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Edle Federn

Juli Zeh spricht mit Jan Snela über „Ja, Schnecke, ja”

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In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller Jan Snela über seinen Roman „Ja, Schnecke, ja“ – der von Die Zeit 2025 unter die 100 besten Bücher des vergangenen Jahres gewählt wurde.

Es geht darin um eine Fernbeziehung zwischen Deutschland und Japan: Hannes bleibt zurück, während Amanda in Nara an einer Meeresschnecke forscht, die ihren Körper neu bilden kann. Aus dieser Konstellation entwickelt sich ein Roman über Begehren und Besitzansprüche, über Kinderwunsch und Klimakrise – und darüber, was passiert, wenn man Rollenbilder nicht einfach übernimmt.

Juli Zeh und Jan Snela sprechen über die besondere Form des Buches: kurze, dichte Prosastücke, inspiriert vom japanischen Haibun – einer literarischen Form, die erzählende Prosa mit lyrischen Einschüben verbindet und stark vom Denken des Haiku geprägt ist. Mit einer Sprache, die Räume öffnet – durch Rhythmus, Klang und Atmosphäre.

Ein Gespräch über Männlichkeitsbilder, feministische Perspektiven, das Loslassen – und über die Kunst, literarische Zwischentöne spürbar zu machen.


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  • Juli Zeh spricht mit Simon Strauß über „In der Nähe…”

    58:43|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Abonnieren Sie hier den Edle Federn Newsletter von Juli Zeh. In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller, Historiker und FAZ-Redakteur Simon Strauß über sein neues Buch In der Nähe – Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht.Was bedeutet Heimat – biografisch, geografisch, politisch? Woher kommt das Unbehagen an politischen Entscheidungsprozessen, das sich vielerorts in Ablehnung und Protest entlädt? Und wie können lokale Erfahrungen unsere Vorstellung von Demokratie verändern?Ein Gespräch über Stadt und Land, Prenzlau und Berlin – und darüber, warum Demokratie vor Ort beginnt. Es geht um Verantwortung, Reibung und Nähe – und die Frage, wie man Gräben überwindet, statt sie zu vertiefen.Juli Zeh sagt über das Buch: „Simon Strauss schreibt über Ostdeutschland und über die AfD. Aber er stellt sich nicht in sicherer Distanz auf den Hügel einer moralischen Überlegenheit mit Blick auf die Niederungen der schattigen Täler. Sondern geht buchstäblich in die Nähe, was auch bedeuten kann, dahin, wo es manchmal wehtut. Was dieses Buch so stark macht, ist sein Misstrauen gegenüber fertigen Erklärungen. Es nimmt Kränkung ernst, ohne sie zu verklären. Es sucht Verständnis, ohne Entschuldigung zu liefern. Es weigert sich, den Osten auf ein politisches Symptom zu reduzieren und fordert damit auch den Westen heraus, sich selbst als Haltung zu erkennen.“Ein Gespräch über politische Realität, persönliche Begegnungen – und warum der direkte Blick oft mehr erklärt als jede Debatte. ID:{32oevvwORxkJ6zLMSS8KNY}
  • Juli Zeh spricht mit Theresia Enzensberger über „Auf See”

    01:06:26|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Abonnieren Sie hier den Edle Federn Newsletter von Juli Zeh. In dieser Folge von Edle Federn , dem Lieteratur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Autorin und Journalistin Theresia Enzensberger über ihren Roman Auf See – eine literarische Dystopie, die zugleich ein Nachdenken über politische Utopien, alternative Gesellschaftsentwürfe und die Zerbrechlichkeit großer Ideen ist.Im Zentrum steht eine künstlich geschaffene Inselgemeinschaft in der nahen Zukunft – gegründet aus Angst vor dem Kollaps der Weltordnung, getragen von libertären Idealen, erschüttert durch Realität und Machtstrukturen. Enzensberger erzählt die Geschichte zweier Frauen: Yada, die auf der Seestadt aufwächst, und Helena, eine gefeierte Künstlerin auf dem Festland – auf der Flucht vor Verantwortung, Ruhm und sich selbst.Im Gespräch geht es um libertäre Fantasien und linke Gegenentwürfe, um Verantwortung, Kontrolle und die Frage: Was bedeutet Freiheit – individuell wie gesellschaftlich? Und warum mangelt es unserer Zeit an echten Utopien?Juli Zeh sagt über Auf See: „Ein Roman wie die Brandung am Meer – Ideen prallen auf Wirklichkeit, scheitern, kehren zurück. Und hinterlassen Spuren.“Ein Gespräch über Gemeinschaft, Selbstbestimmung – und die literarische Sehnsucht nach einem besseren Morgen. ID:{5z0VTSamjLl4BxOVw48ySI}
  • Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Das Ende der Wahrheit?”

