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57. #57 Erzwungene Hirn-OP: Wie die Schwester des Präsidenten verschwand
55:33||Ep. 57Rosemary Kennedy wird 1918 als ältestes Mädchen der Kennedy-Familie geboren – bei der Geburt kommt es zu Komplikationen, die zu einer leichten geistigen Beeinträchtigung führen. Sie wächst als lebenslustige, freundliche junge Frau auf, kämpft aber zeitlebens mit Stimmungsschwankungen und wird zunehmend als Belastung für das öffentliche Image der ambitionierten Familie wahrgenommen. Als sie als junge Erwachsene unruhiger wird und ihr Verhalten für Vater Joseph Kennedy zum politischen Risiko wird, sucht er nach einer Lösung – und findet sie in einem damals neuen, aber hochumstrittenen Eingriff: der Lobotomie.1941 lässt Joseph Kennedy den Eingriff heimlich durchführen, ohne das Wissen seiner Frau Rose. Der Neurochirurg Walter Freeman und sein Kollege James Watts durchtrennen Nervenbahnen in Rosemarys Frontallappen – mit katastrophalem Ergebnis: Sie verliert weitgehend die Fähigkeit zu sprechen und zu laufen, und ihre geistigen Fähigkeiten fallen auf das Niveau eines Kleinkindes zurück. Rosemary wird daraufhin für Jahrzehnte in eine Einrichtung in Wisconsin gebracht, isoliert von der Öffentlichkeit und lange auch von der eigenen Familie – ein Schicksal, das die Kennedys erst Jahrzehnte später öffentlich machen.
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56. #56 So wurde der 11. September geplant
01:01:00||Ep. 56Vier entführte Verkehrsflugzeuge, fast 3.000 ausgelöschte Leben und eine Welt, die von einer Sekunde auf die andere aus den Fugen geriet: Der 11. September 2001 gilt als der verheerendste Terroranschlag der Geschichte. Doch die operative Route in diese globale Katastrophe begann weder in den Wüsten des Nahen Ostens noch in afghanischen Ausbildungslagern, sondern hinter den bürgerlichen Fassaden einer unscheinbaren Dreizimmerwohnung in Hamburg-Harburg. Dort formierte sich unter der Führung des scheinbar unauffälligen Architekturstudenten Mohammed Atta die berüchtigte Hamburger Zelle, die westliche Freiheiten nutzte, um sich unbemerkt mitten in Europa zu radikalisieren und das tödliche Fundament für al-Qaidas Plan zu legen.Folge #56 seziert die akribische Anatomie dieses Terrors von den ersten konspirativen Treffen in der Marienstraße über den Flugunterricht im sonnigen Florida bis zum Einstieg in American-Airlines-Flug 11. Wir zeichnen nach, wie Attas fanatische Präzision Behörden narrte, welche logistischen Kettenreaktionen die Sicherheitsnetze der Supermacht USA ins Leere laufen ließen und wie ein bis ins Detail durchtaktetes Attentat nicht nur zwei Wolkenkratzer zum Einsturz brachte, sondern die weltpolitische Ordnung für immer veränderte.
55. #55 Gefilmt und doch ungelöst: Wer tötete Liz Barraza?
57:16||Ep. 55Am 25. Januar 2019 bereitet die 29-jährige Liz Barraza in der Einfahrt ihres Hauses in Tomball, Texas, gut gelaunt einen Garagenflohmarkt vor. Es ist kurz vor sieben Uhr morgens, die Nachbarschaft erwacht langsam, als ein schwarzer Pick-up in die Straße einbiegt und stoppt. Eine Gestalt in einem auffälligen, weiten Gewand steigt aus und geht zielstrebig auf Liz zu. Die Überwachungskamera des Nachbarhauses zeichnet alles in gestochen scharfen Bildern auf: die Begrüßung, ein kurzes, kaum verständliches Wortgefecht – und den Moment, in dem die fremde Person unvermittelt eine Waffe hebt und viermal abdrückt.Obwohl der gesamte Ablauf, die Flucht und selbst Fragmente der Stimmen auf Video und Tonband verewigt sind, fehlt von der Identität des Schützen jede Spur. Weder die bizarre Verkleidung noch das Kennzeichen des Fluchtwagens gaben ihren Schleier bisher preis, und ein Motiv scheint im Leben der beliebten jungen Frau schlichtweg nicht zu existieren. Es ist das verstörende Paradoxon eines eiskalt geplanten Verbrechens, das sich direkt vor den Augen der Linse abspielte – und dessen minutiös dokumentierte Sekunden bis heute mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern.
54. #54 Verschwunden in der Sekte - Wo ist Shelly Miscavige?
55:44||Ep. 54Seit August 2007 hat niemand außerhalb der Church of Scientology Shelly Miscavige öffentlich gesehen. Die Frau von Scientology-Chef David Miscavige verschwand irgendwann zwischen 2005 und 2007 von der abgeschotteten Gold Base in Kalifornien – und seitdem herrscht Schweigen. Keine Interviews, keine Fotos, keine Lebenszeichen. 2013 stellte Schauspielerin Leah Remini, kurz nachdem sie die Kirche verlassen hatte, eine offizielle Vermisstenanzeige. Das LAPD ermittelte – und schloss den Fall nach einem angeblichen persönlichen Treffen mit Shelly wieder, ohne die Öffentlichkeit je mit handfesten Beweisen zu überzeugen.
