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bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Der demografische Krieg in Gaza

Ep. 212
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In der 212. Folge von „bto – beyond the obvious – der Ökonomie-Podcast mit Dr. Daniel Stelter“ ist die Lage der Welt eine andere und wir kommen nicht umhin, uns mit dem neuen Krieg im Nahen Osten zu beschäftigen. Israel wurde durch die palästinensische Hamas angegriffen und schlägt zurück. Das Nahost-Problem ist komplex und schwer zu durchdringen. Die demografische Entwicklung spielt eine wichtige Rolle, wenn man die Auseinandersetzung verstehen will. Und wir Europäer leisten ungewollt einen Beitrag zur Verfestigung dieses Konflikts. 


Ein weiteres Thema in dieser Episode ist die Verleihung des „Wirtschaftspreises im Gedenken an Alfred Nobel“ an die in Harvard lehrende Professorin Dr. Claudia Goldin. Über Goldins Lebenswerk, aber auch über die Lage der US-Wirtschaft sowie die aus dem Konflikt im Nahen Osten erwachsenden Risiken für die Weltwirtschaft spricht Daniel Stelter mit dem deutsch-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Rüdiger Bachmann von der University of Notre Dame du Lac in Indiana/USA.


Hörerservice

Den Vortrag von Professorin Claudia Goldin mit dem Titel “Career & Family, Women’s century-long journey towards equity” beim Ifo-Institut im Jahr 2022 finden sie hier.


Täglich neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter www.think-bto.com.


Sie erreichen die Redaktion unter podcast@think-bto.com. Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik.


Shownotes


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  • 439. Reguliert ins Abseits

    01:13:39||Ep. 439
    Künstliche Intelligenz (KI) kann Arbeit produktiver machen, neue Geschäftsmodelle ermöglichen und Unternehmen grundlegend verändern. Doch wer die Chancen dieser neuen technologischen Epoche nutzen will, muss auch Veränderungen zulassen. Das ist die Lehre aus den früheren wirtschaftlichen Umbrüchen – von der Dampfmaschine bis zur Informationstechnologie. Gesellschaften, die das Neue offen aufgenommen und die Anwendung möglichst breit zugelassen haben – trotz der kurzfristig negativen Folgen für alte Unternehmen und Arbeitsplätze – profitierten weit überproportional. Was zu der Frage führt, wie Deutschland und die EU aufgestellt sind, wenn es um KI geht? Werden wir bereit sein, der neuen Technologie den Raum für ihre Entfaltung zu geben oder wird der Impuls zu regulieren und zu bremsen überwiegen? Was die Lehren aus früheren Technologiesprüngen für die KI-Revolution bedeuten, bespricht Daniel Stelter mit dem Wirtschaftshistoriker Dr. Werner Plumpe, emeritierter Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main (1999 – 2022). Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerserviceStudie Old workers, young machines: can AI and automation offset population ageing? von Iñaki Aldasoro, Sebastian Doerr und Daniel Rees, BIS Bulletin der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich: https://t1p.de/6z1ir Pressemitteilung Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI (14. 9. 2026) nach einer Unternehmensbefragung durch den Digitalverband Bitkom: https://t1p.de/qb5wu Pressemitteilung Ein Drittel nutzt KI mindestens einmal pro Woche – von Code bis Küche (28. 4. 2026) nach einer Bevölkerungsbefragung durch den Digitalverband Bitkom: https://t1p.de/dmtns Kommentar Die dystopischen Warnungen von Bill Gates bis Dario Amodei sind übertrieben – KI verspricht eine bessere Zukunft (28. 9. 2026) von Peter Rásonyi in der NZZ (ggf. Abo erforderlich): https://t1p.de/6zzi0 Artikel Could AI create a ‘permanent underclass’? (9. 8. 2026) von Adam Shaw in der Financial Times (ggf. Abo erforderlich): https://t1p.de/nrubt Videoclip German Chancellor Merz Addresses Investors at Summit Featuring Nvidia CEO Huang von DRM News, Jensen Huang und Friedrich Merz beim Investitionsgipfel in Berlin: https://t1p.de/3gzkz beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 438. Geldpolitik in Geiselhaft

    01:19:34||Ep. 438
    Auf die Frage, wohin sich die Realzinsen entwickeln (#437), folgt eine politische Frage: Was geschieht, wenn hoch verschuldete Staaten die Finanzierungskosten nicht mehr ohne Konflikte tragen können? Günstigeres Geld kann Zeit verschaffen. Es kann aber auch den Anreiz verstärken, notwendige Reformen aufzuschieben und die Kosten auf Gläubiger und Sparer zu verlagern. Eine aktuelle Einordnung unterscheidet fiskalische Dominanz von finanzieller Repression und erklärt, warum nominale Rückzahlung nicht automatisch den Erhalt der Kaufkraft bedeutet. Die historische Forschung der ehemaligen Weltbank-Chefökonomin Carmen Reinhart und der IWF-Ökonomin María Belén Sbrancia liefert dazu den Hintergrund. In der Studie stellen sie zwar fest, dass Inflation Schulden entwertet, entscheidend sei aber die Kombination aus Inflation, politisch oder regulatorisch gedrückten Zinsen und einer Anlegerbasis, die Staatsanleihen halten muss oder kaum Alternativen besitzt. Erst diese Kombination macht aus Inflation ein dauerhaft wirksames Instrument zum Schuldenabbau. Der Gründer des unabhängigen Analysehauses Forest For The Trees, Luke Gromen, diskutierte in Folge #252 „Auf Messers Schneide” mit Daniel Stelter die amerikanischen Staatsschulden, die Rolle ausländischer Anleger, die möglichen Folgen für die Geldpolitik und die Hoffnung auf höhere Produktivität. Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerserviceStudie The Liquidation of Government Debt (Januar 2015) von Carmen M. Reinhart und M. Belen Sbrancia, IWF Working Paper, mit historischer Analyse finanzieller Repression: https://t1p.de/iscx0 Luke Gromen und Forest For The Trees (FFTT LLC): Profil und Arbeitsweise des unabhängigen Finanz- und Makroforschungsunternehmens: https://t1p.de/36snn beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 437. Schulden werden teurer

    01:21:58||Ep. 437
    Frankreich führt vor, wie hohe Schulden, anhaltende Defizite und politische Blockaden zusammenwirken. Steigende Zinsen verschärfen das Problem. Das gilt aber keineswegs nur bei unseren französischen Nachbarn. Warum ist langfristiges Geld teurer geworden? Wie lange lässt sich die wachsende Zinsrechnung durch alte Niedrigzinsverträge abfedern? Und können sinkende Realzinsen die Staaten entlasten? So unwahrscheinlich, wie das klingt, ist es nicht. Auch frühere Phasen der Zinssteigerung nach längeren Phasen real sinkender Zinsen dauerten nach Analysen der Wirtschaftshistorikers Paul Schmelzing nur rund zehn Jahre. Wiederholt sich dieses Muster, haben wir den Zinshöhepunkt bereits hinter uns. Das ist eine gute Nachricht für die Staaten, aber eine schlechte für Gläubiger und Sparer. Im Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker und Finanzwissenschaftler Dr. Paul Schmelzing, Professor für Finanzen am Boston College, diskutiert Daniel Stelter die konkurrierenden Erklärungen und die Frage, was die Geschichte der Zinsen uns lehrt. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerservicePaper Eight centuries of global real interest rates, R-G, and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018 (Januar 2020) von Paul Schmelzing, Bank of England: https://t1p.de/firub Beitrag Long-Run Trends in Long-Maturity Real Rates 1311–2022 (August 2024) von Kenneth S. Rogoff, Barbara Rossi und Paul Schmelzing in American Economic Review: https://t1p.de/5abp8 Paper The Liquidation of Government Debt (2015) von Carmen M. Reinhart und M. Belen Sbrancia, Internationaler Währungsfonds: https://t1p.de/iscx0 IWF-Pressebriefing Rodrigo Valdés: Warnung vor fiskalischen Risiken (14. Oktober 2026), Video und Originalwortlaut: https://t1p.de/5rh02 Beitrag How nervous are bond markets about France? (23. Oktober 2026) von Toby Nangle in FT Alphaville (Bezahlschranke): https://t1p.de/xvd7k beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 436. Wer zahlt Frankreichs Rechnung?

