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  • Audioeinführung "1984"

    11:46
    Ob als Schüler auf einer Eliteschule, als Polizist, ob als Tellerwäscher, Journalist oder Kämpfer gegen das faschistische Franco-Regime in Spanien – George Orwell hatte Zeit seines Lebens ein präzises Gespür für autoritäre Verhaltensweisen und lehnte sie in jeglicher Form ab. "1984" erzählt satirisch überhöht und darin gleichzeitig wahrhaftig von einer Welt, in der sich der Drang von Wenigen nach totaler Macht durchgesetzt und strukturell verfestigt hat. In seiner Bearbeitung des Romans verfolgt der Regisseur Luk Perceval die widerständige Kraft zweier Liebenden unter den Bedingungen von allgegenwärtigem Misstrauen, propagandistischem Irrsinn und körperlichem Schmerz. Was steht hinter dem Streben nach totaler Macht? Und inwiefern ist die Ordnung, in der wir leben, ein Spiegel unser selbst?Mehr Informationen und Tickets für "1984" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/1984.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.

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  • Audioeinführung "Mutti, was machst Du da?"

    07:36
    "Die Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft", hieß es nicht nur in der DDR. Doch was bedeutet das heute überhaupt? In Axel Ranischs und Paul Zachers neuer Komödie stranden unterschiedlichste Schicksale, Menschen, Generationen und Familienkonstellationen im Büro eines Wohnungsverwalters in Berlin-Lichtenberg: Wohnen müssen schließlich alle. Und auch wenn alle so ihre eigenen Vorstellungen von der Welt, der Liebe und dem Glück haben, ist man sich in einem einig: Mit Musik ist es leichter zu ertragen. Axel Ranisch, geboren in Ost-Berlin, inszenierte neben Filmen wie "Dicke Mädchen" (2011) und "Ich fühl mich Disco" (2013) auch regelmäßig Opern. 2018 erschien sein Debütroman "Nackt über Berlin", den er gerade erfolgreich als Serie verfilmte. Mit seinem Ehemann, dem Autor Paul Zacher, verbindet ihn auch eine enge künstlerische Partnerschaft.Mehr Informationen und Tickets für "Mutti, was machst Du da?" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/mutti-was-machst-du-da.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.
  • Audioeinführung "Die schmutzigen Hände"

    09:02
    Sartres Stück beleuchtet den Konflikt zwischen Idealismus und Realpolitik. Der Anführer einer revolutionären Partei "Illyriens", Hoederer, plant eine Allianz mit dem Feind. Er will weiteres Blutvergießen vermeiden – und zugleich die eigene Beteiligung an der Macht nach dem Krieg sichern. Hugo wird von der Partei beauftragt, Hoederer zu stoppen. Er soll ihn töten, hadert aber damit. Als er ihn schließlich doch tötet, tut er es nicht aus Überzeugung, sondern aus Eifersucht. Ist seine Tat noch eine politische Tat? Aus welcher Überzeugung hat er sie begangen – und macht das einen Unterschied? Die kondensierten Inszenierungen der slowenische Regisseurin Mateja Koležnik wirken oft wie ein Brennglas – und zeigen so gesellschaftliche Konflikte, die aus der Perspektive jeder Figur plausibel werden.Mehr Informationen und Tickets für "Die schmutzigen Hände" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/die-schmutzigen-haende.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.
  • Audioeinführung "#MOTHERFUCKINGHOOD"

    07:52
    Erfahrungen des Mutterseins decken sich selten mit dem, was Kultur und Sprache darüber vermitteln. Diese ideale, selbstlos sorgende, unendlich geduldige und noch dazu glückliche Mutter – es gibt sie natürlich nicht. Mutterschaft wird stattdessen zur Sollbruchstelle einer Gesellschaft: Wenn man Mütter weiterhin als bedingungslos Sorgende braucht, aber als Arbeitnehmerinnen nicht schonen kann. Wenn die Leistung des Mutterseins unsichtbar bleibt, wenn diese nicht nur das letzte Hemd, sondern auch noch die Rente kostet. Spätestens aber dann, wenn sich eine neue Generation von Frauen dagegen entscheidet, Mutter zu werden. "#Motherfuckinghood" ist eine Collage über Erfahrungen des Mutterseins. Ein Abend über Arbeit und Sorgearbeit, Feminismus und Söhne, über Mutterschaft und Kunst.Ensemblemitglied Claude De Demo initiierte das Projekt und schlug es der Regisseurin Jorinde Dröse vor. Dröse inszenierte u.a. am Thalia Theater, Maxim Gorki Theater, Schauspiel Frankfurt sowie Staatstheater Hannover. Seit 2009 arbeitet sie zudem als Mutter.Mehr Informationen und Tickets für "#Motherfuckinghood" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/motherfuckinghood.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.
  • Audioeinführung "Mein Name sei Gantenbein"

