{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/68e3ae7d5f95c3d41982d185/68f78c1040b81f7a8911ae57?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Barfuß zur Schule – Kindheit und Drill im Krieg (1939–1943)","description":"<p><strong>Im Schatten des Krieges – Schuljahre 1939–1943: In dieser Folge erzählt Dolfi Eder von seiner Schulzeit im abgelegenen Hochtal der Broling, einer Welt, in der Armut, Pflicht und Drill den Alltag eines Kindes bestimmten. Während in Europa der Zweite Weltkrieg ausbricht, erlebt Dolfi eine Schulwirklichkeit, die kaum vorstellbar erscheint: barfuß stundenlange Wege über frostige Felder, Unterricht auf der Schiefertafel, Prügelstrafen und ein Lehrer, der ein überzeugter Nazi war und die Kinder im Geist der „deutschen Jugend“ formen wollte.</strong></p><p><br></p><p>Die Gewalt war allgegenwärtig: Ohrfeigen, Rohrstock, Demütigung als Erziehungsmethode. Trotzdem findet Dolfi Momente des Trosts – in der Natur, in seinen Träumen, in den Tieren und in der ersten zarten Freundschaft zu einem älteren Mädchen, Hedwig. Zwischen harter Arbeit im Stall, Holz hacken, Ziegen hüten und Schulpflicht blieb kaum Raum für Kindheit, und doch entwickelte er seine eigene innere Welt.</p><p><br></p><p>Neben dem persönlichen Erleben zeigt sich der zeitgeschichtliche Hintergrund besonders deutlich: Propaganda über den Volksempfänger, verschwindende Menschen im Dorf, die ersten Todesmeldungen, die Einziehung aller Männer und die wachsende Angst in der Bevölkerung. Die NS-Diktatur greift tief in jedes Detail des Alltags ein – auch in das Leben eines Kindes in einem entfernten Hochtal.</p><p><br></p><p>Diese Episode macht spürbar, wie Krieg und Ideologie selbst entlegenste Regionen erreichen – und wie ein sensibles Kind versucht, seine Träume zu bewahren, während die Welt um ihn herum dunkler wird.</p>","author_name":"STUDIO DREIVIERTEL"}