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Gesund geplaudert
Sport – so wirksam wie ein Medikament!
Sport ist gesund, klar. Aber so gesund? Umes und Elli sporteln gern und viel. Umso überraschter sind sie, als sie hören, dass schon fünf Minuten moderate Bewegung am Tag einen erstaunlichen Unterschied für unsere Gesundheit machen.
Dr. Umes erzählt in dieser Folge die Geschichte eines 37-jährigen Patienten: Der Mann radelt neuerdings täglich 20 Kilometer zur Arbeit und zurück, nimmt 14 Kilo ab und hat plötzlich andere Blutwerte. Blutdruck, Langzeitzucker, Cholesterin – alles verbessert, komplett ohne Medikamente!
Zu Gast ist Sportökonom und Natural-Bodybuilder Daniel Schwarzenberger. Er erklärt, warum schon kurze Bewegungsnuggets – etwa drei Minuten Kniebeugen pro Stunde – wissenschaftlich belegt einen Effekt haben und warum Bewegung im Alltag mehr bringt als jede ehrgeizige Fitness-Challenge.
Eine bewegte Folge!
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Biegen, nicht brechen: Was uns durch Krisen trägt
53:05|Wer nach einer Krise schnell wieder auf die Beine kommt, gilt als resilient. Aber lässt sich diese Widerstandskraft wirklich trainieren – oder gehören Krisen einfach zum Leben dazu?Elisabeth Hussendörfer und Dr. Umes nehmen das Trendthema Resilienz auseinander. Ist unsere Seele wie eine Teflon-Pfanne, an der alles abperlt? Oder geht es eher darum, sich biegen zu lassen wie Bambus, ohne dabei zu brechen?Dr. Umes erzählt offen aus seinem eigenen Leben: seine Flucht aus dem Bürgerkriegsland Sri Lanka mit zwölf Jahren, zwei durchgefallene Staatsexamina, kein Geld für die Miete, 25 Absagen für sein erstes Buchmanuskript. Und trotzdem – oder gerade deshalb – kam er immer wieder auf die Beine. Was macht das mit einem Menschen? Und woher nimmt man die Kraft für die Zukunft?In dieser Folge geht es außerdem um:· Dietrich Bonhoeffer als Vorbild für Zuversicht selbst im Angesicht des Todes· das Bild von Autobahnen und Trampelpfaden – warum echte Stärke abseits der gewohnten Wege entsteht· die Gefahr, Kindern zu viele Steine aus dem Weg zu räumen· warum niemand alles allein schaffen muss und wie wertvoll ein soziales Netzwerk ist· und darum, weshalb „mit Weitblick unterwegs sein“ oft mehr hilft als jedes TrainingsprogrammZu Gast ist diesmal ein Mordermittler mit überraschenden Einblicken. Wer täglich mit Extremsituationen umgeht, weiß einiges über das Aushalten.
Omas Apotheke: Wohltuend - aber auch wirksam?
01:15:51|Von Hühnersuppe über Nasendusche bis Zwiebelsäckchen auf dem Ohr: Zwischen 30 und 80 Prozent aller Menschen in Deutschland greifen regelmäßig zu Hausmittel. Aber wie steht es eigentlich um belastbare Daten zum Thema? Welche Rolle spielt hier möglicherweise die Pharmaforschung? Und was entgegnet Dr. Umes, wenn es wieder mal heißt: alles „nur“ Placebo? Elli und Dr. Umes sprechen unter anderem über Inhalationen mit Kamille und Salz, über Waden- und Brustwickel, Thymian-Tee, Ingwer und Flohsamen. Auch Ellis geliebte Essiglösung gegen Gehörgangentzündungen kommt zur Sprache – mit einem wichtigen Sicherheitshinweis. Überhaupt: Wo kommen Hausmittel an ihre Grenzen, und wann braucht es vielleicht doch ein Antibiotikum?Zu Gast ist heute die Phytotherapeutin Michelle Ziegelmann, die auf ihrem Bauernhof einen großen Heilpflanzengarten angelegt und den Bestseller „Der Tod hat Angst vor Löwenzahn“ geschrieben hat. Michelle zeigt, wie viel Wissen direkt vor unserer Haustür wächst – und wie wir wieder lernen können, hinzusehen.