    11:23
    Stellen Sie sich vor, Sie lassen alles hinter sich und fangen noch einmal neu an: andere Stadt, anderer Beruf, andere Liebschaft. Stellen Sie sich vor, es wäre an Ihnen, Ihr Leben zu gestalten; Sie selbst würden bestimmen, wie ihr Leben verläuft… Aber Moment: Tun wir das nicht? Wie würden wir denn leben, wenn wir nur anders könnten? Was würden wir tun, wenn wir nur anders wollten? "Mein Name sei Gantenbein" treibt Max Frischs Lebensfrage danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, auf die Spitze und gibt der Zweifelhaftigkeit des modernen Menschen eine Stimme. Regisseur und Intendant Oliver Reese hat eine eigene Bearbeitung des letzten großen Frisch-Romans inszeniert – mit Matthias Brandt, der dafür nach 20 Jahren auf die Bühne zurückkehrt ist.Mehr Informationen und Tickets für "Mein Name sei Gantenbein" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/mein-name-sei-gantenbein.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.
  • Demokratische Intelligenz

    52:46
    Demokratische IntelligenzHacks für Demokrat:innen im KI-ZeitalterUnsere Gesellschaft wird zunehmend von der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz beeinflusst werden. Doch obwohl KI einen massiven Einfluss hat auf viele Bereiche unseres Lebens, wird die KI-Entwicklung vor allem von privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen vorangetrieben. Doch wer trägt am Ende die Verantwortung für die Veränderungen, die KI in unser Leben bringt? Die Konzerne, die sie entwickelt? Die Politik, die den gesetzlichen Rahmen verhandelt? Jede:r Einzelne? Wie ließe sich die Nutzung von KI demokratisch und am Gemeinwohl orientiert gestalten? Welche Gefahren und Chancen birgt der technologische Fortschritt für unsere Demokratie? Braucht es am Ende doch Nerds, die die Welt retten?Mit: Sebastian Hotz, Theresa ZügerModeration: Malene GürgenEine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion vom Thementag "KI, Demokratie und Nerds" vom 21. Januar 2024 im Neuen Haus des Berliner Ensembles.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.
  • Schöne neue Arbeitswelt

    01:30:22
    Schöne neue ArbeitsweltZwischen Clickwork und dem Versprechen von FreiheitKünstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren die Arbeitsmärkte weltweit radikal verändern, denn Aufgaben, die bisher nur von sehr gut qualifizierten Fachkräften erledigt werden konnten, werden in Zukunft vielleicht von KI-Anwendungen übernommen werden. Dies birgt zum einen ein großes Potential für gesellschaftlichen Fortschritt. Andererseits sind auch sicher geglaubte Jobs in Gefahr automatisiert zu werden – während die Daten, auf deren Basis KI entwickelt wird, von einem gigantischen Heer von Clickworkern gesammelt werden – ohne dass diese eine Chance haben am Fortschritt teilzuhaben. Wie wird KI unsere Arbeitswelt verändern und wie können wir diesen Wandel sozial gerecht gestalten? Welche Rahmenbedingungen braucht es? Wer profitiert, wer verliert? Wird der Einsatz von KI soziale Ungleichheiten verstärken? Oder liegt in ihr das utopische Potential, uns von sinnloser Arbeit, den ungeliebten „bullshit jobs“, zu befreien?Mit: Robert Dorschel, Kathrin Ganz und Philipp HackerModeration: Vera LinßEine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion vom Thementag "KI, Demokratie und Nerds" vom 21. Januar 2024 im Neuen Haus des Berliner Ensembles.Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast.