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37. "Hamburg probt den Ernstfall" - Sonderserie zur Bundeswehrübung "RedStormCharlie" in Hamburg
37:41||Season 3, Ep. 37Wie bleibt eine Millionenstadt handlungsfähig, wenn es wirklich ernst wird?Zum Abschluss unseres Red-Storm-Charlie-Specials spreche ich mit Andy Grote, Hamburgs Senator für Inneres und Sport und 2026 Vorsitzender der Innenministerkonferenz. Und das Gespräch führt genau dorthin, wo die vergangenen Folgen dieser Serie zusammenlaufen:Mensch. Unternehmen. Behörden. Hilfsorganisationen. Bundeswehr. Region.Grote beschreibt, warum Hamburg Krisenvorsorge nicht nur planen, sondern praktisch üben will. Denn viele Dinge können theoretisch hervorragend geregelt sein – bis man sie ausprobiert und feststellt: „Daran haben wir jetzt gar nicht gedacht.“ Wir sprechen darüber, warum unterschiedliche Organisationskulturen und Sprachen zum Problem werden können, weshalb Vertrauen vor einer Krise entstehen muss und was passiert, wenn zivile und militärische Anforderungen gleichzeitig auf dieselben Ressourcen treffen.Ein konkretes Beispiel: Wer bekommt im Ernstfall den Treibstoff – durchreisende Truppen oder Lkw, die die Bevölkerung versorgen? Genau solche Zielkonflikte müssen vorher geklärt und geübt werden. Aber Gesamtverteidigung endet für Grote nicht beim Staat. Jeder Einzelne müsse sich fragen, wie gut er informiert und vorbereitet ist, wie lange er selbst durchhalten kann – und ob er anschließend sogar anderen helfen kann. Eine Folge über regionale Resilienz, Gesamtverteidigung, Eigenvorsorge – und darüber, warum Handlungsfähigkeit erst dann entsteht, wenn wir anfangen, gemeinsam zu handeln.🎙️ RED STORM CHARLIE | SPECIALHamburg probt den ErnstfallAndy Grote über Gesamtverteidigung, regionale Resilienz und die Kraft des Übens.
36. "KEEP CALM AND CARRY ON - Wie Hamburg den Ernstfall übt." - Sonderserie zur Bundeswehrübung "RedStormCharlie" in Hamburg
45:13||Season 3, Ep. 36„KEEP CALM AND CARRY ON - Ruhig bleiben und weitermachen.“Das ist der persönliche Leitsatz von Kapitän zur See Kurt Leonards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg.Und er passt erstaunlich gut zu dem, worum es bei Red Storm Charlie geht.Denn Vorbereitung auf Krisen bedeutet für Leonards gerade nicht, in Alarmismus zu verfallen. Es bedeutet, Bedrohungen ernst zu nehmen, sich vorzubereiten – und dadurch selbstbestimmt und handlungsfähig zu bleiben. In dieser Folge sprechen wir darüber, was in Hamburg bei Red Storm Charlie eigentlich geübt wird. Leonards beschreibt die Übung als zivil-militärische Awareness-Übung: Im Mittelpunkt stehen nicht militärische Fähigkeiten allein, sondern die Schnittstellen zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Behörden, Infrastruktur und Wirtschaft. Was passiert, wenn eine militärische Kolonne durch Hamburg fährt und gleichzeitig Polizei, Feuerwehr oder zivile Rettungskräfte gebraucht werden? Sprechen alle dieselbe Sprache? Wie werden Verwundete vom militärischen in das zivile System übergeben? Was passiert bei Stromausfall, Drohnenvorfällen oder einem Chemieunfall?Leonards bringt die Antwort auf einen einfachen Nenner:Konzepte sind wichtig. Aber sie müssen geübt werden.„Üben, üben, üben“ seien deshalb die entscheidenden Schlagworte. Aus einer zunächst weitgehend militärischen Übung ist dabei innerhalb von drei Jahren ein Netzwerk mit mehr als 60 beteiligten Organisationen entstanden. Und vielleicht steckt darin die wichtigste Aussage dieser Folge: Sicherheit lässt sich nicht an die Bundeswehr outsourcen. Leonards beschreibt die Bundeswehr am Ende ausdrücklich als Teil der Hamburger Stadtgesellschaft – als einen Akteur unter vielen, die im Ernstfall miteinander funktionieren müssen. Eine Folge über Abschreckung, Vorbereitung, gesellschaftliche Resilienz und die vielleicht wichtigste Fähigkeit in einer Krise:Ruhe bewahren. Vorbereitet sein. Handlungsfähig bleiben.Keep Calm and Carry On.
