sei an sich eine super Sache, aber weil es die Grünen waren, die das vorgeschlagen haben, ist er trotzdem dagegen. Die Verantwortlichen bei »Kenn dein Limit« finden: Wenn man einmal Alkoholiker*n ist, dann gibt es keine Heilung. Und beweisen damit einmal mehr, dass man noch lange nicht klug ist, nur weil man gendert. Theresa Bäuerlein findet bei Krautreporter, dass weniger Alkohol die Gesellschaft nicht besser macht. Wir haben ein, zwei Einwände. Wir finden: Wir brauchen weniger Kulturkampf und mehr positive Zukunftsvisionen. Aber ein bisschen ranten ist auch schön. Schickt uns eure Fragen für das nächste Q+A an hallo@sodaklub.com!—»Grünen planen Alkohol-Prävention« Kritik von Harald Welzer bei Radio EinsTheresa Bäuerlein bei Krautreporter: »Vielleicht macht weniger Alkohol die Gesellschaft gar nicht besser«Mikas Text »Alkoholiker bleibt man für immer (Nee Nee)«—Hier findest du uns noch:Abonniere den SodaKlub Newsletter oder werde Mitglied im SodaKlubWerde Mitglied, unterstütze oder informiere dich über Recovery DeutschlandAbonniere Mias Newsletter Romanzen und Finanzen
#277 Alkohol und Machtsysteme: »Gin Boom« von Verena Titze mit Verena Titze
01:11:35|Verena Titze ist Autorin, Speakerin und Kabarettistin und ihr kennt sie vielleicht noch aus der SodaKlub Folge 186. Damals hat sie uns erzählt, wie sie aus einem Burnout ihren Weg in die Nüchternheit gefunden hat und nebenbei auch noch auf die Kabarett-Bühne. Jetzt hat Verena Titze ihren ersten Roman geschrieben: Gin Boom, eine temporeiche, knallige Erzählung über Macht- und Abhängigkeitsysteme und die Rolle, die Alkohol in ihnen spielt: als soziales Schmiermittel, als Belohnung, als Flucht. Wir reden mit Verena über das Erwachsenwerden in der Nüchternheit, People-Pleasing, Selbsterfindung und Romanzen in der Suchtklinik. —verenatitze.comVerena auf instagram: @verenatitzePodcast Musalek & TitzeGin Boom—Hier findest du uns noch:Abonniere den SodaKlub Newsletter oder werde Mitglied im SodaKlubWerde Mitglied, unterstütze oder informiere dich über Recovery DeutschlandAbonniere Mias Newsletter Romanzen und Finanzen
#276 Stigma & Psychologisierung bei ME/CFS & Long Covid (mit Mirja Nicolas und Ronja Büchner)
57:19|Die Geschichten, die in diesem Podcast erzählt werden, handeln oft davon, wie Dinge besser werden. Insbesondere wie Genesung von einer Suchterkrankung dazu führt, dass Menschen stärker, gesünder und selbstbestimmter werden – Aber was ist mit Erkrankungen, die sich diesem »Recovery-Narrativ« verweigern? Wir wollen den ME/CFS-Awareness-Month dafür nutzen, über diese Fragen zu sprechen. Dafür haben wir die beiden Expertinnen Mirja Nicolas und Ronja Büchner eingeladen. Beide forschen zum Thema Stigmatisierung und Psychologisierung Betroffener.Falls ihr euch weiter informieren möchtet, hier findet ihr den frei verfügbaren Essay »Welche Rolle spielt „die Psyche“? Long COVID und ME/CFS als Prüfsteine für eine evidenzbasierte und patient*innenorientierte Psychiatrie und Psychotherapie«: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2866-9127.pdfPsychologisierung: Psychologisierung bedeutet zum einen, körperliche Erkrankungssymptome hauptsächlich oder ausschließlich als psychisch verursacht zu deuten, obwohl es klare Hinweise auf biologische Ursachen gibt. Es kann aber auch heißen, dass man psychische Faktoren überbewertet. Zum Beispiel wenn es um die Entstehung, Chronifizierung oder Aufrechterhaltung der körperlichen Symptome geht. Im Zusammenhang mit ME/CFS und Long Covid heißt das zum Beispiel, dass Beschwerden (subtil oder direkt) auf Stress, Angst, Depression, falsche Gedankenmustern oder Vermeidungsverhalten geschoben werden.Medical Gaslighting bedeutet, dass reale gesundheitliche Beschwerden von medizinischem Personal wiederholt als eingebildet, übertrieben oder rein psychisch dargestellt werden, sodass Betroffene an sich selbst zweifeln.PEM steht für Post-Exertional Malaise – bedeutet eine häufig zeitversetzt eintretende, unverhältnismäßige Verschlechterung des Zustands nach körperlicher oder kognitiver Aktivität, nach emotionaler Belastung oder durch zu viele Reize Es ist das Kernmerkmal von ME/CFS und kommt auch bei einem Teil der Long-Covid-Betroffenen vor.Pacing bedeutet, sich die eigene Energie sehr sorgsam einzuteilen, um auf jeden Fall unter der eigenen Belastungsgrenze zu bleiben. Ziel ist, auf diese Weise weitere Verschlechterungen (Crashes) zu vermeiden.
