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Nachholspiel

Folge 276: Joker – Reinkommen, reinmachen (Gast: Nils Petersen)

Als Spieler hat er schnell gezündet, als Gast sorgt er gleich mit seiner ersten Antwort für einen Volltreffer. Nils Petersen bringt beeindruckend nüchtern auf den Punkt, was einen perfekten Joker ausmacht: die richtige Arbeitseinstellung. Und er weiß, wovon er spricht, denn er ist der erfolgreichste Einwechselspieler der Bundesliga-Geschichte. Alle lieben den Angreifer, der für Cottbus, die Bayern, Werder und Freiburg spielte. Christian Streich gerät bis heute ins Schwärmen und auch uns hatte Nils bereits mit dem „Hallo“. Petersen war immer auf Abruf, polarisierte nicht, sorgte für keine Skandale. Aber kitschig war er: in seinem letzten Heimspiel für die Freiburger traf er - natürlich nach Einwechslung. Nachholspiel zieht endlich den Telefonjoker (Disclaimer: dieser unfassbare Gag hat es nicht in die Folge geschafft) und rollt vor der Einwechselbank den roten Teppich aus. 45 Minuten und damit eine ganze Halbzeit für alle legendären Kurzarbeiter. Nur Olli fängt beim Namen Alexander Zickler an zu zittern und Mario hätte sich bei Solskjaer-Flashbacks mental am liebsten ausgewechselt.


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  • Folge 280: WM 1986 - Vier Wochen Genie und Wahnsinn

    56:16|
    Klaus Augenthaler, Uli Stein und Dieter Hoeneß als Partytruppe in Mexiko - mehr Text bräuchte es eigentlich nicht, um diese Folge anzuklicken. Kasperle-Theater unter der Regie des "Suppenkaspers". Franz Beckenbauer hätte bei seinem ersten Turnier als DFB-Teamchef gerne vier Jahre vorgespult. Er musste das aber irgendwie über sich ergehen lassen und das auch noch gemeinsam mit der versammelten Presse im deutschen Teamhotel. Fehlentscheidungen im Fußball gibt es nicht erst seit dem VAR. Trotz großer Angriffsfläche sollte das Gütesiegel "Turniermannschaft" halten und den Weg ins Finale garantieren. Ein alter Kader mit wenig Talenten sorgte selten für Salz in der Suppe, sollte aber den Weg der späteren Weltmeister prägen. Wären da nicht diese verflixten Entscheidungen in der Schlussphase. Vielleicht hatte die deutsche Mannschaft noch zu sehr das Jahrhunderttor von Maradona vor Augen. Brachial sollte an diesem Abend auf argentinisch Burruchaga heißen.
  • Folge 279: Die Hand Gottes & das Jahrhundert-Tor

    52:46|
    Wir hatten sie so lange in der Playlist, jetzt spielen wir sie endlich, die vielleicht prägendsten Momente der WM-Geschichte. Und das in einer Folge! Die „Hand Gottes“ und das „Tor des Jahrhunderts“ - die so unterschiedlichen Zeitdokumente, geschaffen von einer Legende innerhalb von vier Minuten: Diego Armando Maradona - Halunke und Heilsbringer. Das Turnier hatte noch so viel mehr zu bieten, aber dieses kleine Zeitfenster im Viertelfinale gegen England lässt auf einen so großen Horizont blicken, dass wir Beckenbauers Premiere als Teamchef und die Geburtsstunde der Weltmeister von 1990 auf eine zweite Folge zur WM '86 legen mussten. Bitte entschuldigt und habt Geduld bis kommenden Samstag. Nachholspiel holt den Fußballgott ins Wohnzimmer und feiert nebenbei den unbekanntesten Vorlagengeber der Fußballgeschichte.
  • Folge 278: Die Breisgau-Brasilianer (Gast: Rodolfo Cardoso)

    45:34|
    Der Boulevard hatte es damals nicht so mit Geographie. Breisgau-Brasilianer - und der einzige Südamerikaner war ein Argentinier? Naja, die Ein-Mann-Scoutingabteilung namens Volker Finke holte den wuseligen Zehner vom FC Homburg, nachdem Freiburg 1993 in die Bundesliga aufstieg. Und der Mittelfeld-Zauberer eroberte die Liga im Sturm. Die Studentenstadt mit den oft höchsten Sommertemperaturen erstrahlte auf einmal auf der Fußballkarte. Der FC Bayern kam lange nicht gerne an die Dreisam, "ran" und die BILD hatten ihr gallisches Dorf gefunden und der 1. FC Nürnberg etwas später einen weiteren traumatischen Abstieg. Nach dem sensationell spannenden Klassenerhalt in der ersten Saison verpassten Cardoso, Heinrich, Todt, Schmadtke & Co. in Jahr Zwei sogar nur knapp die Meisterschaft. Irre! Weil Mario im wohlverdienten Urlaub verweilt, muss Nachholspiel zunächst die leidige Teilzeit-Diskussion führen, da kommt aus dem Nichts Thomas Helmer um die Ecke. In unserem Universum gibt es eben mehr als einen Urknall und an gewissen Tankstellen zwischen Duisburg und Freiburg zum Glück mehr als eine Bierkiste.
  • Folge 277: Lebenslang Grünweiß (Gast: Thomas Schaaf)