35. "Red Storm Business: Hamburgs Wirtschaft probt den Ernstfall" mit Philip Koch von der Handelskammer Hamburg - Sonderserie zur Bundeswehrübung "RedStormCharlie" in Hamburg
48:53||Season 3, Ep. 35Mehr als 250 Unternehmen in Hamburg proben den Ernstfall.Was passiert im eigenen Unternehmen, wenn der Strom nicht nur für ein paar Minuten, sondern über einen längeren Zeitraum ausfällt? Welche Prozesse funktionieren noch? Welche Türen lassen sich öffnen? Wer ist erreichbar? Und wissen die Verantwortlichen eigentlich, was dann zu tun ist?Genau darum geht es bei Red Storm Business. Parallel zur Bundeswehrübung Red Storm Charlie gibt die Handelskammer Hamburg Unternehmen einen konkreten Anlass, ihre eigene Krisenvorsorge zu testen. Ursprünglich wären 50 teilnehmende Unternehmen bereits ein Erfolg gewesen. Inzwischen sind es mehr als 250 – vom Bestatter und der Kita über Apotheken und Handwerksbetriebe bis zu Beiersdorf und Airbus.In dieser Folge spreche ich mit Philip Koch, Geschäftsführer und Leiter des Stabsbereichs Strategie und International der Handelskammer Hamburg, darüber, warum die Wirtschaft nicht nur von Krisen betroffen ist, sondern selbst ein wesentlicher Teil gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit ist.Wir sprechen darüber, wie aus dem gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelten Krisenvorsorgeplan nun eine praktische Übung geworden ist. Der Plan wird inzwischen von zahlreichen Industrie- und Handelskammern genutzt bzw. verbreitet. Red Storm Business geht einen Schritt weiter: vom Wissen ins Tun.Dabei geht es bewusst nicht zuerst um ein militärisches Szenario. Die Unternehmen beschäftigen sich mit einem längerfristigen Stromausfall. Denn unabhängig von der Ursache bleibt für die Geschäftsführung dieselbe Frage: Wie halten wir die entscheidenden Funktionen unseres Unternehmens aufrecht?Wir sprechen unter anderem darüber,warum Krisenvorsorge im ureigenen wirtschaftlichen Interesse eines Unternehmens liegt,wie Unternehmen ihre bestehenden Krisenpläne tatsächlich testen können,warum schon der Gang mit einer Taschenlampe über das Firmengelände überraschende Schwachstellen sichtbar machen kann,welche Rolle Mitarbeitende und ihre tatsächliche Verfügbarkeit spielen,warum Unternehmen in einer schweren Lage zunächst stärker auf die eigene Vorsorge angewiesen sein können,weshalb Kontakte zu Behörden, Feuerwehr, THW und anderen regionalen Akteuren vor einer Krise aufgebaut werden sollten,und wie aus Unternehmensresilienz schließlich ein Beitrag zur regionalen und gesellschaftlichen Resilienz werden kann.Ein Gedanke aus dem Gespräch bringt Red Storm Business für mich besonders gut auf den Punkt:„Die Leute wissen, dass sie was tun müssen. Sie wissen nicht, wie sie es anpacken sollen.“Übungen können genau das verändern: aus Beobachtern Handelnde machen.Philips konkreter Rat für Unternehmen, die jetzt anfangen wollen: Schaut zurück auf März und April 2020. Was hat damals funktioniert? Wo lagen die Schwachstellen? Welche Lösungen habt ihr entwickelt – und welche davon sind inzwischen wieder verschwunden? Von dort aus lassen sich Personal, Lieferketten, Energieversorgung und weitere Abhängigkeiten systematisch betrachten.🎙️ Red Storm Business: Hamburgs Wirtschaft probt den ErnstfallPhilip Koch über Krisenvorsorge, mehr als 250 teilnehmende Unternehmen und warum aus Plänen Übungen werden müssen. Eine Folge der takeKONTROL-Sonderserie rund um die Bundeswehrübung Red Storm Charlie.Bewusst. Bereit. Gemeinsam.Stärke beginnt mit Klarheit.
