{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/67670d80575cbdaa9dce83eb/67b09a5f8fcb786175aa19c3?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Der Fuchs und der Storch","thumbnail_width":200,"thumbnail_height":200,"thumbnail_url":"https://open-images.acast.com/shows/67670d80575cbdaa9dce83eb/1739627008580-9440bea7-98b1-4cc4-96ce-bc68a26f3f1e.jpeg?height=200","description":"<p>Support this podcast by buying my book, The Joy of Geschlecht, on Amazon. <a href=\"https://www.amazon.com/dp/B0DKB24Q92\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https://www.amazon.com/dp/B0DKB24Q92</a></p><p><br></p><p> </p><p>der Schnabel (n)- bill, beak</p><p>gierig (adj)- greedy</p><p>obgleich (conj)- although, in spite of</p><p>unaufhörlich (adj)- incessant, constant</p><p>betrogen (adj)- deceived</p><p>heiter (adj)- cheerful</p><p>die Bewirtung (n)- hospitality</p><p>rächen (v)- avenge</p><p>abweisen (v)- refuse, reject</p><p>einwilligen (v)- to consent, to agree</p><p>langhalsigen (adj)- long necked</p><p>schlürfen (v)- slurp</p><p>der Mutwillen (n)- mischief, wickedness</p><p>hinlänglich (adj)- sufficient, adequate</p><p>strafen (v)- punish, discipline</p><p>zufügen (v)- to add</p><p><br></p><p>Ein Fuchs hatte einen Storch zu Gaste gebeten, und setzte die leckersten Speisen vor, aber nur auf ganz flachen Schüsseln, aus denen der Storch mit seinem langen <strong><u>Schnabel</u></strong> nichts fressen konnte. <strong><u>Gierig</u></strong> fraß der Fuchs alles allein, <strong><u>obgleich</u></strong> er den Storch <strong><u>unaufhörlich</u></strong> bat, es sieh doch schmecken zu lassen. Der Storch fand sich <strong><u>betrogen</u></strong>, blieb aber <strong><u>heiter</u></strong>, lobte außerordentlich die <strong><u>Bewirtung</u></strong> und bat seinen Freund auf den andern Tag zu Gaste. Der Fuchs mochte wohl ahnen, daß der Storch sich <strong><u>rächen</u></strong> wollte, und <strong><u>wies</u></strong> die Einladung <strong><u>ab</u></strong>. Der Storch ließ aber nicht nach, ihn zu bitten, und der Fuchs <strong><u>willigte</u></strong> endlich <strong><u>ein</u></strong>. Als er nun anderen Tages zum Storche kam, fand er alle möglichen Leckerbissen aufgetischt, aber nur in <strong><u>langhalsigen</u></strong> Geschirren. \"Folge meinem Beispiele\", rief ihm der Storch zu, \"tue, als wenn du zu Hause wärest.\" Und er <strong><u>schlürfte</u></strong> mit seinem <strong><u>Schnabel</u></strong> ebenfalls alles allein, während der Fuchs zu seinem größten Ärger nur das Äußere der Geschirre belecken konnte und nur das Riechen hatte. Hungrig stand er vom Tische auf und gestand zu, daß ihn der Storch für seinen <strong><u>Mutwillen</u></strong> <strong><u>hinlänglich</u></strong> <strong><u>gestraft</u></strong> habe. Was du nicht willst, daß man dir tu', Das <strong><u>füg</u></strong>' auch keinem anderen <strong><u>zu</u></strong>.</p>","author_name":"Adrienne Merinnen"}