{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/67ee44d97401961729c93083/6a06234968dc584edae07192?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"BTS Curated mit Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Felix Banaszak ","thumbnail_width":200,"thumbnail_height":200,"thumbnail_url":"https://open-images.acast.com/shows/67ee44d97401961729c93083/1778787321684-b49e49de-c8cb-484e-82bf-8515dd56f558.jpeg?height=200","description":"<p>Felix Banaschak ist seit 2024 Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Mit 36 Jahren, verheiratet, Vater, pendelt er zwischen Duisburg und Berlin. 2009 tritt Felix drei Wochen vor der Bundestagswahl ein, weil er Agenda 2010 ablehnte. Grüne Jugend, nach sechs Monaten Landesvorstand. 2014 zurück nach Duisburg, Kreisverband am Boden, 40.000 Euro verschuldet. 2017 Tiefpunkt: Grüne stürzen in NRW von 12 auf 6,4 Prozent. Felix ist 27, Menschen fragen: Willst du Landesvorsitzender werden? Das Muster: Felix kommt, wenn alles kaputt ist. Kampfkandidatur, Lippenpiercing, Leute sagen: Nimm das Metall raus. Januar 2018 gewählt. Mit Mona Neubaer: Wie müssen die Grünen auftreten? In viereinhalb Jahren von 6,4 auf 18 Prozent.</p><p><br></p><p>2021 Bundestag, verhandelt ersten schwarz-grünen Koalitionsvertrag NRW. Am Tag der Unterschrift endet Amtszeit als Landesvorsitzender. Jahre als Abgeordneter, freie Wochenenden. September 2024: Lang und Nouripour treten zurück, steht in der Zeitung. Größte Krise seit Jahren. Felix war häufig Feuerwehrmann.</p><p><br></p><p>Passt nicht in Lebensplanung. Tochter ist zwei. Wie soll er guter Parteivorsitzender und Vater sein? Präsenz größer Perfektion. Windeln wechseln, krankes Kind. Seine Frau: Vielleicht musst du es für sie tun. Zu meiner Verantwortung gehört, ihr eine Welt zu hinterlassen, in der sie gleiche Freiheitsrechte genießt. Felix und Franziska Brantner: Im Zweifel Familie vor.</p><p><br></p><p>Felix trennt Rolle und Person. Hass gilt dem Vorsitzenden, nicht dem Menschen. Lob auch nicht zum Ego-Streicheln. Ricarda Lang: Ich fühlte mich wie Sprechroboter, habe mich verloren. Felix will frei sprechen. Manchmal ist schlechte Presse gute Presse.</p><p><br></p><p>Felix gibt Interview im Playboy. Er will sprechen, wie Männer sich nicht aus Gleichberechtigung verabschieden. Wenn er in der Taz spricht, lesen das die, die eh zustimmen. Provokation: Femizide und neue Männlichkeit in Magazin für alte Männlichkeit. Felix bekommt Nachrichten: Ich dachte, Grüne haben mit mir nichts zu tun. Genau das Ziel.</p><p>Felix' Politik: Familie, die sich Geld für Mallorca zusammenspart, soll sich nicht schämen. Menschen mit geringem Einkommen haben winzigen Anteil an Klimaerhitzung. Wir müssen weniger fliegen, Alternativen ausbauen. Warum kein Nachtzugnetz? Wie vorwerfen, für 30 Euro Eurowings statt 140 Euro Bahn? Ansatz: Menschen Leben ermöglichen im Einklang mit Werten und planetaren Grenzen.</p><p><br></p><p>Fahrradweg: Fahrradfahrer freuen sich, Autofahrer auch. Verkehrswende aus Liebe zur Freiheit. Füreinander. Aufgabe: Politik als Politik für die vielen formulieren.</p><p>Felix in feministischer Partei, Doppelspitzen, quotierte Listen. Ist Botschaft, wir machen Politik für Frauen, schon ganze? Oder: Politik für Gleichberechtigung, davon profitieren alle? Progressive Kräfte haben Raum gelassen. Welche Rolle wird Männern angeboten?</p><p><br></p><p>Felix wird seinen Ansprüchen nicht gerecht. Eingeübte Rollenmuster. Wer sorgt für kranke Kinder? Felix hatte Anfrage für Vortrag. Antwort: Morgen bringe ich Tochter ins Bett. Seine Frau hat Termine. Seine Arbeit nicht immer wichtiger. Kita-Gruppe: außer Felix nur Mütter. Andere Väter haben viel zu tun. Vermutlich nicht.</p><p>Warum schwer für junge Männer, Rolle zu finden? Alte Vormachtstellung in Frage gestellt. Keine Vorbilder. Neue Ordnung nicht etabliert. Unsicherheit. Starker Mann über TikTok sagt, geh pumpen, findet Resonanz. Kriegt man Keil rein, dass daraus nicht wird: Deswegen unterwerfen?</p><p><br></p><p>Patriarchat nicht weg. 32 Prozent Frauenanteil Bundestag, gleich wie 90er. Gewalttaten gegen Frauen steigen. Toxische Männlichkeit, da ist was dran. Männer sind Teil des Problems. Aber nicht genetisch verdammt. Welches Bild wird angeboten?</p><p><br></p><p>Felix' Motiv: In Menschen etwas wecken. Wenn er erzählt und sieht, das macht was, gehen Leute raus mit Motivation. Felix nicht zufrieden mit Welt. Will nicht niederbrennen. Welt gestalten. Bester Ratschlag: Bei sich bleiben. Man ist am stärksten bei sich. Wenn man sich verbiegt, geht es schief.</p><h2><br></h2>","author_name":"Speakeasy Studio"}