34. "Wenn der Steuerberater plötzlich Soldat ist" - Sonderserie zur Bundeswehrübung "RedStormCharlie" in Hamburg
57:55||Season 3, Ep. 34Was passiert, wenn ein Mensch im Ernstfall an zwei Stellen gleichzeitig gebraucht wird?Ralf Homuth ist Steuerberater, Unternehmer und Reservist. Tritt eine schwere Krise oder ein militärischer Ernstfall ein, könnte es für ihn schnell in Uniform gehen.Doch gleichzeitig hängen an seiner zivilen Arbeit Unternehmen, Mitarbeitende, Lohnabrechnungen, Fristen und wirtschaftliche Existenzen.Genau dieser Konflikt macht eine zentrale Frage der Krisenfähigkeit von Unternehmen sichtbar:Mit welchen Menschen plant unser Unternehmen eigentlich – und sind diese Menschen im Ernstfall tatsächlich noch verfügbar?In dieser Sonderfolge zu Red Storm Charlie spreche ich mit Ralf darüber, wie sich seine Rollen als Reservist, Unternehmer und Steuerberater überschneiden. Er beschreibt selbst den Spagat: Im angenommenen Ernstfall würde es für ihn wahrscheinlich schnell in Uniform gehen. Gleichzeitig weiß er spätestens seit Corona, welche Bedeutung Steuerberater für die Handlungsfähigkeit von Unternehmen haben können.Denn Krise bedeutet nicht automatisch, dass alle anderen Verpflichtungen verschwinden.Löhne müssen gezahlt werden. Unternehmen benötigen Liquidität. Steuerliche Fristen und Pflichten müssen berücksichtigt werden. Nach einer akuten Störung entsteht häufig sogar zusätzlicher Beratungsbedarf. Ralph erinnert an Corona: Zunächst herrschte eine fast gespenstische Ruhe – danach kamen Unternehmen mit Ausfällen, Verlusten, Anträgen auf Herabsetzung von Vorauszahlungen und Fristverlängerungen auf die Kanzleien zu.Und gleichzeitig stellt sich aus Unternehmenssicht eine noch grundsätzlichere Frage:Wer ist an Tag eins überhaupt noch da?Reservisten sind dabei nur ein Beispiel. Mitarbeitende können bei Feuerwehr oder anderen Organisationen engagiert sein, familiäre Verpflichtungen haben oder aus anderen Gründen nicht so verfügbar sein, wie es der Krisenplan auf dem Papier voraussetzt. Genau diese Frage beschäftigt Ralph inzwischen auch für seine eigene Kanzlei.Wir sprechen in der Folge darüber, wie Unternehmen ihre tatsächliche Personalverfügbarkeit betrachten können, welche Erfahrungen aus Corona heute noch helfen, warum aktuelle Unternehmenszahlen gerade in einer Krise zum „Navi“ werden und welche Rolle Steuerberater als Sparringspartner für Krisenvorsorge übernehmen können. Ralph formuliert es treffend: „Deine Zahlen sind dein Navi.“Und wir sprechen über eine Frage, auf die es heute noch nicht für jedes Szenario eine einfache Antwort gibt:Welche Pflichten bleiben bestehen – und was bekommt im Ernstfall Priorität?Eine Folge über Reservisten. Aber noch viel mehr eine Folge über Workforce Readiness, kritische Rollen und die Menschen hinter jedem Krisenplan.Eine Folge der takeKONTROL-Sonderserie zu Red Storm Charlie. Mehr Informationen zur Übung RedStormCharlie in Hamburg findet ihr hier. Bewusst. Bereit. Gemeinsam.Stärke beginnt mit Klarheit.