    01:14:09|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit der Juristin und Autorin Elisa Hoven über ihr neues Sachbuch „Das Ende der Wahrheit?“ – ein ebenso fundierter wie streitbarer Text über Wahrheit, Fake News und Faktenchecks im digitalen Zeitalter.Hoven ist Strafrechtsprofessorin in Leipzig und Verfassungsrichterin in Sachsen. Im Gespräch erklärt sie, was Wahrheit aus juristischer Sicht bedeutet, warum Meinung und Tatsache so oft verwechselt werden – und wieso gerade das gefährlich für eine offene Gesellschaft ist.Die beiden diskutieren über mediale Verzerrungen, politische Instrumentalisierung von Fakten, die Fallstricke des Strafrechts – und die Frage, ob es überhaupt eine objektive Wahrheit gibt. Dabei bleibt das Gespräch immer persönlich, zugewandt und diskursfreudig.Juli Zeh sagt über „Das Ende der Wahrheit?“ Ein Gespräch über Vertrauen, Verantwortung – und die Suche nach Orientierung in einer Welt voller Widersprüche. ID:{7KZBsGWufTKkshHTjW6yFr}
  • Juli Zeh spricht mit Oliver Wnuk über „Besser wird’s nicht”

    01:01:11|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit dem Autor und Schauspieler Oliver Wnuk. Bekannt aus Serien wie Stromberg oder Nord Nord Mord, zeigt sich Wnuk in seinem neuen Buch Besser wird's nicht von einer anderen Seite: persönlich, nachdenklich und zuweilen auch existenziell.Denn das Buch ist keine klassische Autobiografie und auch kein Roman – eher ein offenes Selbstgespräch, in dem Wnuk große Fragen aufwirft: Was bedeutet Heimat? Wie gelingt ein Leben in Bewegung? Warum fällt es uns so schwer, allein zu sein – und was hat Selbstliebe damit zu tun?Im Gespräch mit Juli Zeh geht es um die Kunst des Zuhörens, überforderte Jugendliche, innere Unruhe und das Missverständnis, dass man immer etwas leisten müsse, um geliebt zu werden. Es ist ein tiefgründiger, manchmal schmerzhafter, aber stets ehrlicher Austausch über das Menschsein in einer lauten, schnellen Welt.Juli Zeh sagt über das Buch: „Wnuk gelingt das Kunststück, sehr persönlich zu schreiben – und gerade deshalb universell zu sein. Seine Texte sind eine Einladung zur Selbstreflexion, ohne je belehrend zu sein. Ein Buch, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, wahrhaftig zu bleiben.“Ein Gespräch über Sehnsucht, Selbstzweifel – und den Mut, sich selbst ein guter Freund zu werden. ID:{MVCkuJ9bnwoCPUFKxmbKa}
  • Juli Zeh spricht mit Frédéric Schwilden über „Gute Menschen“

    01:04:45|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit dem Autor und Journalisten Frédéric Schwilden über seinen neuen Roman „Gute Menschen”. Das Buch erzählt von Jennifer und Jan – einem Paar, das sich trennt, um ein besseres Leben zu führen. Was bleibt, ist der Versuch, sich selbst und die Welt neu zu denken. Schwilden erzählt von der Stille nach der Trennung – und wie man durch Abwesenheit einander näherkommen kann.Im Zentrum des Romans steht die Frage: Was heißt es heute, ein „guter Mensch“ zu sein – jenseits von Klischees und Ideologien. Schwilden schildert den Mikrokosmos einer gebildeten, wohlhabenden Mittelschicht – Menschen mit Ansprüchen, Widersprüchen und einem diffusen Gefühl von Sinnverlust. Zwischen Luxus-Brunch im Pariser Ritz, elterlichem Überforderungs-Kollaps und digitalem Überdruss entsteht ein feines, kluges Panorama unserer Gegenwart.Juli Zeh sagt über den Roman: „Frédéric Schwilden behandelt große Dramen mit leichter Hand und einem meist liebevollen Witz. Am Ende zeigt uns die Geschichte, was das Leben wirklich lebenswert machen kann. Nämlich allein die Bereitschaft, sich mit anderen zu verbinden.“In dem Gespräch geht es um Alltagsrealismus, moralischen Anspruch und die Frage, warum das Bedürfnis, gut zu sein, oft der Anfang aller Probleme ist. ID:{4IZbsCpSX0dwblrQmc3A2b}
  • Juli Zeh spricht mit Terézia Mora über „Fleckenverlauf“

