{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/6826ebb1ee813e8be20e9462/6a6cd8ea034f16a52ebd274d?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Vorsicht Malle!","description":"<p>Die Älteren unter den Hörerinnen und Hörern werden sich vielleicht noch an Grisu erinnern, den kleinen Drachen, der gegen sämtliche Einwände seiner biologischen Ausstattung in jeder Zeichentrickserienfolge oft und laut erklärte, Feuerwehrmann werden zu wollen. Ähnlich irrational darf man sich wohl das Erweckungserlebnis einiger Menschen vorstellen, die bei „Malle Megastar“ vorsingen, um Ballermannbarde oder -balladöse zu werden. Eben noch Logistikfachkraft, Versicherungsangestellte oder Angehörige einer anderen, eher beamtisch anmutenden Berufsgruppe, plötzlich beseelt von der Gewissheit: Ich muss in den Megapark und dort ein Lied über Alkoholmissbrauch singen, in dessen Refrain sich „Korn“ auf „Korn“, „Korn“ und „von vorn“ reimt.</p><p><br></p><p>In der Jury des handwerklich hemdsärmligen, aber vom Reality-Powerhaus Banijay produzierten YouTube-Castingformats sitzen unter anderem der kaulitzsche Liebesschurke Mark Eggers und der ehemalige Manager von Michael Wendler, also gewissermaßen die Industrie- und Handelskammer des Ballermann-Chansons. Das Format selbst ist bemerkenswert schlicht: Menschen kommen herein, singen etwas vor, lassen ihre Gröhleignung bewerten und gehen wieder. Keine großen dramaturgischen Kniffe, keine tränenreichen Herkunftserzählungen, kein schweres Schicksal, das kurz vor der Werbung noch überwunden werden muss: angenehm! Und gerade deshalb entwickelt „Malle Megastar“ nach zehn, zwanzig Castings durchaus eine leichte Sogwirkung. Achtung, Jumpscare: Möglicherweise heben auch Anja und Jochen in dieser Folge mehrfach zum Gesang an, und ebenfalls möglicherweise geht es ein bisschen expliziter um Untenrum, als es die sittlichen SeFe-Richtlinien sonst hergeben.</p>","author_name":"Anja Rützel und Jochen Schropp"}