33. "Bündnisfall: Was passiert mit meinem Unternehmen?" - Sonderserie zur Bundeswehrübung "RedStormCharlie" in Hamburg:
19:13||Season 3, Ep. 33Bündnisfall: Was passiert mit meinem Unternehmen?Warum Gesamtverteidigung auch Wirtschaftssache ist – und was Unternehmen heute vorbereiten solltenWas passiert mit einem deutschen Unternehmen, wenn an der NATO-Ostflanke ein bewaffneter Konflikt eskaliert und der Bündnisfall relevant wird?Auf den ersten Blick klingt das nach einer militärischen Frage. Für Unternehmen wird daraus jedoch sehr schnell eine Frage von Energie, Transport, Kommunikation, Lieferketten, Sicherheit und Personal – und damit der eigenen Handlungsfähigkeit.In dieser ersten Folge der takeKONTROL-Sonderserie rund um die Bundeswehrübung Red Storm Charlie gehen wir deshalb einen Schritt zurück:Was bedeutet Bündnisverteidigung überhaupt?Wie könnte sich eine eskalierende Lage auf ein Unternehmen auswirken?Und was lässt sich bereits heute vorbereiten?Als gedankliche Grundlage dient unter anderem die Szenarioanalyse „Zwischen Selbsttäuschung und Verantwortungsbewusstsein“ von Andreas Ebert.Das darin beschriebene Szenario wird ausdrücklich nicht als Prognose behandelt, sondern als Stresstest: Was passiert, wenn sich eine zunächst weit entfernte militärische Lage innerhalb weniger Tage auf Cybersecurity, Infrastruktur, Zahlungsverkehr, Energie, Lieferketten und Personal in Deutschland auswirkt?An einem fiktiven Produktionsunternehmen spielen wir durch, welche Fragen eine Geschäftsführung dann beantworten können sollte:Welche Unternehmensfunktionen sind wirklich kritisch?Von welchen Ressourcen hängen sie ab?Welche Alternativen existieren?Was kann bewusst heruntergefahren werden?Und welche Mindestbesetzung benötigen wir tatsächlich?Denn: Krisenfähigkeit bedeutet nicht, alles aufrechtzuerhalten. Krisenfähigkeit bedeutet, das Wesentliche aufrechterhalten zu können.Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem Faktor, der in vielen Planungen vorausgesetzt wird: dem Menschen.Sind Schlüsselpersonen tatsächlich verfügbar? Welche Fähigkeiten gibt es nur einmal? Welche Personen tauchen gleichzeitig in mehreren Notfallplänen auf? Was passiert mit Reservisten, Ehrenamtlichen oder Mitarbeitenden mit familiären Verpflichtungen? Und wie verändert sich die tatsächliche personelle Einsatzfähigkeit unter Krisenbedingungen?Schließlich geht es um die Schnittstellen zwischen Unternehmen, Staat und Gesellschaft. Denn im Rahmen von Bündnisverteidigung können zivile und gewerbliche Leistungen etwa für Transport, Umschlag, Unterbringung, Verpflegung, Betankung, Instandhaltung und medizinische Versorgung relevant werden. Dadurch können neue Abhängigkeiten und Zielkonflikte entstehen.Genau deshalb sind Übungen wie Red Storm Charlie interessant: Nicht weil ein bestimmtes Szenario genauso eintreten muss, sondern weil sich erst im Üben zeigt, ob die Schnittstellen tatsächlich funktionieren. Wer ruft wen an? Wer besitzt welches Lagebild? Wer braucht welche Ressource? Wer entscheidet über Prioritäten? Und wo beruhen unsere Pläne auf Annahmen, die im Ernstfall möglicherweise nicht mehr stimmen?In den kommenden Folgen der Sonderserie schauen wir deshalb auf Wirtschaft, Reservisten, Bundeswehr, Politik und regionale Resilienz – und begleiten schließlich auch Red Storm Charlie in Hamburg. Die zentrale Frage bleibt:Haben wir einen Plan – oder funktioniert dieser Plan auch dann, wenn seine Annahmen plötzlich nicht mehr stimmen?takeKONTROL – Stärke beginnt mit Klarheit.Bewusst. Bereit. Gemeinsam.Mehr Informationen zu RedStormCharlie findet ihr hier.