53. #53 Millionärs-Erbin (19) wird Untergrund-Kämpferin: Der Fall Patricia Hearst
59:58||Ep. 53Am 4. Februar 1974 wird die 19-jährige Patricia Hearst, Enkelin des legendären Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst, aus ihrer Wohnung im kalifornischen Berkeley entführt. Die Täter gehören zur Symbionese Liberation Army (SLA), einer linksextremen militanten Gruppierung, die mit der Geiselnahme politische Gefangene freipressen und ein millionenschweres Lebensmittel-Hilfsprogramm für Bedürftige erzwingen will. Während die Familie Hearst verzweifelt versucht, die bizarren Bedingungen zu erfüllen, halten die Terroristen die junge Studentin wochenlang in einem dunklen Wandschrank gefangen, isolieren sie von der Außenwelt und setzen sie massiver psychischer wie physischer Gewalt aus.Nur zwei Monate nach der Entführung folgt eine Wendung, die die amerikanische Öffentlichkeit erschüttert: Auf einer Tonbandaufnahme schwört Hearst ihrem bisherigen privilegierten Leben ab und verkündet ihren Beitritt zur Guerillabewegung unter dem Codenamen „Tania“. Kurz darauf erfassen Überwachungskameras der Hibernia Bank in San Francisco die Millionenerbin bewaffnet mit einem Sturmgewehr bei einem blutigen Raubüberfall. Was folgt, ist eine der größten FBI-Fahndungen der US-Geschichte, ein spektakuläres, live im Fernsehen übertragenes Feuergefecht in Los Angeles und eine 19-monatige Flucht durch den amerikanischen Untergrund. Wer ist diese Frau - und warum hat sie sich dieser Gruppe angeschlossen?
52. #52 13 Kinder in Ketten - So kamen die Turpin-Kinder wieder frei
59:16||Ep. 52Die Tür öffnete sich nur einen Spalt weit, doch es reichte für den entscheidenden Schritt in die Freiheit. Im Januar 2018 kletterte die damals 17-jährige Jordan Turpin durch ein Fenster des Wohnhaueses im kalifornischen Perris, in dem sie und ihre zwölf Geschwister jahrelang von den eigenen Eltern gefangen gehalten, misshandelt und an Betten gekettet worden waren. Mit einem ausrangierten, nicht mehr aktivierten Mobiltelefon, das sie heimlich an sich genommen hatte, gelang ihr die Flucht vom Grundstück. Voller Adrenalin und ohne genaue Kenntnis der Welt außerhalb des Hauses wählte sie den Notruf 911, um den Beamten stockend von den unfassbaren Zuständen in ihrem Elternhaus zu berichten.Als die alarmierten Polizeikräfte wenig später an der Haustür der Familie eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Mehrere der Kinder und jungen Erwachsenen – die Älteste bereits 29 Jahre alt, durch extreme Mangelernährung jedoch optisch kaum von einer Fünfzehnjährigen zu unterscheiden – waren in abgedunkelten, stark verschmutzten Räumen mit Ketten und Vorhängeschlössern an ihre Bettgestelle gefesselt. Die Eltern, David und Louise Turpin, hatten über Jahre hinweg ein bürokratisch abgeschirmtes System aus Isolation, psychischer Kontrolle und physischer Gewalt aufrechterhalten, das jeglichen Kontakt zur Außenwelt unterband.Die Befreiung der 13 Geschwister beendete ein jahrelanges Martyrium und löste einen der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der jüngeren US-Geschichte aus. Während die Geschwister umgehend in Krankenhäusern medizinisch versorgt und intensivpsychologisch betreut wurden, schalteten sich die Ermittlungsbehörden ein. Die Eltern wurden festgenommen und später wegen mehrfacher Folter, Kindesmisshandlung und Freiheitsberaubung zu lebenslanger Haft verurteilt, während für die Überlebenden ein langwieriger Prozess der körperlichen und emotionalen Genesung begann.
51. #51 "Er hat es verkackt" - Was bedeutet Adrians letzte Nachricht?
01:40:19||Ep. 51Alle Informationen zu "Never forget Adrian e.V":Webseite: https://never-forget-adrian.deInstagram: https://www.instagram.com/never_forget_adrianFacebook: https://www.facebook.com/share/14pVHVF7WgP/Drei Monate lang hört Maria Torres nichts von ihrem Sohn. Dann, am 16. März 2018, klingelt ihr Telefon, Adrians Nummer auf dem Display. Die Stimme am anderen Ende klingt kalt, fast einstudiert, als stünde jemand neben ihm und gäbe ihm die Worte vor. Uns geht's gut, sagt er, wir sind auf dem Rückweg. Dann, kurz bevor er auflegt, noch ein Satz, hingeworfen wie eine Randbemerkung: Selimas Vater hat's verkackt. Es ist das Letzte, was Maria je wieder von ihrem Sohn hört.Bis heute weiß sie nicht, was dieser Satz bedeutet. Ging es um ein geplatztes Visum, um Geld, das nicht ankam, um einen Verrat innerhalb der eigenen Reisegruppe? Oder deutet er auf etwas viel Größeres hin, auf eine Familie, die von Anfang an mehr wusste, als sie je zugegeben hat? Selimas Vater taucht später noch einmal auf, in einer ganz anderen, viel dunkleren Vermutung, die Maria bis heute nicht loslässt.In dieser Folge gehen wir dieser einen Zeile nach, dem letzten Rätsel, das Adrian seiner Mutter hinterlassen hat. Wir rekonstruieren den Weg dorthin: die Flucht über die iranische Grenze, die Festnahme, die widersprüchlichen Aussagen seiner Frau, den offiziellen Totenschein, der von Erfrieren spricht, und den Obduktionsbericht, der etwas völlig anderes zeigt. Ein einziger Satz, sieben Worte, und ein Fall, der bis heute nicht aufgeklärt ist.
