{"version":"1.0","type":"rich","provider_name":"Acast","provider_url":"https://acast.com","height":250,"width":700,"html":"<iframe src=\"https://embed.acast.com/$/67670d80575cbdaa9dce83eb/676d3ed48e646d14de7816b6?\" frameBorder=\"0\" width=\"700\" height=\"250\"></iframe>","title":"Das Lamm und der Wolf (The Lamb and the Wolf)","thumbnail_width":200,"thumbnail_height":200,"thumbnail_url":"https://open-images.acast.com/shows/67670d80575cbdaa9dce83eb/1735212773919-3bf53454-0bcc-453f-91fc-ac79b2444dea.jpeg?height=200","description":"<h1><strong><u>Das Lamm und der Wolf</u></strong></h1><p><br></p><p> </p><p>der Bach (n)- creek</p><p>erblicken (v)- to lay eyes on, to spot</p><p>trüben (v)- to make cloudy, to dull, to tarnish</p><p>erwideren (v)- to reply, to answer, to respond</p><p>entkommen (v)- to escape</p><p>das Schmähen (n)- blasphemy</p><p>büßen (v)- to make amends, to appease</p><p>endigen (v)- to end</p><p>erheuchelt (adj)- feigned</p><p>fletschen (v)- to bear one’s teeth</p><p>der Umstand (n)- circumstance</p><p>verschlingen (v)- to devour, to gulp down</p><p>sich regen (v)- to be arise, to be stirred</p><p>der Vorwand (n)- pretext, excuse</p><p>die Begehung (n)- inspection, commission</p><p>die Schlechtigkeit (n)- the badness, wickedness</p><p>beschwichtigen (v)- to appease, to calm, to soothe</p><p><br></p><p><br></p><p>Ein Lämmchen löschte an einem <strong><u>Bache</u></strong> seinen Durst. Fern von ihm, aber näher der Quelle, tat ein Wolf das gleiche. Kaum <strong><u>erblickte</u></strong> er das Lämmchen, so schrie er: \"Warum <strong><u>trübst</u></strong> du mir das Wasser, das ich trinken will?\" \"Wie wäre das möglich\", <strong><u>erwiderte</u></strong> schüchtern das Lämmchen, \"ich stehe hier unten und du so weit oben; das Wasser fließt ja von dir zu mir; glaube mir, es kam mir nie in den Sinn, dir etwas Böses zu tun!\" \"Ei, sieh doch! Du machst es gerade, wie dein Vater vor sechs Monaten; ich erinnere mich noch sehr wohl, daß auch du dabei warst, aber glücklich <strong><u>entkamst</u></strong>, als ich ihm für sein <strong><u>Schmähen</u></strong> das Fell abzog!\" \"Ach, Herr!\" flehte das zitternde Lämmchen, \"ich bin ja erst vier Wochen alt und kannte meinen Vater gar nicht, so lange ist er schon tot; wie soll ich denn für ihn <strong><u>büßen</u></strong>.\" \"Du Unverschämter!\" so <strong><u>endigt</u></strong> der Wolf mit <strong><u>erheuchelter</u></strong> Wut, indem er die Zähne <strong><u>fletschte</u></strong>. \"Tot oder nicht tot, weiß ich doch, daß euer ganzes Geschlecht mich hasset, und dafür muß ich mich rächen.\" Ohne weitere <strong><u>Umstände</u></strong> zu machen, zerriß er das Lämmchen und <strong><u>verschlang</u></strong> es. Das Gewissen <strong><u>regt</u></strong> sich selbst bei dem größten Bösewichte; er sucht doch nach <strong><u>Vorwand</u></strong>, um dasselbe damit bei <strong><u>Begehung</u></strong> seiner <strong><u>Schlechtigkeiten</u></strong> zu <strong><u>beschwichtigen</u></strong>.</p><p><br></p>","author_name":"Adrienne Merinnen"}