{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/6826ebb1ee813e8be20e9462/6aedc611dabcb4d1f2ddcdb8?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Und täglich grüßt die Rampensau","description":"<p>Jochen und Anja wussten es ja schon immer: Gut, dass Österreich als trashkulturelle Hochzivilisation für den Ernstfall ein niemals ganz versiegendes Reservoir an Reality-Verwahrlosung bereithält! Und der Ernstfall ist nun eingetreten: Nur wenige Minuten vor der geplanten Veröffentlichung wurde die neue deutsche Staffel von „Forsthaus Rampensau“ vergangene Woche unter mysteriösen Umständen und unter Berufung auf ominöse „programmtechnische Gründe“ kurzerhand ins nächste Jahr verschoben. Glücklicherweise haben Jochen und Anja längst einen Blick ins österreichische Original geworfen, zu dem sich der deutsche Ableger bekanntlich ungefähr so verhält wie ein Ed-Hardy-Shirt zu einem echten Tattoo.</p><p><br></p><p>Allerdings muss die Begeisterung zumindest auf Anjas Seite zunächst einmal ein wenig zurückgepfiffen werden. Denn wo die vergangene Staffel noch mit einer geradezu wundersamen, scheinbar ganz von selbst entstandenen Konstellation menschlicher Zumutungen aufwarten konnte, scheint man diesmal die Rollen einfach nachbesetzt zu haben, als handele es sich um die dritte Spielzeit eines besonders schlecht finanzierten Provinztheaters. Selbstverständlich ist auch wieder ein Bauernpaar mit toxischer Beziehungsdynamik im Angebot und Susi und Norbert sind die neuen Manuela und Christian, wenn ihr wisst, was wir meinen.</p><p><br></p><p>Trotzdem bietet der Cast reichlich Anlass zu Faszination und Entsetzen, die Queerness-Quote ist erfreulich hoch, und der inzwischen wirklich nicht mehr wegzuschmunzelnde Alkoholkonsum erreicht Dimensionen, bei denen das Wort „Unterhaltung“ endgültig in Anführungszeichen gesetzt werden muss. Hier werden keine Allianzen, sondern Alkilanzen geschmiedet. Und dank der sogenannten Lugnerin dürfen Jochen und Anja endlich wieder über das groteske Frauenbild des verstorbenen Mörtel Lugner und seine noch groteskere Tiernamenvergabe an wechselnde Lebensgefährtinnen sprechen. Never forget!</p><p><br></p><p>Bleibt die Frage, die uns alle angeht: Ist ein mittelmäßiges österreichisches Forsthaus am Ende immer noch besser als gar kein Forsthaus? Please discuss!</p>","author_name":"Anja Rützel und Jochen Schropp"}