    01:27:43||Ep. 436
    In Frankreich treffen die Proteste des Jahres 2026 auf hohe Schulden, wachsende Zinslasten und ein schwieriges politisches Ringen um den Haushalt. Doch die Probleme reichen über die Unruhen hinaus, denn eigentlich stellt sich die Frage, wie ein Staat seine Verpflichtungen erfüllen soll, wenn man sich nicht darauf verständigen kann, wer die Lasten tragen soll. Nicht zum ersten Mal wird die Schuldenfrage in Frankreich zur Machtfrage. Aus der Geschichte ergibt sich keineswegs, dass sie sich heute wiederholt. Dennoch gibt es Lehren, wie unter welchen politischen Bedingungen Schulden und Verteilungskonflikte geordnet bewältigt werden können und was Frankreichs Lage für Deutschland und die Währungsunion bedeutet. Der Historiker Dr. Michael Sonenscher vom King’s College in Cambridge sprach in Folge #291 mit dem Titel „Vor revolutionären Zeiten“ (20. April 2025) über Staatsverschuldung, Ungleichheit und die intellektuellen Ursprünge der Französischen Revolution. Angesichts der Situation in Frankreich ist es Zeit für ein bto REFRESH. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerserviceOriginalfolge bto #291 Vor revolutionären Zeiten (20. April 2025): https://t1p.de/wrjx8 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 435. Zerstörung eines Marktes

    01:18:35||Ep. 435
    In Berlin deuten die Zeichen auf eine Regierung, die tatsächlich glaubt, durch die Verstaatlichung vorhandener Wohnungen ließe sich das Problem mangelnden Wohnraums und dadurch steigender Mieten beheben. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie schlecht es um das ökonomische Verständnis im Land steht, dann ist er damit wohl erbracht. Allerdings passen die Pläne des möglichen rot-grün-roten Bündnisses in eine Kette politischer Entscheidungen, die schon in den letzten 15 Jahren dazu beigetragen haben, das Wohnungsproblem zu verschärfen. Studien zeigen, dass bereits eine Mietpreisbremse das Angebot an Wohnungen reduziert und damit die Wohnungsnot steigert. Ja, die Glücklichen, die eine Wohnung besitzen, freuen sich über unterhalb der Inflationsrate liegende Mietsteigerungen, aber für diejenigen, die neu auf den Markt kommen, führt es zu noch mehr Knappheit. Das Angebot sinkt dabei über verschiedene Kanäle: Mieter bleiben in ihren Wohnungen, weil die Bremse ihre Miete deutlich unter den Marktpreis senkt, Eigentümer verzichten auf das Vermieten oder verkaufen die Wohnungen lieber gleich an Selbstnutzer. Der Neubau wird – trotz aller Beteuerungen der Politik, neu gebaute Wohnungen von den Regeln auszunehmen – eingeschränkt, weil Investoren wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie doch darunter fallen werden. Und natürlich bleibt bereits die Drohung mit Enteignung nicht ohne Folgen. Daniel Stelter spricht mit dem Ökonomen Dr. Mathias Dolls vom ifo Institut darüber, wie teuer die Berliner Wohnungspolitik schon heute ist, wie man Mieter entlastet, ohne den Mangel zu verschärfen und was geschehen müsste, damit Wohnungssuchende endlich wieder eine echte Chance haben. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerserviceStudie Die Kosten des Regulierungsrisikos am Berliner Wohnungsmarkt von Mathias Dolls, Clemens Fuest, David Gstrein, Carla Krolage und Florian Neumeier, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München: https://t1p.de/8d8zf Beitrag Die Auswirkungen von Mietpreisbindungen aus der Perspektive der empirischen Forschung: Ein nahezu vollständiger Überblick über die Literatur (a.d.Eng./Red.) Von Konstantin A. Kholodilin im Journal of Housing Economics: https://t1p.de/hztwc Studie Die Überführung von großen Wohnungsbeständen ins Gemeineigentum – Optionen und Fallstricke von Sebastian Dullien, Patrick Kaczmarczyk, Tom Krebs, Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung bei der Hans-Böckler-Stiftung: https://t1p.de/05m55 Gutachten Ökonomische Effekte der Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände am Beispiel Berlins von Klaus-Jürgen Gern, Stefan Kooths und Jonas Zdrzalek, Kiel Institut für Weltwirtschaft: https://t1p.de/nw9gd beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo. Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 434. Erwartungen und Grenzen

