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Voltaire, Marx, Trump und ein Lob auf die Aufklärung – #1396

Ep. 1396

Die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman über Weltpolitik und Philosophie, von Voltaire bis  Donald Trump, und warum sich die Linke statt auf Wokeness auf ihre traditionellen Werte besinnen muss. 


Die amerikanische Philosophin Susan Neiman springt für die Aufklärung in die Bresche. Die europäische Ideenwelt des 18. Und dann 19.Jahrhunderts von Rousseau, Voltaire, Hegel bis Marx muss das Fundament des Engagements der Linken bleiben, argumentiert sie. Susan Neiman ist von Donald Trump empört, bei dem sie Faschismus ortet. Und sie wendet sich bei der Verteidigung der Aufklärung gegen das postkoloniale Denken und ganz allgemein Wokeness in der akademischen Welt. “Links ist nicht Woke” ist der Titel ihrer jüngsten Streitschrift.


Was Susan Neiman darunter versteht und wo Wokeness reaktionär wird, bespricht sie in einer Wiener Vorlesung. Im Gespräch mit  dem Journalisten Günter Kaindlstorfer bietet sie einen Parforceritt durch Weltpolitik und Philosophie. Es geht um den französischen Philosophen Foucault und Donald Trump, um die Instrumentalisierung von Antisemitismus und die umstrittene Autorin Judith Butler. Hören Sie das Lob der Aufklärung und warum sich die Linke ihrer traditionellen Werte besinnen muss von der Philosophin Susan Neiman.



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    43:09||Ep. 1577
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    16:39||Ep. 1570
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