    58:09|
    Wer hätte gedacht, dass wir irgendwann mit Thomas Schaaf in einem Raum sitzen und dass er uns mehrfach zum Lachen bringt. Wer hätte allerdings auch gedacht, dass Thomas Schaaf eine Biographie veröffentlicht und sich mit seiner Karriere und seinem Leben so sehr in den Mittelpunkt rückt, den er vor allem als Erfolgstrainer von Werder Bremen so oft gemieden hat. 1999 übernahm er überraschend die Profimannschaft und gewann direkt den DFB-Pokal gegen die Bayern. In den folgenden Jahren entwickelte er das Team zu einer der attraktivsten Mannschaften der Bundesliga. Das Double 2004 machte den gebürtigen Mannheimer zum fünften Bremer Stadtmusikanten. In grünweißen Farben lassen sich über den Trainer Kunstwerke malen, vom Spieler Thomas Schaaf haben viele nur ein schwammiges Bild vor Augen. Er war jahrzehntelang der jüngste eingesetzte Werder-Spieler, bis ein gewisser Nick Woltemade ihm den Rang ablief. Thomas Schaaf steht bis heute für Loyalität, Kontinuität und erfolgreichen Offensivfußball – und bleibt untrennbar mit Werder Bremen verbunden. Nachholspiel durfte eine Stunde mit dem Mann verbringen, den Ailton als seinen deutschen Vater bezeichnet, der bei de Bruyne ins Schwärmen gerät, norddeutsch untypisch bei der Selbstreflexion seines Lebens ins Plaudern kommt und Pointen kreiert, wie seine berühmten Spielmacher das von ihm so geliebte Spiel prägten.
  • Folge 275: Litti - Weltmeister, Wortwitz und Wahnsinn (Gast: Pierre Littbarski)

    47:32|
    Geschichte geschrieben, um Geschichte erzählen zu können. Pierre Littbarski ist Weltmeister und Meister der Anekdoten. Nachholspiel meldet sich lachend zurück aus der Winterpause. Er hat Toni Schumacher beim Ringen um den Finger gewickelt, sich von zwei Frauen aus einem japanischen Tempel ziehen lassen, in Paris gespielt wie "eine Bratwurst" und beim Wechsel nach Köln seine Ablöse selbst gezahlt. Littbarski war ein Straßenfußballer mit Berliner Schnauze, der dribbelnd Hennes Weisweiler verzauberte, Rinus Michels in den Wahnsinn trieb, unter Christoph Daum fünfmal am Tag trainierte und während der WM in Italien das eigentliche Erfolgsgeheimnis von Teamchef Franz Beckenbauer lüftete. Littbarski stand mit dem DFB bei drei Weltmeisterschaften im Finale und wechselte als einer der ersten Europäer nach Japan. Während Mario bei den Olympischen Spielen den Eiskanal von Schnee befreit, sorgt der sechste Weltmeister bei Nachholspiel mit seinen Schilderungen für pures Gold.
  • Wer wird Legionär 2025/26 – Teil III

    34:22|
    Haftbefehl hat 'ne Netflix-Doku, schön und gut. Aber Sido liefert unser neues Quiz-Intro. So! Apropos liefern: Mario ist Master of Ceremony und hat sich eine interaktive Fragerunde ausgedacht, die sich gewaschen hat. Smarter mit Harter, und so. Mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen verabschieden wir uns in die Winterpause. Im Februar werden wir wieder aufgetaut mit frischen Folgen. Bis dahin!
  • Wer wird Legionär 2025/26 – Teil II

    24:21|
    Zahlen bitte! Wir starten ins neue Jahr mit unserer zweiten Quiz-Folge. Und die hat's in sich, da kam Olli mit fünf Fragen nicht aus. Endlich hat sich die Kicker-Lektüre aufm Klo gelohnt. Wie viele Fragen können Hans und Mario beantworten? Und noch wichtiger: was ist hängen geblieben?
  • Wer wird Legionär 2025/26 – Teil I

    15:44|
    Schöne Weihnachten gehabt? Hier gibt's ein verspätetes Geschenk, denn es ist mal wieder soweit. Hans hat sich das Quizmaster-Sakko abgestaubt und testet Marios und Ollis Fußballwissen. Es geht unter anderem um Shakiras Klickzahlen, Werders Rekordspieler und die Hollywood-Karriere von Vinnie Jones. Stifte gezückt, Ohren gespitzt - mitraten bei "Wer wird Legionär" unbedingt erwünscht. Teil II gibt's kommenden Samstag.