32. "Üben. Üben. Üben. - Was Litauen verstanden hat – und Deutschland noch lernen muss" mit Irma Petraityte-Luksiene
57:28||Season 3, Ep. 32Was Litauen verstanden hat – und Deutschland noch lernen mussIrma über Gesamtverteidigung, die Kraft der Zivilgesellschaft und warum Vorbereitung erst durch Übung funktioniertWas passiert, wenn eine Gesellschaft ihre Bürgerinnen und Bürger nicht nur als Menschen versteht, die im Krisenfall geschützt werden müssen – sondern als aktive Akteure ihrer eigenen Resilienz und Verteidigungsfähigkeit?Irma Petraityte-Luksiene kennt Deutschland und Litauen und beschäftigt sich intensiv mit Verteidigung, gesellschaftlicher Resilienz und der Rolle der Zivilgesellschaft. Im Gespräch beschreibt sie, wie anders Gesamtverteidigung in Litauen gedacht und praktisch vorbereitet wird.Menschen fragen sich dort:Welche Fähigkeiten habe ich? Welche Netzwerke und Ressourcen stehen mir zur Verfügung? Und welche Rolle könnte ich übernehmen, wenn es ernst wird?Irma berichtet, wie Vereine ihre eigenen Fähigkeiten analysieren, konkrete Aufgaben für den Krisen- und Verteidigungsfall entwickeln und anschließend gemeinsam mit staatlichen Institutionen und anderen Organisationen üben. Ihr eigener Verein entwickelte auf dieser Grundlage eine Strategie und einen Aktionsplan und nimmt nach ihrer Schilderung inzwischen an großen litauischen Mobilisierungsübungen mit zahlreichen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren teil.Dabei geht es nicht nur um den einzelnen Menschen. Auch Unternehmen müssen sich aus Irmas Sicht fragen, welche Rolle sie im Krisenfall spielen: Wie bleiben sie selbst handlungsfähig? Welche Leistungen müssen weiter funktionieren? Und welchen Beitrag können sie dazu leisten, dass Versorgung, Kommunikation, Transport, Gesundheit, Logistik und damit die Gesellschaft insgesamt funktionieren?Eine zentrale Erkenntnis des Gesprächs: Pläne allein schaffen noch keine Resilienz. Zusammenarbeit muss vorbereitet und geübt werden.Das ist auch die Brücke zu Red Storm Charlie in Hamburg und zur Frage, die takeKONTROL in den kommenden Tagen beschäftigen wird: Wie handlungsfähig sind Menschen, Unternehmen und eine ganze Region tatsächlich, wenn aus einem abstrakten Szenario plötzlich Realität wird? Mehr Informationen und Berichte zu RedStormCharlie findet ihr hierZum Abschluss frage ich Irma, was Deutschland tun müsste, wenn wir gesellschaftlich resilienter werden wollen.Ihre drei Antworten sind bemerkenswert klar:1. Die Bedrohung ernst nehmen. 2. Die Zivilgesellschaft als Akteur ernst nehmen und ihr etwas zutrauen. 3. Üben. Üben. Üben.Eine Folge über Verantwortung, Vorbereitung, Unternehmen, Vereine, Gesamtverteidigung – und vor allem darüber, wie aus Bewusstsein konkrete Handlungsfähigkeit entstehen kann.Bewusst. Bereit. Gemeinsam.takeKONTROL – Stärke beginnt mit Klarheit.