    57:22||Ep. 434
    Erwartungen haben eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftspolitik. Vor allem beim Thema Inflationserwartungen gilt diese Bedeutungsschwere. Doch es gibt auch generelle Zweifel. So veröffentlichte der Notenbank-Ökonom Jeremy B. Rudd von der US-amerikanischen Federal Reserve (FED) bereits im September 2021 einen viel beachteten Kommentar, in dem er die Sinnhaftigkeit der Steuerung nach Erwartungen in Frage stellte. Das war zwar keine offizielle Position der FED, aber eine berechtigte Warnung, denn die Inflationserwartungen waren niedrig, kurz darauf aber stieg die Inflation in den USA und der EU deutlich an. Das Gegenteil von dem, was erwartet worden war.Im Oktober 2021 sprach Daniel Stelter in Folge 105 mit Professor Dr. Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute, über „Die Selbstüberschätzung der Notenbanker“. Ausgangspunkt war die These der säkularen Stagnation (also dem langfristigen Zustand einer Volkswirtschaft, in dem das Wirtschaftswachstum dauerhaft schwach bleibt – selbst dann, wenn die Zinsen sehr niedrig sind und die Notenbanken versuchen, die Konjunktur anzukurbeln): Erklärt ein Ersparnisüberhang das schwache Wachstum, oder übersieht diese Diagnose wichtige Ursachen?Geldpolitik kann stabilisieren und die Notenbank kann der Politik so Zeit verschaffen. Sie ersetzt aber weder tragfähige Staatsfinanzen noch Reformen, die Investitionen und Arbeit attraktiver machen, so das Fazit. Angesichts des Reformstaus in Deutschland ist es Zeit für ein bto REFRESH.Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal.HörerserviceStudie The present monetary policy framework is seriously flawed von Michael Biggs und Thomas Mayer, Flossbach von Storch Research Institute: https://t1p.de/eugdd Aufsatz Why Do We Think That Inflation Expectations Matter for Inflation? (And Should We?) von Jeremy B. Rudd, Senior Adviser im Bereich Forschung und Statistik des Federal Reserve Board (FED): https://t1p.de/geeynbeyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com.Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier.Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com.Handelsblatt – 80 Jahre Handelsblatt. 100 Jahre WirtschaftsWoche. 180 Jahre unabhängiger Wirtschaftsjournalismus. Als Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie Fan beider Marken sind, haben wir etwas für Sie: das Wirtschaftsabo. Damit erhalten Sie Handelsblatt und WirtschaftsWoche digital zum exklusiven Vorteilspreis. Zwei Marken, ein Abo – und anlässlich unserer Jubiläen jetzt mit 50% Rabatt für 12 Monate. Alle Details zum Angebot finden Sie unter handelsblatt.com/daswirtschaftsabo.Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 433. Falsche Richtung

    01:20:42||Ep. 433
    Menschen entscheiden nicht nur nach ihrer heutigen Lage. Sie berücksichtigen auch, was sie für morgen und die Zukunft erwarten. Die beiden US-Ökonomen Robert Hall und Michael Woodford haben gezeigt, wie wichtig dieser Blick nach vorn bei Konsum und Geldpolitik ist. Für ihre Beiträge zu den mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung haben die beiden Wissenschaftler den Wirtschaftsnobelpreis 2026 erhalten. Auf den ersten Blick haben ihre Forschungen wenig miteinander zu tun. Hall erhielt den Preis für seine Forschungen zur Konsumbereitschaft, Woodford für seine Arbeiten zur Geldpolitik. Gemeinsam ist ihren Arbeiten allerdings die Bedeutung von Erwartungen. Erwarten Menschen beispielsweise dauerhaft höhere Einkommen, erhöhen sie bereits frühzeitig ihren Konsum. Nehmen sie hingegen heutige Mehreinkommen als nicht nachhaltig wahr oder befürchten gar in Folge heutiger Zahlungen künftig ein geringeres Einkommen, sparen sie mehr, statt zu konsumieren. Mit Dr. Rüdiger Bachmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Michigan, diskutiert Daniel Stelter über die Arbeiten der beiden Preisträger, die Aussagekraft ihrer Modelle und die Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik. Wenn die politisch Verantwortlichen die Erwartung immer höherer Belastungen und schwächerer Wachstumsperspektiven erzeugen, werden Investitionen und Konsum nicht durch Optimismus-Appelle zurückkehren. Zugleich droht eine Geldpolitik, die unter den Finanzierungsdruck der Staaten gerät, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Gefordert ist ein belastbarer Kurs zu mehr Wachstum und tragfähigen Staatsfinanzen, nicht lediglich das nächste Ausgabenprogramm, denn das führt wieder nur in die falsche Richtung. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerservicePresseinformation For microeconomic foundations of macroeconomic stabilisation der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften zur Bekanntgabe der Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2026: https://t1p.de/znv4q Kommentar A Great Nobel des Ökonomen John H. Cochrane zu den diesjährigen Preisträgern auf der Online-Plattform A Grumpy Economist: https://t1p.de/ibsyh Beitrag A Nobel prize for how to keep economies on even keel in The Economist: https://t1p.de/q20sg beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 432. Wegwerfen ist keine Lösung

    39:47||Ep. 432
    Leider ist in Deutschland das Wegwerfen für Unternehmen noch immer um ein Vielfaches günstiger als das Spenden – wegen der Umsatzsteuer. Fabrikneue Produkte werden aussortiert, während soziale Einrichtungen genau diese Dinge benötigen. So landen jährlich Waren im Wert von sieben Milliarden Euro im Müll: Schulsachen, Shampoo, Putzmittel und die Liste ließe sich fortsetzen. Doch es geht auch anders. Dr. Juliane Kronen hat mit innatura ein gemeinnütziges Unternehmen aufgebaut, das beide Seiten zusammenbringt: Es übernimmt überschüssige Neuware von Herstellern und Händlern und vermittelt sie bedarfsgerecht an gemeinnützige Organisationen. Zwischen den gegenwärtigen nationalen und internationalen Wirtschafts- und Finanzkrisen kommt ein solches Thema häufig zu kurz. Ein aktueller Anlass und eine damit verbundene Bitte sind der Grund, das Gespräch zwischen Daniel Stelter und seiner ehemaligen BCG-Kollegin aus Folge 169 „Soziales unternehmen“ vom 18. Dezember 2022 in diesem bto REFRESH zu wiederholen. Juliane Kronen gehört zu den Preisträgerinnen der GOLDENEN BILD der FRAU 2026. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro für ihr Projekt verbunden. Bei der Publikumswahl kann innatura zusätzlich 30.000 Euro gewinnen. Stimmen Sie für Dr. Juliane Kronen und innatura und geben Sie den Aufruf gerne weiter. Die Abstimmung läuft bis zum 17. November 2026. Helfen Sie mit Ihrer Stimme, Überfluss nicht auf den Müll wandern zu lassen, sondern Menschen ein Stück Würde zurückzugeben! Alle Informationen zur Abstimmung finden Sie weiter unten. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerserviceHier stimmen Sie für Dr. Juliane Kronen und die innatura gGmbH. Für die Online-Abstimmung benötigen Sie ein Google-Konto: https://t1p.de/ff1mg Sie können aber auch telefonisch unter 01375 / 95 95 04 abstimmen (laut bereitgestellter Information 14 ct je Anruf). Hier finden Sie die offizielle Übersicht der Preisträgerinnen: https://t1p.de/56e5x Hier können Sie darüberhinaus die innatura gGmbH unterstützen: https://t1p.de/glznl beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.
  • 431. Die Hütte brennt

    01:07:46||Ep. 431
    Die deutsche Metall- und Elektroindustrie verliert nach Angaben von Gesamtmetall derzeit rund 10.000 Arbeitsplätze im Monat. Seit dem Beschäftigungshöchststand im Jahr 2019 sind bereits rund 350.000 Stellen weggefallen. Zugleich bleiben Kapazitäten unterausgelastet, Arbeitskosten und Produktivität entwickeln sich auseinander und die Branche investiert weniger in neue Ausrüstung als an Wert abgeschrieben wird. Die Firmen haben bisher versucht, den Personalabbau zu bremsen und sozialverträglich zu gestalten. Nach Schätzungen sind aber beim aktuellen Niveau der Kapazitätsauslastung weitere 300.000 Arbeitsplätze akut gefährdet. Vor diesem Hintergrund findet die Tarifrunde 2026 statt. Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von fünf Prozent für zwölf Monate, ergänzt um Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine soziale Komponente und Gewinnbeteiligungen in gut laufenden Firmen. Die Arbeitgeber verlangen das Gegenteil, nämlich Kostensenkungen, um den Dammbruch beim Personalabbau noch zu verhindern. Daniel Stelter spricht mit Oliver Barta, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen, den geschätzten zusätzlichen Personalüberhang, die Voraussetzungen, unter denen industrielle Arbeit in Deutschland eine Zukunft hat, und über die Frage, warum aus seiner Sicht auch Lohnverzicht und eine Verlängerung der Arbeitszeit verhandelbar sein müssen. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. HörerserviceKonjunkturbericht Deutliche Rückschläge im August – konjunkturelle Stabilisierung sehr differenziert und holprig des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall: https://t1p.de/10v9x Information Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie gestartet der IG Metall zur Tarifrunde 2026: https://t1p.de/u5za3 beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter podcast@think-bto.com. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier.