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Die Geschichtsmacher
Von Autorinnen und Autoren des ZeitZeichen
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78. Der große Mief: Donnerbalken, Wasserklo, Trockentoilette
45:27||Ep. 78Es begann 1858 mit dem großen Gestank - "The Big Stink", wie ihn die Londoner nannten: Das Wasser der Themse stand niedrig, die Fäkalien, die ungeklärt in den Fluss geleitet wurden, verseuchten das Trinkwasser, schon bald forderte die Cholera tausende Opfer. Der englische Priester Henry Moule begann deshalb mit Kompost-Toiletten zu experimentieren, die er schließlich zur Marktreife brachte und in Folge ein großes Geschäft mit diesen als "Trockentoiletten" patentierten Bedürfnis-Eimern machte. Wie Moules Erfindung bis heute viele Probleme auf dieser Welt lösen könnte, weshalb die Wasserspülung ein Irrweg der Stuhlgang-Entsorgung war, und warum heute Forscher auf der ganzen Welt dafür plädieren, die menschlichen Fäkalien nicht einfach wegzuspülen, all das berichtet uns Kollegin Irene Geuer.Außerdem kommen in diesem Podcast über die Geschichte der Stuhlgang-Entsorgung zu Wort:Ariane Krause - Forscherin am Leibniz-Institut für Gemüse und Zierpflanzenanbau und große Verfechterin der TrockentoiletteKatharina Prost - arbeitet am Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften und ist Gründerin eines Unternehmens, das mit Kompost die Welt besser machen willDaniel Schäfer - Medizinhistoriker, arbeitet am Kölner Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Weitere wichtige Links zu dieser Sendung:Irene Geuer hat ein Zeitzeichen zur Erfindung der Trockentoilette gemacht: Henry Moule und die Erfindung der Trockentoilette.Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter, sagt es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn, Dreifach-Abspülern und Im-Stehen-Pinklern! Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.deUnd ganz wichtig: Verteile auch Du möglichst viele Sternchen und hinterlasse nette Kommentare, wo immer dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter:www.diegeschichtsmacher.deDort gibt es auch ein Transkript der Sendung und viele weitere Folgen der Geschichtsmacher!
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77. WM 74: Die Provinzweltmeisterschaft
57:05||Ep. 77Fußball-WM in Deutschland: kein Geld, allgegenwärtige Terrorgefahr, ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa und als Höhepunkt singen die Fischer-Chöre "Das große Spiel wird gleich beginnen" - begleitet von Freddy Quinn. Das wird ein Fest! Axel Naumer wird uns in dieser Folge beweisen, dass es höchst unterhaltsam und spannend sein kann, über eine Weltmeisterschaft zu reden, ohne einen Blick auf das eigentliche Spiel zu werfen. Natürlich ist es wichtig, dass bei dieser WM erstmals die Nationalmannschaften der beiden deutschen Staaten gegeneinander antraten - und die DDR das Spiel gewann. Aber warum musste die Schmutzwäsche der ostdeutschen Nationalelf täglich zum Waschen über die Grenze gefahren werden? Und wie viele Stunden musste sich DDR-Schlagerstar Frank Schöbel in einem Riesen-Fußball verstecken, bis dieser sich öffnete und er völlig durchfroren ein Lied singen musste, das er gar nicht mochte? Geschichten über ein Sommermärchen, das keines war...Drei Männer in Deutschland zu finden, die keinerlei Ahnung von Fußball haben, und das auch noch offen zugeben, ist eigentlich unmöglich - mit Axel Naumer, Martin Herzog und Marko Rösseler aber ist dieser Recherche-Wurf gelungen. Sie werden eine Stunde lang über Fußball reden, ohne über Fußball zu reden. Ob das geht? Hört selbst!Darüber hinaus kommen in dieser Folge zu Wort:Frank Schöbel - DDR-SchlagerstarDiverse Fußballspieler - von denen die drei nur Franz Beckenbauer kanntenAus folgenden Büchern wird zitiert:Kai Schiller: Als der Fußball modern wurde.Ronald Reng: 1974 - eine Deutsche Begegnung.Harry Valérien: Fußball 74 Weltmeisterschaft.Wichtige LinksWenn Ihr diesem Link folgt, dann landet ihr beim Zeitzeichen von Axel Naumer: 07.07.1974 - Die Fußball-WM in Deutschland endet.Die erwähnte Geschichtsmacher-Folge über die DDR-Schlagerrevue, in der Frank Schöbel Dauergast war, findest Du hier.Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter, sagt es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn, Fußballfreunden und Fußballhassern! Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.deUnd ganz wichtig: Verteile auch Du möglichst viele Sternchen und hinterlasse nette Kommentare, wo immer Dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter:www.diegeschichtsmacher.deDort gibt es auch ein Transkript der Sendung und viele weitere Folgen der Geschichtsmacher!Korrekturen:Im Eifer des WM-Gefechts sind uns ein paar Ungenauigkeiten und Fehler unterlaufen:DDR-Torschütze Jürgen Sparwasser weilt unter den LebendenBereits vor 1974 gab es WM-Teilnehmer aus afrikanischen Staaten. So war 1930 Ägypten mit von der Partie.Es hat auch vor der 74er WM bereits Begegnungen zwischen Teams aus der DDR und der Bundesrepublik gegeben. Allerdings handelte es sich dabei um Spiele von Klub-Mannschaften, zum Beispiel im Europacup. Auf der Ebene von Nationalmannschaften aber war die WM ´74 das erste Aufeinandertreffen der beiden deutschen Staaten.76. Moskau und das dritte Rom
01:05:23||Ep. 76Was hat die Palastgarde des Basileus, des obersten Herrschers des oströmischen Reiches in Konstantinopel, mit den Wikingern und der Gründung Kiews zu tun? Warum hat der Adler im Russischen Wappen zwei Köpfe aber drei Kronen? Und wie hängt das wiederum mit dem heutigen Krieg in der Ukraine zusammen? Ralf Grabuschnig vom befreundeten Déja-Vu Geschichte-Podcast führt seine Kollegen Martin Herzog und Marko Rösseler durch mehr als ein Jahrtausend Geschichte - auf den Spuren des Mythos von der Entstehung des Großrussischen Reiches.Wichtige Links zu dieser Sendung:Die Reihe Gründungsmythen des Nationalismus ist auf Ralfs Podcast "Déja-Vu Geschichte" zu finden.Hier geht es zu weiteren Projekten von Ralf Grabuschnig.Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter und sag es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn, Russen wie Warägern. Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.deUnd ganz wichtig: Verteile auch Du möglichst viele Sternchen und hinterlasse nette Kommentare wo immer Dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter: www.diegeschichtsmacher.de75. Die Guillotine und der Koch
01:04:27||Ep. 75Was haben die französische Revolution und die Guillotine mit der Haute Cuisine zu tun? Warum erfindet ausgerechnet ein Reifen-Hersteller die Sterne, die bis heute für herausragende Kochkunst stehen? Was unterscheidet die Haute von der Nouvelle Cousine? Und wieso musste Eckart Witzigmann unbedingt in Paris auf dem Wochenmarkt einkaufen, um in München zu kochen? Und warum galt das auch noch als "bodenständig"? Witzigmann gelang es als erstem, für sein Restaurant "Aubergine" drei Sterne nach Deutschland zu holen. Die höchsten Weihen, die ein Restaurant erreichen kann! Aber wie kam ein Bauunternehmer dazu, Witzigmann nach Deutschland zu locken? Und was um Himmels Willen ist Rübstiel? Diese und noch viel mehr Fragen werden Martin Herzog und Marko Rösseler von ihrer Kollegin Andrea Klasen erklärt. Lecker!Ebenfalls zu Wort kommen in dieser Folge:Die Sterneköchin und Buch-Autorin Léa Linster und Madeleine Jakits, langjährige Journalistin beim Fach-Magazin "Der Feinschmecker".Wichtige Links zu dieser Folge:Das Zeitzeichen, das Andrea Klasen über Witzigmann produzierte findet ihr hier: 19.11.1979 Dritter Stern für das Restaurant "Aubergine".Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter und sag es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn, Sterneköchinnen und Genussmenschen. Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.de.Und ganz wichtig: Verteile auch Du möglichst viele Sternchen und hinterlasse nette Kommentare wo immer Dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter: www.diegeschichtsmacher.de74. Isaac Löwenstein: Preuße, Jude, Soldat
44:52||Ep. 74Isaac Löwenstein ist preußischer Soldat, stolz auf seinen König und Jude - niemand empfindet das im 19. Jahrhundert als Widerspruch. Tatsächlich gelten erstmals in Preußen für Menschen jüdischen Glaubens Freiheiten, die sie zuvor nie hatten. Sie dürfen studieren, ihren Beruf und ihren Wohnort frei wählen. Aber sie müssen deshalb auch - wie alle anderen - zum Militär. In seinem einzigartigen Tagebuch beschreibt Isaac Löwenstein seinen Alltag als jüdischer Soldat im preußischen Heer: Wie sein Hauptmann ihm erlaubt, am Schabbat nicht exerzieren zu müssen. Wie er Karriere macht und zum Schreiber aufsteigt. Heiner Wember berichtet Martin Herzog und Marko Rösseler über eines der ungewöhnlichsten Tagebücher des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam versuchen sie zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass zwei Generationen später der Enkel von Isaac Löwenstein vor den Nazis ermordet wurde, andere Familienmitglieder aus Deutschland fliehen mussten - das Tagebuch des preußischen Soldaten und Ahnen im Gepäck.Wichtige Links zu dieser Folge:In einer 10-teiligen Reihe von Historycast beleuchtet Heiner Wember zusammen mit unserer Zeitzeichen-Kollegin Almut Fink das Thema: Judentum in der Geschichte: Zwischen Integration und Antisemitismus. Unbedingt mal reinhören!Heiner Wembers WDR- Zeitzeichen zum Thema gibt es hier: 20.10.1823 - Ein preußischer Jude: Isaac Löwensteins TagebuchDas kommentierte Tagebuch von Isaac Löwenstein ist 2021 erschienen: Ein westfälischer Jude in der preußischen Armee - Isaac Löwenstein aus Rietberg-Neuenkirchen und sein Tagebuch 1821–1823Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter und sag es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn. Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.de.Und ganz wichtig: Verteile möglichst viele Sternchen und hinterlasse sachkundige Kommentare wo immer Dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter: www.diegeschichtsmacher.de73. Haarmann mit dem Hackebeilchen (Teil 2)
37:22||Ep. 7324 Morde konnten Fritz Haarmann nachgewiesen werden. "Ihr bringt mich nicht um, ich kehre wieder. Ja, ich bin ewig mitten unter euch." Diesen Spruch hat sich der Serienmörder für seinen Grabstein gewünscht und eine öffentliche Hinrichtung. Sowohl ein Grabstein als auch ein breites Publikum bei seinem Tod blieben ihm verwehrt. Erst in den 1970er Jahren wurde sein Schädel eingeäschert und anonym beigesetzt, und doch hat er seinen Willen bekommen: Denn in gewisser Hinsicht ist Fritz Haarmann unsterblich - und wir alle tragen dazu bei.Thomas Klug erklärt in diesem Podcast über die Geschichte des Serienmörders Haarmann seinen Kollegen Martin Herzog und Marko Rösseler wie der Serienmörder enttarnt, verhaftet und hingerichtet wurde. Als Expertin ist die Kriminalpsychologin Lydia Benecke zu hören.Links zu dieser Folge:Zum Zeitzeichen "22.06.1924 Der Serienmörder Fritz Haarmann wird verhaftet" von Thomas Klug geht es hier entlang.Lydia Benecke hat eine eigene Homepage, die findet ihr hier.Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter und sag es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn. Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.de.Und ganz wichtig: Verteile möglichst viele Sternchen und hinterlasse sachkundige Kommentare wo immer Dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter: www.diegeschichtsmacher.de72. Haarmann mit dem Hackebeilchen (Teil 1)
50:04||Ep. 72"Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann mit dem Hackebeilchen" sangen die Kinder 1925 auf den Straßen von Hannover - der Serienmörder Fritz Haarmann erlangte Berühmtheit mit der Art und Weise, wie er seine Opfer entsorgte. Haarmann galt als freundlicher, netter Herr, der bereitwillig half und den obdachlosen Jungs am Hauptbahnhof auch gerne mal Obhut bot. Viele überlebten das nicht, denn er biss seinen Opfern in die Kehle, zerstückelte sie und warf die Reste in die Leine. Aber wie wird jemand zum Serienkiller? Was unterscheidet den einfachen Mörder vom Serientäter? Und gab es Möglichkeiten, den Tod von mindestens 24 Jungs und jungen Männern im Alter zwischen 10 und 22 Jahren zu verhindern?Thomas Klug versucht in diesem Podcast über die Geschichte des Serienmörders Haarmann im Gespräch mit Martin Herzog und Marko Rösseler diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Als Expertin hilft den dreien die Kriminalpsychologin Lydia Benecke.Links zu dieser Folge:Zum Zeitzeichen "22.06.1924 Der Serienmörder Fritz Haarmann wird verhaftet" von Thomas Klug geht es hier entlang.Lydia Benecke hat eine eigene Homepage, die findet ihr hier.Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann empfiehl uns weiter und sag es allen Freunden, Bekannten, Nachbarn, Serienmördern und sonstigen Verbrechern. Und wenn nicht, dann sag es uns, aber bitte auch nur uns:kontakt@diegeschichtsmacher.de.Und ganz wichtig: Verteile möglichst viele Sternchen und hinterlasse sachkundige Kommentare wo immer Dir das möglich ist. Alle weiteren Informationen, die Möglichkeit, unsere Arbeit über Steady zu unterstützen und viele weitere Folgen findest Du unter: www.diegeschichtsmacher.de