31. Wenn Sicherheit zur DNA wird
43:21||Season 3, Ep. 31Was macht ein Unternehmen wirklich krisenfähig?Lufthansa beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit einer Frage, die für immer mehr Unternehmen relevant wird: Wie schaffen wir es, dass Menschen auch unter hohem Druck handlungsfähig bleiben?In dieser Wednesday Edition des takeKONTROL Podcasts spreche ich mit Benedikt Schneider, der seit 33 Jahren bei Lufthansa arbeitet und heute Verantwortung für rund 20.000 Mitarbeitende in der Kabine trägt.Wir sprechen darüber, warum Sicherheit bei Lufthansa nicht nur aus Regeln und Prozessen entsteht, sondern Teil der Unternehmenskultur geworden ist. Crews, die sich teilweise vorher nie begegnet sind, müssen innerhalb kürzester Zeit als Team funktionieren, ihre Rollen kennen und im Ernstfall auf trainierte Abläufe zurückgreifen können. Benedikt spricht auch über eine der schwersten Krisen seiner beruflichen Laufbahn: den Absturz von Germanwings-Flug 9525. Als damaliger Personalchef und Justiziar von Germanwings war er unmittelbar Teil des Krisenmanagements. Seine wichtigste Erkenntnis: Wer eine Krise managen soll, muss selbst handlungsfähig bleiben. Klare Rollen, Ruhe, professionelle Unterstützung und die Stärke des Teams wurden entscheidend. Und wir fragen: Was können andere Unternehmen daraus lernen?Es geht um wiederkehrendes Training statt Krisenhandbuch, klare Entscheidungswege, die Auswahl und Befähigung von Mitarbeitenden, psychologische Robustheit, den Umgang mit Überforderung – und darum, Krisenszenarien endlich offen in Unternehmen zu diskutieren.Denn Krisenfähigkeit entsteht nicht erst in der Krise.Sie entsteht vorher.Stärke beginnt mit Klarheit.
Wer bist Du in Zeiten von Krise oder Krieg?
10:01|Was würdest du tun, wenn es wirklich ernst wird? Gehen, bleiben, helfen – und welche Rolle könntest du übernehmen?Diese Fragen stelle ich in „Wer bist du, wenn der Krieg kommt?“ meinen Gästen.Diesmal: Benedikt Schneider, 60, Familienvater, Jurist und seit 33 Jahren Teil der Lufthansa. Heute trägt er im Management Verantwortung für das weltweite Kabinenpersonal. Und damit für viele Menschen. Sicherheit, internationale Krisen und Bedrohungslagen gehören deshalb auch beruflich zu seinem Alltag.Für Benedikt ist klar: Wenn es ernst wird, würde er Deutschland nicht verlassen. Er möchte bleiben, Ruhe bewahren, Verantwortung übernehmen und seine Krisenerfahrung einbringen. Dabei geht es ihm nicht nur um die eigene Vorbereitung. Seine zentrale Überzeugung: Resilienz entsteht auch dadurch, dass wir füreinander Verantwortung übernehmen.Wir sprechen darüber,wie Benedikt die aktuelle Bedrohungslage wahrnimmt,warum Weggehen für ihn keine Option ist,welche Rolle er selbst in einer Krise übernehmen würde,warum Demokratie, Respekt, Toleranz und Menschlichkeit für ihn Teil unserer Friedensfähigkeit sind,und weshalb Gemeinschaft und Zuversicht uns resilienter machen können.Bewusst. Bereit. Gemeinsam.Stärke beginnt mit Klarheit.
30. Wissen ersetzt kein Engagement – Wieso das Tun wichtiger Resilienz-Bestandteil bleibt
18:08||Season 3, Ep. 30Warum reicht Wissen allein nicht aus, um krisenfähig zu werden? In dieser Folge des krisenfähig-Podcasts spricht Nico Gramenz mit Marek Behrens über ORTSBEREIT, lokale Resilienz und warum Vorbereitung praktisch werden muss.Marek zeigt, warum Resilienz nicht nur durch Konzepte oder Wissen entsteht, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen und vor Ort mit anpacken.Wenn Strom, Wasser, Wärme oder kritische Versorgung ausfallen, braucht es praktische Fähigkeiten, lokale Netzwerke und klare Strukturen.Eine Folge über Handwerk, Bundeswehr, zivil-militärische Zusammenarbeit und warum krisenfähige Gesellschaften mehr Macher brauchen.krisenfähig – der takeKONTROL Podcast mit Nico Gramenz.Stärke beginnt mit Klarheit.
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