{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/67670d80575cbdaa9dce83eb/67701fa8a5aeb35e7c2008c5?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Der Adler und der Fuchs (The Eagle and the Fox)","thumbnail_width":200,"thumbnail_height":200,"thumbnail_url":"https://open-images.acast.com/shows/67670d80575cbdaa9dce83eb/1735401326376-55653a30-e229-4a83-a4b7-bcb7f86d8ea7.jpeg?height=200","description":"<p>horsten (v)- to nest</p><p>aufrichtig (adj)- upright, honest, sincere</p><p>aufheben (v)- to pick up, to lift up</p><p>das Füchschen (n)- fox cub, kit</p><p>der Horst (n)- nest</p><p>zurückkehren (v)- return, go back</p><p>der Frevel (n)- crime, sin, grave offense</p><p>ergrimmt (adj)- infuriated, enraged</p><p>die Schmähung (n)- abuse, blasphemy, slander</p><p>sich rächen (v)- to get even with, to avenge oneself</p><p>höhnisch (adj)- mocking, derisive, contemptuous</p><p>die Miene (n)- expression, face, countenance</p><p>das Eingeweide (n)- entrails</p><p>die Gewohnheit (n)- habit, custom</p><h5>glimmend (adj)- glowing</h5><h5>wüten (v)- to rage</h5><h5>verzehren (v)- to consume, to eat up</h5><p>der Verbrecher (n)- criminal, felon</p><p>Ein Adler <strong><u>horstete</u></strong> auf einer hohen Eiche, und der Fuchs hatte sein Loch unten an derselben. Diese Nachbarschaft schien eine Freundschaft zur Folge zu haben. Aber ach, wie wenig <strong><u>aufrichtig</u></strong> war sie! Als der Fuchs einmal des Abends auf Raub ausging, und der Adler gerade diesen Tag über aus Mangel an Beute mit seinen Jungen hatte fasten müssen, so glaubte er, der Hunger <strong><u>hebe</u></strong> jede Rücksicht der Freundschaft <strong><u>auf</u></strong>, stürzte sich auf die <strong><u>Füchschen</u></strong>, trug sie in seinen <strong><u>Horst</u></strong> und verschlang sie mit seinen Jungen; ein leckeres Mahl für sie und ihn! Kaum war der Fuchs <strong><u>zurückgekehrt</u></strong>, als er auch seine Jungen vermißte und den <strong><u>Frevel</u></strong> sogleich ahnte. <strong><u>Ergrimmt</u></strong> über diese Verletzung der Freundschaft und von seinem Schmerz getrieben, stieß er eine Flut von <strong><u>Schmähungen</u></strong> gegen seinen früheren Freund, der nun sein heftigster Feind geworden war, aus, weil er sonst kein Mittel sah, <strong><u>sich</u></strong> zu <strong><u>rächen</u></strong> - und flehte den Zorn der Götter auf den Adler herab. Ruhig, mit <strong><u>höhnischer</u></strong> <strong><u>Miene</u></strong>, schaute der Adler auf den erbitterten Fuchs und ahnte nicht, daß so bald die verdiente Strafe folgen würde. In der Nachbarschaft war nämlich ein Fest, und die Landleute opferten ihren Göttern. Als die <strong><u>Eingeweide</u></strong> angezündet wurden, flog der Adler hinzu, raubte nach seiner <strong><u>Gewohnheit</u></strong> ein Stück und trug es in sein Nest. Allein ohne sein Wissen war <strong><u>glimmende</u></strong> Asche an diesem Stück hängengeblieben; sein <strong><u>Horst</u></strong> fing schnell Feuer, und da gerade ein heftiger Sturm <strong><u>wütete</u></strong>, so war das Nest bald von den Flammen <strong><u>verzehrt</u></strong>; die halbgebratenen Jungen fielen herab, und der Fuchs <strong><u>verzehrte</u></strong> sie vor den Augen des Adlers. Dem <strong><u>Verbrecher</u></strong> wird sein Lohn.</p><p><br></p><p> </p><h1><br></h1><h1> </h1><p><br></p>","author_name":"Adrienne Merinnen"}