{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/6826ebb1ee813e8be20e9462/6a83173091aa41f304ee8713?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Kleine Hochzeitskerze brenn’","description":"<p>Eine Zumutung nach der anderen wird derzeit über die Reality-Gemeinde ausgeschüttet. Kaum hat man sich von einer Eskalation erholt, steht schon die nächste vor der Tür und das neue „Sommerhaus“ wetzt bereits in der ersetn Folge die Messer. Anja und Jochen werden sich all dem selbstverständlich widmen, aber die Tobsüchtigen können auch noch eine Woche warten, bis Jochen aus dem Urlaub zurück ist. Vorher wird hier kurz durchgeatmet. </p><p><br></p><p>Und was könnte da erholsamer sein als eine Reise hinab in die Katakomben von Anjas Trash-Herz? Tief dort unten  lagern, fern vom Tageslicht und den Algorithmen der Streamingdienste, jene Sendungen, an die sich außer ihr offenbar niemand mehr erinnert. Formate, die teilweise nur einmal über die Bildschirme huschten und danach wieder im Erdreich verschwanden. In einer besonders tief gelegenen Grabkammer, hinter den mumifizierten Überresten vergessener Datingshows und vorbei an den Altaren für beide deutsche \"Die Passion\"-Monumentalwerken, lagert eine ihrer kostbarstes Reliquie: „Deine Hochzeit – Live!“ aus dem Jahr 2020.</p><p><br></p><p>Viel mehr soll hier gar nicht verraten werden, denn dieses Schmuckstück aus der RTL2-Schatulle kann man in der Kürze nicht adäquat zusammenpassen. Man kann höchstens mit einer kleinen Taschenlampe kurz hineinleuchten und berichten, was schemenhaft im Lichtkegel erscheint: Markus Mörl auf einem Ausflugsdampfer. Ein keltisches Hochzeitsritual. Der spätere Schamane von Kim Virginia. Ein rappender Fast--Sohn unklarer Zuständigkeit. Herrlichste Tonprobleme. Dann schwenkt die Kamera weiter und man muss mit dem leben, was man gesehen hat.</p><p><br></p><p>Vor allem aber ist diese Sendung ein Gruß aus einer beinahe unvorstellbaren Fernsehepoche, in der Trash noch nicht bedeutete, dass Menschen sich gegenseitig psychologisch filetieren mussten. Niemand brüllt. Niemand droht mit einer Enthüllung. Niemand erklärt nach 48 gemeinsamen Stunden, er sei „komplett gebrochen“. Es passieren lediglich sehr rätselhafte Dinge in unmittelbarer Nähe zu Hochzeitstorten. Das reicht vollkommen. Kommt alle an Bord!</p>","author_name":"Anja Rützel und Jochen Schropp"}