{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/688c98c1be8bca0ca24c8694/68d681202552b72c20ecf9a0?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Hitzestress im Sport: Prof. Dieter Leyks Praxis-Guide","description":"<p><strong>Sportgesund-Check (SGC) – 3-Minuten-Selbsttest:</strong></p><p>▶️&nbsp;<a href=\"https://kurzelinks.de/activ3-sgc-mainathlet\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https://kurzelinks.de/activ3-sgc-mainathlet</a></p><p>Prüfe dein Risiko (Ampel Rot/Gelb/Grün) und erhalte ein PDF mit Handlungsempfehlungen.</p><p><br></p><p>Hitze killt Leistung – und kann gefährlich werden. In dieser MainAthlet-Episode spreche ich mit <a href=\"https://fis.dshs-koeln.de/de/persons/dieter-leyk\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk</a>, einem der führenden Experten für Leistungsphysiologie und Thermoregulation (DSHS Köln/Bundeswehr). Wir klären, warum steigende Temperaturen und Luftfeuchtigkeit die Belastung im Ausdauer- und Spielsport massiv erhöhen – und wie sich Athlet:innen von Freizeit bis Elite wissenschaftlich fundiert schützen können.</p><p><br></p><p>Wir steigen mit den physiologischen Grundlagen ein: Warum die Körperkerntemperatur nur ein schmales „Sicherheitsfenster“ hat, was ab ~40 °C im Körper passiert (Enzym-/Protein-Störungen, Immunreaktion), und weshalb die Muskulatur wie eine Wärmekraftmaschine arbeitet. Leyk erklärt verständlich, wie schnell die Core-Temp in Minuten steigen kann, warum Schwitzen + Hautdurchblutung die Haupt-Kühlsysteme sind – und wieso hohe Luftfeuchtigkeit (Tokio-like) alles kippen lässt.</p><p><br></p><p>Danach wird’s praktisch: Konkrete Präventions-Tools vor und während des Wettkampfs. Hitzegwöhnung (7–14 Tage, 5–10 Einheiten à 30–90 min, moderat) als größter Hebel. Pre-Cooling mit Eis-Slurry, Kühlweste/Eistuch, Nacken- und Handflächen-Kühlung sowie smarte Pre-Hydration. Im Rennen: Trinkmenge an Schweißrate anpassen, Elektrolyte/Kohlenhydrate sinnvoll dosieren, Kopf-/Nacken-Cooling an Verpflegungszonen, „on the go“ Unterarm/Hand kühlen und Pace an WBGT/Belastung statt nur an der Uhr ausrichten. Für Triathlon gibt’s Quick-Wins in T1/T2 (eigene Kühlflasche, Eis unter die Kappe, Nacken-Tuch).</p><p><br></p><p>Wir sprechen über Frühzeichen eines Hitzekollapses, die „Golden Half Hour“ bei Hitzeschlag („cool first, transport second“) und warum Placebo-Effekte beim Cooling zwar helfen können – aber Physik und Basics (Schatten, helle Kleidung, kluge Startzeiten) nie ersetzen. Wichtig: Das oft unterschätzte Risiko von Schmerzmitteln (Magen-Darm, Niere, Regeneration) und warum Fitness/Normalgewicht die Hitzetoleranz am stärksten verbessern.</p><p><br></p><p>On top: ein kurzer Ausblick, wie Veranstalter reagieren sollten (Startzeiten, Kühlstationen, WBGT-Monitoring) – und ein sofort umsetzbarer Tipp von Prof. Leyk: Versteht eure Physiologie, prüft Routinen kritisch und folgt nicht jedem Hype.</p>","author_name":"Benjamin Brömme, Linn Kleine und Jan-Boyke Seemann"}