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DGAP O-Ton
Der Sylke Tempel Essay Preis 2019
Die britische Journalistin Annabelle Chapman hat den erstmals ausgeschriebenen Sylke-Tempel-Essaypreis gewonnen. Ihr Text befasst sich mit dem komplexen Zusammenhang zwischen Nationalismus und Gender.
Der Preis wurde vom Netzwerk Women in International Security Deutschland (WIIS) und der Zeitschrift „Internationale Politik“ (IP) ausgelobt. Er erinnert an die Journalistin, Publizistin und Mentorin Sylke Tempel (1963 – 2017), Vorsitzende von WIIS und Chefredakteurin der IP, Deutschlands führender Zeitschrift für Außenpolitik. Die Ausschreibung richtete sich an Frauen unter 35 Jahren.
Die Jury bildeten Judith Hart (Vors.), Martin Bialecki, Florence Gaub, Daniela Schadt, Katrin Suder und Rachel Tausendfreund. Der Preis ist mit 1.500,- Euro dotiert.
Judith Hart begründete die Entscheidung der Jury so: „Annabelle Chapman hat durch ihren Ansatz gleichermaßen überrascht wie überzeugt. Sie konstatiert‚ dass sich mit der Gender-Dimension nicht alles erklären lässt, sie aber unverzichtbar ist, um das Wiederaufleben des Nationalismus in unseren Gesellschaften zu erforschen, zu verstehen und darauf zu reagieren. In einer Zeit, in der sicher geglaubte Errungenschaften der Emanzipation einen massiven Rückschlag erfahren, ist es wichtig, diesen Zusammenhang in den Fokus zu rücken. Dies ist der Autorin auf besondere Weise gelungen.“
Nach der Übergabe sprach taz-Chefredakteur Georg Löwisch mit der Gewinnerin über das Thema Nationalsozialismus und Gender.
Die Veranstaltung fand am 25. September 2019 in der DGAP statt.