Share

cover art for „Die cleversten Verhandler der Welt sitzen in Teheran”

World Briefing

„Die cleversten Verhandler der Welt sitzen in Teheran”

Celebrating Democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier.

Window of opportunity: Nach Monaten der Eskalation im Nahen Osten sieht Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) eine gute Zeit für Verhandlungen mit dem Iran.

Zwar sei das iranische Atomprogramm durch amerikanisch-israelische Angriffe zurückgeworfen worden, so Gabriel im Talk mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker, doch eine vollständige Zerstörung sei nicht erfolgt. Gabriel betont: „Der Iran ist nicht kurz davor, die Bombe in die Hand zu bekommen – das ist ein gutes Zeichen.“

Friedensplan für Nahost. Gabriel macht deutlich, dass sowohl Trump als auch die iranische Führung aus eigennützigen Motiven an einer Deeskalation interessiert seien. Die eigentliche Frage sei, ob es ernsthafte Gespräche gebe, die auch das Raketenprogramm und regionale Stellvertreterkonflikte mit einbeziehen. Europa hingegen habe derzeit keine tragende Rolle, so Gabriel: „Wir stehen am Seitenrand.“

Bündnis ohne Kitt? Sigmar Gabriel und Chelsea Spieker sprechen auch über die sogenannten Brics-Staaten, die sich vor kurzem getroffen haben. Trotz antiwestlicher Rhetorik mangele es an Geschlossenheit: „Der globale Süden ist sich bei weitem nicht einig.“

An dieser Folge haben mitgewirkt: Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion).


ID:{6EEdQWFCyrTTk7WyfSAVOy}

More episodes

View all episodes

  • „Europa verliert sich in Nebenkriegsschauplätzen“

    31:17|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw “Under destruction” ist das Motto der 2026er Ausgabe der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Studio des Tagungsortes „Hotel Bayerischer Hof“ analysieren Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel und The Pioneer-Host Chelsea Spieker, was im Jahr 1 nach der „JD Vance-Rede“ passiert ist. Ein Talk über eine transatlantische Beziehung im Umbruch. Die große US-Delegation zeige, sagt Gabriel: „Wir haben ja immer den Eindruck, die Vereinigten Staaten wollen eigentlich nichts mehr von uns – aber das stimmt so nicht.“ Der Kanzler habe den richtigen Ton getroffen: Europa müsse „mehr tun für unsere eigene Sicherheit“, zugleich bleibe ein „starker europäischer Pfeiler in der NATO“ der richtige Weg.Kommunikations-Hot Spot MSC. Sowohl Sigmar Gabriel als auch Chelsea Spieker haben die Konferenz zum Austausch genutzt, haben sich Panels und Speaker angehört, aber auch Hintergrundgespräche geführt. In Gesprächen mit internationalen Unternehmen spürt Gabriel wachsende Unsicherheit – geopolitisch wie wirtschaftlich. Gerade deshalb müsse Europas Leitmotiv lauten: „Economy first.“ Ohne wirtschaftliche Stärke lasse sich weder Verteidigung noch sozialer Zusammenhalt finanzieren. Schwäche, so Gabriel, „imponiert Donald Trump nicht“.Europa abwehrbereit? Deutlich skeptisch ist er gegenüber einer vorschnellen Nuklear-Debatte. „First things first“ – Europa müsse erst seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit glaubwürdig aufbauen. Wer jetzt über eigene Atomwaffen diskutiere, schüre Ängste: „Ich würde nicht unterschätzen, wie viele Menschen Angst vor dieser Diskussion haben.“Lösung für die Ukraine? Zum Ukraine-Krieg mahnt Gabriel zur Geschlossenheit mit den USA. Ein eigener europäischer Verhandlungs-Pfad wäre „lebensmüde“ und würde Putin in die Hände spielen. Sein Fazit aus München: kein Durchbruch – aber „ein Schritt nach vorne und nicht zurück“.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{6ajG641mxlsyqIaqL5MekZ}
  • „Demokratie lässt sich nicht mit Öl-Verträgen erzwingen“