Massenphänomen Angst – Wie wir endlich ruhiger und gelassener mit Gefahren umgehen
01:09:54|Angst begleitet uns alle – in kleinen Momenten und großen Krisen. Dabei wird oft vergessen, dass dieses Gefühl ursprünglich hilfreich ist. Angst will uns warnen und schützen. Aber wann wird aus dem nützlichen Signal eine echte Belastung?Elli und Dr. Umes sprechen offen und persönlich über Angst als menschliche Grundemotion. Sie beleuchten, warum jeder Vierte im Laufe seines Lebens eine behandlungsbedürftige Angstepisode erlebt und fragen, ob die vielzitierte „German Angst" uns womöglich sogar einen Vorteil verschafft: Denn wer genau hinschaut, nachfragt und Wissen sammelt, kommt mit Unsicherheit oft besser klar.Außerdem: Wie verzerren soziale Medien unser Bild von Bedrohungen? Warum sind unsere Ängste vor Gewalt oft weit größer als die reale Gefahr? Und welche Rolle spielt das Vernunftgehirn – wenn es nicht gerade vom Angstsystem übermannt wird?Der Gast dieser Episode bringt eine besondere Perspektive mit: Christian Zottl zeigt als ehemaliger Leiter der Deutschen Angst-Selbsthilfe, was Selbsthilfegruppen leisten können – als Ergänzung zur Therapie, manchmal sogar als erster wichtiger Schritt.Hilfe für Angsterkrankte, Angehörige, bestehende Gruppen und solche, die gegründet werden wollen: https://www.angstselbsthilfe.de
Die körperliche Untersuchung: Fundament in Gefahr!
52:45|Manchmal erzählt der Körper schon einiges, bevor überhaupt ein Gerät zum Einsatz kommt. Ein Blick in die Augen, das Abhören von Herz und Lunge, das Tasten der Lymphknoten, der Blick auf die Beine – die körperliche Untersuchung gehört zu fast jedem Arztbesuch. Und doch verliert sie an Bedeutung. Immer mehr übernimmt die Technik, vor allem junge Ärzte sind unsicher geworden. Das Deutsche Ärzteblatt warnte vor einiger Zeit sogar: „Das Fundament ist in Gefahr.“Warum ist der ganzheitliche Blick auf den Menschen so wertvoll? Und wie können wir selbst ein besseres Gespür für unseren Körper entwickeln? Elli und Dr. Umes sprechen über kulturelle Unterschiede beim Untersuchen, über Telemedizin und über eine Zecke, die für ein Muttermal gehalten wurde. Ein Gespräch darüber, warum Hinschauen manchmal mehr sagt als jedes Gerät.
Dankbarkeit – echte Haltung statt aufgesetzter Höflichkeit
55:16|Elli und Dr. Umes sprechen in dieser Folge über Dankbarkeit als gesunde Lebenshaltung.Studien zeigen: Wer dankbar ist, lebt oft länger. Warum tun sich viele Menschen aber so schwer damit, Dankbarkeit wirklich zuzulassen? Und warum gilt das für Umes, der die ersten 12 Lebensjahre in Sri Lanka verbracht hat, nicht?Der heutige Gast der Folge ist Sev Acar-Spenst. Elli geht mit der Entwicklerin des bekannten „6-Minuten-Tagebuchs“ der Frage nach, wieso Dankbarkeit manchmal auch trotz besten Wissens in Vergessenheit gerät. Spoiler: Die Entwicklerin war hier selbst betroffen.Konkrete Tipps zum Mitnehmen sind darüber hinaus: die abendliche Tagesrückschau und die „Nicht-selbstverständlich"-Übung. Kleine Werkzeuge, die den Blick weiten und Schönes wieder sichtbar machen.Eine warme, ehrliche Folge über eine Haltung, die man lernen kann.
Wenn der Schmerz bleibt – obwohl die Ursache längst weg ist
51:51|Über 23 Millionen Menschen in Deutschland leben mit chronischen Schmerzen. Bei jedem fünften Betroffenen dauert die Leidensgeschichte 20 Jahre oder länger. Und das Verrückte daran: Ein MRT oder Röntgenbild verrät oft gar nicht, wo die eigentliche Ursache liegt. Bei Rückenschmerzen bleibt sie in rund 70 Prozent der Fälle unklar.Was macht das mit Menschen, die immer wieder hören, „da ist doch nichts", obwohl sie täglich Schmerzen spüren?Umes und Elli stellen die multimodale Schmerztherapie vor, bei der Ärzte, Physio-, Psycho- und Ergotherapeuten zusammenarbeiten – inklusive eines Alltagstrainings, das zeigt, wie rückenschonendes Leben zu Hause wirklich gelingt.Außerdem beleuchten sie die Rolle des Hausarztes als Schaltzentrale, bei dem alle Informationen zusammenlaufen.Zu Gast ist Physiotherapeutin Julia Wohlfahrt (Instagram: julia.physioglück.de). Sie ist nicht nur Expertin, sondern selbst Betroffene. Mit 18 fingen ihre Rückenschmerzen an, später kamen Ängste, Reizdarm und Kieferbeschwerden dazu. Offen erzählt sie von ihrer Reise –ohne perfektes Happy End, dafür mit echten Erkenntnissen.Wir sprechen über:· das Bild des Eisbergs: Der schmerzende Punkt ist nur die Spitze – darunter liegt oft viel mehr· „Frida", Julias liebevollen Namen für ihre innere Anspannung, und warum ein Gesicht für den Schmerz den Kampf dagegen beendet· ganz konkrete Übungen zum Nachmachen: sanfte Zwerchfellatmung mit einem Tuch und das beruhigende Butterfly-KlopfenVielleicht geht es am Ende gar nicht darum, dass der Schmerz komplett verschwindet. Sondern um eine andere Frage: Was möchtest du gern wieder tun können?Kapitelübersicht:[00:00] Intro – Ein rätselhafter Patientenfall: Warum wandert der Schmerz und warum verrät ein MRT oft so wenig?[08:00] Millionen leiden still – Was die Zahlen hinter chronischem Schmerz in Deutschland wirklich bedeuten und warum so viele jahrelang keine Diagnose bekommen[12:00] Wartezeit, Akutsprechstunde, Sparmaßnahmen – Wo das Gesundheitssystem chronische Schmerzpatienten im Stich lässt und was Hausärzte auffangen müssen[17:00] Zu Gast: Physiotherapeutin Julia Wohlfahrt – Expertin und selbst Betroffene, mit hunderttausenden Followern auf Instagram[18:00] Julias Reise – Rückenschmerzen mit 18, Panikattacken, Reizdarm und Kieferbeschwerden: Wie viele Symptome ein Leben bestimmen können und warum das kein perfektes Happy End braucht[22:00] Körper und Psyche im Zusammenspiel – Wie innerer Stress, ein überlastetes Nervensystem und Glaubenssätze wie „Ich muss es allen recht machen" Schmerz verstärken und uns im Alarmmodus halten[30:00] „Frida" – Warum Julia ihrer inneren Anspannung einen Namen gegeben hat und was es bedeutet, den Kampf gegen den eigenen Schmerz zu beenden[33:00] Übungen zum Mitmachen – Schritt für Schritt: Zwerchfellatmung mit Tuch kennenlernen, sanft lösen und das beruhigende Butterfly-Klopfen fürs Nervensystem[39:00] Multimodale Schmerztherapie – Was passiert, wenn Ärzte, Physio-, Psycho- und Ergotherapeuten wirklich zusammenarbeiten, und warum eine Patientin das als „nahe an einem Wunder" erlebt hat[50:00] So findest du ein zertifiziertes Schmerzzentrum – Welche Schritte nötig sind und welche Rolle der Hausarzt spielt.[54:00] Abschluss und Ausblick – Was diese Folge zum Nachdenken gibt und warum es beim nächsten Mal um echte Dankbarkeit geht – und nicht die aufgesetzte Variante
Zwischenmenschliche Kontakte – der unterschätzte Gesundheitsfaktor
55:13|Einsam sein ist genauso gesundheitsschädlich wie Rauchen. Klingt drastisch? Genau das legen mehrere Studien nahe. In dieser Folge schauen Elli und Umes hinter die Zahlen – und stellen fest: Einsamkeit ist längst kein Thema mehr nur für ältere Menschen. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene sind betroffen. Und das mitten in einer Welt, in der wir ständig von Menschen umgeben sind: in der Fußgängerzone, im Fitnessstudio, mit tausenden Followern bei Instagram.Wie passt das zusammen? Und warum macht Einsamkeit eigentlich krank? Umes erklärt den Stress, der dabei im Körper wirkt, und erzählt aus seinem Praxisalltag.Und dann wird es persönlich. Denn stabile Partnerschaften hängen nachweislich mit einem gesünderen Herzen und einer längeren Lebenserwartung zusammen. Dr. Rudolf Sanders, integrativer Paartherapeut und Begründer der so genannten „Partnerschule“ präsentiert als heutiger Gast seine mutige These: Rund 90 Prozent aller Trennungen hält er für vermeidbar. „Lieber mit dem Alten etwas Neues als mit einem Neuen das Alte“, so sagt er. Und verrät praktische Werkzeuge, die gestressten Paaren aus seiner Sicht helfen: bewusste Berührung zum Beispiel – für die kleine Portion Oxytocin, die uns glücklich macht.Am Ende bleibt eine Erkenntnis: Beziehungen sind ein Gesundheitsfaktor – und wollen wie ein Muskel gepflegt und trainiert werden. Zuhören, offen sein, aufeinander zugehen. Eine Folge, die Mut macht, wieder mehr in Verbindung zu kommen.
Ein Jahr Landarztpraxis
43:19|Zwischen Koppel, Kuh und Kirchturm: Seit September 2024 arbeitet Umes in einer Landarztpraxis im Landkreis Diepholz. Ein Jahr später blicken wir zurück – auf Highlights, Learnings und Momente, die bleiben.Was bedeutet es, Patienten vom Kleinkind bis zum 94-jährigen Opa alle zu begleiten? Warum ist der Landarzt oft erster Ansprechpartner, sogar bei Notfällen? Und wie entsteht über Monate eine echte Gesundheitspartnerschaft, die messbar Leben verlängern kann?Wir vergleichen Stadt und Land, wagen einen Blick auf die medizinische Versorgung Kubas, die immer wieder als beispielhaft herangezogen wird und sprechen offen über den Ärztemangel bei Dr. Umes in Niedersachsen. Am Ende bleibt ein Appell: mehr Ärzte aufs Land. Und vielleicht auch: Mehr „Landarzt-Vibe“ in die Stadt. Denn Nähe heilt.