{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/688c98c1be8bca0ca24c8694/692cbb509b21443f85ecaf03?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Wer viel misst, misst viel Mist? Grenzen der Diagnostik - Mit Jonas Riess","description":"<p>In&nbsp;<strong>Teil 2</strong>&nbsp;mit Performance-Coach&nbsp;<a href=\"https://www.spt-education.de/ueber-spt/spt-team/jonas-riess/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><strong>Jonas Riess</strong></a>&nbsp;geht es um die Seite der Leistungsdiagnostik, über die seltener gesprochen wird:&nbsp;<strong>Grenzen, Stolperfallen und der Faktor Mensch.</strong></p><p>Nachdem ihr in Teil 1 tief in Kraftmessplatten, Sprungdiagnostik und Eccentric Overload eingetaucht seid, stellt sich jetzt die Frage:</p><blockquote>Was bringen all die Daten wirklich – und wo wird es gefährlich, sich zu sehr darauf zu verlassen?</blockquote><p>Jonas bringt es direkt auf den Punkt:</p><p><strong>„Wer viel misst, misst viel Mist.“</strong></p><p>Gemeint ist nicht, dass Diagnostik sinnlos ist – sondern dass du lernen musst, Daten zu&nbsp;<strong>einzuordnen</strong>. In der Praxis sieht er täglich, wie stark&nbsp;<strong>Tagesform, Regeneration, Jetlag, Stress und Balltraining</strong>&nbsp;die Werte beeinflussen. Athlet:innen springen an einem Tag Rekord, sind eine Woche später deutlich schlechter – ohne dass sich das Training dazwischen massiv verändert hat.</p><p><br></p><p>Du erfährst:</p><ul><li>warum seltene Leistungsdiagnostik-Termine oft&nbsp;<strong>genau die Peaks verpassen</strong></li><li>wie Jonas mit seinen Athlet:innen fast&nbsp;<strong>jedes Krafttraining zum Mini-Test</strong>&nbsp;macht</li><li>wieso Rekorde manchmal direkt nach einer Erholungswoche kommen, aber nicht immer</li><li>warum zwei Athleten auf den gleichen Belastungsblock völlig unterschiedlich reagieren</li></ul><p><br></p><p>Ein spannender Teil dreht sich um den Mythos vom&nbsp;<strong>„gläsernen Athleten“</strong>.</p><p>Theoretisch könnten wir Blutparameter, Muskelbiopsien, Kraftwerte, Sprungtests und Schlafdaten kombinieren. Praktisch wissen wir über den menschlichen Organismus längst nicht genug, um daraus eine perfekte Steuerungsformel zu bauen.</p><p><br></p><p>Stattdessen plädiert Jonas für:</p><ul><li><strong>N=1-Denken:</strong>&nbsp;jede Athletin, jeder Athlet als individuelles Projekt</li><li>ein gut geschultes&nbsp;<strong>Coaching-Eye</strong>: tausende beobachtete Wiederholungen, Bewegungsmuster und Reaktionen</li><li>die Kombination aus&nbsp;<strong>Daten, Erfahrung und Kommunikation</strong></li></ul><p>Natürlich kommt ihr auch auf das Thema&nbsp;<strong>KI im Training</strong>&nbsp;zu sprechen. Jonas hat mit Tools wie ChatGPT experimentiert – von „Trainingsplan für Beachvolleyball“ bis hin zu theoretischen Fragen rund um Diagnostik. Sein Fazit:</p><ul><li>KI kann Recherche und Strukturierung von Wissen massiv erleichtern.</li><li>Aber KI ersetzt weder das&nbsp;<strong>Erfahrungswissen</strong>&nbsp;noch das&nbsp;<strong>Feingefühl im Umgang mit Menschen</strong>.</li><li>Viele entscheidende Dinge – z.B. wie eine Athletin emotional reagiert, wie sie auf Druck, Müdigkeit oder Stress anspringt – tauchen in keiner Studie auf und werden selten verschriftlicht.</li></ul><p><br></p><p>Zum Schluss geht es um&nbsp;<strong>Low-Budget-Lösungen</strong>&nbsp;und den Einstieg in die Diagnostik:</p><ul><li>günstige&nbsp;<strong>Kontaktmatten</strong>&nbsp;als Sprung- und Reaktivtest</li><li>einfache Setups mit Beinpresse, Hooks und kreativen Lösungen</li><li>warum Jonas trotz moderner Technik bis heute von seinen „Kellerzeiten“ ohne High-End-Equipment profitiert</li></ul><p><br></p><p>Diese Folge ist für dich, wenn du:</p><ul><li>schon mit Diagnostik arbeitest und wissen willst, wo die echten Grenzen liegen</li><li>dich fragst, wie viel KI im Training sinnvoll ist</li><li>dein&nbsp;<strong>Coaching-Eye</strong>&nbsp;schärfen und Athlet:innen individueller führen möchtest</li></ul><p><br></p><p>Statt Zahlen-Fetisch bekommst du hier&nbsp;<strong>ehrliche Einblicke</strong>&nbsp;aus dem High-Performance-Alltag – inklusive Tinder-Date-Anekdote und Rekordsprung mit drei Stunden Schlaf. 😉</p>","author_name":"Benjamin Brömme, Linn Kleine und Jan-Boyke Seemann"}