    31:30|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw „Kein Mitleid für den Gangster“. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel bewertet die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ohne jede Sentimentalität. Für ihn ist Maduro kein legitimer Staatschef, sondern ein krimineller Machthaber, der Venezuela systematisch ausgeplündert hat. Entscheidend sei nun, ob ein echter demokratischer Neuanfang möglich wird oder nur ein Austausch der Eliten stattfindet, sagt Gabriel im Talk mit The Pioneer-Host Chelsea Spieker: „Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt, sondern folgt der Logik von Macht.“Trumps Hunger nach Öl. Scharf kritisiert Gabriel die angekündigte amerikanische Kontrolle über venezolanische Ölexporte. Dieses Vorgehen erinnere gefährlich an frühere US-Interventionen in Lateinamerika mit langfristig destabilisierenden Folgen. Demokratie lasse sich nicht militärisch erzwingen, sondern müsse von innen wachsen. „Das Ergebnis solcher Interventionen ist fast immer schlimmer als das, was vorher da war.“Europa, sei mutig! Mit Blick auf Europa fordert Gabriel mehr strategische Klarheit und weniger moralische Selbstgewissheit. Die Welt bewege sich wieder in Richtung Einflusssphären, was auch für Russland und China ein Signal sei. Europa dürfe sich dabei nicht herumschubsen lassen, sondern müsse eigene Interessen vertreten. „Resilienz ist heute vor allem eine Frage unserer inneren Haltung.“ Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{334CSvT7yRJ10MpDPnQR8M}
  • „Weltpolitik wird nicht vom Amtsgericht verhandelt“

    29:33|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Europa hat 2025 vor allem eines gezeigt: Uneinigkeit. Der Plan von Friedrich Merz, russisches Staatsvermögen zur Finanzierung der Ukraine-Hilfe zu nutzen, ist gescheitert – nicht an Recht, sondern an der Realität europäischer Interessenspolitik.Im Gespräch mit Chelsea Spieker analysiert Ex-Außenminister Sigmar Gabriel, was dieser diplomatische Rückschlag für die geopolitische Glaubwürdigkeit Europas bedeutet – und warum er Friedrich Merz dennoch für seinen Vorstoß lobt.Europa zwischen Anspruch und Abstinenz: Gabriel warnt vor einer Weltordnung, in der Europa nur noch Zuschauer ist – ob im Ukrainekrieg, im Nahostkonflikt oder gegenüber den geopolitischen Ambitionen der USA unter Donald Trump.„Weltpolitik wird nicht vor dem Amtsgericht verhandelt“, sagt Gabriel – und fordert eine nüchterne, strategische Neuausrichtung der europäischen Außenpolitik: weniger Naivität, mehr Realismus.Auch über die Schwächen der deutschen Industrie, das Blockieren des Mercosur-Abkommens, Big Tech, den wachsenden Einfluss des globalen Südens – und eine mögliche neue Sicherheitsarchitektur in Europa wird gesprochen.Eine Folge über das, was war – und das, was 2026 dringend besser werden muss. ID:{1O42eSh7Mb2mrcGw7cOwyT}
  • „Die EU sollte jetzt gemeinsame Schulden machen“

    31:38|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier.Donald Trump, Europa und der Ukraine-Krieg. Donald Trump hat erstmals harte Sanktionen gegen russische Ölkonzerne verhängt – für Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel ein Wendepunkt, aber kein Durchbruch. „Putin führt diesen Krieg längst als Wirtschaftskrieg – Sanktionen sind für ihn so etwas wie eine Großmachtssteuer.“ Der frühere Außenminister erklärt im Gespräch mit The Pioneer-Host Chelsea Spieker, warum Russland vom westlichen Druck unbeeindruckt bleibt und weshalb Europa sich nicht auf Washington verlassen darf.Europa zwischen Mut und Stillstand. Gabriel fordert ein neues gemeinsames Handeln der Europäer – politisch, wirtschaftlich und militärisch. „Ohne den Mut von Adenauer und de Gaulle wird Europa in den Mühlsteinen zwischen Amerika, China und Russland zerrieben.“ Er sieht im Draghi-Plan die Chance für einen echten Aufbruch: gemeinsame Investitionen, gemeinsame Verteidigung, gemeinsame Verantwortung.Nahost: Hoffnung mit Fragezeichen. Auch im Nahen Osten sieht Gabriel nur vorsichtige Hoffnung nach dem von Trump vermittelten Waffenstillstand. „Die Geschichte zeigt, dass selbst die stärksten Friedensentwürfe im Nahen Osten oft an den Radikalen beider Seiten scheitern.“ Entscheidend sei nun, ob Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und ob die USA ihr Engagement fortsetzen.Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{5GRSZaVjDqFqhvlc3IutCD}
  • „Netanjahu sind die Geiseln egal“

    24:58|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier. „Putin testet uns“: Russische Drohnen über Polen, keine Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Putin und dem Westen, alarmierte Staaten im Baltikum. Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel vermutet dahinter einen Plan. Der russische Präsident wolle unsere Verteidigungsfähigkeit und den Zusammenhalt der NATO-Staaten testen. Trotzdem rät Gabriel: „Nicht nur aufrüsten, sondern auch weiter verhandeln.“ „Radikalinski Kirk“. In den USA hat der Mord am Polit-Aktivisten Charlie Kirk die Gräben in der Gesellschaft vertieft. Im Gespräch mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker analysiert Sigmar Gabriel, was der Mord für die USA und Präsident Trump bedeutet. Isoliertes Israel? Die Gaza-Offensive der israelischen Armee, die nach wie vor verschleppten Geiseln, die Attacke auf die Hamas-Führung in Katar und die Lage im wenig beachteten Westjordanland. Sigmar Gabriel kommt in dieser Folge zum Schluss, Israels Gesellschaft sei nach rechts gerückt, die Fundamentalisten beider Seiten (Israel und Palästinenser) brauchen und benutzen sich: „Alle Zeichen im Nahen Osten stehen auf rot“. Produktion: Till Robert SchmidtRedaktion: Marc Saha ID:{1BMUxOBT4m81iGkiciwv8s}
  • „Deutschland spielt den ohne-mich-Michel“

    30:46|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier. „Kein wirklich greifbarer Fortschritt“: Für Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel haben die Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin und zwischen Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij und Vertretern von EU und Nato wenig gebracht. Mit The Pioneer–Host Chelsea Spieker spricht er darüber, wie es jetzt weitergehen könnte und welche Rolle Deutschland dabei spielen könnte. Nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Gabriel wirbt für eine Reanimation der Wehrpflicht. Das sei eine Diskussion, bei der die deutsche Gesellschaft sich Klarheit darüber verschaffen müsse, wo sie steht. Malefiz-Champion: „Wir sind Weltmeister darin, anderen Leuten Steine in den Weg zu legen“, kritisiert Sigmar Gabriel. Neue globale Handels-Regeln. Chelsea Spieker und Sigmar Gabriel diskutieren auch über den Zoll-Deal zwischen Europäischer Union und dren USA. Gabriel prognostiziert: „Es wird zu einer Regionalisierung solcher Abkommen kommen. Und das ist nicht die beste Lösung, aber allemal besser als das Gesetz des Dschungels, wo da jeder gegen jeden kämpft.“ An dieser Folge haben mitgewirkt: Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion). ID:{2pWfcfGzOAO8RDMuLztuSM}
  • „Deutschland kehrt zurück in die Führungsrolle“

    36:41|
    Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier.„Offensichtlich gelungener Besuch”. Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel gibt Bundeskanzler Friedrich Merz gute Noten für seinen Besuch bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Im Gespräch mit Chelsea Spieker, dieses Mal in seiner Heimatstadt Goslar aufgezeichnet, urteilt der frühere SPD-Chef Gabriel über die Auslandsreise des CDU-Chefs: Er betont die wichtige Verbindung zwischen den USA und Deutschland, wie sie auch Friedrich Merz bei seinem Besuch thematisiert hat: Warnung vor Diktatfrieden: Gabriel traut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht bei der Frage, wie es mit der Ukraine weitergehen soll: Weitere Themen: Mit Blick auf Polen und die Niederlande: Wie instabil ist EU-Europa? Die neue deutsche Migrationspolitik Wie wichtig ist der Nahe Osten für Donald Trump?An dieser Folge haben mitgewirkt: Milan Rottinger und Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion). ID:{3KD61fPzQa9tn1BHBqkBJj}
  • „Trump will die Weltwirtschaft lahmlegen“

    29:16|
    Celebrating democracy - Freuen Sie sich auf einen Abend Infotainment und Live-Journalismus mit Erkenntnisgewinn - Tickets und Infos finden Sie hier. Unruheherd Oval Office. US-Präsident Donald Trump führt den ukrainischen Präsidenten Selenskyi im Weißen Haus vor den Kameras der Welt vor; den Friedens-Deal geht er ohne Einbeziehung Europas an. Im Gespräch mit Chelsea Spieker (The Pioneer) urteilt Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel: “Wir sind für Trump ein Klotz am Bein.” Das sei ein verheerendes Signal an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: “Der Westen als Gemeinschaft ist schwach”. “Richtig starkes Signal”: Auch der Bundeshaushalt ist von Trumps Äußerungen und Handlungen beeinflusst. Die geplante Grundgesetzänderung, die die Schuldenbremse reformiert und dadurch mehr Geld für Rüstung und Verteidigung ermöglicht, habe in der gesamten Welt für Aufsehen gesorgt, so Sigmar Gabriel. “Deutschland ist zurück und will eine Führungsaufgabe übernehmen.” “Tit for tat-Spiel”. Wie sollte EU-Europa auf Donald Trumps neue Zoll-Politik reagieren? Sigmar Gabriel rät: nicht ängstlich agieren. Und: “Wir müssen neue Partner wie Indien oder Afrika suchen, aber keine neue Abhängigkeit schaffen”. An dieser Folge haben mitgewirkt: Till Robert Schmidt (Produktion) und Marc Saha (Redaktion). ID:{2IRQkPzz0yWKu4PAmtUwQH}