#275 Eure Fragen im Mai: Verliebtheit und Neurobiologie, Hyperfokus und Suchtverlagerung, Onlinedating und Quitlit in der Langzeit Nüchternheit
01:01:20|Wir sprechen einmal im Monat über alles, was euch auf den Herzen brennt. Dieses Mal besprechen wir unter anderem die Frage, welche Rolle Evolutionsbiologie und Fortpflanzungstrieb bei der Verliebtheit spielen, wie man Widersprüche aushält, wo der Hyperfokus aufhört und die Suchtverlagerung beginnt, welche Quitlit man lesen sollte, wenn man schon länger nüchtern ist, und wie man Kindern klarmacht, dass Alkohol nicht normal ist. Wir ranten außerdem ein bisschen übers Onlinedating. Wollt ihr uns auch etwas fragen oder einen Themenvorschlag machen? Dann schreibt an: hallo@sodaklub.com —Verlosung OAMN SommerkongressWenn du an der Verlosung für die OAMN Sommerkongresstickets teilnehmen möchtest, dann schreib bitte eine Mail mit dem Betreff „Sommerkongress/ Psychologie to Go“ an wir@oamn.jetztNathalies Team wird sich bei dir melden, falls du gewonnen hast. Infos zum diesjährigen Sommerkongress von „Ohne Alkohol mit Nathalie“ findest du hier: https://oamn.jetzt/sommerkongress-2026/Recovery Walk am 12.September 2026Wenn ihr helfen wollt, schreibt an: daniela@recoverydeutschland.orgWenn ihr mitorganisieren wollt, schreibt an: info@recoverydeutschland.org Spendenkampagne auf Better Place:https://www.betterplace.org/de/projects/170427-recovery-walk-2026 Bücher für die Langzeit-NüchternheitThe Dry Season von Melissa FebosGirlhood von Melissa FebosSplitter von Leslie JamisonRomane von Coco MellorsKaterland von Georg Schomerus hier vorbestellen! —
#273 Kann Liebe süchtig machen? Über Limerenz und die Anxious-Avoidant Falle
54:15|Limerenz (oder auf Englisch »Limerence«) ist ein Zustand intensiver, zwanghafter Verliebtheit, der weit über normales Verliebtsein hinausgeht. Er ist geprägt von aufdringlichen Gedanken an eine Person, dem extremen Wunsch nach Erwiderung der Gefühle, Idealisierung des „limerenten Objekts“ und emotionalen Achterbahnfahrten. Unser heutiger Gast weiß, wie es sich anfühlt, in so einer Dynamik drinzustecken. Wir sprechen mit Thea über den Kick der Verliebtheit, der fast schon rauschhaft ist. Die Frage, warum sich Stabilität und Sicherheit manchmal viel zu ruhig anfühlen — obwohl sie ja eigentlich genau das sind, was man sich immer gewünscht hat. Es geht um Dating-Zwang, Affären, das Bedürfnis nach emotionaler Tiefe und wie schnell daraus eine Dynamik werden kann, in der man sich komplett verliert und Dinge tut, die man eigentlich nicht tun will.—Bücher über das Thema, die Mia empfehlen kannWarum wir uns immer in den Falschen verlieben, Amir Levine, Rachel Heller, 2019 (englischer Titel: Attached: The New Science of Adult Attachment and How It Can Help You Find—and Keep—Love)Smitten: Romantic Obsession, the Neuroscience of Limerence, and How to Make Love Last Tom Bellamy, 2025 (bisher nur auf Englisch)Der Autor hat auch eine Webseite über Limerenz: livingwithlimerence.comFacing Love Addiction: Giving Yourself the Power to Change the Way You Love, Pia Mellody, 1992 (bisher nur auf Englisch)
#272 Mythen, Macht und Muttermund: Eine feministische Geschichte der Geburt mit Helena Barop
01:24:53|Heute ist die Historikerin und Autorin Helena Barop zum zweiten Mal bei uns zu Gast im SodaKlub. Das erste Mal haben wir sie in Folge #185 zu ihrem Buch »Der große Rausch« interviewed, in dem es um die Geschichte der Drogen geht. Ihr aktuelles Buch, um das es heute geht, ist nicht minder fesselnd. Es heißt »Mythen, Macht und Muttermund« und erzählt eine feministische Geschichte der Geburt. Helena Barop erzählt darin vom vergessenen und wiederentdeckten Hebammenwissen der Antike, von Magie und Zaubersprüchen in der mittelalterlichen Geburtsstube, von den medizinischen Revolutionen, die die Geburtsmedizin beeinflusst haben—zum Beispiel dem Kaiserschnitt, vom Machtkampf zwischen Hebammen und Ärzten, die die Geburtshilfe bis heute prägen, und von der Utopie der natürlichen Geburt.Das Buch erscheint am 16. April 2026 im Siedler Verlag. Es ist absolut faszinierend und wir empfehlen es euch wirklich wärmstens.—www.helenabarop.deHelena Barop auf Instagram: @helena_baropMythen, Macht und Muttermund: Eine feministische Geschichte der GeburtEinen Auszug aus dem Buch könnt ihr in unserem Newsletter lesen:https://steady.page/de/sodaklub/postsDort gibt es für SodaKlub Mitglieder drei Exemplare zu gewinnen.Mitglied werden könnt ihr hier