{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/67ee44d97401961729c93083/6aa7e638a6e9aef4ccad7edc?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"BTS Revival: Nicolas Lindner (CEO Annemarie Börlind)","thumbnail_width":200,"thumbnail_height":200,"thumbnail_url":"https://open-images.acast.com/shows/67ee44d97401961729c93083/1790851018169-14b24c9a-963b-42ac-870d-dee7db2cb0b6.jpeg?height=200","description":"<p>Zur Feier des Podcast-Revivals holen wir eine alte Lieblingsfolge zurück. Ab jetzt gibt es alle zwei Wochen ein Wiederhören.</p><p>Nicolas Lindner führt Annemarie Börlind in dritter Generation, gemeinsam mit seiner Schwester Alicia. Die Naturkosmetikmarke aus Calw im Schwarzwald gibt es seit 66 Jahren, gegründet nur vierzehn Jahre nach dem Krieg, als Naturkosmetik alles andere als hip war. Heute beschäftigt das Familienunternehmen rund 260 Menschen und ist komplett eigenfinanziert.</p><p><br></p><p>Am Anfang steht seine Großmutter, die eigentlich Buchbinderin war und wegen eigener Hautprobleme begann, sich aus einem Kräuterbuch eigene Rezepturen zu mischen. Ihr Credo, was ich nicht essen kann, gebe ich nicht auf meine Haut. Lange wurde sie als Kräuterhexe belächelt, am Ende war sie die Grande Dame der Naturkosmetik. Nicolas hat sie, die mit 95 Jahren starb, noch selbst erlebt und mit ihr gearbeitet.</p><p><br></p><p>Er erzählt, wie er über eine Ausbildung in der Kosmetik, ein Studium in München, eine Station im Private Equity und ein eigenes Startup mit bunten Plastikuhren am Ende doch den Weg zurück ins Familienunternehmen fand. 2013 stieg er ein, wurde ins kalte Wasser geworfen und übernahm schon 2015 die Marketingleitung, obwohl es gar nicht sein Fach war. Sein großes Projekt, der Relaunch der Marke, bei dem jede Verpackung, jede Schrift und jedes Bild neu gedacht wurde, modern, aber ohne die starke Historie über Bord zu werfen.</p><p><br></p><p>Dann kam der Nachhaltigkeitstrend, und plötzlich wollten alle grün sein. Nicolas spricht offen darüber, wie aus der geschützten kleinen Naturkosmetik-Welt ein Haifischbecken wurde, warum ein Konzern nicht über Nacht Naturkosmetik werden kann und wie das Unternehmen mit seiner Mission 2025 selbst nachlegte. Er erzählt vom Wegbruch des China-Geschäfts während Corona, vom Aufbau eigener Niederlassungen in Shanghai und Philadelphia und davon, wie sein Vater ausgerechnet drei Monate vor dem Lockdown in Rente ging.</p><p><br></p><p>Ein Höhepunkt ist die Geschichte hinter dem Testimonial Matthias Schweighöfer, der die Marke aus eigenem Antrieb feierte, per Direktnachricht gewonnen wurde und bei einem Rundgang im Schwarzwald so kreativ wurde, dass er den Werbespot gleich selbst vorspielte. Herausgekommen sind schwarze Augenpads, die zum Super Bowl in den USA starten sollen.</p><p><br></p><p>Zum Schluss teilt Nicolas seine Motivation und seine Learnings. Verantwortungsvolles Unternehmertum statt reiner Gewinnmaximierung, das Unternehmen als Lehen, das man besser an die nächste Generation weitergibt, und die Erkenntnis aus den Krisen, dass man es nicht allein stemmen kann, sondern ein starkes Team braucht.</p>","author_name":"Speakeasy Studio"}