    01:19:23|
    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von „Edle Federn“ spricht Juli Zeh mit der Büchnerpreisträgerin Terézia Mora über ihr jüngstes Buch Fleckenverlauf. Das Schreibtagebuch der vielfach ausgezeichneten Autorin öffnet die Tür zu ihrem Alltag, ihrem Denken und ihrem literarischen Prozess – und zeigt, wie aus kleinsten Beobachtungen Literatur entsteht.Mora erzählt von den Freuden und Qualen des Schreibens, in denen der Alltag das Schreiben beinahe unmöglich macht, von Euphorie und Selbstzweifel und von dem Ringen mit Figuren. Dabei wird deutlich: Ihre Literatur ist nicht nur Selbstbeobachtung, sondern immer auch Spiegel der Zeit – von politischen Entwicklungen in Ungarn über Fragen der Demokratie bis hin zu den Erfahrungen der Pandemie.Juli Zeh sagt über Fleckenverlauf: „Terézia Mora paart den unbedingten Willen zur Wahrhaftigkeit mit ihrer poetischen Kraft, wodurch eine besondere Erkenntnisfähigkeit entsteht, die nur der Literatur vorbehalten ist. Erst in dem man sich die Welt anverwandelt, kann man ihr wahres Gesicht enthüllen. Besser gesagt eines ihrer acht Milliarden wahren Gesichter, denn es gibt so viele Welten, wie es Menschen gibt. Terézia lässt uns für 300 Seiten in ihre ganz eigene Welt ein, sodass man geradezu zum Mitbewohner eines schreibenden Bewusstseins wird. Besessen und beseelt.”Im Gespräch geht es um die Kraft des Schreibens als Form der Weltaneignung, um literarische Vorbilder und um die Frage, wie sich persönliche Geschichte, Sprachbewusstsein und gesellschaftliche Realität in der Literatur verweben. ID:{3KEci7WtDoaws56U7fVKMy}
  • Juli Zeh und Burkhard Spinnen über „Erdrutsch“

    59:34|
    Abonnieren Sie hier den neuen "Edle Federn Newsletter" von Juli Zeh.In dieser Folge von „Edle Federn“, dem Literatur Podcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit Burkhard Spinnen über seinen neuen Roman Erdrutsch, den er gemeinsam mit Charles Wolkenstein geschrieben hat. Ausgangspunkt der Geschichte ist ein drohender Hangabgang in einer Alpenregion – ein Szenario, das vor den jüngsten Ereignissen in der Schweiz beunruhigend real erscheint und Fragen zum Umgang mit Naturgefahren, Klimawandel und gesellschaftlicher Verantwortung aufwirft.Im Zentrum des Romans steht eine ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Figur: der sogenannte Vogelmann, der möglicherweise die Sprache der Tiere versteht – und damit zum Hoffnungsträger einer hochtechnisierten Welt wird, die den Kontakt zur Natur zu verlieren droht.Juli Zeh sagt über Erdrutsch: „Ein intelligenter, spannender Roman, den man als Klima-Thriller bezeichnen kann – und der weit darüber hinausgeht. Spinnen und Wolkenstein verbinden Figuren aus Kirche, Wissenschaft, Aktivismus und KI-Forschung zu einem Panorama unserer Zeit. Mit großem Gespür für Sprache, Atmosphäre und Humor gelingt ihnen ein Drahtseilakt zwischen Ernst und Leichtigkeit – ein literarisches Vergnügen mit Tiefgang.“Burkhard Spinnen erzählt in diesem Gespräch unter anderem, wie ihn die Faszination für das Wissen der Tiere und die Unsicherheiten des Klimawandels zum Schreiben inspirierte – und warum Literatur helfen kann, drängende Zukunftsfragen auf eine neue, fühlbare Weise zu durchdringen. ID:{5gk0B4kAJoIHbKPHIueZIY}